[Funk] Der BITX20 Faden

Der chaotische Hauptfaden

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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon ludwig » Mi 22. Jun 2016, 19:13

Ich habe heute mal den DDS vom Chinamann am Signalanalyzer gehabt. Man sieht deutlich, dass der seinen "Sinus" aus nem Dreieck baut. Die 2. Harmonische bei 8MHz war gerade mal 26dB schwächer als die Grundschwingung. Ich habe mal einen Pi-Filter eingebaut. Jetzt kommt ein schöner Sinus raus. Falls gewünscht, liefere ich auch mal Bilder vom Signal.

Die Endstufe vom Chinamann tut ansonsten auch recht brauchbar und haut etwa 50W raus. Als nächstes steht der Einbau von dem ganzen Geraffel in ein Gehäuse an. Das wird noch mal interessant. Jemand ne Idee, was als brauchbares Gehäuse für son Teil herhalten könnte?

Viele Grüße,
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon Harry02 » Mi 22. Jun 2016, 21:38

Hi,
die Endstufe vom Chinamann würde mich mal interessieren, was sitzt da für ein Transistor drin? Deine Selbstgebaute geht noch nicht?
Die IRF510/520 gehen als Ersatz für die Originaltransistoren im RM KL203 und brachten im Gegentakt (2 Stück pro Seite) 100W oder etwas mehr auf 27MHz. Vielleicht wäre die Schaltung dieser Schleuder als Inspiration gut (Schaltpläne bei RM italy)? Mit einem einzelnen IRF510/520 hab ich auch mal den KL60 nachgebaut, gab ca 40W auf CB bei 5W input.

Ich hab auch noch einen Zetagi KL300 ohne Endstufentransistoren übrig - wenn du da einen billigen MRF455 Ersatz findest, könntest du dessen Platine bzw. Schaltung incl. Ferritklotz übernehmen.

Gehäuse: Kommt drauf an, wie voluminös deine Innereien werden.. um keinen Platz zu verschwenden wärewas aus Platinenmaterial gelötetes wohl am besten. Plottermeier hat Aluhalbschalen, in die man so einen TRX einbauen könnte, Größe ca20x20x5. Luftschlitze sind schon drin.
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon zauberkopf » Do 23. Jun 2016, 05:03

Kennt ihr den alten Artikel schon ?
http://www.qsl.net/dk7zb/Download/vmosfet.pdf
Eine UB von 36V lässt sich ja ganz leicht mit nem Stepup lösen.
Entweder wird der gut gefiltert dauerhaft betrieben, man nimmt einen Royer, oder aber schaltet den Wandler mit Endstufe nur zum Senden zu.
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon ludwig » Do 23. Jun 2016, 14:49

Also meine selbstgebaute Endstufe tut schon recht gut. Da hatte ich dann nur irgendwann keinen Bock mehr, ne schöne Platine zu entwerfen zu ätzen zu bohren und zu bestücken, wenn der Chinamann für etwas, was fast den gleichen Schaltplan hat für 19€ schon nen ganzen Bausatz anbietet. In so nem Fall siegt dann die Faulheit. Der Schaltplan hängt hier mal als PDF an. Bestückt ist das Ganze mit IRF530 und ich hab wie aus meinem Bauteilhaufen etwa 60W CW an 13,8V raus gekrigt bevor einer der MOSFETs den Deckel aufgemacht hat.


rf_amp_2078_v305.pdf
(18.56 KiB) 87-mal heruntergeladen


Oh. Stimmt. Plottermeier hatte da ja schöne Gehäuse im Angebot. An Selberlöten hab ich auch schon gedacht. Wird dann aber ziemlich nervig werden. Mal schaun, vielleicht hab ich mal Bock drauf...

Ich hoffe, ich krieg den BITX bis zum Treffen noch irgendwie zusammengeschustert.

