Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Der chaotische Hauptfaden

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Robby_DG0ROB
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Robby_DG0ROB » Do 6. Okt 2016, 20:26

Dafür hat die Münchner Mittagssonde vom 13.8. herhalten müssen…

Ich habe auch schon Sonden kurz nach der Landung aus Gewässern gezogen. Bereits wenige Minuten reichten aus, um erhebliche Korrosion bzw. elektrolytische Effekte zu verursachen. Bei RS92 ist das Abtrennen der Batterien ja sofort erledigt.
Ein gründliches Reinigen mit zunächst sauberen Leitungswasser und dann entsalztem Wasser, dem eine mehrstündige Trocknung im Warmeschrank folgt, lässt die Sonde fast immer wieder "erklingen". Das ist allerdings mehr aus experimenteller Sicht zu sehen, da mit Sicherheit, bes. im Bereich der Messmimik, erhebliche Veränderungen und Abweichungen auftreten, aber die Sonden werden ja auch nicht wieder aktiviert, von einem kurzen Funktionstest abgesehen.

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Chefbastler
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Chefbastler » Do 6. Okt 2016, 20:47

Robby_DG0ROB hat geschrieben:Dafür hat die Münchner Mittagssonde vom 13.8. herhalten müssen…

Ich habe auch schon Sonden kurz nach der Landung aus Gewässern gezogen. Bereits wenige Minuten reichten aus, um erhebliche Korrosion bzw. elektrolytische Effekte zu verursachen.
Nja, irgendwann hatt mann eine und nocheine und rigrendwann weis mann nicht mehr was mann mitl all denen auser Unsinn sinvoll anstellen soll. :mrgreen:

Ein Spezl wollte mal ausprobieren was Passiert wenn man mit nem Mähwerk drüberfährt. Müsste glatt mal nachfragen obs da schon neue Erkenntnise gibt.

Das mit der sichtbaren Korosion geht schnell, aber solange nichts durchfault ist es qusi rettbar.

Das Ding sendete sogar noch, war aber erst überhaupt in 50m entfernung gerde so zu empfangen.
Bild->zoom

andreas6
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von andreas6 » Do 6. Okt 2016, 21:17

was Passiert wenn man mit nem Mähwerk drüberfährt.
Eine aktive SGPL wird beim Schreddern gewöhnlich in Brand geraten. Es ist nicht nur ein Erntefahrzeug deshalb in Flammen aufgegangen. Letztens habe ich bei der Rapsernte eingegriffen und so einen Fall verhindert. Die Sonde wurde intakt geborgen, ohne Schaden anzurichten.

MfG. Andreas

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zilog80 » Do 6. Okt 2016, 22:37

Heute (2016-10-06) habe ich etwas bei den RS92-Sonden aus Meppen und Essen beobachtet.
Erst fiel mir auf, dass bei der Essener RS92 L3743809 von 1045Z Satellit PRN-9 falsche Daten liefert und dadurch die Positionsloesung kaputt macht. Manchmal passiert es ja gerade mit den Almanach-Daten, dass die Bahndaten eines Satelliten nicht mehr in Ordnung sind. Hatte dann eine Option eingebaut, dass man einen festen Satelliten bei der Berechnung ausschliessen kann. Nur war das kein Almanach-Problem, mit aktuellen Rinex-Daten war es genauso. Und auf der GPS Outage Seite war auch kein Satellit gelistet. Hab dann nochmal die kurze Aufnahme der Meppener 0945Z-Sonde L2023718 durchgesehen, und da war PRN-9 ebenso das Problem.
Nur wieso wurden eigentlich Daten von PRN-9 empfangen, der war heute Mittag zwischen den Osterinseln und Feuerland unterwegs!? Und dann hatte er laut Pseudorange die kuerzeste Entfernung. Das haette zu PRN-8 gepasst, der gerade vor Irland langflog. Und tatsaechlich, wenn man PRN-9 als PRN-8 in die Daten aufnimmt, stimmt die Positionsberechnung. Der Satellit wurde auf Position 2 gefuehrt, davor stand PRN-32, der mit 0 gefuehrt wird. Dachte ich zumindest. Vielleicht ist da ein bug, dass Bit 6, fuer das kein Platz ist und nur fuer PRN-32 gebraucht wuerde (wofuer aber eben auch die 0 frei ist), doch in das unterste Bit des naechsten Satelliten geschrieben wurde. Normal kann das aber nicht sein, waer sonst schon aufgefallen, dachte ich. Und als ich dann nochmal den Beginn der Aufzeichnung von Meppen betrachtete, war da tatsaechlich noch PRN-8 in den Daten verzeichnet und alles in Ordnung. Bis bei 11:12:50 das eine Bit springt:

