Kurze Frage -> schnelle Antwort

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon IPv6 » Sa 9. Feb 2019, 00:43

Aus Interesse:
Gibt es da Fehler, die sich nicht mit einem Multimeter finden lassen?
Also Wicklungen kann ich ja immerhin durchmessen, wenn deren Werte okay sind sollte der Rauch schonmal nicht von den Wicklungen kommen.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon ESDKittel » Sa 9. Feb 2019, 13:45

Hab ich mal folgenden Tip ausm Forum hier bekommen:
Mit den Labornetzteil mit DC-Saft bestromen, so daß der Universalmotor sich gerade so dreht.
Ist eine Ankerwicklung defekt bleibt er da stehen.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Kerko » Sa 9. Feb 2019, 16:25

Hallo Zusammen,

ich habe hier eine Bohrmaschine mit einem 600W Kondensatormotor. Die würde ich gerne auf Drehstromantrieb mit FU umrüsten. Wie groß muss jetzt der Drehstrommotor sein? Ich habe im Kopf, dass ein Kondensatormotor etwa 60% der Leistung eines gleich großen Drehstrommotor abgibt. Dann müsste ja ein Motor mit 380W ausreichend sein oder?
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon IPv6 » Sa 9. Feb 2019, 16:53

Bezieht sich das "gleich groß" wirklich auf die aufgenommene Leistung und nicht auf die Baugröße?
So arg dürfte sich der Wirkungsgrad doch nicht unterscheiden, dass ein 380 W Drehstrommotor die gleiche mechanische Leistung abgibt wie ein 600 W Kondensatormotor
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Chemnitzsurfer » Sa 9. Feb 2019, 16:55

Ständerbohrmaschinen können nicht genung Leistung haben ;) 300W ist die 40€ ALDI Klasse, ich würde >600W verbauen, spätestens wenn du mal mit einer Lochkreissäge hantierst und das Bohrfutter stehen bleibt, weist du wieso :roll:
Die alte 400V Elektra Beckum ( auch Baumarktklasse) auf Arbeit hat afaik 750W
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon ferdimh » Sa 9. Feb 2019, 17:40

Wenn du den Motor mit FU betreibst, sinkt die Leistung bei niedrigen Drehzahlen (Konstantes Drehmoment bis Nenndrehzahl).
Je mehr Bums also der Motor hat, desto seltener musst du den Riemen umlegen. Daher sollte der dickstmögliche Motor (und idealerweise ein langsamlaufender) dran.
Einen 4poligen Motor kann man mit relativ gutem Gewissen bis 4000 U/min oder so treten, während die Nennleistung bei 1500 U/min anliegt. Dann hat man bei langsamen Arbeiten mehr Kraft.
Wenn man mit 3000 U/min den 3er Bohrer durch Alu jagt, hat man dann zwar wenig bis keine Leistung - braucht sie aber auch nicht.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon uxlaxel » So 10. Feb 2019, 13:47

Die Wikipedia sagt, dass bei der [url=https://de.wikipedia.org/wiki/Straßenbahn_Jena]Jenaer Straßenbahn[/url] die Spannung "660 V (+165 V, −200 V)" betragen würde. Heißt das, dass am Fahrdraht alles zwischen 460 und 825V existieren kann? Gut, die nach der Wende neu angeschafften Züge speisen ja zurück beim Bremsen und die Leitungslängen darf man wohl auch nicht unterschätzen. Dennoch kommt mir diese Differenz relativ groß vor. Klärt mich da mal bitte auf. Lötfahne weiß bestimmt mehr ;) Danke!
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Fritzler » So 10. Feb 2019, 15:03

Das ist aber eine sehr überspezifische Angabe in dem Artikel. :geek:
Bei anderen Artikeln (Berlin/Dresden/Nürnberg/München) steht glatt 600/750VDC

In Jena fahren GT6N das ist ein Dreiteiler mit mal eben 300kW Antriebsleistung.
Das sind gemütliche 450A auf dem Fahrdraht und soooooo dick ist der auch wieder nicht. (ich hab son Fahrdraht direkt vorm Wohnzimmerfenster).
Da sackt dann die Spannung schonmal gut ab zwischen 2 Einspeisepunkten und dann eben noch dien Vermutung mit der Rückspeisung ;)
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Chemnitzsurfer » So 10. Feb 2019, 15:09

