Keine gute Idee...

Der chaotische Hauptfaden

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bastl_r
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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von bastl_r » So 28. Dez 2014, 00:43

Lukas94 hat geschrieben: So von mehreren Kollegen auf dem Elektro-Grundlehrgang gehört:
"Sicherungsgriff? Was ist das denn? Achso, damit zieht man NH-Sicherungen. Bei uns wird das immer mit zwei Kombizangen gemacht..." -> blöde Idee
Lügenstift zur Feststellung der Spannungsfreiheit -> Blöde Idee
Mir haben des auch immer oftmals sogar nur mit der Schnabelzange gemacht. Das war aber eher Bequemlichkeit denn Werkzeugnot. Den Sicherungsgriff(noch ohne Lederstulpe) hatte jeder im Schrank in der Werkstatt. Man ging halt(großer Industriebetrieb) mal eben über die STraße rüber in die andere Halle wenn ein Schreiner anrief, dass seine Maschine nicht mehr geht und schaute nach. Wenn dann wegen einem großen Fräser oder einem defekten Bremsgerät die NH-Sicherung durch war hat man die halt gewechselt. Ohne Griff. Im Schaltschrank lagen immer genügend Ersatzsicherungen auf Vorrat. Und die Schreiner waren teilweise ganz scharf auf die alten Sicherungen weil da so gleichmäßig feiner Quarzsand drin ist den sie für ihre Intarsienarbeiten brauchen konnten.
Anders war es am Zuleitungsschrank für die Pressenheizungen. Wenn da mal eine 100A Sicherung geflogen war weil mal wieder etwas Stahlwolle auf die Schienen der Heizung gekommen war ging man gerne den Griff holen! Denn da hast Du oberhalb der offenen zweilagig geführten 50x10 Kupferschienen die NH1 EInsätze gewechselt. Da hab ich dann sogar zweimal kontrolliert ob der Sicherungseinsatz richtig im Griff hält. Und ganz wichtig war sich immer zu verinnerlichen, dass der Einsetzvorgang auf jeden Fall zügig zuende gebracht werden muss. Egal ob da jetzt ein Funke daran entsteht oder nicht. Der Duspol war dabei natürlich auch immer mit vor Ort. Einen Lügenstift hatte ich erst gar keinen.
Wir hatten damals einen Kollegen der traute sich da gar nicht erst dran.

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uxlaxel
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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von uxlaxel » So 28. Dez 2014, 00:54

man hätte auch einfach einen anständigen griff in den besagten schaltschrank legen können. bei uns in der firma liegt ganz offiziell in der NSHV und beim notdiesel je ein griff, weil dort sicherungen kommen könnten und da liegen auch die ersatzsicherungen daneben. ganz einfach und wirkungsvoll.
wenn in irgendeiner unterverteilung wirklich mal ne NH kommt, kann ich auch in die NSHV, in die werkstatt oder ins büro trotten. die zeit nehm ich mir einfach.
ich habe schon mal ein mittelspannungstrafo rausgeschmissen und das passiert mir nie wieder. wirklich NIE WIEDER.
lg axel
p.s. arbeitszeit ist alles gediente zeit. du wechselst sicherungen sicher nicht auf akkord. oder? :)

urmel
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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von urmel » So 28. Dez 2014, 06:25

> Die "Königsklasse" zum barfuß drauflatschen ist ein Pentium I im Keramikgehäuse...
Hrm, die bleiben bei mir nichtmal in der Hornhaut stecken. Aber so ein DIL28 EEPROM, zur Hälfte im Vorderfuß versenkt, der macht Laune!
Was die Kupferschnipsel angeht, die kenn ich. Die fusseln auch gerne mal seitlich in den Schuh rein und arbeiten sich dann durch die Socke. Denkst an nix schlimmes und auf einmal PIEKS! schön mitten in der Sohle, da wo man keine Hornhaut hat.
@Heißschnodder:
Eine ausgesprochen ungute Idee ist es, ein größeres Teil mit dem Sabsch ankleben zu wollen, dann von wem gerufen zu werden, aus der Hocke aufzustehen und sich mit der vollen Handfläche in den See aus Kleber abzustützen. Das waren Schmerzen...

