Notstrom über Wechselrichter

Der chaotische Hauptfaden

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Robby_DG0ROB
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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von Robby_DG0ROB » Fr 22. Jul 2022, 07:24

OnOff hat geschrieben:
Do 21. Jul 2022, 16:42
Die Idee mit dem 28V Hatz Aggregat ist ja garnicht mal so verkehrt wie ich finde.
Wenn nur sehr wenig Energie benötigt wird kann das Aggregat ne Pause machen, umgekehrt können Akkus und Diesel eine gewisse Zeit parallel genutzt werden.
Ich würde auch den WR durch einen 24V ersetzen.

Ist das das Aggregat mit dem Hatz E673LHK und ca 60-80A ?
Dann unbedingt die Platine mit der Elektronik nachlöten,
sonst kann Dir Das Ding nen ganz üblen streich spielen und die Ausgangsspannung über 50V hochschnellen lassen.

Edit:
und achte beim eventuellen Kauf darauf das die Kurbel dabei ist, die kann als Ersatzteil schnell Sehr teuer werden…
Die Trafos auf der Platine brechen aus. Ohne Steuerung wird die Regelspule im Generator nicht bestromt, die den Kern "vorsättigt" und die Spannung liegt dann in besagter Höhe. Der Generator erzeugt aber von Haus aus auch Netzspannung, die jedoch nicht nach außen geführt ist, sondern nur für den kapazitiven Erregerkreis genutzt wird und für die Versorgung der Regelplatine. Für die Gleichspannung ist eine zweite Drehstromwicklung vorhanden, die auf 3 kräftige Doppeldioden im Generator geführt ist.

Die Klemmen auf der Rückseite vom "Schaltkasten" (so ist das Teil gem. TDv benannt) glühen auch oft aus oder deren Plaste ist verformt und angeschmolzen, weil sich die Klemmen nur mit einer Zange vernünftig anziehen lassen. Die Knebelklemmen, die auch an der Front verbaut sind, durften nicht hinten hin, weil es eine "nicht genehmigte Änderung von Wehrmaterial" gewesen wäre.

Eine weitere Schwachstelle ist die Leitungsverlegung im Schaltkasten: Die silikonisolierten Leitungen der Gleichspannung werden oft nicht richtig verlegt oder die ursprünglich vorhandenen Kabelbinder sind nicht mehr vorhanden, so dass die Leitungen dann an den oberen Kanten der Kondensatoren scheuern und irgendwann ein kräftiger Kurzschluß entsteht, v.a. wenn von außen noch Batterien angeschlossen sind. Undichte Kondensatoren kommen auch oft vor, schränken aber die Funktion nicht ein. Ein Austausch wurde nur vorgenommen, damit die Brühe nichts angreift oder deren Dämpfe jemanden gefährden.

Am Motor waren oft undichte Kraftstoffleitungen, die durch falsche Verlegung durchgerieben sind. Das Dekospiel einstellen war für viele Soldaten auch eine unlösbare Aufgabe und hat oft zu vollkommen ausgeglühten Schalldämpfern geführt. Die Dämpfungslager zw. Motor/Generator und Rahmen waren auch nicht ölfest und sind jeweils nach wenigen Jahren butterweich und rissig geworden. Viele Motoren haben unbelastet wegen falscher Einstellung des Rauchgrenzsteller einen sehr unruhigen Lauf aufgewiesen bzw. hat der Regler dann geschwungen. Mit einer langen 30er Nuss kann man die Kontermutter lösen und den Anschlag entsprechend nachjustieren. In der Praxis hat man das mit dem Prüfgerät gemacht, so dass der Motor ohne Last etwa 102.5 % Drehzahl hatte und unter Last nur wenig unter 100 % kam.

Ich habe an diesen Teilen (und anderen Stromerzeugern der Truppe) über viele Jahre hinweg "VBG4" und TMP für eine Vielzahl Einheiten durchgeführt - leider oft auch mit dem roten Stempel im Teil 10 des Gereätbegleitheftes dokumentiert (Sperrung)…

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Joschie
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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von Joschie » Fr 22. Jul 2022, 08:50

Dr. Snuggles hat geschrieben:
Do 21. Jul 2022, 12:31
Mach mal.
OK, ich hatte aber gewarnt und dies erfolgt nur auf Wunsch da es für diesen Thread etwas offtopic ist.

