Ärgernis der Woche

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon duese » Mi 22. Nov 2017, 07:52

Wenn die E-Technik Dein Ding ist, würde ich Dir auch empfehlen, nicht zu schnell aufzugeben. Bist Du noch im ersten Semester?

Studieren geht nicht von selber, da muss man sich schon dahinter klemmen. Dann müssen Projekte halt ein bisschen länger auf der Warteliste bleiben.

Achja: wir hatten in der Mathevorlesung bei den ganzen Zahlen angefangen und waren nach immerhin sechs Wochen mit dem Gymnasialstoff durch. Es ist also normal, dass der einem nicht lange weiterhilft...

Wenn es grade schwierig ist dann mach halt eine Pause. Dann ist der Druck des größer werdenden Rückstandes erstmal weg und Du kannst wieder aufholen. Besonders, wenn es medizinische Gründe gibt, geht da mit Sicherheit was.

Und mach Dir um ein längeres Studium nicht zu viele Köpfe. Ich hab auch zwei Semester länger gebraucht und hat keinen interessiert. Ein Studienkollege vier oder fünf Semester länger. Und?
Tschaka, klemm Dich rein, pack es an, dann wird das auch was.
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon Nicki » Mi 22. Nov 2017, 09:37

Till hat geschrieben:An sich ist etechnik schon mein Ding, nur bin ich extrem introvertiert, vor allem in 'neuer' Umgebung..
Das macht es mir ziemlich schwer so im allgemeinen studentenleben.

Ich habe mich da auch anfangs etwas schwer getan. Dann tat ich mich mit ein paar ausländischen Kollegen zusammen, und weil die untereinander gut vernetzt sind, kamen dann noch mehr dazu. Bessere Freunde hatte ich nie zuvor :)

Die meisten (nicht alle, aber 90%) mit "Permanenzhintergrund" lassen einen dagegen recht zügig wegen Kleinkram fallen :?

Till hat geschrieben:Leider fällt es mir momentan nicht sonderlich leicht mich auf das wesentliche zu konzentrieren, zu viel Ablenkung durch Nebenjobs, eigene Projekte auf der Warteliste und dann die Tatsache das ich momentan keine Wohnung am studienort habe sondern pendle..

Die Pendelei macht einen zum Zombie, das hält man eine Weile durch, aber irgendwann dreht man dann doch am Rad.
Ich habe für die 6 Semester mit Klausuren etwa ein Jahr länger gebraucht - hätte ich während Mathe mal besser nicht Far Cry 3 gezockt :oops:
Aufmerksam in der VL zu sitzen brachte dort aber auch nicht viel mehr, ich habe für den bestandenen Drittversuch mit oben erwähnten Leuten gelernt :)
(Und im Gegenzug bei für den Frickler einfachen Verständnisproblemen den Erklärbär gegeben, interessanterweise gab es quasi kein Thema, das niemand von uns verstanden hatte.)

Till hat geschrieben:Mein Ärgernis des Jahres:
Ich werde mein E-Technik Studium jetzt wohl schmeißen.

Ich war im glaube ich vierten Semester auch so weit, habe aber die Zähne zusammengebissen und mittlerweile alle Klausuren bestanden und nur noch die BA zu erledigen ;)

Du wirst ja nicht einer dieser hoffnungslosen Fälle sein, die
<rant>
nach 10 Semestern erst knapp die Hälfte aller Klausuren bestanden haben,
in zwei Drittversuchen stecken,
sich hochoffiziell mit anderen zum "Lernen" treffen, um dann doch nur 99% der Zeit (wie auch ansonsten) auf 9Gag und Fanfictionseiten herumzuhängen,
dann verzweifelt das Handtuch werfen und sich "eximmatrikulieren" (sic!), um nach schon vergeigtem Erststudium nicht beim wahrscheinlichen Nichtbestehen komplett gesperrt zu werden...
...und dann ein drittes Studium "irgendwo" anfangen wollen. (Und spätestens da hätte ein reflektiert denkender Mensch merken sollen, dass das Problem weniger in den Fächern, sondern in der fehlenden Lerndisziplin liegt. Vielleicht fällt der Groschen beim dritten ersten Semester - die bis dahin in existenzieller Not verballerten 5...6 Jahre gibt's halt nicht wieder zurück.)
</rant>
(nein, das ging nicht gegen dich.)

