Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Der chaotische Hauptfaden

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Asohen
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Asohen » Sa 16. Aug 2014, 23:11

andreas6 hat geschrieben:wenn bei den Rohdaten nichts kommt, ist das kein passendes Sondensignal oder der Rauschfaktor ist noch zu hoch.
Es gibt verrauschtere Signale, die dekodiert werden, als dieses:
Bild

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Durango
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Durango » Sa 16. Aug 2014, 23:26

Die Eigenschaften des Empfängers sind immer entscheidend.

Bild

Hier das Ergebnis mit dem Rohde&Schwarz ESVP als Referenz.

Bild

Mein zweitbester Empfänger von Sprenger ist nicht ganz so gut.

Aber Leute, zeigt eure Oszillogramme, und man wird sehen, was ihr empfängt.

73 Manfred

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Asohen » So 17. Aug 2014, 10:31

Da hab' ich mir die unterschiedlichen Amplituden, je nach Symbol, mit Intersymbolinterferenz erklärt, und nun das! :shock:

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Asohen » So 17. Aug 2014, 17:15

Testweise wurden zum Einspielen von Aufzeichnungen in SondeMonitor nun die Kabel durch VAC (http://software.muzychenko.net/eng/vac.htm) ersetzt. Und siehe da - SM zeigt Hardware-Angaben an! :D
Die Messwerte fehlen noch, aber ich nehme diesen Teilerfolg mal als Hinweis, garnicht erst mit analogen Audiosignalen zu arbeiten. D.h ich sehe mich nun nach einer SDR-Lösung um.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Asohen » Do 21. Aug 2014, 22:30

Moinsen,
heute hab' ich nochmal den Diskriminatorausgang angezapft. Und schon sehen die Signale "digitaler" aus:
Bild
Leider war die Signalstärke nur S7, aber 3 Minuten Aufzeichnung reichten für 100% Kalibrierung beim späteren Abspielen.
Anschließend hab' ich noch 3 Minuten bei S3-S5 aufgenommen, was auch für 100% Kalibrierung gut war.
Nächstens versuche ich es mit SM nochmal live, kann aber sein, dass ich den Pegel verstärken muss (kann das VAC, oder muss ein Verstärker her?). Step by Step geht es weiter...

dk7gn
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von dk7gn » So 24. Aug 2014, 18:53

Jan gibt es schon Fortschritte mit dem Frickel-Tablet, SM, Viking und co?

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Celaus
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Celaus » Mi 27. Aug 2014, 10:09

Hetze den Zauberer nicht so, sonst streikt sein Kopf. Junger Mann ist kein D-Zug, sondern auch nur'n Mensch ! 73 de dl1kah

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von duese » Mi 27. Aug 2014, 10:17

Es wird meiner Meinung nach heutzutage zu viel in Fragen hineininterpretiert (oft auch vom Fragesteller). Ist doch nur ne Frage nach dem Status. Ich glaube unsere Gesellschaft täte sich viel leichter, wenn Fragen/Aussagen auch direkt nach dem Inhalt der Worte interpretiert werden.

Ich wäre auch neugierig auf den Status (möchte aber mit der Frage nicht ausdrücken, dass es zu langsam ist oder ähnliches, nur einen Status erfragen :-) )

Danke auf jeden Fall jetzt schon für Engagement! (Dank Jan hab ich jetzt ein Tablett, auf dem Android und Linux laufen und das ganze noch zum super Kurs! Merci!)

Viele Grüße, Daniel

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von dk7gn » Do 28. Aug 2014, 22:10

Mit dem Pinguin habe ich vor langen Zeiten öfters mit netcat gespielt. Dann ist der Pinguin bei mir eingeschlafen.
Nun auf einem Lappy läuft inzwischen gqrx mit einem RTL-SDR oder einem Funcube einwandfrei.
Beim Frickel-Tablet kommt beim Funcube nur ein audio Overflow (aOaOaO......) und beim RTL_SDR friert der Bildschirm ein (sogar die LED an der Maus geht aus).
Auf beiden Systemen ist die gleiche Lubuntu-Version aufgespielt.
Geht bei jemanden das gqrx auf dem Frickel-Tablet?

