Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Der chaotische Hauptfaden

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zilog80
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zilog80 » Sa 18. Jan 2020, 12:13

Ok, dl9rdz hat es eigentlich schon erklaert,
in c11 ist es wohl erlaubt, mehrmals mit typedef das gleiche zu definieren.
(Allerdings mit -std=c11 kennt er moeglicherweise nicht die Konstante M_PI; und gcc 4.8 mit std= c99/gnu99 hat hier auch kein Problem mit den doppelten typedefs, es sei denn, man fordert noch -pedantic ... gibt allerdings nur eine Warnung, wenn man nicht noch-Werror dazunimmt.)
Mit -std=gnu11 sollte es gehen. Was fuer einen Compiler benutzt du denn in cygwin, was liefert?

Code: Alles auswählen

gcc -v
Hatte mal ueberlegt, das sauberer zu machen, bin da einen Kompromiss eingeganen. Aber vielleicht ist das der Anlass, das nochmal zu ueberdenken. Wenn man sich eh auf neuere Compiler verlaesst, koennte man vielleicht auch die stdint.h typen nehmen...

Oder du nimmst bch_ecc_mod.c mit -DINCLUDESTATIC direkt in den rs41mod.c, wie im ersten Beispiel:

Code: Alles auswählen

gcc -c demod_mod.c
gcc -DINCLUDESTATIC rs41mod.c demod_mod.o -lm -o rs41mod

Lutz
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Lutz » Sa 18. Jan 2020, 14:31

Vielen Dank Hansi und Zilog.
Irgendwie hat er mir bei der Installation von cygwin gesagt, ich solle updaten. Habe ich aber nicht.

gcc -v ergibt:
$ gcc -v
Using built-in specs.
Target: i686-w64-mingw32
Configured with: ../gcc44-svn/configure --host=i686-w64-mingw32 --target=i686-w64-mingw32 --disable-multilib --enable-checking=release --prefix=/opt/mingw32 --enable-languages=c,c++,fortran --enable-libgomp --with-gmp=/opt/mingw32 --with-mpfr=/opt/mingw32 --disable-nls --disable-win32-registry
Thread model: win32
gcc version 4.4.7 20111023 (prerelease) [svn/rev.180339 - mingw-w64/oz] (GCC)

Dann hat es geklappt mit...
gcc -c demod_mod.c
gcc -DINCLUDESTATIC rs41mod.c demod_mod.o -lm -o rs41mod

Lutz

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Lutz » Sa 18. Jan 2020, 14:59

Kommando zurück....
Das Kompilieren zu rs41mod.exe hat geklappt.
Es wird aber mit meinem bat-dateiaufruf nichts mitgeschrieben.
ändere ich im bat in rs41dm_dft.exe geht es wie gewohnt.

Lutz

zilog80
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zilog80 » Sa 18. Jan 2020, 16:34

Weiss nicht, wie du das benutzt und was der bat-Aufruf macht. Aber gerade mit cygwin kann es das buffering-Problem geben, wofuer man dann die -DCYGWIN Option beim Uebersetzen braucht.
Wie wurde denn rs41dm_dft uebersetzt?
Und wie sieht es aus, wenn du einfach eine bekannte Aufnahme durchlaufen laesst:
./rs41mod.exe -v fm_audio.wav

Zwischen rs41mod und rs41dm_dft sollte es bzgl. Polaritaet keinen Unterschied geben, aber wenn man unsicher ist, kann man es auch mit
./rs41mod.exe -v --auto fm_audio.wav
versuchen. Bei schlechter Signalqualitaet kriegt man am ehesten mit -r ein paar Rohdaten, aber wenn es mit rs41dm_dft geht, dann sollte es auch mit rsmod klappen.

Lutz
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Lutz » Sa 18. Jan 2020, 17:40

Meine *dm_dft.exe für 32 Bit Windows habe ich alle von Astrohardy geladen...
Nun will ich aber noch probieren und versuchen, bevor ich weiter berichte oder frage.