Geplant habe ich es folgender weise.
Traktor steht da, MF135, 27kW Leistung an der Zapfwelle (gemessen!), Perkinsmotor mit CAV Rotorpumpe.
Die Rotorpumpe hat einen etwas feinfühligeren Drehzahlregler als die meisten normalen Reihenpumpen, die DPA regelt lt. Datenblätter bei Lastwechsel mit einer Ungenauigkeit von 1,5% bis maximal 2% aus, und ist daher für die Aufgabe an einem Generator ideal.

Als Generator liegt hier schon seit längerem ein 1953 gebauter selbstregelnder Synchrongenerator mit Schleifringen von Arthur van Kaick (gehört heute zu Stamford) im Lager.
Generatorleistung liegt bei 20kW bzw. ~25kVA, 380Volt Drehstrom und 1500 UpM Eingangsdrehzahl. Die einzige externe Regelung erfolgt grob über einen Leistungswiederstand der die Erregermaschine als Beipass etwas einbremst. Die Feinregelung muss das von AvK pattentierte System übernehmen (ich habe auch lange die Patentschriften gelesen bis ich halbwegs kappiert hab wie die das machen, es ist aber genial).
Der Generator hatte beim Ausbau aus dem Aggregatesatz die große Laufleistung von knapp 500 Betriebsstunden runter (Motor ging an einen Freund und Motorensammler).
Einzig Nachteilig an dem Generator ist das dieser die gute größe einer Europalette aufweist und mit knapp 800kg zu Buche schlägt.

Der Plan von mir sieht vor das der Generator auf ein "Fahrgestell" kommt das an einem Ende eine Dreipunktvorrichtung hat um es starr mit dem Schlepper zu verbinden. Heben wird es mein MF'le nicht da das Gewicht zu weit hinten liegen wird und ihm dafür das notwendige Gegengewicht vorne fehlt.

Der Antrieb wird über drei 17er Keilriemen erfolgen. Da ich grob eine Übersetzung von 1:3 brauche muss ich noch erruieren ob ich dies mit einem Übersetzungssatz hinbekomme oder ob ich das ganze mit einer Zwischenwelle und zwei Stufen machen muss. Grund hierfür ist das ich zum einen für die Kraftübertragung einen gewissen Umschlingungsweg an den Riemenscheiben benötige, zum anderen die Riemen auch nicht über zu kleine Scheiben treiben will.
Antriebsseitig wird eine Welle mit Zapfwellenprofil, gelagert mit zwei Stehlagerböcken, so montiert das die Zapfwelle vom Schlepper aus ziemlich gerade einlaufen wird.

Generatorausgangsseitig wird eine Isolationsüberwachung (liegt schon länger im Lager) sowie ein Motorschutzschalter verbaut.


Dr. Snuggles hat geschrieben:
Do 21. Jul 2022, 12:31
Geplant war immer, mit extra 12V Lichtmaschine(n) eine oder mehrere normale KFZ Batterie über die Zapfwelle (und ohne Eingriffe/Basteleien am Bulldog) mit entsprechender Riemenübersetzung zu laden und dann mit einem 12V Wechselrichter zumindest Zentralheizung für WW und zeitweise Kühltrühen betreiben zu können. Jetzt sehe ich hier die Links zu den 48V Wechselrichter und frage mich, ob ich darauf setzten sollte, oder bei 12V Idee bleibe -immer unter der Voraussetzung "Notstrom".
Dann würde ich eher noch zu einer Buslichtmaschine greifen, da kann man welche finden die 200 oder 300 Ampere bei 24 Volt rausdrücken.
Das ganze an den Batterien was mir hald nicht gefällt ist, die altern. Spätestens nach zehn Jahren kannst die erneuern.
Wenn du nur Zentralheizung und Kühl- Gefriergeräte betreiben willst, such dir ein einfaches Aggregat mit Dieselmotor, leg einen Vorrat an Treibstoff an und gut ist. Da bist du meiner Einschätzung nach auch nicht teurer, hast dafür aber ein Gerät das bei etwas Wartung auch in 20 Jahren noch ohne Nebenkosten zu produzieren einsetzbar ist.