Bei den Tatras die zu DDR Zeiten für KMS angeschafft wurden, wurde laut einen Mitarbeiter des Straßenbahnmuseums sogar teilweise die letzten zwei Schaltstufen im Schaltwerk herausgesägt , da ansonsten die Unterwerke abgekackt sind , wenn die Fahrer zu schnell beschleunigt haben und bei den ganz alten Straßenbahnen müssen wohl immer mal wieder die Bremswiederstände in der kleinsten Bremsstufe verglüht sein wenn von voller Fahrt auf die erste Bremsstufe geschaltet wurde.
Also Leistung ist da schon dahinter.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Fritzler » So 10. Feb 2019, 15:16

Eine T3 sowe KT4D hat auch mal eben 160kW, eine Kombi aus Tw+Tw+Bw hat also auch nette 320kW.
Dank des hohen Eigengewichts bringen die das auch auf die Schiene, sone klapprigen modernen Plastebomber eher nicht.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon ferdimh » So 10. Feb 2019, 15:28

in DA sind theoretisch bis zu 1260A Fahrstrom pro Fahrzeug möglich und ja, der genannte Spannungsbereich passt schon. Der Fahrdraht ist DÜNN!
Bei Altfahrzeugen mit Glühlampen direkt am Saft kann man auch beobachten, dass zwischen "Braunes Licht" und "Hilfe, hat jemand kaltweiße LEDs in die E27-Fassungen gedreht?" alles vorkommt.
Fies bzgl Stromaufnahme sind vor allem (wenn sie nicht (wie in DA) auf 800A gedrosselt sind) hochgezüchtete Drehstromkisten, die ihr Leistungsmaximum erst bei hohen Geschwindigkeiten erreichen. Dann legt der Fahrer bei 50 den Hebel auf den Tisch und es wird richtig Leistung (auch noch für längere Zeit, der Weg bis 70 ist lang) umgesetzt.
Das Nezt MUSS einen großen Toleranzbereich haben, damit Einspeisen und wieder entnehmen einwandfrei klappt. Und eigentlich stört das auch keinen, außer ein übereifriger Ingenieur baut zickige Unterspannungsabschaltungen ein.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Chemnitzsurfer » So 10. Feb 2019, 15:34

Fritzler hat geschrieben:Eine T3 sowe KT4D hat auch mal eben 160kW, eine Kombi aus Tw+Tw+Bw hat also auch nette 320kW.
Dank des hohen Eigengewichts bringen die das auch auf die Schiene, sone klapprigen modernen Plastebomber eher nicht.

Un die Variobahne 8 x 45 kW :shock: :lol: sind bei 700V auch mal eben 500A bzw. 600A bei 600V.
Sieht übrigens richtig gut aus, wenn sich da , dank verreister Oberleitung im Winter Lichtbogen zünden, die dann mal eben bis zur nächsten Haltestelle / Ampel mitfahren ( um als Fahrgast denkt man, man ist beim Rodeo xd) :twisted:

BTW, wie funktioniert eigentlich so eine Enteisungsanlage? Wird da ein heises Stück Eisen an die Oberleitung gedrückt oder Igor mehr Strom?
http://www.strassenbahn-seite.de/chemnitzatw405.html
Zuletzt geändert von Chemnitzsurfer am So 10. Feb 2019, 15:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Fritzler » So 10. Feb 2019, 15:39

Ich wohn ja an der Wendeschleife hier.
Wenn morgens die erste Bahn im Winter vorbeikommt bei gut zugeeister Oberleitung wegen der feuchten Seeluft. :shock:

Aber Herbst ist besser mit viel Sand und Blättern -> Ghostrider *spratzel*.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Chemnitzsurfer » So 10. Feb 2019, 15:44

Die ganz neuen Trams hier sind laut Datenblatt
https://www.skoda.cz/de/referenz/forcit ... ?from=prod

Max. Geschwindigkeit 60 km/St.
Speisung 600 V DC / 750 V DC
Antrieb výkon 560 kW


Auch mit 500-600A zu Gange, vll haben die deshalb in den letzten Jahren haufenweise neue Unterwerke hier gebaut.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon ferdimh » So 10. Feb 2019, 16:07