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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon zauberkopf » Do 23. Jun 2016, 15:12

Ganze mit IRF530 und ich hab wie aus meinem Bauteilhaufen etwa 60W CW an 13,8V raus gekrigt


Also.. laut dem verlinkten Artikel, und untersuchungen von anderen OM's mit solchen IRFxxx Transen, sind solche PA's brauchbar für Linearbetrieb, aber nicht unbedignt mit 13,8V.
Stichwort IP3.
Also wenn Du die Gesetzlichen Anforderungen diesbezüglich einhalten willst, wirst Du die Spannung wohl erhöhen, oder aber Mosfets wechseln müssen..
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon Bastelbruder » Do 23. Jun 2016, 22:07

zauberkopf hat geschrieben:wenn Du die Gesetzlichen Anforderungen diesbezüglich einhalten willst

Die Beamteten wären wohl froh wenn sie das Thema endlich von der Backe hätten und der Dollar€urorollenrotierende Eliteverein hat seit Aufgabe des ursprünglichen AFuG immernoch nicht begriffen daß der Bereich unter 30MHz zum Niemandsland wird. Im nichtamtlichen Magazin waren (sind?) regelmäßig Anleitungen unqualifizierter Schraubenzieher-Experten zu lesen wie man aus Industriegeräten "locker das Doppelte" rauskriegt ohne die Vorschriften zur Oberwellendämpfung zu verletzen. Von IM hat noch Keiner was geschrieben und das redaktionelle Kontrollorgan hat diese Shice noch nie bemängelt... Einfach mal übers Band drehen wenn der Verein wieder mal einen Aktivitätstag vom Zaun gebrochen hat.

Gesetzliche Vorschriften vs. Amateurprivileg, unqualifizierte Verbeugungen selbstbeweihräuchernder Hilfs-Amtspersonen... :lol: :lol: :lol:
Ich habe noch nicht gehört daß Dr.Frankenstein für seine Diathermie-Anlage eine Plausi abgeben müßte.

Die Ammis haben vor 15 Jahren das Ende des Amateurfunks auf das Jahr 2017 geschätzt, ich habe leider die Quelle nicht rechtzeitig kopiert. :cry:

Achja, heute besteht für Jeden die Möglichkeit sein eigenes Signal in Twente (oder so) zu empfanhgen, das Spektrum zu prüfen, alles aufzuzeichnen und die Modulation später selbst zu beurteilen.
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon zauberkopf » Do 23. Jun 2016, 22:29

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Ich habe noch nicht gehört daß Dr.Frankenstein für seine Diathermie-Anlage eine Plausi abgeben müßte.

Ne.. das macht der Hersteller !
Muss er, weil so ein ME-Gerät eine nicht nur ein CE Kennzeichnen braucht, sondern die benannte Stelle, die das überprüft(TÜV, BSI... usw.. ) muss das auch noch genannt werden.
Erkennt man an der 4 stelligen Nummer.
Und weil ja hier auch noch EMV Normen eingehalten werden müssen.. muss der Möller ins Prüflabor.
Also in so ein richtiges Labor.. wie man es aus Bildern kennt, und was auch so richtig saftige Stundensätze hat.
Habe aber nicht schlecht geschaut, als unser Prüfprotokoll erst ab 125khz los ging..
Auch habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich mal mit einem Specki in einer Arztpraxis aufkreuzte, weil dauernd unsere "Sicherheitsfunktion" sich aktivierte.
Der Bildschirm leuchtete mit abschwächer fast gleichmässig hell... :shock:
Neben an.. war ein CT... oder so was ähnliches.. Das teil passte wohl nicht mehr ins besagte Prüflabor.. :lol:
(d.H. die Norm.. war DESWEGEN.. nicht Anwendbar.. :lol: )

Eliteverein hat seit Aufgabe des ursprünglichen AFuG immernoch nicht begriffen

...
...
...
usw.. *grins*

Achja, heute besteht für Jeden die Möglichkeit sein eigenes Signal in Twente (oder so) zu empfanhgen, das Spektrum zu prüfen, alles aufzuzeichnen und die Modulation später selbst zu beurteilen.

