Unbekanntes Funksignal

Der chaotische Hauptfaden

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Schneewittchen
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Unbekanntes Funksignal

Beitrag von Schneewittchen » Mo 22. Mär 2021, 10:50

Beim Stöbern drauf gestoßen, nicht wichtig für mich aber es interessiert mich trotzdem...

https://www.youtube.com/watch?v=aXolykBFfmg

BernhardS
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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von BernhardS » Di 23. Mär 2021, 12:20

Die Modulation ist ein bißchen breit, die Tastung unregelmäßig und so weiter.
Kann gut sein, daß das so ein einzelner Bastler ist, der sich halt ins Amateurfunkband verlaufen hat.

Wenn er das nicht öfters macht und sowas nur auf Antrag verfolgt wird, wird da nicht viel passieren.
Ansonsten bei Funkamateuren fragen. Da gibt es ja die Gruppen "Bandwacht", die wissen sowas.

Grüße von einem Ort ca. 6km von einer Peilstation der Bundesnetzagentur und daher eher brav.
Bernhard

Mario20v
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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von Mario20v » Di 23. Mär 2021, 12:51

Hallo.

Schau mal hier http://sigidwiki.com/ nach, vllt. findest du es.
Für mich klingt es nach einer digimode.

73
DH9MM

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StrippenLümmel
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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von StrippenLümmel » Di 23. Mär 2021, 13:29

...Hust... Ähm...wo wohnt deine empfangsstation? Mein ortsfester funkopi hat mich die tage auch gefragt ob ich wieder blödsinn mache. Ich muste es bejaen. Meine lala modulierte tesla spuhle hat trotz dicken kellerwänden HF mäßig in den äther gerotzt... bevor sie sich desintigriert hat. Ich tret das ding nu inne tonne und mach das mal schön und deu und gut... Lt aussage hab ich den bodenseekreiß bespaßt... Passiert nicht noch mal. solltest du in reichweite gewesen sein, Schuldigänse. Wenn nicht, Ich wars nicht.
LG
(ja ich hab nen oskar dran gehabt mit mittelwert erfassung; hat ja soviele Spikes auf dem signal gehabt... Sacht nix, sacht einfach nix)

BernhardS
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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von BernhardS » Di 23. Mär 2021, 14:55

Ja, ich weiß wo das ist. War in Pfullendorf "beim Bund" und kenne die Gegend. Den einen oder anderen Quadratmeter aus nächster Nähe. Jetzt wohne ich fast ganz genau 300 km von Dir weg.
Da sind noch viele Teslas, nicht entstörte Schaltnetzteile und dergleichen mehr zwischen uns. Der Peiler, dessen Mast ich vom Fenster aus sehen kann, hat Deinen Tesla wahrscheinlich auch mal kurz aufgenommen - für den sind 300km nix, aber sehr vermutlich unter "gelegentliches / sonstiges / weit weg" eingeordnet und abgehakt. Ich habe ganz zweifellos nicht davon mitbekommen.

Ich bin zwar in einem Amateurfunkverein und auch Mitglied beim DARC - drum kann ich auch so Wörter wie Bandwacht. Habe aber keine Lizenz - was man mit SWL abkürzt. Abkürzen ist wichtig, das lernt man als Erstes.
Sammle jetzt seit Herbst Benachrichtigungen über verschobene Prüfungstermine. Was manche Leute für Hobbys haben.... da jedoch auch andere Leute sich über mich wundern, darf ich mich auch über mich selbst wundern.

Beim Rumräumen die Teile für einen Tesla gefunden, der sogar mal funktioniert hat und zwecks Umzug zerlegt wurde. So ganz klassisch mit Neontrafo und Funkenstrecke. HV-fester Kondensator ist ne doppelseitige Platine mit abgefeiltem Rand (in dem trotzdem schwarze Spuren sind). Man könnte mal wieder.