Eine sehr doofe Idee eines mir nicht bekannten Freizeitelektrikers war es außerdem, in einer Hauptverteilung eines Altbaus eine Muntere Mischung aus alten Automaten mit offenen Klemmen, Blanken Kupferdrähten als AUtomatenbrücken und gut abgehangenen Sammelschienen zu verarbeiten.
Eine lose Schraube an einem Treppenhausautomaten war dann der Tropfen, der das Fass zum Platzen gebracht hat:
Abrisslichtbogen ist an der improvisierten Brücke entlang auf die Sammelschiene (alte einseitig offene Variante) übergegangen, dort auf alle drei Phasen übergesprungen und hat mit einem Zitat "irrsinnigen Knall"
1) den halben Kasteninnenraum in grün- und Schwarztönen eingefärbt
2) die NH-Patronen geknallt

Da kam dann plötzlich spät abends ein Anruf, ob ich mal gucken könne, es gäbe keinen Strom mehr im Haus.
Stadtwerke gerufen, Tiefkühlkram wegbringen lassen.
Erkenntnis des Stadtwerkemenschen: "Oh, da ist ja gar kein Strom mehr drauf" Ach!
Zweite Erkenntnis: "Da kann ich aber nicht wieder aufschalten, das brennt doch sofort weiter!" Nein!
Also nach Rücksprache erstmal den Kasten entkernt, die Abgänge für die oberen Stockwerke neu aufgeklemmt und den Keller mit zwei woanders über gebkliebenen B16ern aktuellen Datums notdürftig aufgeschaltet. Direkte Abnahme vor Ort durch Stadtwerke-Techniker.

Aber immerhin, das Feuerwerk muss igoristisch vom feinsten gewesen sein.

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Chemnitzsurfer
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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von Chemnitzsurfer » So 28. Dez 2014, 11:35

uxlaxel hat geschrieben: ich habe schon mal ein mittelspannungstrafo rausgeschmissen und das passiert mir nie wieder
Die Story würde mich mal interessieren.

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Trennerzieher
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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von Trennerzieher » So 28. Dez 2014, 12:01

Arbeiten unter Spannung ist erst eimal keine gute Idee - Auch wenn man dazu gezwungen wird!

Sicher sind verbogene Stromschienen, zu geringe Sicherheitsabstände und blanke Drahtbrücken, die länger als 2cm sind verwerflich.
Das ist entweder mangeldes hanwerkliches Können oder einfach Schlamperei.
Es spricht aber nichts gegen einen sauber aufgebauten Verteiler mit blanken Teilen, der schon ein paar Jahrzehte alt ist. Da langt man einfach nicht unter Spannung rein Punkt!
Eigentlich sollte man IMMER abschalten und das auch überprüfen.

Das Hauptproblem ist, das immer mehr Verteilerumbauten unter Spannung gemacht werden, und dieser neumodische Vollplastikmüll eine falsche Sicherheit vorteuscht.
"Kann ja nix passieren, das ist alles berührungssicher!"
Und oft kommt dabei wieder nur Pfusch heraus, weil der Strom "im Weg" ist umd man es deshalb nicht richtig oder schön machen kann.

Und es gibt immer mehr Gründe, die einen am abschalten hindern:
-Viele Kundschafen werden immer intolleranter, was das freischalten betrifft.
-Elektroräume ohne Fenster ->dunkel
-Netzgebiet eines fremden Stromversorgers, wo ich die Hauptsicherung nicht wieder verplomben darf.
-Bei goßen, unübersichtlichen Anlagen mit fehlender Beschriftung, kann man lange die richtige Sicherung suchen.....
-Ach nur das bisschen....
-und immer schnell schnell...
-Sicherungsgriff ist gerade nicht griffbereit...
-Fehlersuche (geht oft nicht anders)
Die Liste könnte man beliebig fortsetzen.

Weil ich es noch loswerden will:
Ich muss immer wieder von irgenwelchen Vollpfosten (die gibt es auch hier im Forum) folgendes lesen oder hören: Da ist ein FI drin, da bekommst du keinen Schlag!
DAS IST FALSCH FALSCH UND NOCHMAL FALSCH!!!!!!!!!!!!
Wer so etwas in die Welt setzt gehört isoliert aufgestellt und dreiphasig hinter einem FI angeschlossen!

