Der Gasversorger und sein Gebahren

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Rial
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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von Rial » Di 20. Okt 2020, 17:13

Aus technischer Sicht ist Erdgas ein Brenngas. Innerhalb der Brenngase wird es gemäß dem DVGW Arbeitsblatt G260[11] zur Gasfamilie 2 (methanreiche Gase) gerechnet.[12]
Diese werden nach ihrem Wobbe-Index, der ein Maß für den Energiegehalt (Energiedichte) ist und von der genauen Zusammensetzung des Gases abhängt, in zwei Typen unterschieden:

H-Gas (von engl. high [calorific] gas, hoher Energiegehalt) hat einen höheren Anteil an Kohlenwasserstoffen und einen entsprechend geringen Inertgas­anteil (bei Erdgas vor allem Stickstoff und Kohlenstoffdioxid), während L-Gas (von engl. low [calorific] gas, niedriger Energiegehalt) einen höheren Inertgasanteil aufweist.
In Deutschland verwendetes H-Erdgas aus den GUS-Staaten besteht aus circa 98 % Methan, 1 % weiteren Alkanen (Ethan, Propan, Butan, Pentan) und 1 % Inertgasen.
H-Erdgas aus der Nordsee besteht aus circa 89 % Methan, 8 % weiteren Alkanen und 3 % Inertgasen.
L-Erdgas aus den Niederlanden und Norddeutschland[13] besteht aus etwa 85 % Methan, 4 % weiteren Alkanen und 11 % Inertgasen.
Der Brennwert Hs (früher Ho) variiert entsprechend zwischen 10 kWh/kg (36 MJ/kg) bzw. 8,2 kWh/m³ (30 MJ/m³) bei L-Gas und 14 kWh/kg (50 MJ/kg) bzw. 11,1 kWh/m³ (40 MJ/m³) bei H-Gas.
Der Heizwert Hi (früher Hu) liegt jeweils etwa 10 % unter diesen Werten. Die Dichte variiert zwischen 0,700 kg/m³ (H-Gas) und 0,840 kg/m³ (L-Gas). Der Siedepunkt der kondensierten Kohlenwasserstofffraktion liegt im Allgemeinen etwas höher als der von reinem Methan (−161 °C).
https://de.wikipedia.org/wiki/Erdgas#L-Gas

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Toddybaer
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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von Toddybaer » Di 20. Okt 2020, 18:18

Eich könnte mir vorstellen, daß der alte Brenner auf Grund der EenV (EnergieeinsparVerordnung) nicht mehr erneuert bzw umgebaut werden darf.

Oder der Hersteller bietet keine Umbausätze mehr an. Und das Firmen sich weigern begestelltes Material zu verbauen, kann ich gut verstehen. Allein schon aus Gewährleistungsgründen

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Name vergessen
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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von Name vergessen » Di 20. Okt 2020, 18:23

H-Erdgas aus den GUS-Staaten besteht aus circa 98 % Methan, 1 % weiteren Alkanen (Ethan, Propan, Butan, Pentan) und 1 % Inertgasen.
H-Erdgas aus der Nordsee besteht aus circa 89 % Methan, 8 % weiteren Alkanen und 3 % Inertgasen.
L-Erdgas aus den Niederlanden und Norddeutschland[13] besteht aus etwa 85 % Methan, 4 % weiteren Alkanen und 11 % Inertgasen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Erdgas#L-Gas
Da fragt man sich, wieso noch keiner auf die Idee gekommen ist, abgeschiedenes CO2 als "zusätzlichen Inertgas-Anteil" zu versilbern, anstatt es aufwendig zu "entsorgen". Damit könnte man doch im Prinzip die Umstellung komplett und dauerhaft abblasen...

Ist EWE eigentlich ein Subunternehmen von Gazprom, und Du bist sowas wie die Ukraine? Das mit der Haftung usw. kann schon alles sein, aber das ändert nichts an dem asozialen Zeitpunkt und den nicht minder asozial kurzen Fristen, ganz besonders in der aktuellen Situation. Wie gesagt klingt das eher nach Gazprom-Methoden als nach Rechtsstaat.

Wie schnell läßt sich der Gasanbieter eigentlich in der Praxis wechseln? Auf dem Papier klingt das ja immer gaaanz einfach. Ein anderer macht wahrscheinlich weniger Streß, aber die Kosten sollten natürlich bei EWE anfallen und nirgends sonst, da die sich vermutlich einfach nur genau darum drücken wollen. Andererseits hat EWE dann dauerhaft einen Kunden weniger und dank deren Öffentlichkeitsarbeit evtl. auch weniger Zukünftige, wäre also auch schon ein Pluspunkt.

Ich denke aktuell auch über einen Anbieterwechsel nach und weiß nun immerhin, wo ich gar nicht erst zu gucken brauche.