Code: Alles auswählen

L2023718 - 2016-10-06
[5691] Do (11:12:49.720) 000000001011011010010101000001100001010111010011111111000111 :  0  8 27 18 10 16  1 21 11 30 15 28 
[5692] Do (11:12:50.720) 000001001011011010010101000001100001010111010011111111000111 :  0  9 27 18 10 16  1 21 11 30 15 28 
Nachtrag:
Das Bit sprang, als das Status-Bit von PRN-0/32 davor einen lock anzeigte, wie mir scheint. Koente natuerlich sein, dass das, was wie ein Bug aussieht, in Wirklichkeit ein Feature ist. Nur so richtig nuetzlich faend ich das nicht, eher das Gegenteil. Hab aber jetzt noch zweimal beobachtet, wie eine PRN-0/32 die folgende PRN-Nummer von 28 zu 29 aenderte. Hab aber andersherum noch nicht gesehen, dass eine gerade PRN ungerade gemacht wurde, und wenn das ueberlaufende Bit nur druebergeschrieben wuerde, koennte man dann ja die naechste PRN-Nummer nicht mehr eindeutig festellen. Haengt wohl auch von der Position ab, wo PRN-0/32 eingetragen wird. Muesste mal alte Daten durchsehen. Am besten waere natuerlich, die Situation selbst nachzustellen und PRN-32 im Versuch erstmal abschatten. Naja, etwas fiel Aufwand.

Nachtrag2:
In den Aufzeichnungen, die ich habe, sieht es so aus, als wuerde bei PRN-32 tatsaechlich das 6. bit geschrieben. Entweder es ist die 3. PRN in dem Block und dann steht es im sonst nicht genutzten 16. bit, oder wenn im 16-bit-Block noch eine weitere PRN folgt, dann ist diese entweder PRN-1 oder eine gerade PRN, so dass man im letzteren Fall das unterste Bit wieder loescht. Das Status-Byte sollte anzeigen, dass es sich davor tatsaechlich um PRN-32 handelt und nicht um einen Satelliten, der noch nicht gelockt ist. Etwas unuebersichtlich, der GPS-Empfaenger muesste dann festlegen, wo er welche PRN hinschreibt... aber mit den getesteten Aufzeichnungen, die vorher Probleme machten, funktioniert das. Ist auch nicht so einfach zu testen, immer die passenden Bahndaten raussuchen, nunja.
Wenn das ueberlaufenden bit einfach ge-xor-t wuerde, koennte man auch ungerade PRNs>1 zulassen.
Zuletzt geändert von zilog80 am So 9. Okt 2016, 20:56, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Robby_DG0ROB » Fr 7. Okt 2016, 22:04

andreas6 hat geschrieben:
was Passiert wenn man mit nem Mähwerk drüberfährt.
Eine aktive SGPL wird beim Schreddern gewöhnlich in Brand geraten.
Ich weiß nicht, ob teilentladene CR123A-Zellen beim Zerschneiden/-quetschen Feuer fangen. Bei äußeren Kurzschlüssen sollte ja der Schmelzeinsatz ansprechen.