Lutz

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Lutz » Sa 18. Jan 2020, 20:13

Jetzt habe ich es nochmal gemacht... und -DCYGWIN hinzugefügt.

gcc -DCYGWIN -DINCLUDESTATIC rs41mod.c demod_mod.o -lm -o rs41mod

Und jetzt spielt die rs41mod.exe. Ich gebe die Ausgabe über com0com -com7/com8- weiter,
damit die Daten auf APRSmap erscheinen.
Mit den Abänderungen von Hansi in pos2nmea.pl und pos2aprs.pl.

Teilweise stocken die Daten aber... Ich weiss nicht, wie man das noch verbessern könnte.
Aber nicht auf der Karte übernommene Daten werden zumindest im Zilog-Terminalfenster
angezeigt.

Lutz

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von dl9rdz » Mo 20. Jan 2020, 22:04

Hallo Zilog,
ich hab dir einen Pull-Request für die von Lutz erwähten Änderungen am pos2aprs gesendet. Macht es einfacher, die Ausgabe an aprsmap weiterzuleiten und wurde im Sondenforum für gut befunden. Also gerne in dein Repository übernehmen.
Ciao, Hansi, dl9rdz

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zilog80 » Mo 20. Jan 2020, 22:45

Ok,
hab es nicht getestet, hab bisher pos2aprs noch nicht genutzt. Aber vermutlich wisst ihr mit aprs umzugehen.

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Andreas_P
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Andreas_P » Sa 25. Jan 2020, 19:54

Andreas_P hat geschrieben:
So 12. Jan 2020, 21:37
Heute Nachmittag war es soweit ich habe meine erste Sonde gefunden. :D :D
Kurz nach dem Mittagessen habe ich von Wetterson eine E-Mail mit einer Vorhersagewarnung erhalten.
Berechneter Lande Ort etwa 16 Kilometer von meinem Zuhause. Funkscanner geschnappt und gleich losgefahren.
Das Smartphone Navi führte mich bis zu dem vermuteten Ladepunkt. Von dem Feldweg war nichts zusehen, ich entschied
mich dazu rechts am Feldweg einen Parkplatz zu suchen. IMG-20200112-WA0006.jpeg
Von dort ging es dann per Fuß weiter zu dem vermeintlichen Ladepunkt der Sonde.
Die Geräusche aus dem Funkscanner sagten mir, dass die Sonde noch sendet und diese nicht mehr soweit weg sein musste.
Nach etwa 20 Meter laufen über den Acker sah ich in der ferne etwas Weißes und was Rotes, jetzt gab es für mich kein Halten mehr.
Nach dem ich bei der Ballonhülle und dem Roten Fallschirm angekommen war brauchte ich nur der Schnur bis zur Sonde zu folgen. :D
IMG-20200112-WA0003.jpg
Bei der Sonde P3430006 angekommen wurde diese deaktiviert und die Reste eingesammelt, dabei ist mir eingefallen das ich vergessen hatte vor Freude laut zu quicken. ;)
Nach dem ich alles ins Auto verladen hatte ging es wieder auf dem Heimweg.
IMG-20200112-WA0008.jpeg
Mal eine Frage, was passiert eigentlich, wenn Sich eine Wettersonde in der
Narbe eines Rotors von einem Windkraftwerk verfängt?
An dem Fundort wo ich meine erste Wettersonde gefunden habe stehen drei Windkraftwerke
sehr nahe an dem Ort wo die Sonde runtergekommen ist.