Fazit: Halt dich ran, dann ist es irgendwann plötzlich geschafft.

Till hat geschrieben:Leider habe ich in Mathe ziemlich schnell den Anschluss verpasst,
dazu kam das das Wissen welches vorweg in der Schule vermittelt wurde
nicht grade so üppig war.

Ich habe das bei meinen Recherchen vor der 11/12/13 herausgefunden und mich genau deswegen gegen Mathe-LK (und für Physik) entschieden - es hätte mir eh nicht viel gebracht :D
Den ganzen Statistikrotz hatten wir auch gar nicht ;)
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon sysconsol » Mi 22. Nov 2017, 10:45

An sich ist etechnik schon mein Ding, nur bin ich extrem introvertiert, vor allem in 'neuer' Umgebung..
Das macht es mir ziemlich schwer so im allgemeinen studentenleben.

Solange du dich deswegen nicht einsam fühlst, macht es dir das nur leichter, da weniger Ablenkung.

Leider fällt es mir momentan nicht sonderlich leicht mich auf das wesentliche zu konzentrieren, zu viel Ablenkung durch Nebenjobs, eigene Projekte auf der Warteliste und dann die Tatsache das ich momentan keine Wohnung am studienort habe sondern pendle.

Ein Konzentrationsproblem habe ich auch.
Schon immer gehabt.

Das sehe ich als Ursache für viele Dinge in meinem Leben.
Denn wenn man nicht schnell genug wirklich alles verstanden (und damit meine ich verstanden!) hat, dann verliert man den Anschluss.
Man kann nicht jede Vorlesung aufwändig nachbereiten.

Man sollte bei den Konzentrations- (und letztendlich Prioritäts-) Problemen ansetzen - nur wie?

Das private Basteln kann man mit einer Wohnung ohne Bastelmöglichkeit ganz schnell einschränken.
Wer viel Zeit sinnlos im Internet verbringt, legt sich einen volumenbegrenzten Internetzugang zu.
Das hilft.
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon Nicki » Mi 22. Nov 2017, 11:13

sysconsol hat geschrieben:Ein Konzentrationsproblem habe ich auch.
Schon immer gehabt.

Das sehe ich als Ursache für viele Dinge in meinem Leben.
Denn wenn man nicht schnell genug wirklich alles verstanden (und damit meine ich verstanden!) hat, dann verliert man den Anschluss.
Man kann nicht jede Vorlesung aufwändig nachbereiten.

Man sollte bei den Konzentrations- (und letztendlich Prioritäts-) Problemen ansetzen - nur wie?

Geht mir auch so.
Ich wollte mal Modafinil (gibt es z.B. bei Indpharma) ausprobieren, allerdings hatte ich dann auf einmal recht flott schon alle Klausuren durch und keinen nennenswerten Bedarf mehr.
Im Gegensatz zu Ritalin gibt das wohl keinen Kick (das allerdings je nach Menge und sonstiger Verfassung auch nicht) und keine Abhängigkeitsgefahr.
Zumindest dürfte es bei einem Verkehrskontroll-Drogentest unproblematisch sein.
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon Gary » Mi 22. Nov 2017, 12:28

@Till

Für konkrete Tipps müsstest du schon mehr schreiben, ist aber die Frage ob du hier"strippen" willst.

Warum hast du so viele Nebenjobs ? Wie machen es andere ?
Da scheint mir du hast auf den Wagen, den du ziehen musst, am meisten aufgeladen.