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von ozonisator » Do 28. Aug 2014, 23:02

Geht bei jemanden das gqrx auf dem Frickel-Tablet?
Ja, mit leichten Einschränkungen. GUI schmeisst ab und an Exceptions, aber ansonsten brauchbare NFM Performance.
Hast du die gqrx Version aus dem repository installiert ?

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von dk7gn » Fr 29. Aug 2014, 19:51

Die Pakete habe ich über die Synaptic-Paketverwaltung gezogen und dann noch den nicht erkannten RTL2838U über

sudo su
nano /etc/modprobe.d/blacklist.conf

aufgerufen und am Ende

blacklist dvb_usb_rtl28xxu

eingefügt. Desweiteren mit

nano /etc/mkinitcpio.conf
die Zeile
FILES=†/etc/modprobe.d/blacklist.conf†

eingefügt. das ganze dann noch mit
#mkinitcpio -p linux
in der Befehlszeile abgeschlossen. Den Rechner neu gestartet.


Nun mein Fehler lag auf einer anderen Seite.......
Während mein alter Lappy noch bei der Sample rate und Bandbreite mitspielte und das 101,300 MHz Radio-Signal problemlos meisterte, legt das Frickel-Tablet die Ohren an und brachte die Audioüberläufe...
Dann habe ich mal an der Tablette die Sample rate total sowie die Bandbreite auf 10 khz reduziert, eine Sonde eingeschaltet (am Abschlusswiderstand natürlich) und siehe da, die aU waren weg. Ganz so sauber wie am Lappy war das RS92-Signal allerdings nicht. Nur läuft das gqrx leider mit nahezu 80 - 90% der Tabletten-CPU-Leistung....

Nun enthält das gqrx sehr viele Umfänge, Einstellungen und Spielsachen, die im Prinzip für die Sondenjagd nicht benötigt werden. Und da bietet Linux ja das schöne GNU-radio. Da müsste es doch möglich sein.....
Der nächste Winter kommt bestimmt. Aber eine Baustelle nach der anderen. Jetzt muss ich erst mal Sondemonitor unter Linux zum laufen bekommen und mal schen, was es mit viking auf sich hat.

zilog80
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zilog80 » So 31. Aug 2014, 14:25

Hallo,

lese hier haeufiger, nun meine erste Frage:
Empfange hin und wieder Signale von RS92-SGP und DFM-06;
gibt es aktuell in Deutschland noch Wetterstationen, die die RS92-AGP hinaufschicken?
Laut radiosonde.eu war diese Variante in Deutschland wohl mal verbreitet.

Gruesse
ZX

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von ultimate » So 31. Aug 2014, 16:36

Hallo ZX,

ich wohne im Einzugsgebiet von Meppen.
Von hier aus werden noch an jedem Werktag 3-mal AGP's gestartet und zwar um 6 Uhr, 9 Uhr und 12 Uhr MEZ.
Hin und wieder werden von Meppen aus auch Tandems bestehend aus einer AGP und einer DFM-06 gestartet.

Gruß
Werner

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Durango
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Durango » So 31. Aug 2014, 22:12

Hallo,
Meppen startet die Sequenz 06, 09, 12 als MEZ und MESZ. Also immer Küchenzeit.

Dabei werden die BGP ( ! ) Sonden bei 06 und 12 auf 404,5 und 09 auf 405,1 gestartet.

In der Regel platzen sie sehr früh, haben aber dafür den riesigen Fallschirm dabei.

73 Manfred

zilog80
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zilog80 » Mo 1. Sep 2014, 08:46

Vielen Dank,

das mit MEZ/MESZ hatte ich erst ueberlesen. Offensichtlich sind die Aufstiege nicht unbedingt fuer das globale Beobachtungsnetzwerk gedacht sondern erstmal fuer lokale Beduerfnisse. Sonst koennte man den 9 Uhr Aufstieg ja auch um 18 Uhr machen, UTC waere vielleicht sogar noch in der Dienstzeit.