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xanakind
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von xanakind » So 26. Jan 2020, 02:00

Diese Wetterson.de Seite ist ja mal klasse!
Ich habe mir mal 4 Koordinaten aufgeschrieben die ich morgen mal abfahren werde.
Alle 4 Sonden sollen in den letzten 2 Wochen auf irgendwelchen Ackern gelandet sein.
Da in dieser Jahreszeit auf den Feldern nichts passiert, habe ich ja vielleicht glück. Wäre zumindest mein erster Fund.
Und bei einer Sonde sehe ich auf google Earth ganz in der nähe einen eventuellen LostPlace in einem kleinen Waldstück.
Da bin ich gerne mal bereit 15km mit dem Auto zu fahren,alleine schon wegen der Neugier. Leider schaffe ich das morgen erst wenn es dunkel ist.
Leuchten die Styroporgehäuse eigentlich unter UV Licht? :D

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Robby_DG0ROB » So 26. Jan 2020, 14:11

Schaue/prüfe am besten bei radiosondy.info, ob die Sonden schon als gefunden eingetragen wurden. Im unteren Bereich gibt es ein Feld "Eingabe Sondennummer", wo du mit der Nummer den Datensatz suchen kannst. Alternativ den direkten Weg nutzen: https://radiosondy.info/sonde_archive.p ... r=xxxxxxxx Die 8 'X' mit deiner Nummer ersetzen und direkt im Browser öffnen.

Allerdings trägt nicht jeder Sondesucher/-finder dort ein, weil er entweder die Seite nicht kennt; nirgends was eintragen möchte oder ein "Nicht-Sondensucher" (Passanten, Anwohner, Land-/Forstwirt usw.) das eher zufällig gefunden und entfernt hat. In Gegenden mit wenig Sondensuchern ist es durchaus möglich, nach Tagen oder gar Wochen noch mit der sog. "Kaltsuche" die Sonden zu finden, selbst wenn sie auf einer gut zugänglichen Freifläche liegen. Immerhin besteht die Gesamtfläche Deutschlands aus über der Hälfte landwirtschaftlich genutzer Bereiche.

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Andreas_P
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Andreas_P » So 26. Jan 2020, 20:18

Gestern wollte ich die Mittagssonde von Idar-Oberstein bergen.
Die Sonde ist zwei Orte weiter von meinem Wohnort im Wald gelandet.
Leider konnte ich nicht direkt zur Sonde fahren, da der Feldweg für
Autos und Motorräder gesperrt ist, also bin ich die 2 Kilometer zu Fuß gelaufen und
ab und zu immer mal per Funkscanner geprüft ob die Sonde noch sendet.
Kurz vor dem Erreichen des Lande Orts der Sonde war plötzlich das Signal weg.
Wo mir ein Auto auf dem Feldweg entgegen kam ahnte ich mir schon das die Sonde weg ist.
Nach dem ich etwa 150 Meter in dem Wald querfeldein gegangen bin sah ich schon die Gummifetzen in
einem kleinen Baum hängen, wie ich befürchtet hatte war die Sonde schon samt Fallschirm weg. :(

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Chefbastler » So 26. Jan 2020, 20:51

Naja bei manchen Sonden muss man schnell sein, vorr allem bei Exoten. Hatte auch hier schon Fälle woo man sich vermehrt angetroffen hatte kurz nach der Landung, wer dei Sonder zuerst hatt gewinnt. Gibt aber auch Tage wo dass Ding noch Tage danach auffindbar war. Kommt halt darauf an wie die Leute Zeit haben.

Die letzten Tage hatte ich Glück eine Schweizer C50 zu erwischen. :mrgreen:

andreas6
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von andreas6 » So 26. Jan 2020, 21:21