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Alexander470815
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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von Alexander470815 » Di 20. Okt 2020, 18:57

Name vergessen hat geschrieben:
Di 20. Okt 2020, 18:23
Wie schnell läßt sich der Gasanbieter eigentlich in der Praxis wechseln?
Das wird nichts bringen.
Das ganze rührt ja vom Netzbetreiber her und nicht von dem Anbieter dem man die Kohle zu schiebt.
Da es wohl nicht mehrere parallele Gas-Netze unterschiedlicher Anbieter gibt ist man an den Netzbetreiber gebunden.

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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von licht_tim » Di 20. Okt 2020, 19:03

Bei der Gasumstellung ist es egal an welchen laden man seine Gasrechnung bezahlt. Im Netzgebiet des erst was essen Vereins ist eben dieser für die Gasumstellung zuständig.
Was ist denn für ein Nachweis gefordert? Muss das eine Firma einbauen oder reicht ein Messprotokoll das auch der Schornsteinfeger machen kann.

Nach dieser Karte:
https://www.ewe-netz.de/marktpartner/er ... r-zu-ihnen. Ist die Umstellung für Oldenburg erst 22/23. Am anderen Ende der Stadt gab es noch nicht mal einen Termin zur Erfassung.
Zuletzt geändert von licht_tim am Di 20. Okt 2020, 19:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Kuddel
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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von Kuddel » Di 20. Okt 2020, 19:39

Ich weiß nicht ob das Hilft, aber evtl. kann ich eine gebrauchte Vaillant Gastherme besorgen. Uwe und CNCttäumer kennen das Ding. Ich weiß aber nicht genau, ob es noch existiert. Das Ding hatte der EWE Monteur auch als Umstellungsbereit signiert, obwohl sie nicht eingebaut war.
Vielleicht hilt es ja, wenn man eine passende Therme BESITZT. Von Einbauen hat keiner gesprochen.
Gruß
Kuddel

bastelbjoern
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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von bastelbjoern » Di 20. Okt 2020, 19:47

Evtl ist auch hier ein Problem das nicht genügend Kunden auf EWE Wärme plus umgestiegen sind.
Ich habs mir durchrechnen lassen. Thermentausch steht dann mit 6500 auf der Uhr. plus unsinnige Nebenarbeiten die extra in Rechnung gestellt werden. Austausch der Ventile und Thermostatköpfe und neuer Hydraulischer Abgleich. Ja habe ich ja noch nicht. Doch hab ich interessiert nur keinen. Austausch des Kunststoffzuges weil der kann ja undicht sein??? Die Therme selber liegt bei 1800.
Meine alte Heizung hab ich selber an die Wand gespaxt. Sagt der Typ ja die Rohre sehen ja nicht so toll aus. Wen interessiert wie die Rohre im Keller aussehen. Ehrlich ob die Grade oder krumm sind, ist mir Latte. Das soll warm werden, nicht gut aussehen. Ich wohne ja nicht im Keller.

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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von Später Gast » Di 20. Okt 2020, 20:13

Hmmm. Unser Gas riecht seit neuestem irgendwie eigen. (beim Verbrennen) Kam aber nix vom Versorger. Duftstoff umgestellt?

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Toddybaer
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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von Toddybaer » Di 20. Okt 2020, 20:19

bastelbjoern hat geschrieben:
Di 20. Okt 2020, 19:47
..... ja die Rohre sehen ja nicht so toll aus. Wen interessiert wie die Rohre im Keller aussehen. Ehrlich ob die Grade oder krumm sind, ist mir Latte. Das soll warm werden, nicht gut aussehen. Ich wohne ja nicht im Keller.

Also das ließe mein innerer Monk nicht zu. Ich könnte damit nicht ruhig schlafen. Ausser es wäre nur ein Provesorium.... :lol:

Aber so gerade und winkelig viele der Heizungsbauer heutzutage würd ich die Rohre wohl auch alleine hinbekommen .
Zuletzt geändert von Toddybaer am Di 20. Okt 2020, 20:56, insgesamt 1-mal geändert.

plottermeier
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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von plottermeier » Di 20. Okt 2020, 20:50

Hm, schwierig, hier ist bei den Handwerkern, speziell Klempnern auch Land unter. Der Chef sagte, er bekomme keine Leute ran, die vorhandenen könne er nicht unbegrenzt mit Überstunden belasten...
Ich weiß, dass es in solchen Fällen auch schon geholfen hat, wenn die Umrüstung fachmännisch durchgeführt wurde und der Häuslebesitzer dann ein selbstverfasstes arschfein aussehendes Bestätigungsschreiben mit Heizungs- und Anschlussnummer erstellt und mit Dipl.-Ing. ... unterzeichnet hat. Da sitzen ja auch nur Typen, die möglichst schnell lochen und abheften wollen...
Ansonsten würde ich es mal bei Myhammer probieren. Da sind immer mal wieder Firmen anzutreffen, die noch Lücken im Terminplan haben.