Ähm.. meinste das jetzt ernsthaft ?
was waren gefordert.. 25 oder 35dB abstand ? egal.. jedenfalls, musste einiges rauspusten, um das bei twente halbwegs beurteilen zu können.
Da würde ich eher folgendes machen :
Dipmeter mit mithörausgang + Laptop = SDR = Schmalspurspecki.
KW-Konverter für DVBT-SDR.
Oder China DDS an einem einfachsten Direktmischer..
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon ferdimh » Fr 24. Jun 2016, 14:25

Achja, heute besteht für Jeden die Möglichkeit sein eigenes Signal in Twente (oder so) zu empfanhgen, das Spektrum zu prüfen, alles aufzuzeichnen und die Modulation später selbst zu beurteilen.

Zauberkopf:
Das geht schon. Halt nicht "Ist die IM gerade noch im Rahmen?" sondern "Klingt meine Aussendung nach Contest?"
Wenn letzteres der Fall ist, ist was faul, wenn die Modulation gut klingt, wird ziemlich sicher auch kein IM-Problem existieren.
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon zauberkopf » Fr 24. Jun 2016, 16:33

Naja... mir gefällt die Lösung nicht..
Weil man schon etwas Pegel braucht. Achja.. und eine Verbindung auf 20m...
guck mal.. mit einem einfachen Dipmeter, und Smartfone/Tablet, klappts doch wesentlich besser !
Ausserdem kann man das noch unterwegs als "HF-Feldstärkeanzeige", und zum abstimmen einer Antenne mißbrauchen.
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon ludwig » Mo 4. Jul 2016, 17:13

Ich hab jetzt alles soweit zusammen gebaut. Der Empfänger läuft schon prima und der Rest auch irgendwie. Betonung liegt auf "irgendwie". Der Modulator spuckt für sich alleine gesehen ein sauberes Einseitenbandsignal raus. Die Endstufe tut ohne Eingangssignal im Betrieb auch erst mal nichts, was ja auch erst mal gut so ist. Beides miteinander verbunden sorgt allerdings dafür, dass die Endstufe wild schwingt. So richtig lokalisieren kann ich das Problem nicht...

edit: das Ding schwingt mit 11,59MHz.
edit²: alle bisherigen Versuche das Problem zu beheben sind erst mal gescheitert. vielleicht hat ja jemand lust, auf dem Treffen mal rüber zu schauen.
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon zauberkopf » Mo 4. Jul 2016, 23:52

Nur mal so ne Idee : versorge doch mal kurz Endstufe und Bitx mit 2 unterschiedlichen Quellen, die nur per Masse verbunden sind.
Ich hab da so einen verdacht..
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon ludwig » Di 5. Jul 2016, 00:37

hm jo muss ich morgen mal ausprobieren. ich habe derweil nen anderen verdacht:

wenn man sich mal den Schaltplan rein dreht, sieht man, dass am RX Eingang der Treiber für die Endstufe hängt. Das Sendesignal kommt also "verkehrt herum" durch den Bandfilter, biegt an der Buchse links ab und wandert durch den Treiber zum Brenner. Das Signal ausm Brenner wandert wiederrum zur Weiche, also nem Relais mit Wechselkontakt. Da hab ich zwei schöne Schutzgasrelais verwendet, die gerade rum lagen. Eins schaltet die RX und TX Spannungen um und das andere die Antenne. Wenn nun also eine parasitäre Kapazität das verstärkte Signal vom Brenner über das Koaxkabel richtung RX-Eingang schickt, so findet das einen schönen Schwingkreis vor, den es dann lustig zum schwingen anregt und was vom Treiber noch verstärkt wieder zum Brenner geschaft wird. Und schon schwingts.

Wenn ich das Kabel von der Antennenweiche zur Empfängerbuchse abmontiere, dann wird das Problem wesentlich besser, aber noch nicht so richtig zufrieden stellend.
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon ludwig » Di 5. Jul 2016, 15:27

also das Verwenden von zwei verschiedenen Spannungsquellen ändert prinzipiell erst mal nichts. Ein Problem habe ich allerdings bereits ausfindig gemacht und Behoben: Da die Endstufe selber einen Vorverstärker an Bord hat, wird der auf dem BITX nicht benötigt. Die Verstärkung des Systems war also viel zu hoch, sodass die Vorstufen der Endstufe hoffnungslos übersteuerten. Ich zapfe nun die Hochfrequenz für die Endstufe direkt am Antenneneingang (RX) ab. Leider schwingt das Ganze gerade immer noch, allerdings nun ziemlich sicher einzig und alleine durch den Eingangsfilter: Sobald ich das zweite Kabel (RX) am Antenneneingang entferne, schwingt absolut nichts mehr und ich bekomme einen sauberen Sinus raus. Leider habe ich mal nicht aufgepasst, als es am Schwingen war, sodass ich jetzt einen neuen Satz IRF530 einlöten darf...

