Der AVR-/ARDUINO-Faden

Der chaotische Hauptfaden

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ch_ris
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von ch_ris » Fr 20. Mai 2022, 13:25

stimmt, der hat 2 Analog pins mehr, aber kompiliert hab ich eh mit nano option.
dank euch, dann lass ich's erst mal so, bei gelegenheit bau ich mal nen 2x3 stecker für den programer.

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Toni
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von Toni » So 22. Mai 2022, 00:08

ich habe einen ATTINY13A, für den ich im Arduino Programm ein paar Assembler-Zeilen einfügen möchte.

wenn ich z.B. DDRB setzten möchte

Code: Alles auswählen

asm volatile 
  (
 "ldi r16, 0b00111111 \n"
 "out DDRB, r16 \n")
kommt folgende Fehlermeldung:
"...Tiny13-button-led-ASM-Test.ino:52: undefined reference to `DDRB'"

Arduino kennt ja DDRB, aber warum nicht innerhalb vom Assembler-Schnipsel?

Jannyboy
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von Jannyboy » So 22. Mai 2022, 09:02

Toni hat geschrieben:
So 22. Mai 2022, 00:08
ich habe einen ATTINY13A, für den ich im Arduino Programm ein paar Assembler-Zeilen einfügen möchte.

wenn ich z.B. DDRB setzten möchte

Code: Alles auswählen

asm volatile 
  (
 "ldi r16, 0b00111111 \n"
 "out DDRB, r16 \n")
kommt folgende Fehlermeldung:
"...Tiny13-button-led-ASM-Test.ino:52: undefined reference to `DDRB'"

Arduino kennt ja DDRB, aber warum nicht innerhalb vom Assembler-Schnipsel?
Weil C/C++ defines nicht direkt im Assembler bekannt sind.
Und der ASM-Teil vor dem C/C++ Teil übersetz verwenden. Die genaue Reihenfolge sieht in der GCC Doku. Ich bin der Meinung das war defaultmässig ASM -> C -> C++

Im ASM gibt es dafür ein Prefix. Ich glaube du muss __DDRB schreiben.

Grüße Jan

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Toni
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von Toni » So 22. Mai 2022, 20:08

das mit Konstanten in ASM übernehmen habe ich nicht hinbekommen.
Die Register DDRB und PORTB direkt adressieren funktioniert aber

Hier ist ein Mischmasch mit ASM-Fetzen. LED an PB2 blinkt, solange Taster an PB4 gedrückt ist:

Code: Alles auswählen

const int buttonPin = 2;     // the number of the pushbutton pin
int buttonState = 0;         // variable for reading the pushbutton status

void setup() {
  // initialize the pushbutton pin as an input:
  pinMode(PB4, INPUT);
  pinMode(PB4, INPUT_PULLUP); //configure pin 2 as an input and enable the internal pull-up resistor

  // initialize the LED pin as an output:
  // DDRB equ 0x17
  asm
  (
    // alternativ: "ldi r16, 0b00001000 \n"
    "ldi r16, 0x08 \n"
    "out 0x17, r16 \n") // DDRB Bit 3 setzen
  ;
}

void loop() {
  // read the state of the pushbutton value:
  buttonState = digitalRead(PB4);

  // check if the pushbutton is pressed. If it is, the buttonState is HIGH:
  if (buttonState == LOW) {
    // turn LED on:
    // PORTB equ 0x18
    asm  (
      "ldi r16, 0b00001000 \n"
      "cbi 0x18, 3 \n" 		//clear Bit PB3
    );

    delay(500);
    // turn LED off:
    //    digitalWrite(PB3, HIGH);
    asm  (
      "ldi r16, 0b00001000 \n"
      "sbi 0x18, 3 \n" 		//set Bit PB3
    );

    delay(100);
  } else {
    // turn LED off:
    digitalWrite(PB3, LOW);
  }
}

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Toni
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von Toni » Fr 3. Jun 2022, 22:29

das mit dem ATTINY habe ich hinbekommen: ich programmiere den komplett in Assembler mit Editor Gerd's AVM Simulator http://www.avr-asm-tutorial.net/avr_sim ... l#download, und schiebe es über einen USBasp https://www.fischl.de/usbasp/ mittels AVRDUDE auf den Tiny.