Wie viele Semester hast du hinter dir, wie viele vor dir ?
Gibt es einen Proff mit dem du reden kannst?
Sind deine Erwartungen, vor allem die an dich selber, realistisch ?
Wo kannst du Abstriche machen ?
Verschafft dir ein halbes Jahr Auszeit genügend Luft ?

Wenn du nicht so gut mit anderen kannst, heißt das doch auch das du nicht so stark von anderen abhängig bist. Vielleicht kannst du in ein anderes Bundesland ziehen wo es etwas einfacher wird.

Durchhalteparolen sind gut gemeint, aber ohne Plan, oder den bisherigen Plan zu ändern kommst du nicht durch. Auf zum Realitätscheck.

Du hast mit dem Posting hier schon einen großen Schritt gemacht, hol dir die benötigte Hilfe!

Es probiert zu haben ist klar besser als nicht, man darf auch scheitern. Sehr wahrscheinlich wirst du dich ein Leben lang ärgern wenn du nicht jede mögliche Hilfe in Anspruch genommen hast.

Edit - in einem öffentlichen Forum will man nicht sein ganzes Leben Preis geben. Vielleicht kannst du mit einem Admin vereinbaren das das nach ein/zwei Wochen alles gelöscht wird.
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon ferdimh » Mi 22. Nov 2017, 12:54

Das private Basteln kann man mit einer Wohnung ohne Bastelmöglichkeit ganz schnell einschränken.
Wer viel Zeit sinnlos im Internet verbringt, legt sich einen volumenbegrenzten Internetzugang zu.
Das hilft.

Um völlig wahnsinnig zu werden. Wenn ich nicht regelmäßig mächtig einen gelötet (mit Blei!) hätte, hätte ich ziemlich sicher nicht vorgestern (nach 8,5 von drei vorgesehenen Jahren!) abgegeben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man auf 100% Entbehrung ein Studium über die erste unerwartete Hürde (und davon gibts viele!) fortgesetzt bekommt.
Ich kann die ewige "Du bist zu faul"-Keule nicht mehr hören. Das ist entweder von Leuten zu hören, deren einzige Stärke das Produzieren von Papier ist, oder die selbst keine moderne technische Uni von innen gesehen haben. Man kann sicher durch "Faulheit" das Studium verbocken. Aber meistens hat diese "Faulheit" Ursachen, deren Beseitigung wichtiger ist als die Beseitigung der "Faulheit".
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon Azze » Mi 22. Nov 2017, 14:06

Nicki hat geschrieben:Ich wollte mal Modafinil (gibt es z.B. bei Indpharma) ausprobieren, allerdings hatte ich dann auf einmal recht flott schon alle Klausuren durch und keinen nennenswerten Bedarf mehr.
Im Gegensatz zu Ritalin gibt das wohl keinen Kick (das allerdings je nach Menge und sonstiger Verfassung auch nicht) und keine Abhängigkeitsgefahr.
Zumindest dürfte es bei einem Verkehrskontroll-Drogentest unproblematisch sein.


Hohoho! Ich halte es nicht für sinnvoll, hier irgendwelche noch so gut gemeinten Medikamententipps zu verteilen! Wenn da die Notwendigkeit bestehen sollte, dann ist es allein Sache des behandelnden Arztes, das zu initiieren und das richtige Medikament zu bestimmen. Wenn ein Arzt noch nicht hinzugezogen ist, dann ist es Sache des Patienten, über die Größe des Leidensdrucks zu befinden und die Entscheidung zu treffen. Alles was wir hier tun können, ist darauf hinzuweisen, dass psychische Probleme durchaus ärztliche Behandlung verdienen. Bei Zahnschmerzen geht man ja auch zum Arzt und fragt nicht den Nachbarn.