Bei uns im Süden fliegen nur die SGPDs bzw. SGPA s und DFMs sollten auch nicht lange auf den Feldern blieben. Allerdings habe ich letzte Woche eine DFM vom Feld gepflückt, wo auch schon am anderen Ende das Umackern begonnen wurde.

Die große Hohenpeißenberg-Sonde mit ihren 4 Lithiumzellen (Bild) und der zum Glück nun wieder häufig eingesetzten SGPL dürfte ebenso wenig irgendwo liegen bleiben, bis da eine Maschine drüber fährt. Bei der Hohenpeißenberger RS92 steht zwar meist SGPL drauf, ist in der Praxis aber leider oft eine SGPW :o
f15t4421p3078061n3_cgFWbQqr.jpg

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Matze_0101 » Di 11. Okt 2016, 19:14

Terra Xpress

"Es ist riesig, labbrig und quietschrosa und liegt in Fetzen mitten auf einer Wiese,
dazu ein merkwürdiger weißer Kasten."

Ab Minute 20
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/ ... adler-Zoff
:geek:

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Robby_DG0ROB » Di 11. Okt 2016, 22:20

Vom Gestank, bes. wenn es nass ist, hat aber keiner gesprochen.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zilog80 » Fr 14. Okt 2016, 16:23

Meteorologie an der Neumayer-Station III: Der Start einer Radiosonde
https://www.youtube.com/watch?v=C377l7pBkzA
Start bei Sturm: Doch nicht jeder Start gelingt...

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Robby_DG0ROB » Sa 15. Okt 2016, 20:58

Der Platzer wäre auch bei Windstille passiert: Der Ballon ist an etwas Spitzes am Tor oben gekommen und darauf hin geplatzt. Aber erstaunlicherweise werden die Ballone konsequent mit He befüllt; dazu werden allein 1.260 m³ Gas bevorratet (Bild). Das ist scheinbar die einzige Station, die ausschließlich neue Ozonsonden verstartet (jeden Mittwoch; im arkt. Frühjahr 3x wöchentlich) - Bild zeigt das Vorbereiten der Messzellen.

Bild

Bild

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Bastelbruder » Sa 15. Okt 2016, 22:05

Es geht nichts über analoge Zeigerinstrumente!

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Robby_DG0ROB » So 16. Okt 2016, 19:56

Erwarte bei diesem Gerät keine Hightech. Die Innenansicht ist der Auslieferzustand, das hat sich kein Wettertechniker mal eben selbst zusammengezimmert:

Bild

Bild

Bild

Davon wird effektiv eigentlich nur noch die O3-Quelle mit der UV-Röhre genutzt. Die restlichen Anzeigen waren nur für die Analogübertragung mit der RS80-30E relevant.

Es gibt aber auch eine neurer Ausführung bzw. von anderen Herstellern mit Digitalanzeigen, wobei nur die Spannung/Stromaufnahme des Motors und der Zellenstrom (wenige µA) relevant sind.

Bild

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zauberkopf » So 16. Okt 2016, 20:05

Was mich jetzt wundert, ist das die Gastemperatur gar nicht "geregelt" wird.
Je nachdem warm oder kalt die Luft ist, gibts mehr oder weniger Ozon.
Aber okay... der Kalibrator wird wahrscheinlich eh öfters mal nass chemisch ( kaliumjoditlösung) selbst kalibriert. Und davon ausgegeangen das das Labor immer gleich geheizt ist.
Das ist so, als würde man einen Röhrenmessender mittels Thermischen Leistungsmesser regelmässig kalibrieren.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Robby_DG0ROB » So 16. Okt 2016, 20:19

Hier wird ja nur der Ruhestrom (< 200 nA) der Zelle ohne O3 bestimmt und die Zeitkonstante beim Abfall von 4.0 auf 1.5 µA, sowie die Drücke und Volumenströme der Pumpe (Zeit für 100 cm³). Um den Strom von 4 µA einzustellen, wird ja nur die Konzentration vom O3 verändert. Da die Zelle absolut misst, braucht man ja kein "Eichen mit einer Art Referenz-Luft".
Bei der "richtigen" Messung wird ja die Temperatur an der Pumpe mitgemessen und mit anderen Größen dann daraus der Partialdruck errechnet.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zauberkopf » So 16. Okt 2016, 20:26

Ach.. das war mein Denkfehler !