Ein richtiger Stromerzeuger oder auch ein Zapfwellengenerator hat hald den großen Vorteil das man ihn auch mal für andere Anwendungen verwenden kann.
Wenn ich z.B. bei meiner Verwandtschaft etwas gscheites machen will/soll brauche ich ein Aggregat da die Hausversorgung dort nur in Lichtstrom vom Dachständer runter geführt worden ist.

Noch ein kleiner Hinweis zu den ZW-Generatoren, achtet auf die Qualität der Drehzahlkonstanthaltung der ESP des Antriebfahrzeuges!

Grüße
Josef

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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von OnOff » Fr 22. Jul 2022, 08:52

Robby_DG0ROB hat geschrieben:
Fr 22. Jul 2022, 07:24
OnOff hat geschrieben:
Do 21. Jul 2022, 16:42
Die Idee mit dem 28V Hatz Aggregat ist ja garnicht mal so verkehrt wie ich finde.
Wenn nur sehr wenig Energie benötigt wird kann das Aggregat ne Pause machen, umgekehrt können Akkus und Diesel eine gewisse Zeit parallel genutzt werden.
Ich würde auch den WR durch einen 24V ersetzen.

Ist das das Aggregat mit dem Hatz E673LHK und ca 60-80A ?
Dann unbedingt die Platine mit der Elektronik nachlöten,
sonst kann Dir Das Ding nen ganz üblen streich spielen und die Ausgangsspannung über 50V hochschnellen lassen.

Edit:
und achte beim eventuellen Kauf darauf das die Kurbel dabei ist, die kann als Ersatzteil schnell Sehr teuer werden…
Der Generator erzeugt aber von Haus aus auch Netzspannung, die jedoch nicht nach außen geführt ist
Klingt interessant.
230v 50Hz ?
Belstbar ?
Wo finde ich die ?
Bei einem meiner von der Vebeg erworbenen Geräte hatte jemand das Plättchen welches die ESP betätigt entfernt.
Die liegt in einer art Kolben der von einer Nocke betätigt wird.
Hat me weile gedauert bis ich dahinter war warum kein Diesel an der Düse ankam trotz intakter ESP.

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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von bastelbjoern » Fr 22. Jul 2022, 19:49

Ich hatte heute kurzfristig viel Zeit. Falls einer von Euch noch ein Kleines zum Thema passendes Renovationsprojekt braucht:

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 1-276-2821

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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von Joschie » So 24. Jul 2022, 20:45

Das sieht ähnlich einem Aggregat aus an dem ich schon mal geschraubt habe.
Wenn ich mich nicht ganz täusche müsste in dem Aggregat ursprünglich ein Phänomen Motor gewerkelt haben.
Vierzylinder Benziner luftgekühlt, irgendwas um 40Pferde, sehr durstig und laut.
Alter würde ich auf BJ 39-45 tippen.

Grüße
Josef

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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von bastelbjoern » So 24. Jul 2022, 21:05

Ich frag mal nach. Mal sehen ob du richtig liegst.
Welche leistung brings son Ding ? 20KW ?

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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von Robby_DG0ROB » So 24. Jul 2022, 22:00

OnOff hat geschrieben:
Fr 22. Jul 2022, 08:52
Robby_DG0ROB hat geschrieben:
Fr 22. Jul 2022, 07:24
OnOff hat geschrieben:
Do 21. Jul 2022, 16:42
Die Idee mit dem 28V Hatz Aggregat ist ja garnicht mal so verkehrt wie ich finde.
Wenn nur sehr wenig Energie benötigt wird kann das Aggregat ne Pause machen, umgekehrt können Akkus und Diesel eine gewisse Zeit parallel genutzt werden.
Ich würde auch den WR durch einen 24V ersetzen.