Und die Hoehe, ich lese da auf radiosonde.eu etwas von 11 km, kommt das hin?

ultimate
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von ultimate » Mo 1. Sep 2014, 09:49

Hallo,

die Meppener fliegen doch schon etwas höher, nach meinen Erfahrungen so zwischen 20.000 und 24.000 Meter.
Beim Predictor sind 23.000 voreingestellt.

sebr
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von sebr » Di 2. Sep 2014, 21:54

Hallo ,
bei mir werkelt schon seit längerem ein RPi unterm Dach der u.a. für SDR genutzt wird. Zum verteilen des Streams an die Clients übers Netzwerk nutze ich rtl_tcp:

Code: Alles auswählen

rtl_tcp, an I/Q spectrum server for RTL2832 based DVB-T receivers

Usage:  [-a listen address]
        [-p listen port (default: 1234)]
        [-f frequency to tune to [Hz]]
        [-g gain (default: 0 for auto)]
        [-s samplerate in Hz (default: 2048000 Hz)]
        [-b number of buffers (default: 15, set by library)]
        [-n max number of linked list buffers to keep (default: 500)]
        [-d device index (default: 0)]
        [-P ppm_error (default: 0)]
Ich übergebe nur die Parameter -a und -P. Sonst passt alles per default.

Auf den Clients im Netzwerk nutze ich die aktuellste Version von SDR#. Leider ist es so, dass auf dem Server die mit -P übergebene Frequenzkorrektur dort nicht umgesetzt wird. Ich muss sie noch zusätzlich zwingend in SDR# angeben um auf die exakte Frequenz zu kommen.
Zweites Problem: SDR# speichert in den RTL-TCP Settings nur Host und Port von meinem Server. Die restlichen Einstellungen (RTL AGC, Tuner AGC, Freq. Correction) muss ich bei jedem Programmstart immer neu setzen nachdemich mich mit dem Server verbunden habe - die Klickerei nervt gewaltig. Nach meinem Verständnis sollte SDR# nach dem verbinden mit dem Server die Einstellungen (automatic gain, freq. corr. 19 ppm) auch von diesem übernehmen - tut es aber nicht.
Hat vielleicht jemand ein ähnliches Setup laufen und kann mit einem guten Ratschlag dienen?

zilog80
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zilog80 » Mi 3. Sep 2014, 10:17

So,

habe gestern die 3 Sonden aus Meppen hören können, allerdings war auch die mittlere auf 404.5 MHz.
Vielleicht hat da jemand in die falsche Kiste gegriffen.

Habe die RS92-AGP bzw BGP lange nicht beachtet, dachte das waere ein Vorlaeufer zur SGP.
Allerdings gibt es da doch einige Unterschiede. Die SGP benutzt Manchester Codierung, damit
die Anzahl der 0 und 1 gleich bleibt. Da in Sachen Radio fuer mich vieles neu war, habe ich erst
spaeter erfahren, dass das wohl auch technische Gruende hat, an sowas hatte ich nicht gedacht.
Jedoch ist mir beim Demodulieren der Audiofiles selbst klar geworden, dass das auch Vorteile hat, wenn
Sequenzen von 0 oder 1 nicht zu lang sind, da man dann leichter den Takt synchronisieren kann.

Bei der RS92-SGP und der DFM-06 wird also Manchester-Codierung benutzt. Die M10 benutzt die PSK
Modulation, dadurch gibt es da auch keinen bias. Bei der neuen RS41 jedoch wird keine Manchester Codierung
verwendet, das konnte man schnell erkennen. Jedoch war der Inhalt, den die bits codierten, erstmal nicht zu erkennen.
Dachte erst, es waere eine Art XOR-Verschluesselung, jedoch mit einem festen und nicht allzugrossen Schluessel.
Spaeter wie gesagt ist mir erst klar geworden, dass das vielleicht einen anderen Grund hat, sowohl auf Sender-
als auch auf Empfangsseite. Data whitening oder scrambling wird das wohl genannt, viele Sender bieten das an.
Und dann las ich, dass dies eben auch die RS92-AGP verwendet, deshalb die doppelte Datenrate.

Nun sieht aber das Signal der RS92-BGP ziemlich wild aus, das ist bei der RS41 viel sauberer.
Die Amplitude der 4800 baud ist viel groesser und auch so schwankt da viel mehr.
Ich vermute, das Prinzip ist das gleiche, habe mir das BGP-Signal noch nicht genauer angeschaut.
Die wilden Kurven schrecken auch etwas ab.

