Mal wieder 3D Druck...

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon NilsRoe » Do 14. Nov 2013, 00:09

Wenn du mit PLA druckst, ist eine Glasplatte/Spiegelkachel eine gute Option. Die Kachel muss aber stets absolut fettfrei sein, damit der Druck sich nicht anlöst. Meinen Drucker muss ich auf (mit dem Temperatursensor gemessene) 70°C aufheizen, der tatsächliche Wert wird aber niedriger sein, da der Sensor nicht direkt an der Platte sitzt.

Sonst ist die Spiegelkachel auch eine gute Wahl, wenn man nur eine ebene Oberfläche braucht. Bei meinem Drucker lag eine Aluplatte bei, welche aber leicht gewölbt war -> Nicht zu gebrauchen.

Momentan drucke ich auf mit 200er Sandpapier angerautem Kapton-Klebeband. Klebt sehr gut und geht erst nach dem Abkühlen der Platte ab.


Maßhaltigkeit darf man bei den heutigen "Heimdruckern" nicht zu groß schreiben.
Entweder kann der Endlagentaster der Z-Achse einen kleinen Schubs gebrauchen, oder der Wert "Schritte Pro mm für die Z-Achse" ist in der Firmware falsch eingestellt.

Schritte pro MM:
(Anzahl Schritte für eine Umdrehung*Microsteps Multiplikator)/Steigung der Spindel

Beispiel an meinem Drucker:
Spindel=M8-Gewindestange -> Steigung=1,25
Motor hat 1,8° pro Schritt -> 200 Schritte pro Umdrehung
Treiber sind auf 16 Microsteps eingestellt.

Rechnung (200*16)/1,25=2560 Schritte pro mm auf der Z-Achse.

Die anderen Achsen sollte man zum Beispiel mit diesem Ding kalibrieren, da die Achsen meist direkt mit dem Motor über einen Riemen angetrieben werden und da die Toleranzen ordentlich mit reinspielen:

http://www.thingiverse.com/thing:53668

Methode ist folgende:

-Ausdrucken
-Momentane Einstellung für X- bzw. Y-Achse mit Sollmaß (50mm) multiplizieren
-Ergebnis durch Istmaß teilen
-Dieses Ergebnis als neuen Steps/mm einstellen

Wenn die Firmware nicht geändert werden soll, muss vor den G-Code z.B. folgendes:
M92 X63.0242 ; Einstellung fuer X
M92 Y62.7669 ; Einstellung fuer Y
M92 Z2560 ; Einstellung fuer Z

Hoffe, das hilft fürs Erste :)

Nils
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Heaterman » Do 14. Nov 2013, 02:03

Ja, war ein doller Vorführeffekt den Tag, als Zabex hier war.
Ursache war ein verborgener Drahtbruch am Heizelement. So funktionierte das Schmelzen mal, mal nicht, mit der Folge, dass ich keinen nachvollziehbarenTemperaturwerte erhielt und kein geregeltes Drucken möglich war. Wenn er still stand, hat er geheizt, wenn er in Bewegung war, nicht. Erst Nachmittags fiel der Groschen.

Ich hab mir jetzt auch dieses Kaptonband kommen lassen, allerdings noch nicht probiert.

An eine Glasplatte als Drucktisch hab ich auch schon gedacht. Wie ist das dann mit dem Heizen? Die Heizplatte da einfach drunterbauen?
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon zauberkopf » Do 14. Nov 2013, 02:05

Ich hatte mal mein Terrarium so geheizt, das ich eine selbstklebende Heizfolie drunter gepappt habe.
Hintergrund war, das ich wegen Milben, unbedingt wärme von unten haben wollte.
(das können die nämlich nicht ab).

lg JAn
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon NilsRoe » Do 14. Nov 2013, 10:36

Zum Festmachen der Spiegelplatte auf der Heizplatine (Vorher alles andere möglichst wegnehmen!) Nehme ich die hier:

Bild
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Foldback-Klammer

Sehr praktisch und beliebig oft verwendbar.