Aber zum Arduino Uno habe ich noch eine Frage. Ich möchte einen Drehzahlmesser bauen, und dazu diesen Code gefunden + angepasst:

Code: Alles auswählen

//DIY Tachometer to Measure Accurate RPM using Arduino
//DIY Tachometer to Measure Accurate RPM using Arduino
//This code is published by https://www.circuitschools.com
//Attribution required to republish.
#include <LiquidCrystal.h>
LiquidCrystal lcd(8, 9, 4, 5, 6, 7); //Angabe der erforderlichen Pins

 
// Create the lcd object address 0x27(get it from i2cscanner) and 16 columns x 2 rows 
// LiquidCrystal_I2C lcd (0x27, 16,2); //
float value=0;
float rev=0;
int rpm;
int oldtime=0;
int newtime;
void isr() //interrupt service routine
{
rev++;
}
void setup()
{
lcd.begin(16, 2); // Starten der Programmbibliothek.
// Turn on the backlight on LCD. 
//lcd. backlight ();
attachInterrupt(digitalPinToInterrupt(2),isr,RISING); //attaching the interrupt
}
void loop()
{
 
delay(1000);
detachInterrupt(0); //detaches the interrupt
newtime=millis()-oldtime; //finds the time 
int wings= 1; // no of wings of rotating object, for disc object use 1 with white tape on one side
int RPMnew = rev/wings; //here we used fan which has 3 wings
rpm=(RPMnew/newtime)*60000; //calculates rpm
oldtime=millis(); //saves the current time
rev=0;
lcd.clear();
lcd.setCursor(0,0);
lcd.print("Drehzahl U/Min :");
lcd.setCursor(0,1);
lcd.print( rpm);
lcd.print("");
lcd.print(" ");
attachInterrupt(digitalPinToInterrupt(2),isr,RISING);
}
Die Drehzahl sollte aus steigenden Flanken an Pin 2 berechnet, und angezeigt werden. Das Display zeigt aber immer "0" an. Evtl werden die Interrupts nicht ausgelöst??? Gibt's da noch eine extra Einstellung oder Fuses die gesetzt werden müssen?

virtexultra
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von virtexultra » Fr 3. Jun 2022, 22:55

Ich vermisse eine Zeile die den pinMode setzt. Kann aber sein das das per Default auf Input steht und somit irrelevant ist.

Derkiki
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von Derkiki » Fr 3. Jun 2022, 23:22

Zumindest die Variable Rev sollte "volatile" deklariert werden, ansonsten schmeißt der Compiler sie ersatzlos raus.....
Weiterhin: "detachinterrupt" scheint zumindest kein Arduino zu sein.
Ich würde das Aktivieren und deaktivieren des Interrupts über das globale SEI(); bzw CLI(); probieren, wenn das LCD nicht auch irgendwelche Interrupts benötigt.

Ansonsten Mal die Variable "Rev" in einem Timer-Interrupt hochzählen lassen zum Testen.
Vielleicht hilft's...

ch_ris
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von ch_ris » Sa 4. Jun 2022, 10:10

imho.
rev muss volatile.edit-hast ja schon geschrieben...
denn rest versteh ich wenig. was soll das ganze zeug im mainloop?
selbst mit millis (und nicht mit timer) geht das doch einfacher?:

Code: Alles auswählen

	/////////MotorZustand//////////////////
	tt = millis() - rpmTimeStamp;
	if (tt >= 200) {
		
			rPM = (float) rpmTicks * (float) 30000 / (float) tt;
			rpmTimeStamp = millis();
			rpmTicks = 0;
			blabla....
hier nur mal grad rauskopiert der schnipsel.

edit. erst wird oldtime gesetzt, dann das zeitaufwändige lcd zeug gemacht, dann erst der interupt wieder angeschaltet?
und das soll das tun?

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Toni
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von Toni » Sa 4. Jun 2022, 11:57

Danke für euren Input. Leider kenne ich mich mit Arduino Sketch / C++ zu wenig aus -> ich hab's mit den Änderungen nicht hinbekommen :(

Hier habe ich ein anderes Programm gefunden https://srituhobby.com/ir-infrared-spee ... ed-sensor/, und das für meine Zwecke modifiziert (u.a. für dieses Display: https://www.berrybase.de/lcd/keypad-shi ... nlEALw_wcB ).
Das funktioniert jetzt :)
umin.jpg

Die ursprünglichen Zeilen habe ich als // drin gelassen.