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ferdimh
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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von ferdimh » Di 23. Mär 2021, 21:48

Lt aussage hab ich den bodenseekreiß bespaßt..
Das halte ich für Unfug. Der Bodenseekreis dürfte maximal 500m Radius gehabt haben ;-)

andreas6
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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von andreas6 » Di 23. Mär 2021, 22:15

Vorsicht. Aus der Erfahrung mit kleinen Sendern wie gelandeten Wettersonden mit zweistelligen Milliwatt sind die Signale zwischen einem und einem Dutzend km Abstand mit billigster Technik hörbar, je nach Senderhöhe. Auf einen halben km hört man jeden Furz, selbst ein ladendes Mobiltelefon ist recht gut im Umfeld hör- und sichtbar auf dem Wasserfall zu finden. Kommerzielle Technik dürfte eine mehrfache Reichweite haben als die hier benutzten 10€-Empfänger.

MfG. Andreas

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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von zauberkopf » Di 23. Mär 2021, 22:24

Das halte ich für Unfug. Der Bodenseekreis dürfte maximal 500m Radius gehabt haben ;-)
Wenn die Tesla wirklich "frei" arbeiten kann, ist korrekt, das die so breitbandig ist, das sich das Signal schnell verliert.
AAber, sobald da irgendwo was in der nähe resonant ist... wirds interessant !

Zurrück zum Signal.. das sieht aber nicht wirklich nach tesla aus.
Eher nach https://www.sigidwiki.com/wiki/DominoEX

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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von Bastelbruder » Di 23. Mär 2021, 22:36

Stellt sich die Frage wie das Spülchen erregt wurde. Wenn klassisch mit Funkenstrecke, dann 500 m und extrem breitbandig. Wenn Dauerstrich mit Oszillatorröhre dann schmalbandig und durchaus etwas weiter hörbar. Letztere Variante ist auch die, die regelmäßig zur Desintegration von Bauteilen führt obwohl die eigentlich noch zehnfach höher belastbar wären. Aber Tesla mit Funkenerregung produziert gedämpfte Schwingungen mit weit unter einem Prozent Einschaltdauer.

Das "komische" Digitalsignal ist auf der gesamten Kurzwelle regelmäßig zu vernehmen, es gibt da mehrere einander akustisch ähnliche Protokolle. Das sind vermutlich solche Instutitionen die gemeinhin mit "Intelligence" bezeichnet werden.

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Soern
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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von Soern » Di 23. Mär 2021, 23:24

Mich erinnert das ein wenig an Number Stations: https://en.wikipedia.org/wiki/Numbers_station

Sind die heutzutage noch aktiv?

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Bastelbruder
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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von Bastelbruder » Di 23. Mär 2021, 23:33

Wenn jemand was weiß, dann priyom.org

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zauberkopf
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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von zauberkopf » Mi 24. Mär 2021, 04:52

Ich bin mir ziemlich sicher, das das irgendein abgewichster Mode ist, der gerade auf 144 MHZ im entsprechenden Bereich gefahren wird.
Auf VHF wird kein Zahlensender senden.. das macht keinen Sinn.
Was sinn macht, wenns einen interessiert : das video ablaufen lassen, und gleichzeitig fldigi laufen lassen.
und mal die üblichen verdächtigen mal ausprobieren.
Am besten mit den Domino-Modes probieren.. ;-)

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Roehricht
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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von Roehricht » Mi 24. Mär 2021, 12:06

Hallo,
vielleicht ein "low speed data signal". Jeder Ton ist ne Binärstelle. Das Ganze Verschlüsselt. Zur übermittlung von Tagesbefehlen vom "Intelligence Service" oder die Droganmafia kommuniziert damit.
Irgendson Scheiss wird es schon sein.
Ich schliesse eine zufällige Spielerei von irgendwelchen Bastlern aus. Das hat System.

In Hamburg habe ich mal zufällig am Standort einer BOS Funkanlage einen R&S Messempfänger vorgefunden der auf AFu Frequnz 144,800 stand. Am Empfänger war ein graue Box dran deren Leitung im Verteiler des Behördennetz verschwand.Am Empfänger war das Bedienfeld gesperrt.
Beim nächsten Besuch war das Gerät wieder weg.