Beim Kapton ist es sehr wichtig, dass es blasenfrei und nicht überlappend aufgeklebt wird; sonst schlägt sich das alles auf dem Druck nieder in Form von Beulen und Einbuchtungen. Und ruhig ein paar mal öfter mit kleinen Stücken üben, das Band ist meistens ziemlich wiederspenstig. Nach etwa 20-50 Drucken sollte es zumindest stellenweise getauscht werden, falls die Haftwirkung auf das PLA nachlässt. Mit der Temperatur muss dann experimentiert werden. Ohne Spiegelplatte hatte ich die Heizung auf 45°C, mit auf 70°C. Ich denke das liegt daran, dass der Sensor direkt an den Heizspulen liegt und nicht an der Spiegelplatte. Und Glas isoliert ja auch nochmal. Was ich noch nicht probiert habe ist eine wärmeleitende Silikonfolie zwischen Spiegel und Heizplatine. Die sollte dann auch kleine Unebenheiten ausgleichen.

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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Zabex » Fr 15. Nov 2013, 00:34

Ich hatte vor die Spiegelfliese mit Affenscheiße (Wärmeleitpaste) auf das Original Heizbett zu kleistern. Bin mal gespannt ob das funzt.
Kaptonklebeband ist unterwegs.

Maßhaltigkeit:
Ich habe da keinen falschen Skalierungsfaktor sondern eher einen Offset in der Größenordnung der Düsenöffnung.
Ich habe mal ein x=50mm y=50mm z=25mm Objekt erstellt und gedruckt: [alle Fotos: Klick für zoom]
Bild
Bild
Ergebnis; X=50,21 y=50,30 z=25,30
Bei dem Objekt fällt auf, dass es kleine "Höcker" an den Ecken gibt. Gut, Jammern auf extrem hohen Niveau:
Bild
Dass ein mit 5mm gezeichneter Steg dann aber 6mm breit ausgedruckt war und ich ordentlich feilen musste ärgert dann aber doch. Evtl. hat aber TinKerCad da gelegentlich Probleme mit komplexen Objekten.
Ich werde bei Passungen aber immer mindestens 0,25mm abziehen wenn ich das Feilen vermeiden will.

Hier meine neue Wellenkupplung als Foto und Zeichnung:
Bild
Bild
Da die senkrechten Flächen recht rauh sind, habe ich das Teil als Presspassung gezeichnet und nach dem Druck die Nasen der runden Teile eben gefeilt bis der Stern nahezu spielfrei aber halt ganz leicht zwischen die Nasen passt. Hier die sind die plan gefeilten Flächen zu erkennen:
Bild
Die Stern-Wellenkupplung beruhigt die Z-Achse recht gut. Der Motor eiert jetzt beim drehen nicht mehr rum.


Hier das Abenteuer der Z-Achsen Halterung. Zu Anfang ist alles prima:
Bild
Dann ziehen sich leider die Enden hoch:
Bild
Und es wird immer heftiger, bis ich den Lüfter auf 100% gestellt habe:
Bild
Hier die montierte Halterung, an der ich nach dem Druck noch bestimmt 20min gefeilt habe bis das Ding sich über das Alu-Profil schieben ließ:
Bild
Man erkennt links an der Oberseite schön den leichten "Abfall" der dem hochbiegen beim Druck entspricht. Die Schraube rechts mit Unterlegscheibe über dem Kugellagerrand ist im Original nicht vorgesehen aber nötig, da meine Wellenkupplung konstruktionsbedingt keine Zugkräfte in Z-Richtung aufnehmen kann, der Z-Schlitten aber manchmal hakelt.



Ach ja: Die Filamentrolle ist bei mir jetzt ganz primitiv kugelgelagert:
Bild
Zwischen den Kugellagern ist ein 8mm Alu-Rohr das prima über die 6mm Gewindestange passt. So hängt die Rolle darauf:
Bild
Läuft prima!!