Ist das das Aggregat mit dem Hatz E673LHK und ca 60-80A ?
Dann unbedingt die Platine mit der Elektronik nachlöten,
sonst kann Dir Das Ding nen ganz üblen streich spielen und die Ausgangsspannung über 50V hochschnellen lassen.

Edit:
und achte beim eventuellen Kauf darauf das die Kurbel dabei ist, die kann als Ersatzteil schnell Sehr teuer werden…
Der Generator erzeugt aber von Haus aus auch Netzspannung, die jedoch nicht nach außen geführt ist
Klingt interessant.
230v 50Hz ?
Belstbar ?
Wo finde ich die ?
An den ersten beiden FastOn-Steckern auf der Leiterplatte mit den roten Unterlagen. In Serie ist eine Sicherung. Elektrisch defekt sind die Regler aber fast nie, sondern nur von gebrochenen Lötstellen befallen (Trafo und die beiden Entstördrosseln). Testweise Netzspannung anlegen und an den beschrifteten Messpunkten +6V und +15V messen.

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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von OnOff » So 24. Jul 2022, 22:06

Robby_DG0ROB hat geschrieben:
So 24. Jul 2022, 22:00
OnOff hat geschrieben:
Fr 22. Jul 2022, 08:52
Robby_DG0ROB hat geschrieben:
Fr 22. Jul 2022, 07:24
OnOff hat geschrieben:
Do 21. Jul 2022, 16:42
Die Idee mit dem 28V Hatz Aggregat ist ja garnicht mal so verkehrt wie ich finde.
Wenn nur sehr wenig Energie benötigt wird kann das Aggregat ne Pause machen, umgekehrt können Akkus und Diesel eine gewisse Zeit parallel genutzt werden.
Ich würde auch den WR durch einen 24V ersetzen.

Ist das das Aggregat mit dem Hatz E673LHK und ca 60-80A ?
Dann unbedingt die Platine mit der Elektronik nachlöten,
sonst kann Dir Das Ding nen ganz üblen streich spielen und die Ausgangsspannung über 50V hochschnellen lassen.

Edit:
und achte beim eventuellen Kauf darauf das die Kurbel dabei ist, die kann als Ersatzteil schnell Sehr teuer werden…
Der Generator erzeugt aber von Haus aus auch Netzspannung, die jedoch nicht nach außen geführt ist
Klingt interessant.
230v 50Hz ?
Belstbar ?
Wo finde ich die ?
An den ersten beiden FastOn-Steckern auf der Leiterplatte mit den roten Unterlagen. In Serie ist eine Sicherung. Elektrisch defekt sind die Regler aber fast nie, sondern nur von gebrochenen Lötstellen befallen (Trafo und die beiden Entstördrosseln). Testweise Netzspannung anlegen und an den beschrifteten Messpunkten +6V und +15V messen.
Ich hab 2 von den Dingern hier, und beide hatten die gebrochenen Lötstellen.
Laufen aber seitdem einwandfrei.
Aber wenn sich da auch noch 230V abgreifen lassen, kann ich mir zumindest für einige anwendungen am FTM 25/6 den umweg über den WR sparen.

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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von Robby_DG0ROB » So 24. Jul 2022, 22:23

Ob die Spannung aber exakt sinusförmig oder "halbrund" ist, wenn die Regelspule für ordentliche Sätttigung des Kerns bei kleiner Ausgangslast und -spannung sorgt, habe ich mir aber noch nie angeschaut.

Jesaiah
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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von Jesaiah » Mo 1. Aug 2022, 16:32

Hmmmm .... ich habe in der Firma zwei ausgemusterte starke USVs, die Serverracks versorgt haben. Mal sehen, welche Akkuspannung die brauchen, eventuell kann man ja da eine Solarstufe zum Beladen verwenden und den Ertrag vorne rum als 230 V abzapfen?

Wobei ich mir da am Dach was improvisieren müsste ... derzeit sind alle 24 Kollektoren in Reihe, und 830 V werden dann wohl etwas zu viel sein.

Gibt es eurer Erfahrung nach bewährte Selbstkoch-Rezepte für eine Laderegelung bei Gleichspannung und Stromstärke von 5-10 A?