Nichts für ungut, aber die US-amerikanische Gesundheitssystem macht es uns vor, wie es nicht laufen sollte: Die Werbung zeichnet düstere Bilder über Befindlichkeiten, die jeder von uns kennt ("Haben Sie nicht auch manchmal..."); nennt dann die "Krankheit", die dahinter steckt und bietet als "Lösung" gleich das Medikament an. Und da geht es nicht nur um müde Beine, Schnupfen oder grippalen Infekt. Hinterher rennt jeder zum Arzt und sagt: "Ich habe ... und brauche ....". Das sollte man hier nicht auch betreiben.
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon Weisskeinen » Mi 22. Nov 2017, 14:47

ferdimh hat geschrieben:Wenn ich nicht regelmäßig mächtig einen gelötet (mit Blei!) hätte,...

Solange du dich nicht regelmäßig, ohne Blei, zugelötet hast... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon sysconsol » Mi 22. Nov 2017, 14:59

@ferdimh:
Ich meine nicht faule Menschen. Denn die tun auch bei weniger Ablenkungsmöglichkeiten nicht mehr als mit.
Anders gesagt: Die finden immer eine Ausrede.


@Medikamente:
Die lösen das Problem auch nicht.
Ich vermute fast, das ist eine Lebenseinstellung.

Denn wenn ich die Studenten und Doktoranden hier sehe - die können sich konzentrieren und Dinge ignorieren.
Und nur wenige - ganz wenige - haben mehr Wissen als nur ihr Fachgebiet.
(Und ich meine Wissen - und nicht nur das wiedergeben, was man mal irgendwo gehört hat.)
Neugierde habe ich bei noch keinem gesehen.
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon Weisskeinen » Mi 22. Nov 2017, 15:02

sysconsol hat geschrieben:Neugierde habe ich bei noch keinem gesehen.

An was für einer komischen Uni studierst du denn? Bei uns waren sämtliche Doktoranden, aber auch zumindest diejenigen, die ihre Diplom- Master- oder Bachelorarbeit geschrieben haben, neugierig. Na ja, bis auf einen, den musste man doch ziemlich bitten. Und einen Praktikanten...
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon Till » Mi 22. Nov 2017, 16:08

Danke Leute für die vielen aufmunternden Worte,
ich denke ich werde es noch einmal versuchen,
Vorerst werde ich sehen das ich die Pendelei los werde, dann hat sich das mit der Ablenkung
auch erstmal erledigt.
Die Nebenjobs werde ich auch reduzieren, ist zwar eine nette Einnahmequelle, aber unbedingt finanziell darauf angewiesen bin ich aktuell auch nicht.

Medikamente werde ich so schnell keine nehmen, da denke ich mir weniger ist mehr, bis jetzt ging es auch ohne.
Ärztliche Hilfe sowie Studienberatung werde ich wohl mal in Anspruch nehmen, es kann ja nicht schaden.

Vielen Danke an Alle!

Till
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon sysconsol » Mi 22. Nov 2017, 18:30

@Weisskeinen:
Ich arbeite da. Fürs Studium bin ich zu dumm.
Allerdings habe ich auch mehr mit Doktoranden als Studenten zu tun.
Und die haben schon recht ordentlich Zeitdruck.
Der Rest ist OT ;)

@ferdimh:
Ich habe zwei Jahre Weiterbildung größtenteils vom Ersparten gelebt - das geht durchaus.
Aber 8,5 Jahre - wie finanziert man das?
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon Weisskeinen » Mi 22. Nov 2017, 18:59

sysconsol hat geschrieben:Allerdings habe ich auch mehr mit Doktoranden als Studenten zu tun.
Und die haben schon recht ordentlich Zeitdruck.