Auf diese Art wird das nichts. Solche Sperrschilder gelten nicht für die Land- und Forstwirtschaft, die muss da nämlich trotzdem lang. Als Sondenjäger gehörst Du zum benannten Kreis, wenn Du Acker und Wald von Sonden und Fallschirmen reinigst. Entgegen kommende Fahrzeuge sind anzuhalten und zu filzen, wenn es nicht gerade ein Landwirt mit einem großen Gerät ist. So lernt man auch mal die Konkurrenz kennen. Je nach Waldbrandgefahr solltest Du Fahrten im Wald vermeiden und je nach Bodenfreiheit auch das Auto nicht jedem Weg aussetzen. Das Abschleppen aus dem Wald bei festgerammelter Karosse kostet ein paar Hunderter. Mit dem Scanner und der Gummiwurst darauf bist Du nur ein blindes Huhn, was auch mal ein Korn findet. Schaffe Dir eine Peilantenne an. Gewöhnlich haben heutige Sondenjäger einen Decoder dabei, der sie digital und metergenau per Gps bis zur Sonde führt. Das geht sehr schnell und präzise, dagegen kommt man mit analoger Technik kaum an. Je nach Umfeld kann das besser aussehen, aber bei schon gesichteter Konkurrenz sieht es für Dich ganz schlecht aus. Rüste auf oder suche Dir ein anderes Hobby.

MfG. Andreas

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Robby_DG0ROB » So 26. Jan 2020, 22:30

Andreas, jeder hat mal begonnen und klein angefangen - vergiß das nicht. Auch du hast mit Sicherheit am Anfang einige Versuche bis zum ersten Erfolg benötigt.

Als Sondensucher hat man zunächste keinerlei Sonderrechte, weder dort, wo für Land-/Fortwirtschaft frei ist, noch bei militärischen Bereichen oder jedwegen anderen Absperrungen. Bei der Sondensuche ist keine Gefahr im Verzug oder irgendeine Situation, die einem das Hinwegsetzen über diese Beschilderungen erlauben. Dass in den meisten Fällen keiner diese unberechtigte Einfahrt bemerkt bzw. die Ordnungshüter herbeiholt, macht es deshalb auch nicht besser. Ich stieß im Privatwald auch schon auf einen "Kontrolleur", der jedoch in meinem Fall kein Problem sah, da das Anliegen ja für ihr erkennbar war. Naheliegenderweise hat man in der Regel keine Kontaktperson, die man vor Befahren dieser Objekte um Erlaubnis fragen kann. Im Fall militärischer Einrichtungen führt es jedoch bei Bekanntwerden nicht selten zu Bußgeldverfahren, wie man aus Schilderungen von Sondensuchern schon erfahren hat.

Als vor Jahren noch die gelandeten Sonden nur mittels Funkpeilung zu orten waren, weil sie entweder noch kein GPS hatten oder deren Dekodierung noch nicht möglich war, bedurfte es auch zahlreicher Fehlversuche, bis man von den Geräten und der Taktik in der Lage war, die Sonden auch tatsächlich zu finden. Mit sperrigen Richtantennen, (regelbaren) Abschwächern und verschiedenen Empfängern wurde da versucht, sich dem Objekt zu nähern, da die Batterien zu dieser Zeit auch wesentlich mehr Streuung in der Laufzeit aufwiesen, was zum Teil auch an der aufwendigen Inbetriebnahmeprozedur mit Wässern und Abgießen des Aktivierungswasser bzw. den Einflüssen auf die Batterie während des Fluges lag.

Das plötzliche Verschwinden des Sondensignals bei der Suche kann verschiedene Ursachen haben:

- Ablauf des sog. "Burstkill"-Timers, der die Sender der Sonden 8,5 Stunden nach dem Ballonplatzen (erkanntes Sinken) abschalten.

- Ablauf des Killtimers, der in DL nur von den militärischen Stationen (Bergen, Kümmersbruck, Idar-Oberstein, Altenstadt, evetuell auch Meppen) verwendet wird und dessen Laufzeit kurz nach dem Start beginnt. Der Start erfolgt dort manuell und in der Regel genau zur Minute 45; der Countdown des aktivierten Killtimers beginnt etwa 2 Minuten nach dem Start. Laufzeit des Timers beträgt zwischen 5 und 5.5 Stunden. Teilweise sind auch kürzere Zeiten beobachtet wurden oder in einigen Fällen hat der Killtimer auch gefehlt. Dann greift aber dennoch der Burst-Kill.