Code: Alles auswählen

#include <LiquidCrystal.h>
//#include <LiquidCrystal_I2C.h>
LiquidCrystal lcd(8, 9, 4, 5, 6, 7); //Angabe der erforderlichen Pins
// LiquidCrystal_I2C lcd (0x27, 16, 2); 

const byte PulsesPerRevolution = 1;
const unsigned long ZeroTimeout = 1000000;
const byte numReadings = 2;

volatile unsigned long LastTimeWeMeasured;
volatile unsigned long PeriodBetweenPulses = ZeroTimeout + 1000;
volatile unsigned long PeriodAverage = ZeroTimeout + 1000;
unsigned long FrequencyRaw;
unsigned long FrequencyReal;
long Frequenz;
unsigned long RPM;
unsigned int PulseCounter = 1;
unsigned long PeriodSum;

unsigned long LastTimeCycleMeasure = LastTimeWeMeasured;
unsigned long CurrentMicros = micros();
unsigned int AmountOfReadings = 1;
unsigned int ZeroDebouncingExtra;
unsigned long readings[numReadings];
unsigned long readIndex;  
unsigned long total; 
unsigned long average;

void setup()
{
lcd.begin(16, 2); // Starten der Programmbibliothek.
lcd.setCursor(0,0); // Angabe des Cursorstartpunktes oben links.
  //lcd.print(""); // Ausgabe des Textes "Nachricht".

  attachInterrupt(digitalPinToInterrupt(2), Pulse_Event, RISING);
  delay(1000);
}
 
void loop()
{
lcd.setCursor(12,1); // Bewegt den Cursor in Zeile 2 (Line0=Zeile1 und Line1=Zeile2) and die Stelle "12".

  LastTimeCycleMeasure = LastTimeWeMeasured;
  CurrentMicros = micros();
  if (CurrentMicros < LastTimeCycleMeasure) {
    LastTimeCycleMeasure = CurrentMicros;
  }
  FrequencyRaw = 10000000000 / PeriodAverage;
  if (PeriodBetweenPulses > ZeroTimeout - ZeroDebouncingExtra || CurrentMicros - LastTimeCycleMeasure > ZeroTimeout - ZeroDebouncingExtra) {
    FrequencyRaw = 0;  // Set frequency as 0.
    ZeroDebouncingExtra = 2000;
  } else {
    ZeroDebouncingExtra = 0;
  }
  FrequencyReal = FrequencyRaw / 10000;

  RPM = FrequencyRaw / PulsesPerRevolution * 60 ;
  RPM = RPM / 10000;
  Frequenz = RPM * 1000 / 60;
//  Frequenz = Frequenz * 1000;
//  Frequenz = 1000000 / Frequenz;
  total = total - readings[readIndex];
  readings[readIndex] = RPM;
  total = total + readings[readIndex];
  readIndex = readIndex + 1;

  if (readIndex >= numReadings) {
    readIndex = 0;
  }
  average = total / numReadings;

  lcd.setCursor(0, 1);
//  lcd.print("Period: ");
//  lcd.print(PeriodBetweenPulses);
//  lcd.print("\tReadings: ");
//  lcd.print(AmountOfReadings);
  lcd.print("\Freq.: ");
//  lcd.print(FrequencyReal);
  lcd.print(Frequenz);
  lcd.print("\mHz        ");
//  lcd.print("\tRPM: ");
//  lcd.print(RPM);
//  lcd.print("\tTachometer: ");
//  lcd.println(average);
  lcd.setCursor(0, 0);
  lcd.print("U/Min: ");
  lcd.print(RPM);
  lcd.print("     ");
}
void Pulse_Event() {
  PeriodBetweenPulses = micros() - LastTimeWeMeasured;
  LastTimeWeMeasured = micros();
  if (PulseCounter >= AmountOfReadings)  {
    PeriodAverage = PeriodSum / AmountOfReadings;
    PulseCounter = 1;
    PeriodSum = PeriodBetweenPulses;

    int RemapedAmountOfReadings = map(PeriodBetweenPulses, 40000, 5000, 1, 10);
    RemapedAmountOfReadings = constrain(RemapedAmountOfReadings, 1, 10);
    AmountOfReadings = RemapedAmountOfReadings;
  } else {
    PulseCounter++;
    PeriodSum = PeriodSum + PeriodBetweenPulses;
  }
}
EDIT: Programmfehler korrigiert: ungenutzte Stellen RPM auf Display löschen, Pulses per Rev=1, Ansprechschwelle herabgesetzt

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Toni
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von Toni » Sa 11. Jun 2022, 22:50

ich habe das Problem, dass sich beim ATTINY25 nicht wie gewohnt die HEX Datei über USBasp und AVRdude hochladen lässt.