Wobei die sich das eigentlich auch nur antun, weil sie neugierig sind auf den Kram, den sie bearbeiten. Wenn natürlich keine Zeit mehr bleibt, mal links und rechts zu schauen, dann kommen Fachidioten raus. Gut, dass das bei mir anders war...
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon sysconsol » Mi 22. Nov 2017, 21:07

Hier im Fachbereich Chemie ist es eher so, dass man ihnen dazu rät, weil sie einen guten Bachelor und Master haben.
Und dann geht es da noch um Berufschancen und Argumente für später bezüglich des Gehaltes.
Wer Glück hat, arbeitet an einem Thema, dass gerade im Kommen ist.
Dann trifft das mit den Berufschancen auch zu.
Sonst vergehen auch mal Monate oder gar ein Jahr.

Es hat sich auch schon ein Menschen von hier verabschiedet mit den ungefähren Worten
"Vielen Dank und Tschüss. Ich höre auf. Das ist es nicht wert...".
Hätte mit und ohne Dr. eine Ingenieursstelle besetzt - die hat der Mensch jetzt auch.
Da sind aber auch diverse Umstände im Haus ursächlich für das Gehen.


Noch eine Bemerkung zum Thema Modafinil:
Soweit ich das überblicke, hält das vorwiegend einfach nur wach.

Wer mit Müdigkeit ein Problem hat, sollte mehr schlafen.
Schlafmangel ist auf Dauer für die Gesundheit nicht förderlich.
Wer Schlafprobleme hat, sollte die klären.
Und wenn die mit Einsamkeit zusammenhängen, ist das ein Ansatz.

Wer Leistung bringen will/muss, der muss mit sich zufrieden sein.
Im Zweifelsfall muss der Mensch sich irgendwo anlehnen können.
Der selbstreflektierte Mensch stellt das selbst fest.
Ansonsten hilft ein Psychologe. Dafür muss man sich nicht schämen.

Genug OT - auch wenn es interessant ist. ;)
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon Nicki » Mi 22. Nov 2017, 21:38

Wenn man dauerhaft etwas einwirft, sollte natürlich ein Arzt ein Auge darauf haben - egal was von beidem die Ursache ist ;)

Ein experimentierfreudiger Kollege von mir hat mal Speed zum Lernen genommen und fand die Wirkung nicht schlecht (Medizinhalbwissen: Ritalin ist recht ähnlich, aber man weiß, dass da das Streckmittel ungefährlich ist).
Mir wäre das aus offensichtlichen Gründen zu riskant.

Ich hatte immer Huddel, mich beim Lernen ranzuhalten - mit der Kombination aus räumlicher Distanz zum Frickelzeug und Zeiteinteilung der Internetnutzung (denn Komplettverzicht ist nicht durchzuhaltender Quatsch) hatte ich dann beim Lernen halbwegs Erfolg, werde aber den Verdacht nicht los, dass oben erwähntes Narkolepsiemedikament (ich habe einen atombombensicheren Schlaf, das ist nicht mein Problem) mir etwas geholfen hätte, bei der Sache zu bleiben.
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon ferdimh » Do 23. Nov 2017, 00:20

Aber 8,5 Jahre - wie finanziert man das?

Billig wohnen, sparsam leben, nebenbei in einem interessanten Laden arbeiten (das motiviert auch!). Natürlich verlängert das das Studium. Ich habe jetzt ECHT KEINEN BOCK MEHR (und bin jetzt doch auch nah an pleite). Aber ich halte es rückblickend für die bessere Lösung als Pauken, Pauken, Pauken um irgendwie in 3 Jahren durchzukommen und dann blöd zu gucken wenns nicht geht.
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon Fritzler » Do 23. Nov 2017, 00:22

Hmmm,
8,5 Jahre und ich dacht ICH brauch lang.
Das muntert mich jetz aber auf :D
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon se-O-matic » Do 23. Nov 2017, 08:42

Aufgrund eines Falles im näheren Freundeskreis warne ich jedem vor Pillchen.
Diese Person hat, um das Studium durchzustehen, was genommen.
Erst half es, dann ist es umgeschlagen, heute nimmt er harte Drogen und viel Alkohol ... der ist inzwischen von der Familie "abgeschrieben", da selbst der Entzug in der Klinik nicht mehr funktioniert. :(

Aus meiner, immer noch aktiven, Studienzeit ist m.M.n. das wichtigste eine funktionierende Lerngruppe.
Einen Durchhänger hat jeder einmal (oder auch mehrmals), aber die anderen in der Gruppe fangen einen wieder auf.
Aktuell bin ich auch an einem Motivationsminimum. Aber durch Lerntreffen mit meinem Kommilitonen (über Skype) bleibt man doch am Ball.