Ein FI schützt nicht vor einem Stromschlag oder schwächt ihn ab! Er begrenzt lediglich die Dauer auf weniger als 0,2s und auch nur dann wenn der Strom gegen Erde abfließt.
Außerdem gibt es merhere Fehlerszenarien bei denen er wirkungslos ist zB. zweipolig, geglätteter Gleichstrom, Verdrahtungsfehler....
Trotz ders simplen Aufbaus und der wenigen Schaltspiele gehen die Dinger manchmal von sebst kaputt und lösen beim Test nicht mehr aus!
Ein FI ist eine optionale Schutzmaßnahme, die schon manches Leben gerettet hat, aber auf die man sich nie verlassen darf!
Es würde auch niemand freiwillig mit einem Auto was einen Airbag und einen Sicherheitsgurt hat, gegen einen Baum fahren!
So das musse jetzt raus!

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Wulfcat
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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von Wulfcat » So 28. Dez 2014, 12:20

Trennerzieher hat geschrieben:Arbeiten unter Spannung ist erst eimal keine gute Idee - Auch wenn man dazu gezwungen wird!

Sicher sind verbogene Stromschienen, zu geringe Sicherheitsabstände und blanke Drahtbrücken, die länger als 2cm sind verwerflich.
Das ist entweder mangeldes hanwerkliches Können oder einfach Schlamperei.
Es spricht aber nichts gegen einen sauber aufgebauten Verteiler mit blanken Teilen, der schon ein paar Jahrzehte alt ist. Da langt man einfach nicht unter Spannung rein Punkt!
Eigentlich sollte man IMMER abschalten und das auch überprüfen.

Das Hauptproblem ist, das immer mehr Verteilerumbauten unter Spannung gemacht werden, und dieser neumodische Vollplastikmüll eine falsche Sicherheit vorteuscht.
"Kann ja nix passieren, das ist alles berührungssicher!"
Und oft kommt dabei wieder nur Pfusch heraus, weil der Strom "im Weg" ist umd man es deshalb nicht richtig oder schön machen kann.

Und es gibt immer mehr Gründe, die einen am abschalten hindern:
-Viele Kundschafen werden immer intolleranter, was das freischalten betrifft.
-Elektroräume ohne Fenster ->dunkel
-Netzgebiet eines fremden Stromversorgers, wo ich die Hauptsicherung nicht wieder verplomben darf.
-Bei goßen, unübersichtlichen Anlagen mit fehlender Beschriftung, kann man lange die richtige Sicherung suchen.....
-Ach nur das bisschen....
-und immer schnell schnell...
-Sicherungsgriff ist gerade nicht griffbereit...
-Fehlersuche (geht oft nicht anders)
Die Liste könnte man beliebig fortsetzen.

Weil ich es noch loswerden will:
Ich muss immer wieder von irgenwelchen Vollpfosten (die gibt es auch hier im Forum) folgendes lesen oder hören: Da ist ein FI drin, da bekommst du keinen Schlag!
DAS IST FALSCH FALSCH UND NOCHMAL FALSCH!!!!!!!!!!!!
Wer so etwas in die Welt setzt gehört isoliert aufgestellt und dreiphasig hinter einem FI angeschlossen!

Ein FI schützt nicht vor einem Stromschlag oder schwächt ihn ab! Er begrenzt lediglich die Dauer auf weniger als 0,2s und auch nur dann wenn der Strom gegen Erde abfließt.
Außerdem gibt es merhere Fehlerszenarien bei denen er wirkungslos ist zB. zweipolig, geglätteter Gleichstrom, Verdrahtungsfehler....
Trotz ders simplen Aufbaus und der wenigen Schaltspiele gehen die Dinger manchmal von sebst kaputt und lösen beim Test nicht mehr aus!
Ein FI ist eine optionale Schutzmaßnahme, die schon manches Leben gerettet hat, aber auf die man sich nie verlassen darf!
Es würde auch niemand freiwillig mit einem Auto was einen Airbag und einen Sicherheitsgurt hat, gegen einen Baum fahren!
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VOLLE ZUSTIMMUNG!!!!!

