Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Der chaotische Hauptfaden

Moderatoren: Finger, Sven, TDI, Heaterman, duese

Antworten
Blechei
Beiträge: 865
Registriert: Mo 12. Aug 2013, 11:18
Wohnort: Inne Hauptstadt

Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von Blechei » So 14. Jun 2015, 17:00

Moins
wie bereits in anderen Freds geäußert würde ich gerne eine Drehzahl langzeitüberwachen.
So etwa 50-400 U/min für ca. 3 Tage.
Wenn ich zum aufzeichnen ein Scopemeter, zb sowas http://www.pinsonne-elektronik.de/pi17/pd124.html nehmen will brauche ich also eine Spannung.
Meine Idee:
Neodymmagnet, fette Spule (Aus nem Flipper) mit Eisenkern und Gleichriechter.
Möglich? Ist so etwas halbwegs linear?
Oder gibts bessere Ideen?

andreas6
Beiträge: 3154
Registriert: So 11. Aug 2013, 15:09

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von andreas6 » So 14. Jun 2015, 19:21

Hallo,

das ist ein Job für den LM2907, f/U-Konverter.

MfG. Andreas

Benutzeravatar
ferdimh
Beiträge: 8178
Registriert: Fr 16. Aug 2013, 15:19

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von ferdimh » So 14. Jun 2015, 19:34

die meisten besseren Messeisen können auch Frequenzen messen und loggen...
Das wäre tendenziell besser geeignet, weil die Frequenz direkt von der Drehzahl abhängt...

uli12us
Beiträge: 2293
Registriert: Mi 14. Aug 2013, 08:20

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von uli12us » Mo 15. Jun 2015, 21:06

Wie wärs denn mit nem einfachen DC-Motor als Tachogenerator. Der liefert doch direkt eine der Umdrehung proportionale Spannung.

Benutzeravatar
rastagandalf
Beiträge: 231
Registriert: Mo 12. Aug 2013, 20:14

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von rastagandalf » Mo 15. Jun 2015, 21:24

Reedkontakt und Magnet, dann mit Reedkontakt ne Spannung schalten. Und Pulldown nicht vergessen.
Ansonsten vll. das Gleiche mit nem Hallsensor?

uli12us
Beiträge: 2293
Registriert: Mi 14. Aug 2013, 08:20

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von uli12us » Mo 15. Jun 2015, 23:28

Ich wollte mal nen Reedkontakt als Drehzahlmesser verwenden. Dann wurde mir aber erklärt, dass die Dinger nur eine recht begrenzte Zahl an Betätigungen aushalten. Mal schnell ausgerechnet, kommen da 2,30Mio raus.

Benutzeravatar
sub
Beiträge: 1387
Registriert: Mi 12. Nov 2014, 12:55
Wohnort: Großraum FFM

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von sub » Di 16. Jun 2015, 09:27

Dann nehm einen Hallsensor aus nem alten PC-Lüfter.

Benutzeravatar
rastagandalf
Beiträge: 231
Registriert: Mo 12. Aug 2013, 20:14

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von rastagandalf » Di 16. Jun 2015, 17:43

sub hat geschrieben:Dann nehm einen Hallsensor aus nem alten PC-Lüfter.
Jenes. An PC-Lüfter hab ich gar nicht gedacht, aber tatsächlich ist da eigentlich immer einer drin. Auswertung sollte wenn ich mich recht erinnere mit GND, VCC und Signal direkt über das Oszi möglich sein.
Eine weitere Möglichkeit wäre noch eine Gabellichtschranke mit einem Plättchen als Unterbrecher.
EDIT: Oder was mit Reflektion und einem weißen Aufkleber wie man das teilweise auch bei den Kaufgeräten hat, wenn ich mich recht erinnere.

Benutzeravatar
Geistesblitz
Beiträge: 1934
Registriert: Di 5. Nov 2013, 17:53
Wohnort: Dresden

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von Geistesblitz » Di 16. Jun 2015, 21:15

Gabellichtschranken sind für sowas wirklich nicht verkehrt, nimmt man welche aus alten Kugelmäusen kann man sogar die Drehrichtung bestimmen. Sowas findet man aber sonst auch häufig in CD-Laufwerken (Motorencoder) oder in Druckern. Hab mal aus einem mittelgroßen Kopierer ca. ein Halbes Dutzend etwas größere Gabellichtschranken ausgebaut. Dann brauchts nur noch ein Plättchen an der Welle, oder ein Loch drin, wo das Licht durch kann und die Welle schmal genug ist. Frequenz zählen ist auf jeden Fall genauer als irgendwie eine Spannung zu generieren.

Blechei
Beiträge: 865
Registriert: Mo 12. Aug 2013, 11:18
Wohnort: Inne Hauptstadt

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von Blechei » Di 16. Jun 2015, 21:33

Ich schätze auch das ich das erstmal über Zeiten/Frequenzen probiere.
BTW: ich habe son Chinadrehzahlmesser bestellt mit Hallsensor: sw/br/bl, weiß zufällig jmd die Belegung von dem Kackmöller?

uli12us
Beiträge: 2293
Registriert: Mi 14. Aug 2013, 08:20

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von uli12us » Di 16. Jun 2015, 21:40

Dafür reicht aber auch ein elektrischer Fahrradtacho. Hm,eigentlich täts sogar ein mechanischer, bei dem man den Zeiger abzieht und nen Poti hinspaxt.
Ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass es da bloss um den Trend geht und nicht um absolute Werte.