Und das die Freizeit gegen 0 konvergiert, ... ist halt so.
Einerseits denke ich bei anderen Aufgaben "Da kümmere ich mich 2020 drum".
Aber ständig das aktuelle Bastelprojekt zu sehen, welches in einer Stunde fertig wäre, aber seit 2 Jahren wegen Zeitmangel in der Ecke verstaubt, das ist echt blöd :|
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon omega » Do 23. Nov 2017, 09:00

Bezüglich Studium, bist du an einer Uni oder FH? Wie wäre es statt einer Uni mit > 1000 Studenten im Semester mit einer kleinen FH mit < 100 Studenten und guten Professoren?
Das, zusammen mit einem fachbezogenen Nebenjob und Basteln hat mir gut getan und würde ich so weiter empfehlen. Nur lernen und keine Freizeit finde ich keine gute Idee, ebenso konnte ich mit Lerngruppen nichts anfangen, aber bei Vorlesungen mit weniger als 20 Leuten und Professoren die die Übungsgruppen selbst halten, kann man auf einmal sogar in Mathe problemlos folgen und der Kram wird klar.

Bezüglich Jobaussichten würde ich mir keine Gedanken machen ob das nun ein FH oder Uni Studium ist, wenn du gut bist (und damit meine ich nicht die Noten, sondern das Basteln) dann ist das kein Problem, selbst wenn man bei doppelter Regelstudienzeit ist (eigene Erfahrung).
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Aw: Ärgernis der Woche

Beitragvon PowerAM » Do 23. Nov 2017, 09:31

Ich bin kein Akademiker, habe aber Englisch als Sprachstudium mit dem Ziel eines handfesten Sprachzeugnisses gemacht. Ich denke, das ist ungefähr vergleichbar. Unter dem Strich entsprach das Sprachstudium einem Frontalunterricht mit Gruppenarbeitselementen in einer Fünftagewoche mit Internatsunterbringung und einem Hausaufgabenpensum, das unmöglich an einem Tag zu schaffen ist, der nur 24 Stunden hat. Im Sprachstudium beschäftigt man sich mit nichts anderem als dem Erlernen der Sprache auf einem hohen Niveau über eine längere Zeit, beispielsweise einige Jahre.

Was ich zuerst lernen musste: Setze Prioritäten und sortiere für dich selbst in "wichtig" und "unwichtig". Was davon tatsächlich prüfungsrelevant ist, das war unseren Dozenten recht einfach zu entlocken. Nicht weniger wichtig war, sich einen zeitlichen Lernrahmen zu setzen und diesen exklusiv zum Lernen zu nutzen. In dieser Zeit sollte man sich beim Alleinlernen nicht nennenswert ablenken lassen. Ich hatte für mich die Grenze bei 20 Uhr gezogen. Was ich bis dahin nicht geschafft hatte, das war eben an diesem Tag nicht zu schaffen. Zum Mitrechnen: Um 8 Uhr ging es im Lehrsaal los und um 16:45 Uhr war Schluss. Danach schloss sie die Selbstlernphase an.