Osttiroler
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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von Osttiroler » So 28. Dez 2014, 12:20

und recht hast du

Lukas94
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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von Lukas94 » So 28. Dez 2014, 14:18

@Trennerzieher:
Zum Arbeiten unter Spannung: Richtig durchgeführt (Qualifiziertes Personal, geeignetes Werkzeug und vernünftige Vorbereitung) bietet AuS ebenfalls ein sehr hohes Sicherheitsniveau, jedoch stimme ich zu, dass das Arbeiten im spannungsfreien Zustand immer vorzuziehen ist. Normalerweise darf nur unter Spannung gearbeitet werden, wenn zwingende Gründe vorliegen. Konkret heißt das: Nur, wenn das abschalten mit Personenschäden (Intensivstationen) oder bedeutenden wirtschaftlichen Schäden (bspw. außerplanmäßiger Stillstand in großen Industrieanlagen, Datenverlust in großen Serveranlagen) verbunden wäre oder die (öffentliche) Sicherheit beeinträchtigt würde (Verkehrsleitrechner, Ampelanlagen, Flugsicherung). Ein sich beschwerender Bewohner in einem Mehrfamilienhaus ist ebenso wenig ein zwingender Grund, wie die Bequemlichkeit des Arbeitenden! Und ein Großteil der von dir angegebenen Gründe ist nix anderes als Bequemlichkeit von wem auch immer.

Eine kurze Story zum Thema "Mitm FI kriegst keinen Stromschlag":
Zwischen-/Gesellenprüfung in der Elektrowerkstatt einer nicht näher benannten Handwerkskammer. Die Prüfung ist fast zuende, erste Bretter werden abgenommen. Es stehen je Arbeitsplatz immer zwei Bretter "Rücken an Rücken" und werden zugleich unter Spannung gesetzt. Ein Prüfling wird gerade abgenommen, da fällt dem Kollegen auf der anderen Seite des Arbeitsplatzes auf: "Verdammt! Zuleitung ist nicht aufgelegt! Das mach ich noch mal eben." Zuleitung kommt vom Tisch, ist fest angeschlossen. Der vergessliche Prüfling nimmt einen Außenleiter in die Hand, bekommt allerdings keinen Schlag, da er mit isolierenden Schuhen auf isolierendem Fußboden (E-Ausbildungsräume) steht. (Kein ausreichender Fehlerstrom gegen Erde -> FI juckts auch nicht)
Aus welchem Grund auch immer nimmt er nun einen zweiten Außenleiter in die andere Hand...
Der junge Mann hats nicht überlebt, obwohl in der Anlage ein FI vorhanden war UND er einen isolierten Standort hatte.

In dem Fall wurden mehrere Sicherheitsvorschriften gleichzeitig missachtet, was zu diesem Unfall geführt hat.

EDIT:
Fazit: An elektrischen Anlagen und speziell an Verteilungen hat nur jemand was verloren, der zu 110% weiß, was er tut. Ein Laie (und wer Sprüche á la "Mit nem FI kriegst keinen Schlag" bringt, der ist für mich ein Laie!) hat von sowas die Finger zu lassen!

Mehr Off-Topic gebe ich zu dem Thema nicht mehr von mir, wenn da noch Diskussionsbedarf besteht, kann da ja einer nen eigenen Fred zu starten.

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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von Hightech » So 28. Dez 2014, 17:49

Hat das hier irgendjemand behauptet, das man mit einem Fi keinen Schlag bekommt, oder warum diese Diskussion ?

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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von Sven » So 28. Dez 2014, 18:01

Lukas94 hat geschrieben: Mehr Off-Topic gebe ich zu dem Thema nicht mehr von mir, wenn da noch Diskussionsbedarf besteht, kann da ja einer nen eigenen Fred zu starten.
Danke, reicht.

Rein selbstmotivierte Sicherheitsdiskussionen sind hier unerwünscht.

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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von Finger » So 28. Dez 2014, 18:09

So, mir langt es dann auch mal wieder. Alle Reichsbedenkenträger bitte mal einen Schritt zurückzutreten, Ok?