- Fund durch andere Personen. Bei den früheren RS92, die kontinuierlich gesendet haben und die man zumeist peilend lokalisiert hat, konnte man das oft im Empfänger hören, wenn jemand die Sonde aufgenommen und abgeschaltet hat.

Nicht-Sondensucher können am Tag ohne Hilfsmittel nicht erkennen, ob die Sonde noch aktiv ist bzw. wissen sie in der Regel nichts von Aussendungen, wie man aus Gesprächen mit Anwohnern, Passanten usw. weiß, da die zwei Status-LEDs aus sind. Bei Dunkelheit sieht man jedoch bei der Variante mit Drucksensor (wird in DL ausschließlich eingesetzt) im Innern durch das Gehäuse eine grüne LED blinken. Bei anderen Sondenmodellen (DFM-xx) haben die LEDs andere Funktionen und bleiben auch im/nach dem Flug an.

Die Kenntnis der techn. Rahmenbedingungen ist das eine, die sog. Konkurrenten das andere. Es gibt in einigen Gegenden des Landes sehr eifrige Sondenjäger, die direkt nach der Landung vor Ort sind und sofort "zuschlagen". Einige schalten die Sonden dabei unverzüglich ab, um niemanden weiter anzulocken und verlassen die Fundstelle auch sofort im gleichen Tempo, wie sie sie erreicht haben. Es sind auch Zeitgenossen bekannt, die nur die Sonden abscheiden und Ballonrest, Fallschirme, Schnüre usw. zurücklassen. Sowas sollte sich keiner zum Vorbild nehmen.
Andere Sucher lassen die Sender noch einige Zeit laufen, damit auch andere Personen, die auf der Suche sind, eine Chance haben und irgendwann am Fundstück eintreffen. Den nur so bringt man die Leute zusammen, die sich sonst immer verfehlen würden. Man kann Kontaktdaten austauschen und sich so künftig auch vorher absprechen/abstimmen. Mitunter hat der eigentliche Finder auch kein Interesse, das Fundstück mitzunehmen und überläßt es den anderen, die noch nicht so geübt sind.

Die erwähnten Immer-dabei-Dekoder, von denen es verschiedene Konzepte und Ausführungen gibt, sind natürlich bei den eingefleischten "Berufs-"Sondenjägern unverzichtbar, aber viele fangen einfach "auf gut Glück" an und fahren Positionen wo sie Landestellen vermuten. So gering sind die Funderfolge da mitunter nicht mal. Es gibt Sondensucher, die mit dem ÖPNV und dem Fahrrad oft Tage später die gelandeten Sonden fanden, weil sie aus der Ferne jedoch die Landeposition ermitteln konnten.

Dann kommt es auch darauf an, ob jemand nur mal so ein "Ding" finden wollte und es dann dabei bewenden läßt oder ob jemand da mehr Interesse zeigt und sich intensiver mit der Thematik beschäftigt. Dennoch sollte jeder hier auch ein gesunden Menschenverstand walten lassen und nicht versuchen, zu jeder Tages- und Nachtzeit alle möglichen Sonden finden zu wollen. Natürlich ist es bei besonderen Stücken so, dass man da mal weiter als geplant fährt usw. allerdings braucht dann keiner Theater machen, denn womöglich war da jemand schneller, der wesentlich weniger Fahrtaufwand hatte.

Man sollte es nur tunlichst vermeiden, von "seinen" Sonden, Gebieten, Revieren usw. zu sprechen, wie es mancherorts praktiziert wurde und wird, bis hin zu Gewaltandrohungen oder gar Handgreiflichkeiten. Wer zuerst kommt, mahlt zu erst - das gilt auch bei der Sondensuche. Wenn man allerdings im Laufe der Zeit die Leute kennt, sollte man in deren unmittelbarer Nähe auch ihnen die Suche überlassen und nicht versuchen, da eine techn. Überlegenheit unter Beweis stellen zu müssen.