Leider waren einige Dozenten der Ansicht, sie seien die einzigen, die Hausaufgaben verteilen würden. Das war aber nicht der Fall und so gab es nicht wenige Tage, an denen im selbst gesetzten zeitlichen Lernrahmen nicht alles zu schaffen war. Wichtig war unseren Dozenten nur, dass man nicht gemachte Hausaufgaben begründen konnte. Abendliches Lernen in der Gruppe wurde z. B. als Grund anerkannt. Auch die Aussage, Grammatik vertiefen zu wollen statt sich mit dem Pauken von Vokabeln zu befassen, wurde akzeptiert. Sollten Hausaufgaben zur Benotung eingesammelt werden, dann wurde das vorab angesagt. Das waren dann Pflichtaufgaben.

Internetverzicht ist Unfug, es gibt immer etwas zu recherchieren. Hier sollte auch zwischen "wichtig" und "unwichtig" unterschieden werden. Wir hatten relativ schnell eine kleine Lerngruppe (ca. 1/3 meines Studienjahrgangs) in einer Telegram-Gruppe vernetzt. So konnte man auch beim Alleinlernen mal schnell eine Frage in die Gruppe werfen oder sich verabreden. Bei aller Leistungserwartung darf der Faktor "Lebensfreude" nicht zu kurz kommen. Natürlich sind wir auch ins Kino gegangen oder mal "auf ein Frisches" in die Eckkneipe. Schön war, dass das in Fußmarschentfernung gelegene Kino donnerstags in der Abendvorstellung stets einen aktuellen oder älteren Film im englischsprachigen Original brachte. Mit Studentenausweis kam man für 3,50 EUR rein.

Was ich auch gemerkt habe: Eine Gruppe kann leistungsmäßig Schwächere mitschleppen. Das müssen diese nur wollen! Und es gab immer irgendwen, der einem nicht verstandene Grammatik mit anderen Worten erklären und so verständlich machen konnte. Das hohe Tempo, mit dem der Frontalunterricht gehalten wurde, kostete aber auch eine Menge Kraft. Ich selbst durfte mir keine Unaufmerksamkeit leisten - sonst verlor ich schnell den Anschluss. Was nicht sofort verstanden wurde, das musste beim Dozenten sofort (!) nachgefragt werden, sonst ging der davon aus, dass das von allen verstanden wurde.

Es war insgesamt eine harte Zeit, die wie von euch beschrieben die Freizeit auf ein sehr geringes Maß reduziert hatte. Effektiv blieben nur die Wochenenden zur Erholung. Ich hatte Glück, dass ich mir um Geld keine Sorgen machen musste, da mich mein Arbeitgeber für dieses Sprachstudium freigestellt hat. Ich bekam meine übliche Bezahlung also weiter. Anfangs war ich recht bald an dem Punkt, an dem ich hingeschmissen hätte. Ich suchte das Gespräch mit unserer leitenden Dozentin Anny (eine Schottin; vergleichbar mit einer Klassenlehrerin). Neben ihrer Fähigkeit, selbst total Verzweifelte wieder zu motivieren, besaß sie eine bemerkenswerte Ruhe und Sachlichkeit - ohne kühl und unmenschlich zu wirken. Ihre "Pflegefälle" bekamen die private Telefonnummer mit der Maßgabe, sie nicht am Wochenende und nicht nach 20 Uhr anzurufen. Ansonsten nahm sie sich immer die Zeit, wenn man ihre Hilfe benötigte. Und wenn es ganz schlimm kam und man befürchtete, den Anschluss verloren zu haben, dann konnte man sich mit ihr abends auch mal auf ein Bier in der Eckkneipe verabreden.