Hab immer drüber gegrübelt wofür das war. Der Empfänger war eines der letzten Modelle zum Gegenwert eines guten KFZ.
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Wolfgang

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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von andreas6 » Mi 24. Mär 2021, 12:14

Das ist doch simpel. 144,800 ist die Aprs-Frequenz. Damit kann man Positionsdaten empfangen.

MfG. Andreas

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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von uxlaxel » Mi 24. Mär 2021, 12:17

die BNetzA hört routinemäßig auch immer mal in den AFu rein, das könnte durchaus eine solche Aktion gewesen sein. Die Leitung, die da im BOS-Schrank verschwand, konnte eine "Brücke" zu ihrem Server gewesen sein. Möglicherweise wurde auch einer Störmeldung nachgegangen und der Datenverkehr auf 144,8MC mal mitgeloggt.

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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von Miraculix » Mi 24. Mär 2021, 19:44

Die analogen Gleich oder Relais Funkstellen sind in der Regel sternförmig oder per Richtfunk an den sternpunkt angebunden. Daten Kommunikation erfolgte per Ton und Datensequenzen die sich ähnlich nach fms anhören. (Zumindest bei den Bosch Anlagen)

Da sind im Regelfall auch immer Reserveleitungen bei drahtanbindung dabei. Aber eigentlich sollte die direkt gehen, ohne Schaltkasten dazwischen wegen Manipulation. Und enden tun die Bei den kater Kanälen meistens in der Leitstelle im Keller.
Eine Antenne mehr oder weniger fällt an den Standorten nicht auf.

Oftmals ist dann aber ein Adler irgendwo auf den Kisten. Und bei den wirklich wichtigen Anlagen kam recht schnell Besuch wenn man ein Schloss vergessen hat und nicht Bescheid gab. Wenn du das tschak tschak hörst beim aufschließen wusstest du gleich gibts Ärger. :D

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Roehricht
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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von Roehricht » Mi 24. Mär 2021, 20:03

Hallo,
die BNetzA hört routinemäßig auch immer mal in den AFu rein, das könnte durchaus eine solche Aktion gewesen sein.
Könnte eine Aktion der Innenbehörde gewesen sein.
Der BNetzA hat da oben nichts zu suchen. Es ist ein Raum der Stadt Hamburg. Wenn da Jemand drauf war ist es der Technik Trupp der Polizei.
Das Kabel welches in dem Verteiler verschwand war eien stinknornmales IY(st)Y 2x2 und der Verteiler ein normaler Quante Fernmeldeverteiler.
In HH gibts für BOS keinen Richtfunk. Die Stadt betreibt ein eigenes Kabelnetz in Draht und Glas. Die beiden einzigen Ri-Fu Anlagen sind anfang der 90er abgebaut und durch Glasfasern ersetzt. Darüber gingen nur je eine TF 12 Kanal Telefonleitung zu den Knoten der Aussengebiete HH-Bergedorf und HH-Harburg.

Video Ri-Fu Strecken gabs auch, die gehörten aber zum Autobahn Netz.

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Cyrix
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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von Cyrix » Mi 24. Mär 2021, 20:44

Mich hat es Spontan an Eurosignal erinnert was immer am Anfang vom UKW Band war, damals in den 90ern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Funkrufnetz#Eurosignal https://www.youtube.com/watch?v=wmNrOwFeXsA

Was die Leute so machen - faszinieren - einen Eurosignal generator: EUROSIGNAL.org - der Eurosignal-Sendergenerator kurz erklärt *PIEP*
Zuletzt geändert von Cyrix am Mi 24. Mär 2021, 20:56, insgesamt 1-mal geändert.

BernhardS
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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von BernhardS » Mi 24. Mär 2021, 20:50

Soern hat geschrieben:
Di 23. Mär 2021, 23:24
Mich erinnert das ein wenig an Number Stations: https://en.wikipedia.org/wiki/Numbers_station
Ach, Du Schande. Vor 45 Jahren, "beim Bund", da hatten wir einen Uffz, der hat das ernst genommen. Wenn man mit dem zusammen Dienst hatte (GvD/UvD), dann war nix mit mal einem gepflegten Stündchen Augen schonen. Die liebe, lange Nacht hat der die Zahlen mitgeschrieben und in der Früh musste man das auch noch zu den Sicherheitsfuzzis tragen.