Ausgangssituation: ATTINY13A lässt sich mit dieser Befehlszeile problemlos programmieren:

Code: Alles auswählen

avrdude -v -p t13 -b 1200 -c usbasp -P /dev/ttyS4 -D -F -U flash:w:/home/ich/Technik/Arduino/hex/Z-var-25.hex:i
beim ATTINY25 funktioniert diese Zeile nicht:

Code: Alles auswählen

avrdude -v -p t25 -b 1200 -c usbasp -P /dev/ttyS4 -D -F -U flash:w:/home/ich/Technik/Arduino/hex/Z-var-25.hex:i
da kommt die Fehlermeldung "avrdude: error: program enable: target doesn't answer"
Habe auch schon verschiedene andere Optionen probiert...

Über Arduino und Uno als Programmer funktioniert es ein Sketch hochzuladen, sowie Bootloader zu brennen. Aber damit bekomme ich halt nicht eine HEX hochgeladen

Dachte die Tinys 13A und 25 wären fast gleich. Weiß jemand wo der Unterschied beim Programmieren über AVRdude liegt, bzw. wie die Befehlszeile aussehen muss?

IPv6
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von IPv6 » Sa 11. Jun 2022, 23:02

Die Tinys sind auch wirklich nicht arg unterschiedlich.

Verstehe ich das richtig, dass du grundsätzlich was hochladen kannst, also z.B. das Blink-Beispiel oder sowas?
Wenn ja, aktiviere doch mal in den Einstellungen die vollständige Loggingausgabe in der IDE, dann zeigt es dir beim Upload genau den AVRDUDE Befehl an, den die IDE verwendet (und der ja dann gehen muss).
Den kopierst du dir und änderst den Pfad vom HEX-File vom temporäten Arduinoordner auf den Ort ab, wo dein gewünschtes HEX-File liegt.

Edit:
Du schreibst, dass du über Arduino (du meinst vermutlich die IDE?) und einem Arduino Uno als Programmer etwas auf den Tiny packen kannst.
Geht das auch mit dem usbasp? Den kann man auch zum IDE Programmupload verwenden.
Sonst eben mal das oben Geschriebene testen, da müsste dann ein AVRDUDE Befehl bei rauskommen, der als Programmer statt dem usbasp den Arduino (heißt dann glaube ich arduinoisp oder sowas) drinstehen hat.

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Toni
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von Toni » Sa 11. Jun 2022, 23:46

Klasse Tipp, vielen Dank! Es hat funktioniert :D

Habe die ausführliche Ausgabe im Arduino aktiviert und die AVRdude Zeile rauskopiert und modifiziert.
Hiermit klappt es:

Code: Alles auswählen

avrdude -v -pattiny25 -cstk500v1 -P/dev/ttyACM2 -b19200 -U flash:w:/home/ich/Technik/Arduino/hex/Z-var-25.hex:i
Das funktioniert momentan nur mit dem Uno als ISP, und (noch) nicht mit dem USBasp, macht aber nix. Hauptsache es funzt erstmal!

ch_ris
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von ch_ris » Do 30. Jun 2022, 15:21

ist ja eher smalltalk...
ich hab folgende Drehzahl berechnung. in diesem fall will ich die zahl in 1/min.

Code: Alles auswählen

/////////MotorZustand//////////////////
	tt = millis() - rpmTimeStamp;
	if (tt >= 200) {
		//15.000 rpm * 2pulse / 60 = 500 pulse/sec (1/500= 2 mS Puls abstand)
		// 1500 rpm : 20 mS Puls abstand (tt >= 100 = 5 Pulse)
		//rpmTicks ist 8bit!!!-> tt max 500 (ueberlauf) TODO 16?
		//im recording tauchen nur 150er schritte auf,
		//dh. einfangen bei 200 geht zuverlässig, tt wird nie >200

		if (rpmTicks > 0) {
			rPM = (float) rpmTicks * (float) 30000 / (float) tt;
bei 1500 hab ich 10 pulse, bei 11 sinds 1650.
also schrittweite sind 150 u/min.
das ge-caste auf float kann ich mir doch komplett schenken oder.