RS92-BGP
rs92bgp-audio.jpg
RS41
rs41audio.jpg

zilog80
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zilog80 » Mi 3. Sep 2014, 10:59

Wenn data whitening benutzt wird, werden oft sehr einfache Pseudozufallszahlen-Generatoren verwendet, die nach den Sync-bits immer gleich initialisiert werden und Folgen erzeugen, die sich nach einer gewissen Blocklaenge wiederholen. Oder es wird einfach eine feste Bytefolge gespeichert. Auf jeden Fall werden dann die bits damit dann vor dem Senden und nach dem Empfang XOR-verknuepft, um im gesendeten Signal eine gleichmaessigere Verteilung von 0 und 1 zu haben (moeglichst wenig DC bias).

Wenn man nicht weiss, wie die XOR Maske generiert wurde oder einfach denkt, das sieht ja aus wie eine leichte Verschluesselung, und man auch sonst wenig Informationen zur RS41 findet, wie kann man da naiv herangehen?
Nun, wenn man das Gefuehl hat, die Maske wiederholt sich z.B. 5 Mal pro Frame (dies spricht schon gegen eine sinnvolle Verschluesselung; zudem erzeugt hier gleicher Klartext immer den gleichen Code), dann kann man Teilbloecke gegeneinander XOR-en, denn wenn man den richtigen Abstand trifft, dann hebt sich die XOR-Maske gerade auf und man erhaelt Abschnitt_i XOR Abschnitt_j als geXORten Klartext. Wenn nun, wie bei diesen Daten oft der Fall, in einigen Abschnitten viele Nullen auftreten, findet man fuer den anderen Abschnitt den Klartext. Deshalb ist es immer gut, eine Ahnung zu haben, wonach man sucht.

In diesem konkreten Fall sieht man, dass ein Frame etwa 320 byte lang sein wird, die 4800 baud sind ja bekannt, und die Pausen zwischen den Frames helfen, Anfang und Ende zu finden. Vorne findet man den immer gleichen Header, 64 bit, wie im Beitrag davor (im rs41-bild).
Mit etwas Probieren koennte man fuer die Laenge der XOR-Maske 64 byte vermuten.
Wie sich spaeter herausstellt, sind recht weit hinten haeufiger Abschnitte mit Nullen. Wenn man in einem solchen Fall die 64byte-Unterbloecke 1 und 4 addiert und ebenso 2 und 5, erhaelt man am Uebergang gerade etwas, was genauso aussieht wie die Sonden-ID in ASCII und davor die Frame-Nummer im Klartext. Damit hat man auch schon einen Teil der XOR-Maske gefunden.
Wenn man viele Daten hat, kann man nach konstanten Abschnitten suchen oder Abschnitten, die sich pro Woche oder pro Tag aendern.
Damit kann man z.B. die GPS-Woche und -Zeit finden.
Weiter kann man auch noch nach Folgen suchen, die wie Zaehler aussehen und den XOR-Schluessel dazu ermitteln.
Mit der Zeit ergibt sich ein Bild des Schluessels.
Fuer die weiteren GPS-Informationen hilft wieder, wenn man eine Idee hat, in welchem Format die Daten abgelegt sind.
Irgendwo gibt es ja ein nicht optimal aufgeloestes Bild des Inneren einer RS41. Man erkennt immerhin, dass da ein ublox-Chip drin steckt.
ublox bietet einiges Material zu den GPS-Daten, die diese Chips liefern. Wenn die Positionsdaten also nicht (skaliert) in lat/lon zu finden sind,
dann vielleicht als ECEF Koordinaten...

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von andreas6 » Fr 12. Sep 2014, 22:05

Hallo,

seit vier Tagen schickt die Oberlausitz DFM06 ohne Kennzeichnung auf 403,xx MHz durch die Luft. Erst nach Polen, dann zu mir (habe gestern einige geholt), heute nach Herzberg/Torgau. Mit steigender Anzahl, heute waren es acht. Wie lange das noch anhält, ist ungewiss. Ein wenig Nacht war auch schon dabei, aber meist kommen sie am Tage während der Arbeitszeit. Die großen roten Fallschirme sind gut auf den leeren Äckern zu sehen und verhelfen den leichten Sonden oft zu langen Abstiegen aus etwa 20 km Gipfel.