Benutzeravatar
Zabex
Beiträge: 506
Registriert: Di 2. Jul 2013, 08:45
Wohnort: Aldenhoven
Kontaktdaten:

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von Zabex » Di 16. Jun 2015, 22:42

Diverse Datenlogger findet man bei Scanntronik
An meiner Drehbank habe ich einfach einen kleinen Neodym-Magneten mit Sekundenkleber angebappt. Der hielt auch ohne Kleber, aber besser ist halt mit. Dann in der Nähe einen Hall-Schalter. Zeigt mir mittels kleinem Prozessor die Drehgeschwindigkeit.

Wenn Du mehrere Magnete - z.B. 8 auf der Welle verteilst, hast Du auch bei langsamer Drehzahl ordentlich viele Pulse. Eine Spannung machste daraus, indem du das (5V) Hall-Signal einmal direkt und einmal über einen Tiefpass auf ein XOR-Gatter gibst. Das erzeugt Impulse definierter Länge nach jeder Rechteckflanke. Dann noch einen Tiefpass dahinter und fertig. (also 2 Widerstände , ein Kondensator, ein Elko, ein XOR-Gatter und der Hall Sensor).
Das Pinzip kannste hier nachlesen.
Passendes XOR-Gatter: CD4070 (0,62€ beim großen C). Oder du vertüddelst 4 NAND-Gatter zum XOR:Bild


Gruß,
Zabex

Benutzeravatar
Chaoskreator
Beiträge: 914
Registriert: Mo 12. Aug 2013, 20:58
Wohnort: 92xxx

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von Chaoskreator » Mi 17. Jun 2015, 05:25

uli12us hat geschrieben:Ich wollte mal nen Reedkontakt als Drehzahlmesser verwenden. Dann wurde mir aber erklärt, dass die Dinger nur eine recht begrenzte Zahl an Betätigungen aushalten. Mal schnell ausgerechnet, kommen da 2,30Mio raus.
Ich hätte jetzt genau das Gegenteil geschrieben.
Zumindest weiß ich, dass im BMW E30 im Differentialgetriebe ein Reedkontakt verbaut ist, welchher pro Radumdrehung, ich glaube, 7 Impulse liefert. Über die Lebensdauer eines Autos kann man sich vorstellen, was da für eine Anzahl Schaltzyklen zusammenkommt...

Ein Bekannter, welcher beruflich mit Reedkontakten zu tun hat, hat mir mal erzählt, dass (zumindest manche) Reedkontakte, wenn man sie bekommt, schon in der Größenordnung 1 Mio Schaltzyklen drauf haben. Diese künstliche Alterung machen die Hersteller scheinbar, um engere Toleranzen einhalten zu können und/oder ein Weglaufen des Schaltpunktes zu verringern.

Benutzeravatar
sub
Beiträge: 1387
Registriert: Mi 12. Nov 2014, 12:55
Wohnort: Großraum FFM

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von sub » Mi 17. Jun 2015, 05:42

Bei Peugeot/Citroen wird ein Hallgeber verbaut. Erkennbar daran, das VCC und GND nötig sind.
Reed halte ich für ungünstig, wenn man mal überschlagsmässig mit nur einem Impuls pro Meter ausgeht, sind das
bei 100tkm ja schon 100mio schaltzyklen. Dann darfst du im wurst-käs den Sensor alle zig tkm wechseln.

Benutzeravatar
Chaoskreator
Beiträge: 914
Registriert: Mo 12. Aug 2013, 20:58
Wohnort: 92xxx

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von Chaoskreator » Mi 17. Jun 2015, 05:51

Nope, hatte auf meinen BMW über 200t km drauf gefahren und nie den Sensor gewechselt. Es ist definitiv ein Reedkontakt. Hat nur zwei Anschlüsse und kann man mit Durchgangsprüfer testen:
Multimeter anklemmen und das Auto ein paar cm schieben: "Piep, Pause, Piep, Pause usw".

Benutzeravatar
sub
Beiträge: 1387
Registriert: Mi 12. Nov 2014, 12:55
Wohnort: Großraum FFM

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von sub » Mi 17. Jun 2015, 05:52

Naja, bisher hatte ich auch noch nie von Schaltzyklen beim Reed gehört, bzw nie in ein Datenblatt geschaut. Halten dann wohl doch im Zweifel deutlich länger als nur ein paar Mio. BTW: Die ganzen Fahrrad-Tachos arbeiten auch mit Reed.

Benutzeravatar
Desinfector
Beiträge: 7824
Registriert: Mo 12. Aug 2013, 07:50
Wohnort: ACME-Labs

Re: Drehzahl messtechnisch aufbereiten

Beitrag von Desinfector » Mi 17. Jun 2015, 11:02

muss denn da die genaue Frequenz gewusst werden oder reicht es zu wissen: Ja, es dreht sich?
wie gross ist das sich drehende Teil?

solche Infos beeinflussen natürlich dann die Konstuktion.

Antworten