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KampfKeks_MRZ
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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von KampfKeks_MRZ » Di 2. Aug 2022, 22:44

Ich finde die Idee mit den USV gar nicht schlecht. Wenn du ja sowieso PV hast, wirst du ja vermutlich einspeisen... Kann man denn dann nicht das in den USV integrierte Ladegerät nutzen, so dass es PV-Strom verbraucht?

Ich habe ein Victron-System bei mir am laufen - das funktioniert einwandfrei. Ich hätte gerne einen 1000V-Mppt, der mit Victron kompatibel ist, aber leider gibts da nichts. Wenn da jemand was kennt...

Wenn jemand was mit Victron bauen möchte - da bin ich fit - da könnt ihr mich gerne befragen und ausquetschen.

Jesaiah
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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von Jesaiah » Mi 3. Aug 2022, 05:55

KampfKeks_MRZ hat geschrieben:
Di 2. Aug 2022, 22:44

Ich habe ein Victron-System bei mir am laufen - das funktioniert einwandfrei. Ich hätte gerne einen 1000V-Mppt, der mit Victron kompatibel ist, aber leider gibts da nichts. Wenn da jemand was kennt...
Spannend! Wie sieht denn deine Konfiguration aus?

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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von KampfKeks_MRZ » Mi 3. Aug 2022, 13:58

Mein System besteht aktuell aus folgenden Produkten:

5,5kWp Canadian Solar
Victron BlueSolar MPPT 150/85 (Engstelle, kann nur max 4,8kW, aber der Verlust hält sich aktuell in Grenzen...)
7,2kWh 48V-OPzS-Batterie (4x 12V/150Ah)
Victron MultiPlus 2 48/5000
Victron Cerbo (Controller)
EM24 (Stromzähler)

https://vrm.victronenergy.com/installat ... e/a8037219 Hier ein kleines Live-Bildchen

Jesaiah
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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von Jesaiah » Mi 3. Aug 2022, 18:38

KampfKeks_MRZ hat geschrieben:
Mi 3. Aug 2022, 13:58
Mein System besteht aktuell aus folgenden Produkten:

5,5kWp Canadian Solar
Victron BlueSolar MPPT 150/85 (Engstelle, kann nur max 4,8kW, aber der Verlust hält sich aktuell in Grenzen...)
7,2kWh 48V-OPzS-Batterie (4x 12V/150Ah)
Victron MultiPlus 2 48/5000
Victron Cerbo (Controller)
EM24 (Stromzähler)

https://vrm.victronenergy.com/installat ... e/a8037219 Hier ein kleines Live-Bildchen
danke - super Konzept!

Jesaiah
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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von Jesaiah » Fr 5. Aug 2022, 18:32

So, ich probiere das jetzt mal aus ... hat jemand von euch eine empfehlenswerte Quelle für LiFePo-Akkus (12V, die USV hat leider nicht mehr *seufz*) ?

BernhardS
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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von BernhardS » Fr 5. Aug 2022, 19:59

Mein Nachbar macht gerade den Test. 2kW /4kW Peak -naja, wer es glaubt- Sinuswechselrichter, 110 Ah Bleiakku, Solarpanel um den Akku voll zu halten.
Bei dem Wetter zur Zeit hängt ein Kühlschrank als Dauerlast dran - geht gut. Nur der Akku hat inzwischen einen Lüfter bekommen, wird doch
relativ warm.

Wer braucht eigentlich 3kW? Waschmaschine? Föhnen? Oder wozu sonst?

Kabel über die Straße würde ich entspannt sehen. Wer will irgendwohin fahren? Wozu?

Ansonsten bin ich auch der Meinung, daß ich keine hunderte ausgeben werden um 50€ Inhalt vom Gefrierschrank zu retten. Der kleine blaue
Kocher wird es tun. Okay - seit einiger Zeit achte ich darauf, daß ein paar Kartuschen da sind.