Falls jemand STL-Files von den Objekten braucht: bitte Anfrage als PN an mich.
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon NilsRoe » Fr 15. Nov 2013, 13:47

Die kleinen Höcker kommen daher, dass der Motor bei der Ecke abrupt stoppt, aber das Druckgestell, bzw. die Riemen noch etwas nachschwingen. Da hilft dann nur, an sämtlichen Ecken einen Radius mit einzubringen, oder langsamer zu drucken. Was ich auch gemerkt habe ist, dass je schneller ich die Achsen fahren lasse, desto kleiner wird der Ausdruck. 35-45mm/s bringen noch gute Ergebnisse während es ab 50mm/s schon kritisch wird.

Nils
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Zabex » So 17. Nov 2013, 12:52

Ich habe ein nützliches Objekt für den K8200 online gestellt: Eine sehr leichte (viele Löcher) Kabelbrücke die verhindert, dass das Kabel der Y-Achse den Zahnriemen der X-Achse berührt.
BildBild
Die Ringe dienen zum festkleben beim Druck da sich die schmale Auflagefläche bei mir dauernd gelöst hat. Einfach nach dem Druck abbrechen.

Hier runterzuladen:
http://www.thingiverse.com/thing:185358

Weiss jemand, ob man den Dateinamen bei Thingiverse ändern kann? Mein File wurde "polysoup.stl" genannt - wahrscheinlich hat TinKerCad diesen Namen vergeben.
Notfalls lade ich das File runter, benenne es um und lade es dann wieder hoch. Ich hoffe aber, es geht einfacher.

Gruß,
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Henning » So 17. Nov 2013, 13:14

Gegen das Lösen vom Druckbett ABS mit Aceton zu einer Flüssigkeit anrühren, und mit einem Papiertuch aufbringen, da löst sich nix mehr.

Gegen die vermatschten Ecken, oder das "rumrühren" der Düse in der vorherigen Schicht hilft Kühlen! Lüfter drauf, und evtl. langsamer Drucken, Mindestzeit pro Layer einstellen.
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Zabex » So 17. Nov 2013, 15:57

FRAGE: ABS-Aceton-Plörre: Ist die Beschichtung dann für drucken mit ABS oder PLA oder für beides geeignet?
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Weisskeinen » Mo 18. Nov 2013, 13:23

Hallo, erst mal was nicht-gefrickeltes, sondern eine Warnung: ich hatte von der Firma aus Anfang August bei fabber-parts Filament bestellt. Das kam erst mal nicht. Kommunikation mit dem Laden war unmöglich und auch auf eine Mahnung wurde nicht reagiert. Weitere Kontaktaufnahmeversuche wurden ebenfalls ignoriert bzw. waren unmöglich (Telefon). Jetzt (3 1/2 Monat später) werden wir die Bestellung stornieren. Mein Rat: Finger weg von fabber-parts!