Von anderen Studierten aus meinem Freundeskreis weiß ich aber, dass es mit zunehmender Größe einer Universität schwer bis unmöglich ist, zu einer Einzelaudienz bei einem Dozenten zu kommen. Man ist auf sich selbst angewiesen, kann sich höchstens Lerngruppen anschließen. Ich denke, das ist auch eine der wichtigsten Entscheidungen, die man in einem Studium treffen sollte. Die Gruppe muss zu einander passen und jedem das Gefühl geben, von ihr zu profitieren.
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon scotty-utb » Do 23. Nov 2017, 10:56

Mein Mathelehrer in der BOS meinte damals:
"Diejenigen von euch, die dann mal Etechnik oder Maschinenbau studieren wollen... Mathe wird bei euch heftiger, als bei denen von Euch, die Mathe studieren wollen. Denn im Mathestudium kommt irgentwan der 'klick' und ihr wisst was Mathe ist. Die anderen kommen nicht an den Punkt"
Im Semester vor mir kam genau einer durch die Mathe (1 oder 2?) Prüfung... und von dem wars die Drittprüfung
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Re: Aw: Ärgernis der Woche

Beitragvon Nicki » Do 23. Nov 2017, 11:54

PowerAM hat geschrieben:Ich bin kein Akademiker, habe aber Englisch als Sprachstudium mit dem Ziel eines handfesten Sprachzeugnisses gemacht. Ich denke, das ist ungefähr vergleichbar. Unter dem Strich entsprach das Sprachstudium einem Frontalunterricht mit Gruppenarbeitselementen in einer Fünftagewoche mit Internatsunterbringung und einem Hausaufgabenpensum, das unmöglich an einem Tag zu schaffen ist, der nur 24 Stunden hat.

Nein, zumindest nicht in meinem Fall.
Unterm Semester ist ET eigentlich fast schon entspannt - keine ellenlangen Bücher, die man lesen muss, keine ewig langen Hausarbeiten (nur Laborversuche, die nachbereitet werden wollten).
Die Lernerei für fast alle Fächer fing bei mir und meinen Kollegen erst etwa einen Monat vor der Klausur an, denn sonst vergisst man eh wieder die Hälfte bis dahin.
Einzig mit Mathe 1 habe ich mich tatsächlich vom nicht bestandenen Zweit- bis zum Drittversuch ein Jahr durchgehend beschäftigt.
Ich habe dann auch einige Fächer höherer Semester vorweggenommen, die sehr einfach waren und mich bei einem bequatschen lassen, es mitzuschreiben (Halbleiter), obwohl ich noch gar nicht in der (chaotischen) Vorlesung gewesen war.
Aus unserer 3er-Lerngruppe war ich dann seltsamerweise der einzige, der (gerade so, Frickelwissen hat mich gerettet) dann bestanden hat.

Die Frickelei an sich hat mich kaum abgelenkt, Arbeit und Autoschrauberei eher, aber das kam zum Glück auf, als der schwerste Teil geschafft war.
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon radixdelta » Do 23. Nov 2017, 14:05

Komme grad aus dem Keller, Rohrbruch -> Wochenplanung im Arsch.
Da hängt seit 20 Jahren ein Membranausgleichsgefäß an einem T-Stück, klar, auf Spannung, nicht gut. Warum tut es das nicht noch 1-2 Jahre länger, dann wäre die ganze Anlage eh neu gekommen!? Eiei, Altbau ist manchmal wirklich eine Last.
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon Chemnitzsurfer » Do 23. Nov 2017, 18:37

Bei Amazon ein UMTS Modul für mein Thinkpad T430 gekauft, stand auch in der Beschreibung das es für das 430 geeignet ist - war es natürlich nicht, Fehlermeldung beim starten :evil:
Und natürlich sind alle alten Surfsticks die hier herumfliegen mit Sim Lock gesperrt :evil:
Kotz Ich liebe so was
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Re: Ärgernis der Woche

Beitragvon Fritzler » Do 23. Nov 2017, 18:44

Frickellösung:
Nacktes GSM Modem kaufen mit USB Pads und dann hastes SIM Lock frei.
Über USB meldet sich das GSM Modem als 2 - 3 UART Schnittstellen.
Eines für AT Befehle und eines für den PPP Datenstrom.
http://consumer.huawei.com/solutions/m2 ... 120_en.htm
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