edit: wie bau ich denn nun am Besten die Antennenweiche?

edit²: hab mal aufgemalt, wie ich die Antennenweiche jetzt habe:

[Bild

dabei hab ich mal die parasitäre kapazität die das Ganze dann wahrscheinlich zum Schwingen anregt, eingezeichnet.
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon uxlaxel » Di 5. Jul 2016, 19:37

ich würde es vom gefühl her mit 2 getrennten relais vor und hinter der endstufe umschalten, um kapazitives übersprechen über die RX-leitung deutlich zu minimieren. mit dem einem wechsler da habe ich bauchschmerzen, weil das verstärkte sendesignal ja direkt über den relaiskontakt wieder in den eingang der endstufe pfeifft.
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon ludwig » Mi 13. Jul 2016, 22:17

Und nun folgt die Geschichte von
Ludwig und der Kackmodulation

Hallo Leute,

auf dem Treffen konnten wir endlich das Problem mit den Schwingungen beheben. Dies gestaltete sich allerdings etappenweise. Bei meinem Besuch bei Reichelt

Bild

habe ich mir SMA Buchsen, Ringkerne, Glimmerkondensatoren und eine kleine Eisenblechdose geholt. Mithilfe eines Relais vom Flohmarkt wurde da draus dann ein zweiter Antennenumschalter mit Tiefpassfilter, der die notwendige Entkopplung sowie Kurzschließung des Empfängeranschlusses realisiert.

<hier folgt noch ein Bild von der Kiste>

Damit rannte der Kübel schon mal am Dummyload einigermaßen. Also gefreut, Antenne angeschlossen, gesendet und viel geflucht, weil die Kiste an der Antenne wieder fleißig geschwungen hat.

Also musste ich mit der Kiste dem ferdimh und seinem Messgeraffel auf die Pelle rücken (noch mal Danke für die Unterstützung!). Ergebnis der ersten Fehlersuche:

- Die ELA ist nicht HF Fest.
- ich auch nicht (aua! Merke: Erdung ist wichtig!)
- Ein Bandfiltergehäuse versehentlich am heißen Ende des Schwingkreises festgelötet
- Ein Elko verkehrt herum drin (hatte mit dem Schwingen vielleicht nicht viel zu tun, aber ist trotzdem ein Fehler)

Leider war das Schwingen immernoch da, dessen Frequenz ließ sich sonderbarer Weise allerdings mit dem VFO abstimmen. Ziemlicher Murks also. Der Fehler steckte im unzureichend entstörten Mikrofonverstärker. Der bekam eine Ferritperle auf den Emitter sowie an die Basis noch ein K und ein N. Damit war das Schwingen weg.

Aus Harrys Funkgerät quäkte es allerding etwas komisch. Gar nicht so richtig wie SSB. Ein Zweitonsignal am Specki wah auch mehr oder weniger doof aus. Ferdimh taufte es Kackmodulation und gab mir noch einige Tips zur Fehlersuche mit nach Dresden.

Ortswechsel. Wir schreiben den Anfang der Prüfungszeit. Alle sitzen in der Unibibliothek und lernen. Doch ein einzelner Nerd widersetzt sich dieser gesellschaftlichen Konvention und sitzt einsam im Turmlabor mit seinem Funkgerät.

Zum Nachvollziehen hier der Schaltplan:

Bild

Ich habe heute mal, ohne Endstufe an den Mikrofoneingang ein Sinussignal gehalten.