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Beitrag von doofi » So 28. Dez 2014, 19:28

Von mir ein "sorry"; habs ja ein bisschen provoziert mit meiner blöden Gabelstaplergeschichte.

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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von uxlaxel » So 28. Dez 2014, 22:10

Chemnitzsurfer hat geschrieben:
uxlaxel hat geschrieben: ich habe schon mal ein mittelspannungstrafo rausgeschmissen und das passiert mir nie wieder
Die Story würde mich mal interessieren.
gibts im backup irgendwo. im zusammenhang mit einer D02-sicherung, motor schwerlastanlauf 50A.
ist ne lange geschichte, es wieder aufzuschreiben. wenn du findest oder nicht, gib bescheid.

lg axel

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Chemnitzsurfer
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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von Chemnitzsurfer » So 28. Dez 2014, 22:18


urmel
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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von urmel » Mo 29. Dez 2014, 04:43

Sorry auch von mir, falls ich da irgendwelche Sicherheitsdebatten angeheizt hab. Der Knallkasten bei "mir" war ein Werk von Generationen von Studenten aller Fachrichtungen.

Keine gute Idee ist es übrigens, irgendwelchen übriggebliebenen Toner in einen markenfremden Laserdrucker umzufüllen. Gedruckt hat er, nur dass das Zeug nicht sauber fixiert wurde und dann später bei jeder Bewegung wieder vom Papier gebröselt ist, die Deckung war aber top.

Lukas94
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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von Lukas94 » Mo 29. Dez 2014, 15:49

Keine Gute Idee: Laserdrucker "mal eben" zur Teilegewinnung auseinanderpflücken.
Problem Nummer 1: Die in Südkorea zusammengeworfenen Geräte von S*ms*ng sind dermaßen verbaut, dass man das ganze Rudel an Walzen da drin komplett rausrupfen muss um an die interessanten Sachen (Hubmagnete, Relais etc.) zu kommen. Dabei tut sich dann auch gleich Problem Nummer zwei auf: Saukram! Jetzt weiß ich auch, wo die Dinger den teuren Toner immer lassen, die Kiste hat sich den Bauch damit vollgeschlagen um anschließend nach neuen Kartuschen zu brüllen! In weiser Vorraussicht (war ja nicht der erste Drucker, den ich auf dem Tisch hatte) hatte ich mir schon Gummihandschuhe und den Anti-Dreck-Overall angezogen. Beim ähm... fachgerechten Ausbau *hüstel* *Montierhebel wieder in Schublade schubs* von dem ganzen störenden Gedöns haben sich die bunten Pülverchen in meiner Werkstatt und auf meinen Klamotten verteilt... Wenigstens hab ich so endlich mal wieder die Werkbank gesäubert.

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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von Bzzz » Mo 29. Dez 2014, 16:12

Schön kalt waschen, sonst fixiert das Zeug - oder wie war das?

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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von bulle » Mo 29. Dez 2014, 16:36

war es an Heiligabend mal eben an derSteckdose, wo die Heizung dranhängt die Dreifachsteckdose durch einen sechsfach Verteiler zu ersetzen. Stunden später kommt meine Frau erfroren aus der Dusche und schimpft wie ein Rohrspatz über das kalte Wasser. Also Heizung überprüft und festgestellt, "TUT NICHT §%&%$&%$/$%/(/&!!!!!!" Naja Notdienst anrufen?? Teuer_!!!! Selber schauen??? Keine Ahnung. Also am 1. Weihnachtstag Bruder (Heizungsklempner) von meiner Frau gefragt, der ist auch gleich vorbeigekommen. Alles nochmal geprüft, bis mein Sohn eher nebenbei von der Tauschaktion erzählte. Also Stecker der Heizungsanlage ausgesteckt und um 180° gedreht wieder eingestöpselt und.......................... ja läuft. Dann erzählter er, das Brennwerttherme immer mit einer bestimmten Stellung des Steckers an eine Steckdose angeschlossen werden müssen. Also eine Kabelfarbe an Phase, habe ich dasa interpretiert und gleich vorgeschlagen daas rauszumessen und die Heizung direkt, über eine Aufputzdose oder so , anzuschließen. "Nein, das darf man nicht" war die Antwort??!!! Meine Frau hat mir unter Androhung von Liebesentzug und Verweigerung warmen Essens zu verstehen gegeben, das ich die Pfoten von der Heizung lassen soll.
Warum sollte man eine Heizungsanlagen nicht an eine Aufpurtzdose anklemmen dürfen? Ich kann mir nur vorstellen, das die Gummizuleitung dafür nicht zugelassen ist. Oder