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Weisskeinen
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von Weisskeinen » Do 30. Jun 2022, 15:43

Wahrscheinlich schon, aber für die Integerarithmetik brauchst du sicher 32bit-Zahlen.

ch_ris
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von ch_ris » Do 30. Jun 2022, 17:59

oh, stimmt.
habs auch noch nicht angefasst,
damit nicht wieder so ein "ich dachte" fall draus wird :roll:

ch_ris
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von ch_ris » Fr 1. Jul 2022, 10:02

einfach mal drüber zu quatschen hilft schon...
wenn ich anstatt ticks*30000/200ms,
ticks*19200/128 rechne,
kann ich das schubsen, und wenn mal 129ms draus würden, wär's scheinbar auch nicht so schlimm?
2022-07-01 09_55_45-Window.png
2022-07-01 09_55_45-Window.png (7.86 KiB) 517 mal betrachtet
ich bekäme die werte fast doppelt so schnell bzw häufig, wär auch noch genauer.(wegen der Beschleunigung)
müsste dann so:
(uint32_t)(ticks * 19200)>>7;
oder wie ist die reihenfolge?vielleicht besser so:
((uint32_t)(ticks * 19200))>>7;

so oder so muss es getestet werden, vorher.

edit. neee bullshit. da ticks ja kleiner wird mit kürzerem zählfenster muss:
ticks*30000>>7

edit. casten...herrje
2022-07-01 11_29_54-sloeber44 - nano_test_mathetest.ino - Sloeber.png
letzes edit.
bei 128(millis) erhalte ich drehzahlstufen von 234 etwa.
scheint mir auch der beste Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Genauigkeit.

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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von ch_ris » Fr 1. Jul 2022, 12:02

ist getestet, funktioniert...
bleibt eine Frage, funktioniert der cast:

Code: Alles auswählen

rPM = (uint32_t) rpmTicks * 30000 >> 7;
auch noch wenn mal der compiler ein update erhält, oder sonstwas..?

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Alexander470815
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von Alexander470815 » Fr 1. Jul 2022, 13:22

Warum nicht einfach mit Interrupts und einem eigenen schneller laufenden Timer arbeiten?
Damit sollte sich eine viel feinere Auflösung erreichen lassen.

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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von ch_ris » Fr 1. Jul 2022, 16:28

Alexander470815 hat geschrieben:
Fr 1. Jul 2022, 13:22
Warum nicht einfach mit Interrupts und einem eigenen schneller laufenden Timer arbeiten?
Damit sollte sich eine viel feinere Auflösung erreichen lassen.
meinst du mit Timer Interrupt?
jetzt kommen die Impulse ja bereits von einem Interrupt.
könnt alle 10, oder so, pulse die Drehzahl rechnen lassen. dann passiert das um so öfter je schneller.
oder per Timer in fixen Zeit Intervallen, dann krieg ich ja (auch)Ungenauigkeiten durch "krumme Impulse", wenn die Zeit kurz ist.
Vielleicht geht da noch was? im Moment funktionierts halt, never touch...und so.

Kann auch schlecht abschätzen wie schnell die Drehzahländerung ist beim Moped.
Aus'm Bauch raus finde ich eine gute 10tel Sekunde schnell genug.
Die Schrittweite von 234Umin reicht auf jeden Fall hier.(durchstreich) sollte auch reichen.

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Weisskeinen
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von Weisskeinen » Fr 1. Jul 2022, 16:40

ch_ris hat geschrieben:
Fr 1. Jul 2022, 12:02
ist getestet, funktioniert...
bleibt eine Frage, funktioniert der cast:

Code: Alles auswählen

rPM = (uint32_t) rpmTicks * 30000 >> 7;
auch noch wenn mal der compiler ein update erhält, oder sonstwas..?
Sollte, ja. rpmTicks wird in eine 32-bit-Zahl gewandelt und mit einer Konstanten multipliziert. Dafür dürfte sie der Compiler ebenfalls als 32-bit-Zahl behandeln. Das 32-bittige Ergebnis wird dann um sieben Bit nach rechts geschoben und rPM zugewiesen. Je nach dem, was für einen Datentyp rPM hat, wird hier noch mal gecasted. Wenn ein zukünftiger Compiler das anders macht, hat der da einen Fehler und sollte sowieso nicht verwendet werden.

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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von ch_ris » Fr 1. Jul 2022, 16:59

gut dann bleibts so. danke sehr.

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Alexander470815
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von Alexander470815 » Fr 1. Jul 2022, 17:23

Ich dachte eher an einen Hardware interrupt der ausgelöst wird wenn es ein Signal gibt.
Dann schaut man einfach in das Zählregister eines Timers was drin steht und berechnet die Drehzahl.
Braucht man den Timer für sonst nichts setzt man den Zählerstand null für die nächste Messung.
Kann es dazu kommen das der Timer überläuft oder die Auflösung noch nicht reicht kann man ja über den overflow interrupt eine Variable hochzählen lassen die man dann mit einberechnet.
Über den Prescaler wählt man dann die Zählgeschwindigkeit entsprechend aus.