Zum Drucken: ich habe gute Erfahrungen mit Kapton-Folie auf dem Druckbett gemacht. Sie muss aber sehr sehr sauber sein, damit der Druck ordentlich haftet. In Aceton gelöstes ABS habe ich noch nicht ausprobiert. Bei ABS arbeite ich mit 110°C Druckbetttemperatur, bei PLA mit 55°C und Lüftung nach der ersten Schicht.
Mit unserem Makerbot bekomme ich auch immer "zu große" Ausdrucke. Dabei sind aber nicht die Abstände zu groß, das wäre ein Skaluierungsfehler, sondern die Außenkontur ist ca. 0,15mm weiter nach Außen gerutscht. Als ob die Plastikwurst breiter würde als berechnet. Allerdings wird eine entsprechende Korrektur allgemein angewendet und meine gefüllten Flächen sehen gut aus. Da scheint der Slicer nicht ganz so zu arbeiten wie gewünscht.
Außerdem habe ich festgestellt, dass die Maßhaltigkeit von ABS-Drucken sehr stark vom Innenleben abhängt. Bei wenig Füllstruktur kann sich die Außenlage stärker zusammen ziehen, als wenn viel Füllstruktur vorhanden ist oder dicht hinter der Außenlage schnell wieder weitere, feste Struktur kommt. Beispielsweise hatte ich einen Zylinder mit recht großem, konzentrischem Sackloch. Im Bereich des Sacklochs waren die Außenkonturen in Ordnung. Darüber jedoch, wo nur noch der Außenzylinder die eigentliche Struktur dargestellt hat, zog sich das Material deutlich sichtbar stärker zusammen, so dass der Außendurchmesser deutlich kleiner und der Zylinder ungleichmäßig wurde. Der Zylinderdeckel hatte dann wieder ungefähr den gewünschten Durchmesser.
Ich habe auch mit einer neuen Filament-Lieferung welches bekommen, dessen Oberfläche sehr rau ist. Das lies sich mit dem Original-Extruder (MK7) nur sehr ungleichmäßig drucken und nutzte den Andruckstempel, der das Filament gegen das Transportrad drückt, sehr stark ab. Ich habe jetzt auf der Basis einer neuen Andruckmechanik mit gefedertem Kugellager für einen (einzelnen) MK8 eine Mechanik konstruiert, die auch in den vorhandenen Bauraum des alten Holz-Makerbot mit doppel-Extruder passt. Die habe ich gedruckt und eingebaut: siehe da, die Drucke werden wesentlich gleichmäßiger. Meine Empfehlung ist daher, einen Extruder, der noch einen feststehenden Andruckkörper hat, so schnell wie möglich durch einen mit Andruckrolle zu ersetzen.
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Heaterman » Mo 18. Nov 2013, 14:36

Thema fabber-parts. Da hab ich ja wohl Gück gehabt im Sommer. Hat reibungslos geklappt.
Zuletzt hab ich bei iGo3D bestellt, hat etwas gedauert, aber korrekte Lieferung. Wenn wir zum weihnachtsmarkt nach OL fahren, will ich mir unbedingt mal das Ladengeschäft ansehen.
Hab mal transparentes Zeug mitbestellt, mal sehen, wie transparent das nach dem Drucken wirklich ist. Mir schwebt da als erstes eine Linse für die Front-LED am Fahrrad vor.

@Zabex: Guter Tipp. Hab ich noch gar nicht gesehen, dass da die Leitung auf den Zahnriemen rumliegt, gut versteckt unter dem Druckbett.
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Weisskeinen » Mo 18. Nov 2013, 14:43

Ich kann nur für transparentes PLA sprechen: das Zeug ist für sich schon ziemlich gut durchsichtig, aber in gedrucktem Zustand ist das bestenfalls durchscheinend. Richtig klar und vor allem glatt für eine Linse wird das aber nicht. Optische Bauteile kann man vergessen...
PET wäre vielleicht noch klarer, aber durch die raue Oberfläche ist es halt nicht durchsichtig.
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon NilsRoe » Mo 18. Nov 2013, 19:47

Zum Thema durchsichtige Filamente: Man darf nicht vergessen, mit welcher Art man mit einem 3D-Drucker Teile formt: Viele kleine Würstchen kreuz und quer übereinander. Das entspricht dann nicht im Geringsten dem Spritzgussverfahren, dass ein Bauteil gleichmäßig und möglichst ohne Lufteinschluss ausfüllt.

Ich musste leider schon oft feststellen, dass man mit 3D-Druck eben nicht "alles" machen kann. :(

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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Henning » Mo 18. Nov 2013, 22:06

ABS-Plörre habe ich bisher auch nur mit ABS Druck ausprobiert, die Amis schwören drauf. Kaptonband habe ich ebenfalls auf dem Druckbett.

Bei mir läuft das Druckbett bei 80°. Höhere Temperaturen sind unmöglich zu erreichen und scheinen mir auch zu hoch, durch den hohen Wärmeeintrag kühlt das Werkstück doch nur sehr langsam... Vielleicht bringt es etwas mehr Maßhaltigkeit, dadurch dass sich nichts verzieht, aber durch das "Weich-in-Weich"-Drucken verrührt man auch oft die vorherige Lage, wenn diese noch nicht durchgehärtet (abgekühlt) ist...