Die angegebenen Leistungen sind Stundenleistungen!
Kurzzeitig geht da deutlich mehr - sonst bekäme man so viel Eisen (oder Alu, aber irgendwie dann auch nicht leichter) auch garnicht sinnvoll bewegt.
Fahrleitungsenteisung geht in DA mit einem Stromabnehmer mit Aluschleifleiste (stabiler!), der an einem formal historischen Wagen montiert ist. Der zickt dann auch nicht,wenns britzelt. Solange irgendwie Strom auf die Bürsten kommt, fährt das. Auch mit 100V, wenn 500 am Lichtbogen abfallen. Letzterer hat auch eine gewisse Enteisungswirkung ;-)
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Nello » So 10. Feb 2019, 17:14

Fritzler hat geschrieben:(ich hab son Fahrdraht direkt vorm Wohnzimmerfenster)

Interessant. Kannst Du das Feld messen? Hast Du z.B. mal probiert, ob's Dir den Kompass dreht, wenn eine Bahn vorbei fährt?
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon uxlaxel » So 10. Feb 2019, 19:24

Fritzler hat geschrieben:(ich hab son Fahrdraht direkt vorm Wohnzimmerfenster).


kommst du da ran? spannungen bis 800V sind doch zu beherrschen, da kannst du doch 3...4 heizer in reihe betreiben ;)
gute alte bahnheizkörper :-D
oder rotierender umformer auf rund 200V und damit einen zwischenkreis einer ollen USV gespeist und schicken 230V-sinus-wackelsaft wieder draus gemacht :-D
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Beitragvon ferdimh » So 10. Feb 2019, 19:45

Also das Bild der Bildröhre in meinem Auto wandert gelegentlich zur Seite, wenn ich unter der Fahrleitung langfahre.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon andreas6 » So 10. Feb 2019, 19:48

Die Felder in Straßenbahnnähe sind schon ordentlich. Als wir noch richtige Röhrenmonitore hatten, war das in der Stadt sehr deutlich zu sehen. Die Designerbude gleich neben dem Gleis hatte immer falsche Farben auf dem Monitor, je nach Fahrbetrieb. Monitor einmessen konnte man dort gar nicht. Die sind dann in einen Hinterhof gezogen, gaaanz weit weg von jeder elektrischen Bahn. Dort ließen sich auch die Monitore farbseitig korrekt einstellen.

MfG. Andreas
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Bastelbruder » So 10. Feb 2019, 20:03

Ich hatte einen Kunden in Bahnhofsnähe, da haben die Farbmonitorbilder 5 mm gezittert. Für einige Kilomark gabs von VAC ernsthafte Abschirmungen aus MU-Metall, die haben das Problem beseitigt.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Fritzler » So 10. Feb 2019, 20:19

Feldmühle hab ich ned zum E-Feld messen, mein Kompass versteckt sich und Röhrenmonitore sind hier schon lange verbannt :mrgreen:

Ne Wurfleitung aufn Fahrdraht zum Stromzapfen lassenwamal.
Das sieht doch eher offensichtlich aus :?
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon xanakind » So 10. Feb 2019, 20:32

Aber du könntest dich doch mal weit aus dem Fenster strecken und mal die Messspitze dranhalten? ;) :lol:
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon uxlaxel » So 10. Feb 2019, 21:24

xanakind hat geschrieben:Aber du könntest dich doch mal weit aus dem Fenster strecken und mal die Messspitze dranhalten? ;) :lol:

könnt er eigentlich mal machen, soll sich mal nicht so haben. ne stange pvc-elektrorohr oder glasfieber-zeltgestängen und ab geh die post ;)

die blicke anderer wären sicher köstlich! :-D
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Chemnitzsurfer » So 10. Feb 2019, 21:26

Angel mit CU Lackdraht? :lol:
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Nello » Mo 11. Feb 2019, 08:15

Jetzt bin ich doch überrascht, wieviele Geschichten zum Thema Feld um Fahrdrähte hier zusammenkommen. Wenn das so ist, will ich mein kleines Erlebnis noch beisteuern.

Ich hatte mir damals einen Marschkompass zugelegt, einfach um damit rumzuspielen. Damit saß ich in der Stuttgarter S-Bahn, um zu sehen, ob sich unter Einfluss der Ströme über mir irgendetwas tut.

Ich hatte mit einer Ablenkung der Nadel gerechnet, war aber völlig verblüfft von dem, was tatsächlich passierte: Als der Zug anfuhr, begann das Ding zu rotieren! Nicht so schnell wie ein Motor, aber doch ziemlich zügig. Bis heute kann ich mir den Effekt nicht so recht erklären.
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