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Chemnitzsurfer
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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von Chemnitzsurfer » Mo 29. Dez 2014, 16:46

Mit ner entsprechenden Zugentlastung (Herdanschlussdose oder eine feste AP Dose mit Kabelverschraubungen ) hätte ich da kein Bedenken. Würde aber evtl. noch einen richtige Hauptschalter davor setzten um bei Havarie /Wartung das ganze Gebilde sicher (allpolig!) vom Netz trennen zu können.

Konrad
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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von Konrad » Mo 29. Dez 2014, 16:52

der Heizungsmensch darf das nicht, falsches Gewerk. Da müsste also ein Elektriker vorbeikommen.
Mehr steckt da in der Regel nicht dahinter, allerdings gibt es auch Ausnahmen. Näheres dazu in der Betriebsanleitung der Heizung.

ackbratzeK
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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von ackbratzeK » Mo 29. Dez 2014, 17:53

Dann wurde an die Therme ein Kabel mit Stecker drangefuckelt. Geräte, die auf vertauschte Phase/Null ungehalten reagieren gehören direkt an eine Dose geklemmt, mit Stecker wurden die nicht ausgeliefert.

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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von Lukas94 » Mo 29. Dez 2014, 18:16

Gab wohl vor ein paar Jahren mal von einem Hersteller Steuerplatinen, die das garnicht gern hatten, wenn man Phase und N verdreht hat... Da war dann die Platine im Eimer...

Ich behaupte mal, wenn man eine Herdanschlussdose nimmt sagt da niemand was gegen, solange ein Hauptschalter für die Heizung vorhanden ist (ist zumindest für Ölheizungen eh vorgeschrieben). Ein Anschluss über einen Stecker macht da m.M.n sowieso keinen Sinn, eben auch wegen der Problematik des gedrehten Steckers. Übrigens hat jeder Heizungsbau-Geselle (außer vielleicht den echten Altgesellen) einen vergleichsweise umfangreichen E-Lehrgang um genau solche Sachen selber machen zu dürfen ohne einen Elektriker zu benötigen.

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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von bulle » Mo 29. Dez 2014, 18:31

Hallo,
ja, ich wunderte mich immer warum ich ein Stück gelben Verlängerungskabel mit Gummistecker (sieht aus wie vom Hand- Verlänerungskabel eines Monteurs abgeschnitten) an der Therma habe.
Aber in Holland umgehen die Trockenbauer auch den Elektriker, da werden Deckeneinbauleuchten vom Elektriker auf Gummikabel und Stecker umgebaut und im Deckenholraum sind Steckdosen angebracht. So kann der Trockenbauer seine Decken fertigstellen, ohne das der Elektriker noch mal anrücken muss.

Aber in unserem Fall werde ich wohl eine Herdanschlussdosen mit Zugentlastung instalieren. Ein Schalter für die HZ ist schon vorhanden. Da der im Flur vor dem HZ Raum eingebaut ist, könnte der gleich mal gegen einen 2 poligen mit Betruebsleuchte ausgetauscht werden.

Vielen Dank für die Hilfe und, sorry, so ganz gehört das hier nicht mehr rein.

MfG
Klaus

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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von Bastelbruder » Mo 29. Dez 2014, 21:27

Die Polung dürfte mit der Ionisationselektrode der Flammenüberwachung zusammenhängen.

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Re: Keine gute Idee...

Beitrag von uxlaxel » Di 30. Dez 2014, 12:10

das mit dem phase/null-vertauschen kenne ich bereits aus meinem erstem lehrjahr, also 1996. das gab es damals schon bei gasbrennern.
begriffen warum habe ich damals nicht, ich wußte nur, der provisorische anschluß im baustromkasten brauchte ganz viel isolierband um den stecker und den deckel der steckdose :-) (schutz gegen alle anderen gewerke, besonders maurer, putzer, maler ...)

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