Meine Erfahrung.
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Zabex » So 1. Dez 2013, 10:36

Habe in einer größeren Filament-Bestellung versehentlich eine Rolle 1,75mm Material geordert und den Fehler erst nach dem aufreißen der Tüte gemerkt.
Kann man damit im Vellemann K8200 irgendwas anfangen? Ich schätze dass man dafür einige Teile im Extruder wechseln müßte. Das Lohnt sich wohl nicht.

Wenn jemand von euch einen Drucker hat der 1,75mm verarbeitet: unter "wer will es haben" habe ich die Rolle angeboten.

Gruß,
Zabex
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon NilsRoe » So 1. Dez 2013, 11:06

Sonst druck nen Extruder und dreh/kauf ein Hotend dass 1,75mm kann :-)

Sehr gute Erfahrungen beim Filament- und Teile-Bestellen habe ich mit dem Laden gemacht, wo auch mein Druckerbausatz herkommt:
http://www.2printbeta.de

Die gegossenen Teile vom Druckerbausatz waren zwar nicht so der Bringer (viele Blasen, Grate, nicht ganz maßhaltig etc.) aber das Filament ist wirklich klasse. Allerdings habe ich bis jetzt nur verschiedene Farben von PLA ausprobiert. ABS schafft mein Druckbett momentan noch nicht, und ich mach mir da wgen der Belüftung sorgen. Bei Zugluft kühlt das Heizbett zu sehr ab und der Druck löst sich. Wenn das Fenster zubleibt, bleiben auch die giftigen ABS-Dämpfe im Raum. PLA ist da (angeblich) unbedenklich. Hat noch jemand eine Alternative zum blauen Malerkrepp von Scotch gefunden? Ich kann nicht jedes mal für größere Drucke das Heizbett auf volle Pulle stundenlang Strom verballern lassen. Das Kapton vorher mit Schleifschwamm aufzurauhen bringt zwar ne Menge Haftung, und man kann die Temperatur etwas herunterfahren, aber das ist noch immer nicht die umweltfreundlichste Lösung. Ich hab mir gestern noch mal ne Buddel Aceton gekauft und versuche mal, damit die Spiegelplatte zu reinigen. Vielleicht haftet der Druck dann doch wieder an "reinem" Glas. Vorher hatte ich immer einen Glasreiniger mit Spiritus verwendet, die Teile gingen aber irgendwann trotzdem wieder ab.

Man sieht schon, die heutigen 3D-Drucker für zu Hause sind noch ungeerntete Bananenware. Aber das hindert einen ja nicht am Frickeln :-)

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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Heaterman » So 1. Dez 2013, 11:47

Ich hab zuletzt hier:

https://www.igo3d.com/pla-abs-nylon-laywood-laybrick-filament.html

Filament gekauft. Ist deutlich preiswerter, brauchten allerdings ein paar Tage zur Lieferung.
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Heaterman » Mo 2. Dez 2013, 18:15

Mal wieder was Neues zum K8200:

Kontrolleur:

http://www.velleman.eu/products/view/?id=416158
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon NilsRoe » Mo 2. Dez 2013, 18:50

Genau das Ding läuft an meinem Reprap. An sich ist das nur ein HD44780-kompatibles Display, ein Drehencoder, Piezo-Lautsprecher und SD-Kartenslot mit Levelshifter. Der Rest geschieht über schon unlängst in der Firmware Marlin eingebaute Features. Soll also heißen, dass das Ding nix kontrolliert, sondern nur ein Interface ist.

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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Mirqua » Mo 2. Dez 2013, 19:59

Meiner läuft auch schon seit ein paar Wochen mit SD- Karte und Display,
hat den Vorteil das der Rechner nicht miteiern muß.
Wenn man alle selbst zusammen rührt kommt man je nach Display auf etwa
10 Euro.
Gehäuse ist natürlich selbst gedruckt.