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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von zauberkopf » Do 25. Mär 2021, 05:18

Moinsen !
Also.. mir ist grad beim Kaffe noch was eingefallen :
Der bereich wo im Video gesendet wurde, liegt im 2m BAKEN Bereich.
Das heist, die Change das das ne "schnöde" Bake ist, ist schon mal ziemlich hoch.
Nur irgendwie .. kriech ich das mit den Domino Modes ums verrecken nicht dekodiert.
(Hoffentlich hab ich keinen geweckt.. mit Video über die Anlage laufen lassen. auf die Schnelle versucht per Notebook zu dekodieren.. :lol: )
Kann auch sein, das JT65B ist..
dafür müsste ich aber noch ein anderes Programm herunterladen und installieren.. später..hab grad noch was anderes zu tun.

Naja.. das ist ja das schöne an Ham-Digimodes.
Es gibt mittlerweile so viele davon(und gefühlt alle 3 sekunden kommt ein neuer hinzu), jeder mit seinen interessanten Eigenschaften, das jedes Signal schon ein Mysterium ist.. :lol:

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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von zauberkopf » Do 25. Mär 2021, 05:35

Die liebe, lange Nacht hat der die Zahlen mitgeschrieben und in der Früh musste man das auch noch zu den Sicherheitsfuzzis tragen.
Mit denen die sehr wahrscheinlich nix anfangen konnten, weil Agenten in der Regel "One-Time-Pad" verwendeten.
Das ist Mathematisch gesehen unknackbar, weil der Schlüssel 1. genau so gross ist wie die Nachricht, 2. nur Einmal verwendet wird.
(Und danach möglichst spektakulär vernichtet wird.. )
Die eigentliche Operation, ist das ein schnödes XOR.
Die Einzige Hoffnung besteht nur darin, warum man das mitschrieb, per zufall den OTP eventuell mal in die Finger zu bekommen...

Den Spass hatte ich aber mal mit Fingersens gemacht : Dem hatte ich zum nen Rätsel in der Postille ne Postkarte mit zufallszahlen geschickt.
Eigentlich wollte ich da noch ne 2. hinschicken.. damit daraus ne nachricht wird... Aber ich wollte sie nicht auf die Folter spannen..

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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von zauberkopf » Do 25. Mär 2021, 14:10

So... jetzt habe ich das geheimnis mal gelüftet.. also es ist ja wirklich so das alle paar Minuten gefühlt ein neuer Mode auf den Markt geworfen wird.
Das Signal ist eine "PI4" Barke
Hier das gleiche in Grün :
https://www.youtube.com/watch?v=h23KsipPqHI
https://rudius.net/oz2m/software/pi-rx/

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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von Finger » Do 25. Mär 2021, 22:18

Das hier kam grad rein:

Guten Morgen

Ich möchte mich im Forum nicht registrieren und doch etwas zum Unbekannten Funksignal beisteuern.
Das Unbekannte Funksignal ist ein Baken Signal wie z.B.
Der Bakensender von HB9F auf 50.420 MHz

mfg max

Modulationsarten:
PI4 + A1A
Modulation:
Die Modulation beginnt genau auf die Minute und dauert genau 60"

CW : 50.420'000'000MHz
Carrier: 50.420'000'000MHz
PI4 tone0 : 50.419'882'812'5MHz
PI4 tone1 : 50.420'117'187'5MHz
Pi4 tone2 : 50.420'351'562'5MHz
PI4 tone3 : 50.420'585'937'5MHz

USB dial, on most radios (unitless) : 50.419'200MHz

HB Koordinaten:
600'242 / 207'077
Höhe:
583m a.s.l
Internationale Koordinaten:
47°00'53'' N / 07°26'31'' E
QTH Locator:
JN37RA

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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von ferdimh » Fr 26. Mär 2021, 14:30

andreas6 hat geschrieben:
Di 23. Mär 2021, 22:15
Vorsicht. Aus der Erfahrung mit kleinen Sendern wie gelandeten Wettersonden mit zweistelligen Milliwatt sind die Signale zwischen einem und einem Dutzend km Abstand mit billigster Technik hörbar, je nach Senderhöhe.
Der Sender stand aber nicht hoch und war im LW-Bereich klein gegenüber der Wellenlänge. Auf VHF/UHF sind bei guten Antenneneffizienzen und geringen Störpegeln eindrucksvolle Reichweiten auch bei geringer Leistung möglich. Auf LW, wo die Tesla vermutlich gearbeitet haben wird, ist die Antenneneffizienz im Fernfeld nahe Null.