Okay.. ich war damals kurz davor, ne Ozonsonde wieder in betrieb zu setzen, weil es für mich die einzigste Möglichkeit war, bezahlbar, O3 gegenüber Stickoxiden zu messen.
Deswegen habe ich mich da eingelesen.
Nur habe ich dann noch rechtzeitig gemerkt, das ich das ich beides für meine Arbeit getrost ignorieren kann..

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von astrohardy » So 16. Okt 2016, 22:33

Vielleicht sollte man mal ein paar Pinguine als Sondenjäger ausbilden...
oder dieses Teil umprogrammieren...

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von astrohardy » So 16. Okt 2016, 23:10

Hatte dieses Wochenende viel Spaß mit einigen DFMs
http://radiosonden.blogspot.de/2016/10/ ... enbek.html
Hartwig

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zauberkopf » Mo 17. Okt 2016, 04:47

oder dieses Teil umprogrammieren...
Nicht schlecht !

Aber mein favourit, wäre immer noch eine Drohne.
Und das müsste eigentlich sehr einfach zu realisieren sein, da die relative genauigkeit von 2 GPS empfängern untereinander im cm Bereich liegt.
Also einfach ne Handelsübliche Drohne mit aufgesetzten Korb ( und vielleicht an den Rändern Rasierklingen für die Leine) starten, und sie immer genau auf der Position in 50m Höhe halten, wo auch die Sonde sich gerade befindet.
Dann wette ich, liegt die Sonde irgendwann im Körbchen, und wenn die Höhe von beiden gleich ist, dann gehts ab nach Hause zu Pappi.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von andreas6 » Mo 17. Okt 2016, 09:29

Schaffst Du nicht - das Problem ist nicht nur die begrenzte Flugzeit. Wir benutzen so ein Teil als Bergungshilfe. Du musst schon bei der Landung anwesend sein, damit der Flieger noch in Reichweite der Funksteuerung bleibt. Und den Flieger dürfte es gut aus der Bahn werfen, wenn so eine Sonde mit dem üblichen Tempo von einigen m/s einfällt.

MfG. Andreas

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zauberkopf » Mo 17. Okt 2016, 09:44

Schaffst Du nicht - das Problem ist nicht nur die begrenzte Flugzeit.
Also ich denke, das ist sogar das grösste Problem..

Also in der Arktis, muss man sich über viele andere sachen keine Gedanken machen..
Du musst schon bei der Landung anwesend sein, damit der Flieger noch in Reichweite der Funksteuerung bleibt.
Okay.. hier.
Also Reichweite Funksteurung ? he he he ;-)

Also ich kalkuliere mal so.. ne DFM kommt hier mit rund 10-12ms runter.
Beispiel : 12ms
Nehmen wir mal an, sie befindet sich noch 2000m und ist in der nähe.
d.H. zeitpunkt bis zum kontakt : 2min und rund 30sek.
Drohne wird per Hand gestartet und dem Autopiloten übergeben.

Crude : Autopilot versucht einfach nur unter der Sonde zu bleiben.
Intelligent : Autopilot versucht einen abfangpunkt zu berechnen, um damit Energie zu sparen.
Und den Flieger dürfte es gut aus der Bahn werfen, wenn so eine Sonde mit dem üblichen Tempo von einigen m/s einfällt.
Ja.. er sackt ein.. aber wenn er sich in rund 50-100m höhe aufhält, heulen dann die Motoren los, und er fängt sich wieder.