Möchte mich auch noch mal bei Nils bedanken, das mit Cura klappt nach einigen Versuchen besser
als Vellemans Lösung; Cura berechnet den Weg besser und ich habe dadurch weniger Fäden.

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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Heaterman » Di 3. Dez 2013, 00:39

Gibts da irgendwo Unterlagen zu euren Controllern?
Wenn da weiter nichts drin ist, ist das ja fix gebaut. Würde ich sofort anhäkeln, hab schon ein paar Mal vegessen, den Stromsparmodus auszuschalten, dann war`s passiert.
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Mirqua » Di 3. Dez 2013, 07:28

@ Heaterman,
ich hab mehr oder weniger den hier kopiert (http://store.open-electronics.org/Auton ... ting_3Drag)
und dann natürlich noch die Firmware aus dem Velleman Support von Marlin?
Folgende Changes habe ich gemacht: da die 15 volt ebenfalls an der Buchse anliegen die 3,3 Volt von daher
erzeugen, natürlich dann nicht mit dem Teil aus der Liste, sondern LM oder sowas. Braucht man aber nur bei etwas längerem
Kabel.

Noch ne Empfehlung: Pollin hat ein 24 Volt Schaltnetzteil, so 20 Euronen, damit lässt sich das Heizbett endlich mal vernünftig
nutzen.
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon NilsRoe » Di 3. Dez 2013, 15:07

Das Display wird an 5V geklemmt, Pieper und Drehencoder mit einem Ende an Masse. Die Display-Pins D4-D7, E und RS gehen dann zu den entsprechenden Pins am AVR (Hängt vom Board ab), die Kontakte vom Drehencoder auch. Die SD-Karte wird über einen Pegelwandler 5V/3,3V angeklemmt. Sämtliche Funktionen sind in der Firmware vorhanden, aber möglicherweise nicht aktiviert. Näheres hier:

http://reprap.org/wiki/RAMPS_LCD
http://reprap.org/wiki/Sdramps

Abhängig vom Drucker-Mainboard müssen natürlich die Pins belegt werden. Da das häufigst verwendete Board ein RAMPS, bzw. ein Derivat ist, heißt das SD-Interface SDRAMPS.

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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon Maschine » Di 3. Dez 2013, 16:39

Hi,

ich hätte mal ne Frage und will mich nicht gleich durch das Thema 3D-Drucker wühlen...

Was nehmt Ihr da für eine Software? Man brauch STL-Daten, kein Thema, hab auf der Arbeit 3 verschiedene CAD-Systeme am Start.
Die lässt man durch ein Programm was daraus G-Code macht, oder? Welches?
Den G-code bekommt man dann mit welcher SW zum Drucker? Die macht Schritt/Richtung für die Stepper, oder? Wie heißt die SW?
Und es gibt doch noch die Möglichkeit das mit einer SD-Karte vom PC zur Steuerung des Druckers zu bringen, wie nennt man die Steuerung dann? Das ist doch das von Velleman?

Ich könnte ein 3 Achsensystem bekommen, und ich will mal wieder eine nette Winter-Bastelei machen... jajaja, so viel zum wünschen.

Grüße, M.
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Re: Mal wieder 3D Druck...

Beitragvon aleandreas » Di 3. Dez 2013, 17:32

Hi Maschine,
wir haben auf Arbeit gerade auch einen 3D Drucker gekauft und so hab ich mich auch einmal mit dem Thema beschäftigt.

Also das Programm mit dem man STL-Dateien in G-Code umwandelt nennt sich Slicer (der Vorgang dann auch ganz nett: slicen). Programme: Sli3er, Cura mein Favorit, aber nicht kostenlos: KISSlicer.
Den G-Code kann man dann per SD-Karte zum Drucker tragen oder per Software überspielen, da kommt es allerdings dann auf die Software an, die auf dem Drucker läuft. Unseren kann man mit Repetier-Host ansteuern.
Allerdings soll es damit immer Probleme geben, da manchmal der Drucker nicht schnell genug seine Daten bekommen hat und dann blödsinn macht.


Ich hoffe ich konnte dir helfen,
Alex
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