Der Text ist, im Nachhinein betrachtet, doch sehr umfangreich geworden, aber für neue Sondenjäger-/sucher sind paar Informationen zu Beginn hilfreich, so dass sich die Erfolge bei der Sondensuche auch einstellen können und es nicht bei einer Vielzahl erfolgloser Ausflüge bleibt.
Zuletzt geändert von Robby_DG0ROB am Mo 27. Jan 2020, 01:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von xanakind » Mo 27. Jan 2020, 00:55

Meine Ausbeute:
Nichts!
Nicht eine Sonde gefunden :(
Alle 4 Landepunkte waren mehr oder weniger auf dem Weg, 2 Sonden sollen sogar auf 2 benachbarten Feldern gelandet sein.
Ich hab das Auto immer irgendwo in der nähe geparkt und bin dann immer in den Fahrspuren im Acker gelaufen.
Ich habe jeweils immer den gesamten Acker abgesucht.
Die letzte Sonde sollte ganz in der nähe von einem Aussiedlerhof gelandet sein.
Also an der Reithalle geparkt, 2 Mädels machten da gerade Feierabend und beobachtetet mich.
Auch hier den Acker abgesucht-->Nix
Also wieder in´s Auto und mit dem Toughbook noch mal geschaut ob ich wirklich richtig war.
Plötzlich kam der Besitzer
" Darf ich fragen was sie hier machen?"

Hab ihn das dann mit den Wettersonden erklärt, und auf dem Toughbook die Markierung direkt auf seinem Acker gezeigt.
"Sehen sie, die soll vor 7 Tagen da hinten rechts vom Weg in der nähe bei dem Misthaufen gelandet sein"
Ein erstauntes "Aha", er selber hatte sie leider nicht gefunden und war sichtlich beruhigt.

Die hatten halt etwas bedenken, nicht dass ich irgend so ein Irrer bin, der die Pferde vergiften will oder sowas.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Robby_DG0ROB » Mo 27. Jan 2020, 01:20

Hast du vorher geschaut, ob die Sonden schon gefunden wurden? Der Besitzer hat sie ja zumindest nicht schon selber gefunden und entfernt.

Wie hast du die Landestelle ermittelt, weil du von einer Markierung schriebst? Die Empfangsstationen, die die Sondendaten für wetterson.de oder auch APRS liefern, verlieren irgendwann das Signal, wenn es unterm Empfangshorizont verschwindet. Die mittels Vorhersage bestimmte Landestelle hat allerdings zum Teil einen erheblichen Fehler, der u.U. einige hundert Meter betragen kann, besonders dann, wenn die Sonden sehr langsam sinken (z.T. < 1m/s), es starke Winde am Boden gibt und diese Winde durch das Gelände/Bebauung beinflußt werden, was nicht von der Vorhersage abgedeckt ist.

Bei Windarmut und sehr schnell fallenden Sonden (> 10 m/s) kann man theoretisch von einer Punktlandung ausgehen, selbst wenn die letzte Position noch aus recht großer Höhe stammt.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von xanakind » Mo 27. Jan 2020, 01:29

Ja, ich habe vorher bei allen 4 Sonden geschaut und keine war als gefunden markiert.
Ich bin zu dem Punkt gegangen, der bei wetterson.de angegeben war.
Ich konnte ja sehen, aus welcher Richtung sie gekommen ist und habe die Flugbahn dann mehrere Hundert Meter in etwa verfolgt (war das zu kurz?).
Dabei natürlich immer Grosszügig nach rechts und links geschaut, aber es war halt schon dunkel.
Ich habe mich mal bei dem e-Mail Alarm angemeldet.
Wenn ich mir aber mal die Historie anschaue, dann landen in meiner Gegend sehr selten Sonden.
Wenn man z.B. in der nähe von München wohnt, sieht das ganze schon wieder erheblich besser aus.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Robby_DG0ROB » Mo 27. Jan 2020, 02:14

