Der Roomba und seine Energiequelle

Der chaotische Hauptfaden

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Finger
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Der Roomba und seine Energiequelle

Beitrag von Finger » Mo 12. Apr 2021, 20:48

Ich hab hier einen Rooba i-schiessmichtot mit Li-Ion-Akku. Damit kommt der Vogel nicht mehr so ganz weit, der muss also neu. Der Akku ist ein grüner Klotz:

Bild

Quelle: https://www.ep-mediastore-ab.de/irobot- ... 61423.html

und hat 4 Anschlüsse. Denk ich mir: Prima, Balancer ist rausgeführt, kannste direkt dran. War natürlich nicht, das Ding stellt sich nach aussen komplett tot. Warte mal... Wenn der keine Spannung raustut, wie soll das Sandhirn im Sauger dem Akku sagen, das er aufwachen soll? Also mit viel Mühe den Deckel zerstörungsfrei abgefummelt und 4 18650er lächeln mich an. In einer Kunsttoffumhausung, recht hochwertig. Weiter komm ich grad nicht, ohne weitere Schäden zu bauen. Der Kasten ist arg teuer, ich würde also gerne an die Zellen ran. Hat dieses Modell schonmal einer von euch aufgefummelt? Ifixedit hält sich von sowas fern, war ja auch zu erwarten. OK, ich setze da auch die Laubsäge an, aber vielleicht hat das ja jemand schon mal gemacht. Ich sollte die Röntgenkiste mal scharf machen....

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gafu
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Re: Der Roomba und seine Energiequelle

Beitrag von gafu » Mo 12. Apr 2021, 21:33

gibts da nicht was von ratio...express?

so ähnlich (modell mit passender spannung, aber mehr kapazität) https://de.aliexpress.com/item/1005002334087173.html
könnte die gleiche ekeltronik drin sein. Schau dir das mal an, von den anschlüssen her, ob das gleich aussieht.

die kleine 3,4Ah und die große 6,8Ah heißen beide "ABL-D1"

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Finger
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Re: Der Roomba und seine Energiequelle

Beitrag von Finger » Di 13. Apr 2021, 07:07

Das ist ein Umbausatz für die alten Modelle im von NiCd auf Liion umrüsten zu können, die neuen haben Messerleisten als Anschlüsse. Ich werde den mal aufknacken...

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Re: Der Roomba und seine Energiequelle

Beitrag von sysconsol » Di 13. Apr 2021, 07:13

Hast du Ersatzzellen da?

Bevor ich da viel Aufwand treibe, würde ich die Zellen ersetzen.
Eventuell aufpassen, dass die Intelligenz im Akkupack nicht spannungslos wird.
Also selbes Procedere wie bei einem Laptopakku.

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Finger
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Re: Der Roomba und seine Energiequelle

Beitrag von Finger » Di 13. Apr 2021, 07:17

Das war das Ziel, ja. Erstmal schauen, was die sagen. Der Sauger stand ewig rum, ich fürchte, das der Akku trotz BMS tiefenentladen war. Heile auseianderkriegen ist die Herausforderung...

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sukram
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Re: Der Roomba und seine Energiequelle

Beitrag von sukram » Di 13. Apr 2021, 07:48

Voher Maßnehmen, dann kannst du das Ersatzgehäuse schon mal in OpenSCAD konstruieren...

sysconsol
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Re: Der Roomba und seine Energiequelle

Beitrag von sysconsol » Di 13. Apr 2021, 08:02

Braucht es das Gehäuse zwingend?
Wichtig ist doch, dass Elektronik und Kontaktleiste überleben.
Vermutlich ist das eine Platine.

(Man entschuldige die dumme Frage, aber ich bin altertümlich und sauge noch von Hand. Daher kenne ich keinen Roomba von innen ;) ).

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Re: Der Roomba und seine Energiequelle

Beitrag von ch_ris » Di 13. Apr 2021, 09:21

evtl.:
ich las, die verklebten Gehäuse von Netzteilen lösen sich mit Waschbenzin.
also der Kleber.
habsch probiert, ging so naja, vielleicht wegen ungeduldig.

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Re: Der Roomba und seine Energiequelle

Beitrag von sysconsol » Di 13. Apr 2021, 10:22

Geklebt oder verschweisst?

Netzteile haben oft so viel "Luft", dass man die Verbindung zwischen den Gehäuseschalen durch Drücken (Schraubstock) brechen lassen kann.
Das wird jedoch bei diesem Akku nicht funktionieren.
Ein gezielter gefühlvoller (hinter dem Kunststoff lauert unbekanntes Terrain ;) ) Sägeschnitt entlang der Fügestelle ist da wahrscheinlich zielführender.
Kann man - wenn man will - wieder mit 2K-Kleber verschließen.

Wer die Möglichkeit hat und das Können, der kann eine thermische Trennung versuchen.
Hat den Vorteil, dass man nur Kunststoff trennt - kein Metall und keine Leiterplatte.

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Re: Der Roomba und seine Energiequelle

Beitrag von xoexlepox » Di 13. Apr 2021, 10:30

... ich fürchte, das der Akku trotz BMS tiefenentladen war.
Nicht "trotz", sondern "durch" :twisted:

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Re: Der Roomba und seine Energiequelle

Beitrag von duese » Di 13. Apr 2021, 11:15

Ich hab letztens einen Akku auf der (Proxxon) Tischkreissäge mit Schiebeschlitten geöffnet. Anschlag auf den Schlitten damit der Akku immer identisch liegt und dann zehntelmillimeterweise das Sägeblatt hochgestellt. Ging gut.

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Re: Der Roomba und seine Energiequelle

Beitrag von zauberkopf » Di 13. Apr 2021, 14:09

Mein Tip wäre auch : Schau mal nach "nachbauakkus".
Je China desto besser.
Weil ich bei Laptops schon ein paar mal erlebt habe, das die Elektronik nicht so restriktiv ist, wie bei den originolen... sondern das man sogar "tiefenladende" Akkupacks, ganz bequem, wieder mit etwas Starthilfe wieder zum laufen kriegt.
Den Vogel abgeschossen, hat in der Hinsicht, der Akku vom T61... der Controller ist ein Atmega....

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Re: Der Roomba und seine Energiequelle

Beitrag von sysconsol » Di 13. Apr 2021, 14:18

Der Inhalt ist ja von Relevanz, nicht Hersteller und Typ vom µC ;)

Aber der Ansatz "Braucht der Akku überhaupt _diese_ Elektronik?" ist nicht falsch.

Wäre dann die Frage, wie und wo der Roomba den Ladezustand vom Akku feststellt.

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Re: Der Roomba und seine Energiequelle

Beitrag von zauberkopf » Di 13. Apr 2021, 14:28

Naja.. die Überlegung ist halt diese :
Markenhersteller können sich keine abfackelnden Akkus leisten.
Sogar ich würde wenn möglich so vorgehen, und lieber ein "Einweg-BMS" verbauen, als das Risiko einzugehen, das etwas beim Kunden schief geht.
Deswegen würde ich wetten, das sich zeigt, das all die Mühe für die Katz gewesen ist, und das originale BMS nicht wieder für eine weitere Zusammenarbeit mit neuen Akkus zu überreden ist.

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