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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von Bastelbruder » Fr 1. Jul 2022, 17:37

Ich hab jetzt den Anfang der aktuellen Geschichte nicht mitverfolgt. Aber vor 30 Jahren hatte ich mal ein "professionelles" Drehzahlmesserproblem. Es war ein Display für den Gokart, das außer der Drehzahl natürlich noch andere Kinkerlitzchen darstellen und zwischenspeichern konnte. Jedenfalls so lange sich das Kleinhirn nicht mit Jogging im Wald beschäftigt hat.

Hauptproblem war die Datenleitung vom "Steuergerät" zum Display. Vier Drähte und regelmäßige Aufhänger. Das Steuerteil wurde in der Nähe der CDI montiert und hat die Zündfunken problemlos detektiert. Der Controllertakt war Interruptgesteuert und hat in festen Zeitabständen seine Ergüsse per I2C zum Display geschoben. Die Rennzubehör-Bastelbude hatte offenbar schon in der Entwicklungsphase mit EMV-Problemen dieser Datenübertragung zu kämpfen, die wurden vermutlich ohne jemals einen echten Gokart zu konsultieren, durch Einfügen kleiner Drosseln in die Datenleitung abgestellt. Natürlich waren auch Drosseln in der Versorgung und in der Masseleitung! Entfernen letzterer hat die bestimmungsgemäße Funktion einigermaßen hergestellt.

Bloß so ein Gedanke ...
Warum haben die Vollpfosten nicht den Zündfunken als Trigger zum Starten der Datenpakete genutzt? Die maximale Taktfrequenz ist in der Klasse bei 300 Hz, im Leerlauf deutlich über 20 Hz. Damit hätte man der Übertragung problemlos einen Intervall zuteilen können in dem niemand dazwischenfunkt!
Wenn der Zähler überläuft, ist mit Motor-Stillstand zu rechnen, das Kriterium kann als Reserve-Interrupt verwendet werden.

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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von ch_ris » Fr 1. Jul 2022, 19:09

ach so, Alex.
ich hab ca 3ms signal abstand wegen wer weis geh ich von 1ner aus. dann muss ich einen analogen schalter pollen. dann wird eine aktion, max255 ms ausgelöst. rpm während dessen egal. innerhalb des folgenden delay 1000ms werden zuvor erzeugte structs ins eeprom geschrieben.
ich weis nicht ob mir ne quasi permanente rpm berechnung zu viel zeit klaut?

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Alexander470815
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Re: Der AVR-/ARDUINO-Faden

Beitrag von Alexander470815 » Fr 1. Jul 2022, 20:07

So habe ich das gemacht um eine Lüfterdrehzahl zu ermitteln:

Code: Alles auswählen

ISR(INT0_vect)								// Der Hardware interrupt der ausgelöst wird wenn ein Impuls kommt
{
	AddToFloatAvg(&Dreh,(15000000.0/(TCNT0+256.0*overflow)));	// Drehzahlwert dem Floating Average hinzufügen
	TCNT0=0;							// Timer wieder null setzen
	overflow=0;							// Überlauf wieder null setzen
}

ISR(TIMER0_OVF_vect)							// Interrupt der ausgelöst wird wenn der Timer überläuft(der hat nur 8bit also passiert das recht schnell)
{
	if(overflow<255)
		overflow++;						// Überläufe addieren, wenn 255 mal übergelaufen dann Drehzahl von null in den Floating Average schreiben
	else
		AddToFloatAvg(&Dreh,0);
}
An anderer Stelle kann man dann einfach den Mittelwert mit dem entsprechenden Makro abrufen.
Den Prescaler habe ich hier auf clk/64 gestellt was damit 16MHz/64=250kHz
250k * 60 = 15.000.000

Damit kommen da am Ende direkt U/min raus.
Die langsamst messbare Drehzahl wäre in dem Fall 15M/(255+255*256)=228 U/min
Könnte man aber einfach aufbohren indem man overflow größer werden lässt.

Ein Zählwert von 1500 wären 10.000 U/min
Ein Zählwert von 1501 wären 9.993 U/min
Bei 10.000 U/min hätte man somit noch eine Auflösung von 7 U/min.

Reicht das nicht könnte man den Prescaler ja noch schneller wählen.

Ich weiß ja nicht was das ganze am Ende machen soll, Drehzahlbegrenzer am Moped?

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