Idar-Oberstein geht schon oft in diese Richtung. Neben den 4 RS41 am Tag sind auch häufig große Mengen DFM09 aus Baumholder unterwegs. Die gehen nur etwa 17-18 km hoch und fliegen teilweise in andere Richtungen als die hochfliegenden Routine-Aufstiege, weil es in Höhen über 20 km dann Winde aus anderen Richtungen und mit anderer Intensität geben kann.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Gary » Mo 27. Jan 2020, 03:14

Ich wollte mal sehen ob da auch was in meine Richtung fliegt - ja tut es

Eine RS41 habe ich jetzt bei ihrem Flug beobachtet. In 1900m Höhe war die letzte Meldung empfangen worden, die Gegend ist wohl bei 450m Meeresspiegel. Fallgeschwindigkeit war 4m/s bei 25km/h Wind.
1900-450 = 1450m/4 = 360 Sekunden bis zur Landung was bei 25km/h Wind 2,5km sind.

Da muss man schon in der Nähe sein so lange sie noch sendet.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Robby_DG0ROB » Mo 27. Jan 2020, 08:37

Ja, diese überschlägige Kalkulation der Reststrecke ist schon der richtige Ansatz, um halbwegs die Landestelle einkreisen zu können, so dass man der Sonde nahe genug kommt, um noch ihre Aussendung aufnehmen zu können, sofern es von den Timer her noch möglich ist. Allerdings ist der bodennahe Wind mitunter auch der heimtückisch und ändert in Bodennähe seine Richtung. Bei der Vorhersage muss man daher schauen, wie das Ende der Flugbahnabschätzung aussieht, also ob es in Flugrichtung gerade ausläuft oder mit Kringeln/Haken endet. In einigen Fällen steigen Sonden vor der Landung auch durch Thermikeffekte, so dass sämtliche Landevorhersagen damit unbrauchbar werden. Allerdings gewinnt man dabei aus der Entfernung Zeit und kann die Signale noch aufnehmen.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Robby_DG0ROB » Mo 27. Jan 2020, 15:37

xanakind hat geschrieben:
Mo 27. Jan 2020, 01:29
Wenn ich mir aber mal die Historie anschaue, dann landen in meiner Gegend sehr selten Sonden.
Die von dir erwähnte Historie bei wetterson.de zeigt nur die Sonden der letzten Stunden an. Heute ist mindestens eine DFM aus Baumholder Richtung FFM unterwegs, wird aber recht weit nach Osten gehen. Wenn du in deiner Gegend schauen möchtest, dann nutze die Darstellung der Landepunkte: https://wetterson.de/landungen/2019/ In der Ecke rechts oben statt Cluster auf Roh schalten und du siehst, was letztes Jahr da so runterkam. Das sind jedoch nicht die Landestellen, sondern die zuletzt empfangene Position.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von RMK » Mo 27. Jan 2020, 15:54

grmpf. da kam doch tatsächlich auch eine 400m von meinem Wohnort weg runter. sollte vielleicht doch öfter mal... äh... :-)

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Gary » Di 28. Jan 2020, 19:23

Heute hat es eine Sonde von Stuttgart bis nach Slowenien geschafft, lange Zeit unter 200km/h aber zeitweise auch mal 300 !
Grob 350km hat es die Sonde geschafft.

R1230328 heißt die flotte Sonde

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Robby_DG0ROB » Di 28. Jan 2020, 20:11

Schau noch mal genau hin. Die ist "nur" bis in die Tschechei. Die maximale Geschwindigkeit betrug 341 km/h in 30100 m Höhe und die größte Höhe 32457 m.

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