Problematisch dürfte der Verhau lediglich werden, wenn er in das Stromnetz koppelt. Denn das Stromnetz ist groß, strahlt effizient ab, und führt in jedes Haus...

Hier ist im Wesentlichen der potentielle Störstrom relevant. Der wird bei zweckmäßiger Auslegung des Ganzen kleiner sein als der Sekundärstrom der Teslaspule, weil sich der Strom durch die Wicklung einen Rückleiter sucht. Wenn ich das richtig überblicke, bewegen wir uns sekundärseitig im Bereich einstelliger mA. Das wäre dann bei gegebener Netzimpedanz immerhin eine gut 100fache Grenzwertüberschreitung, und dürfte ein paar Wohnblöcke weiter durchaus wahrnehmbar sein. Oberwellen werden vermutlich etwas ergiebiger abgestrahlt und sich in den allgemeinen Scheißdreck einfügen.
Am Wahrscheinlichsten halte ich aber, dass die (LW-)Grundfrequenz der Spule den verwendeten Empfänger im Nahfeld (das hier gute 500m Radus hat!) maßlos übersteuert, wodurch diverser "Dreck durch die Teslaspule" auftritt, der möglicherweise teilweise gar nicht da ist.
andreas6 hat geschrieben:
Di 23. Mär 2021, 22:15
Auf einen halben km hört man jeden Furz, selbst ein ladendes Mobiltelefon ist recht gut im Umfeld hör- und sichtbar auf dem Wasserfall zu finden. Kommerzielle Technik dürfte eine mehrfache Reichweite haben als die hier benutzten 10€-Empfänger.
Kommerzielle Störmesstechnik ist, um Fehlalarme zu vermeiden, auf brachiale Großsignalfestigkeit gezüchtet und daher tatsächlich relativ taub. Unabhängig davon sind unterhalb 30 MHz quasi alle Empfänger durch den atmosphärischen und menschengemachten Allgemeindreck limitiert und nicht durch ihre Grenzempfindlichkeit.
Tiefergehende Analysemethoden, die evtl noch etwas im Rauschen aufspüren könnten, wird niemand ohne Anfangsverdacht einsetzen.

Im Rauschen sucht sowieso keiner rum. Irgendeinen Träger irgendwie zu sehen hilft auch nur sehr begrenzt weiter, wenn man tatsächlich aktiv werden möchte. Das System "Funkübertragung" muss mit einer gewissen Menge Dreck klarkommen. Das nächste mal ist es halt keine Teslaspule, sondern eine Industrieanlage nach EN55011 Class A mit >150kW. Die ist dann was ganz anderes, denn die darf Störspannungen ins Netz drücken, bis die Ohren schlackern. Für ISM-Geräte jeglicher Art existieren unterhalb von 150 kHz ohnehin gar keine Grenzwerte.

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Durango
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Re: Unbekanntes Funksignal

Beitrag von Durango » Sa 27. Mär 2021, 19:50

Hier in Europa hat jedes Land, das in der CEPT (European Conference of Postal and Telecommunications Administrations) ist, die Pflicht seine Frequenzen zu überwachen.
Das geschieht meist vollautomatisch, stellenweise auch mit Digital Direction Peilern.

Was aber mit den alten Geräten passiert, konnte selbst der Vertreter bei R&S nicht verraten.

Auch unsere Flugsicherung hat solche Geräte.
Also lohnt sich der allgemeine Schwarzfunk nicht mehr, früher war froh, das es unterhalb von 30 MHz nicht funktioniert hat.
Ob die Afu-Frequenzen ausgeblendet werden ?Oder maskiert werden ?

73 Manfred

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