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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von caprivi » Di 20. Okt 2020, 21:36

Toddybaer hat geschrieben:
Di 20. Okt 2020, 20:19
...mein innerer Monk...
YMMD. Danke! :D

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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von Botanicman2000 » Mi 21. Okt 2020, 09:43

Hallo

ist zwar Offtopic.
EWE Wärmeplus. Ja das alte Abgasrohr muss raus, da geht es nuicht ob dicht oder nicht sondern nur
ob e seine Bauartzulassung zur Heizung hat.
Die Rohre im Keller sind der EWE Scheissegal.
Gedämmt wird nach ENEV auch nur der Bereich bis zu dem man an die alten Rohre verbunden hat.

Wobei man die ANschlüsse an die geräte eh nicht mit 100% Isolieren kann weil kein Platz.

Hydraulischer Abgleich muss eben gemacht werden, und wenn bereits gemacht gibt es doch Berechnungsunterlagen. Zumindets in der Firma wo ich arbeite.

Gruß´Uwe

unlock
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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von unlock » Mi 21. Okt 2020, 11:03

Ja das alte Abgasrohr muss raus, da geht es nuicht ob dicht oder nicht sondern nur
ob e seine Bauartzulassung zur Heizung hat.
Die Rohre im Keller sind der EWE Scheissegal.

Ja, da haben die "Liefergrenzen" festgelegt, aber der Unterschied zwischen Abgasrohr und Heizungsrohr ist; Verlustwärme bei Heizrohr bleibt in der Gebäudehülle und trägt somit zur Heizleistung bei.
Wärmeverlust im Gebäude, Isolation->uninteresant.
Beim Abgas hingegen wird die Wärme mit nach außen gefördert->Verlust, also wird versucht, mit einem mit Ansaugluft durchströmtes Kaminsystem (Doppelrohr) die Austritstemperatur zu selken.
Abgas kalt,warme Ansaugluft im Gebäude->wichtig.
Ich denke, somit sollte diese Regelung einleuchtend sein.

sukram
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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von sukram » Mi 21. Okt 2020, 16:44

Ich dachte, das Abgasrohr muss für Brennwert immer auf Zweiwege umgerüstet werden? Sonst kommt die Heizung ja gar nicht auf ihren theoretischen Wirkungsgrad (>100%...)

Simon
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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von Simon » Mi 21. Okt 2020, 20:07

Mal eine ganz blöde Idee, unbeachtet dass man momentan keinen GWSler bekommt:
Wie sieht das eigentlich aus, wenn man die Gasheizung vom Gasnetz trennt, eine Gassteckdose setzen lässt, und daran den Heizer wieder anschließt?
Den Heizer mit den passenden Düsen umrüsten und wieder anschließen. Dadurch, dass das Ding dann ja nicht mehr fest angeschlossen ist, dürfte es dem Versorger dann ja wieder egal sein.
Hab hier grade das fast gleiche Problem, aber mit einem Herd.

Gruß
Simon

bastelbjoern
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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von bastelbjoern » Mi 21. Okt 2020, 22:21

unlock hat geschrieben:
Mi 21. Okt 2020, 11:03
Ja das alte Abgasrohr muss raus, da geht es nuicht ob dicht oder nicht sondern nur
ob e seine Bauartzulassung zur Heizung hat.
Die Rohre im Keller sind der EWE Scheissegal.

Ja, da haben die "Liefergrenzen" festgelegt, aber der Unterschied zwischen Abgasrohr und Heizungsrohr ist; Verlustwärme bei Heizrohr bleibt in der Gebäudehülle und trägt somit zur Heizleistung bei.
Wärmeverlust im Gebäude, Isolation->uninteresant.
Beim Abgas hingegen wird die Wärme mit nach außen gefördert->Verlust, also wird versucht, mit einem mit Ansaugluft durchströmtes Kaminsystem (Doppelrohr) die Austritstemperatur zu selken.
Abgas kalt,warme Ansaugluft im Gebäude->wichtig.
Ich denke, somit sollte diese Regelung einleuchtend sein.
ich habe ein Brennwerttherme die ich noch einmal gefixt bekommen habe. wenn die erneurt werden sollte dann ist dieser Murks erforderlich. Ehrlich was geht an einem im Schornstein FESTSTECKENDEM Rohr kaputt ? wenn ich das täglich rausziehen würde ok aber so ?

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Desinfector
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Re: Der Gasversorger und sein Gebahren

Beitrag von Desinfector » Do 22. Okt 2020, 15:09

Wurstblinker hat geschrieben:
Di 20. Okt 2020, 14:22
Ey das kannst du doch nicht einfach so in ein öffentlich zugängliches Forum Schreiben :shock: :lol:
wenn man nur durch einen Kommentar von mir auf sowas kommt, stehe ich den EVU gerne
in Beratertätigkeit zur Verfügung.

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