Also was hier einige Dronenbastler so alles anstellen mit den Dingern.. finde ich schon nicht schlecht.
Nur.. ich habe z.Z. ne volle Projektliste... und Geld ist auch schon verplant.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zauberkopf » Mo 17. Okt 2016, 10:01

Edit : Hyperintelligent : Drohne besitzt einen RX und hört mit.. auch der GPS natürlich ist dauernd auf Standby.
kommt die Sonde in Abfangreichweite.. piept sie kurz und startet von selber...
Oder aber, man steigt aus dem Auto, legt die Drohne aufs dach, drückt nen Knopf...

Achja.. es gibt schon prototypen für "abfangdrohnen" die automatisch eine kleinere anvisieren, und mittels Fangnetz einfangen.
Das alles braucht man hier nicht. Die Software für einen Autopiloten, einen GPS wegpunkt anzufliegen, gibts schon opensource.
Im Prinzip muss die Software nur etwas erweitert werden.
Mir ist leider klar, das man für sowas "ordentliche" Hardware braucht. z.B. nicht 4 sondern 8 Rotoren (schon wegen der Leine)..
... und das das entsprechend kostet.
Aber auch, das sowas bestimmt ernorm viel Bastelspass bringt ! ;-)

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Captain Einsicht » Mo 17. Okt 2016, 12:51

So bei mir ging es auch was weiter endlich man die Antenne gebastelt :D Empfang ist einiges besser.

Probleme gibt es leider immer noch irgendwie sind Störungen im Audiosignal als würde in Kurzen Abständen einfach kein Empfang da sein bzw. Gestört.

Im Wasserfall ist nichts zu sehen.

Walter

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von andreas6 » Mo 17. Okt 2016, 13:49

Sdr#? Das hat hier immer geknackt, bin deshalb auf Hdsdr umgestiegen. Dort knackt es nicht.

Ansonsten ist mir aufgefallen, dass die Usb-Versorgung vom Pc her alles andere als optimal ist. Läuft da ein Plattentest, kann ich den Empfang auch vergessen. Bin schon dabei, einen Filter zu basteln, aber mehr als Ls und Cs wird da nicht drin sein. Hat jemand so etwas schon mit Erfolg gebaut?

MfG. Andreas

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Robby_DG0ROB » Mo 17. Okt 2016, 13:56

Wie wollt ihr mit der zivilen GPS-Auflösung von 3 m ein Objekt im Zentimeterbereich genau steuern? Vielleicht müsste sowas zusätzlich mit optischer Visierung über eine Kameramimik kombiniert werden, also im Nahbereich wird die Sonde als Objekt erkannt und verfolgt bzw. "eingefangen".

Ich wäre ja froh, wenn heute ein manuell gesteuertes Flugobjekt eine Schnur an baumhängigen Sonden so ablegen kann, dass man diese dann bewegen/entfernen kann.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zauberkopf » Mo 17. Okt 2016, 14:11

Wie wollt ihr mit der zivilen GPS-Auflösung von 3 m ein Objekt im Zentimeterbereich genau steuern? Vielleicht müsste sowas zusätzlich mit optischer Visierung über eine Kameramimik kombiniert werden, also im Nahbereich wird die Sonde als Objekt erkannt und verfolgt bzw. "eingefangen".
Ganz einfaches Experiment :
Nimm 2 DFM0x.
Aus einer bastelst Du Dir eine GPS Maus.
Die andere schaltest Du ein.
Du wartest ca 30min unter freiem Himmel.
Dann legst Du beide 30cm auseinander, und lässt Dir die Entfernung ausgeben.. Du wirst überrascht sein !

Oder anders gefragt : Wie arbeitet DGPS ?

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Robby_DG0ROB » Mo 17. Okt 2016, 16:36

Ja, mit gemittelten Positionen bei geht das schon. Das habe ich mit einem Handnavi auch schon gemacht. wo es eigens eine solche Funktion gibt. Aber wenn beide Objekte bewegt sind, ist das etwas anderes.

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