BernhardS
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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von BernhardS » Fr 5. Aug 2022, 20:03

Robby_DG0ROB hat geschrieben:
So 24. Jul 2022, 22:23
Ob die Spannung aber exakt sinusförmig oder "halbrund" ist, wenn die Regelspule für ordentliche Sätttigung des Kerns bei kleiner Ausgangslast und -spannung sorgt, habe ich mir aber noch nie angeschaut.
Für kleine Leistung ist eine vollgewickelte Kabeltrommel ein ganz passables Netzfilter. Ja, ich weiß, das macht man nicht.
Wir machen doch nie etwas, was man nicht tut. Aber wenn nix anderes greifbar ist.

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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von Alexander470815 » Fr 5. Aug 2022, 21:32

BernhardS hat geschrieben:
Fr 5. Aug 2022, 20:03
Für kleine Leistung ist eine vollgewickelte Kabeltrommel ein ganz passables Netzfilter. Ja, ich weiß, das macht man nicht.
Das dürfte sich auf einen gefühlten Effekt beschränken.
Eine Bifilare Spule was eine Aufgewickelte Trommel ist hat so gut wie keine Induktivität, bleibt das bisschen Leitungskapazität.

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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von Bastelbruder » Fr 5. Aug 2022, 21:49

Auch die Kapazität der Kabeltrommel (ca. 100 pF/ m) spielt wirklich keine Rolle. Aber der ohmsche (Vor)widerstand hat schon viele Sicherungen vor überhastetem Auslösen bewahrt und zickige Lasten zur Funktion überredet.

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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von Robby_DG0ROB » Fr 5. Aug 2022, 23:31

Eine aufgewickelte Leitung wäre als Netzdrossel bei Gleichtaktstörern brauchbar.

Jesaiah
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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von Jesaiah » Sa 6. Aug 2022, 06:10

BernhardS hat geschrieben:
Fr 5. Aug 2022, 19:59
Mein Nachbar macht gerade den Test. 2kW /4kW Peak -naja, wer es glaubt- Sinuswechselrichter, 110 Ah Bleiakku, Solarpanel um den Akku voll zu halten.

Kannst du bitte noch einwerfen, mit wieviel V er das ganze fährt?

danke!

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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von ALF2000 » So 7. Aug 2022, 08:37

also kombination 500wp PV... 12v 180Ah LiFe und 2kW Sinus! WR halten ne kuehl gefrierkombi problemlos aktiv. auch ueber nacht getestet.. mein eis ist mir sicher bei Netzausfall :lol:

BernhardS
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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von BernhardS » So 7. Aug 2022, 20:59

Jesaiah hat geschrieben:
Sa 6. Aug 2022, 06:10
BernhardS hat geschrieben:
Fr 5. Aug 2022, 19:59
Mein Nachbar macht gerade den Test. 2kW /4kW Peak -naja, wer es glaubt- Sinuswechselrichter, 110 Ah Bleiakku, Solarpanel um den Akku voll zu halten.
Kannst du bitte noch einwerfen, mit wieviel V er das ganze fährt?
Normaler Bleiakku - 12V.

Jesaiah
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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von Jesaiah » Mo 8. Aug 2022, 10:39

BernhardS hat geschrieben:
So 7. Aug 2022, 20:59
Jesaiah hat geschrieben:
Sa 6. Aug 2022, 06:10
BernhardS hat geschrieben:
Fr 5. Aug 2022, 19:59
Mein Nachbar macht gerade den Test. 2kW /4kW Peak -naja, wer es glaubt- Sinuswechselrichter, 110 Ah Bleiakku, Solarpanel um den Akku voll zu halten.
Kannst du bitte noch einwerfen, mit wieviel V er das ganze fährt?
Normaler Bleiakku - 12V.
Danke !

BernhardS
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Re: Notstrom über Wechselrichter

Beitrag von BernhardS » Mo 8. Aug 2022, 19:34

Jetzt war ich wieder mal drüben - das ging 10 Tage nicht (ohne daß wir deswegen ein unerfreuliches Thema anschneiden müssen).

Im Moment war nur der Lötkolben angesteckt. Beim PV-Modul wurden etwa 24V im Leerlauf angezeigt.
Der Wechselrichter heißt passenderweise NoGrid. Da hab ich jetzt nicht gefragt ob er das Netz zum Synchronisieren braucht.
Als Eingangsspannung kann er 12V und 24V.

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