Nanu, es ist schon wieder eine in der Luft auf 403,390. Überstunden oder Sommerschlussverkauf? Die ist noch auf dem Aufstieg über der Muskauer Heide.

MfG. Andreas

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von andreas6 » Sa 13. Sep 2014, 09:00

Hallo,

heute dürfen die Lausitzer Spielzeug sammeln, gestartet wird offenbar aus der Oberlausitz. Das geht schon fast bis Königsbrück.

MfG. Andreas

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zilog80 » Di 23. Sep 2014, 15:49

Hatte ja vor einiger Zeit die Gelegenheit, das Signal einer RS92-BGP zu empfangen. Diese Sonde strahlt nicht so laut wie die SGP-Variante, aber als sie dann nahe genug dran war, war die Aufnahme auch ganz brauchbar. Nun habe ich mir das Empfangene näher angeschaut und festgestellt, dass nicht nur Modulation und Baudrate wie bei der RS41 sind, sondern auch die data-whitening-sequence wohl die gleiche ist...
Sowas wurde ja schon vermutet, obwohl ich dachte, die Vermutung gründete sich nur auf das Datenblatt, wo ja nur was von 4800 baud steht.
Also wer die RS92-AGP oder -BGP schon kennt, sollte da leichtes Spiel haben. Der Inhalt der Daten ist natuerlich etwas anders aufgebaut.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zauberkopf » Mi 24. Sep 2014, 16:25

Ich bin ja mal gespannt, wann der erste Open-Source Dekoder auftaucht. ;-)

Ich persönlich habe leider z.Z. kaum Zeit fürs Jagen.
Den Täglichen "auslauf" garantiere ich auch dadurch, das ich entweder ins "neue" Lab, laufe, oder mit dem Rad fahre...
Aber noch mehr Baustellen, und ich drehe komplett durch. ;-)
Oder anders gesagt : Prioritäten setzen, heist auswählen was liegen bleiben soll.. grmpf.

Aber ich habe neue Ideen um meinen H2 Generator wesentlich unkomplizierter zu machen.
Versuche wollte ich demnächst mal durchführen.

Idee dahinter : Auf den nächsten Treffen eine Art "Sondenjäger-Wettbewerb" zu starten.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von Durango » Mi 24. Sep 2014, 21:43

Äh, eigentlich ist an jedem Tag ein Sondensucher-Wettbewerb. Wenn man die Sache aber ökonomisch betrachtet, sind die Fahrstrecken über 20 km sinnlos.
Wer sollte also vom geselligen Treffen durch die Topographie eilen, um Müll einzusammeln ?

Dann doch lieber den Ballon am Faden fesseln und ein saugeiles Relais oben betreiben.
Hätte den höchsten Nutzwert der eingesetzten Komponenten.

Selbst wenn die Batterien sich leeren, könnte man die Nutzlast wieder einholen, und weiter geht der Spaß.

Das wäre eine sinnvolle Anwendung des H-Generators.

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitrag von zauberkopf » Mi 24. Sep 2014, 21:58

Dann doch lieber den Ballon am Faden fesseln und ein saugeiles Relais oben betreiben.
Einer der Punkte auf meiner Todo-Liste : 2m 70cm realais, oder 70 cm Digital für ca 10-20Eur Bauteilkosten.
Ich dachte da eher an sowas für für ne "Forumsrunde" auf VHF/UHF..... ;-)
(Mit Digital meine ich, das wir da was frickeln müssten.. z.B. mit 19k2 Baudrate, das Datenpacket empfängt, und wieder zurrückschickt. )

Aber wie gesagt : Die Zeit.. ;-)

Ich dachte wegen dem Wettbewerb auch nur wegen dem Spass. Letztens waren einige Sondenjäger dabei. Franz, Viper, und noch ein paar andere die ich jetzt nicht namentlich kenne (Mein Hirn sei dank....).

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