Bild

Wenn das aus Q10 raus kommt siehts so aus:

Bild

Nach dem ersten Mischer sieht das aber etwas komisch aus:

Bild

Sieht auch vor und nach dem Quarzfilter nicht viel besser aus:

Bild

Bild

Aus dem Board geht dann das da zur Endstufe:

Bild

Und aus der Endstufe kommt ein schönes, mit der Nutzfrequenz amplitudenmoduliertes Signal:

Bild

Das Problem ließ sich etwas eindämmen, indem ich wie in diesem Schaltplan eine Induktivität von 100µH zwischen Verstärker und Mischer geschaltet hab (siehe roter Pfeil!)
Bild

Damit wurde es schon mal etwas besser. Ich habe dann noch den BFO so abgeglichen, dass ein für mich schönes Signal raus kommt (minimale Amplitudenmodulation). Davon hab ich noch kein Foto. EIn Zweitonsignal ausm Handy sieht auch besser aus, allerdings bleibt ein kleiner teil Amplitudenmoduliert, was mich etwas verwundert. Ich werde das Ding die Tage mal testen und dann noch mal berichten, ob die Modulation jetzt gut ist.

Viele Grüße,
Ludwig
Zuletzt geändert von ludwig am Mi 13. Jul 2016, 22:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon zauberkopf » Mi 13. Jul 2016, 22:37

Das Problem ließ sich etwas eindämmen, indem ich wie in diesem Schaltplan eine Induktivität von 100µH zwischen Verstärker und Mischer geschaltet hab (siehe roter Pfeil!)

Drosseln/Spulen haben die unangenehme eigenschaft, das sie ab einer bestimmten Frequenz(Eigenresonanz) wieder wie ein Kondensator wirken.
d.H. Du musst sicherstellen, das die Eigenresonanz kleiner als 15MHZ ist.. Die ist im Datenblatt übrigens angegeben.

Noch was zu den Oszibildern : WO hast Du genau gemessen ? An der Batterie, an am Lautsprecherausgang, usw.. ? ;-)
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon ludwig » Mi 13. Jul 2016, 22:42

hm hab ich doch eigentlich geschrieben, wo ich alles gemessen habe:
Alles gegen Masse, Tastkopf 1:1

- Audioeingang
- Kollektor Q10
- Ausgang des Mischers
- Kollektor Q11
- Basis Q12
- Da, wo im Schaltplan steht: "RX ant"
- Ausgang der Endstufe an nem 50 Ohm Dummyload.
Zuletzt geändert von ludwig am Do 14. Jul 2016, 15:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon zauberkopf » Mi 13. Jul 2016, 22:52

Jetzt besser.. also das Sinussignal auf NF-Ebene... finde ich nicht gut ! ;-)
Da ist doch was überlagert.. welche Frequenz hat das denn ? können ja nur 4 oder 14MHZ sein..
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon ludwig » Mi 13. Jul 2016, 22:54

Das sah auch ohne Bitx dran so aus. Ich schau nochmal, aber ich glaube der Generator von Rostig und Schwer hat das genauso raus gekotzt, wie auf dem ersten Oszibild zu sehen. Aber es kann gut sein, dass im Verstärker dann noch mal HF drauf kommt. Ich schau nochmal aber hoffentlich nicht morgen, ich muss echt mal anfangen für die Prüfungen zu pauken.
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon zauberkopf » Mi 13. Jul 2016, 23:07

Ich schau nochmal aber hoffentlich nicht morgen, ich muss echt mal anfangen für die Prüfungen zu pauken.

Jepp hat priorität..
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon ludwig » Fr 15. Jul 2016, 11:26

Achso: @ferdimh: Du meintest doch auf dem Treffen bei der Analyse des Schaltbildes, dass beim Hochmischen der NF auf die ZF ein vollständiger Ringmischer irgedwie doof wäre, weil der dann irgendwas komisches machen würde.

Ich hab mir gerade noch mal den Umbau von dem im Schaltplan original angegebenen "halben" Mischer auf die integrierten ADE-1 Mischer angeschaut:

Bild

Hier nochmal das Datenblatt zum Mischer: https://www.minicircuits.com/pdfs/ADE-1.pdf

Wenn ich mir also das alles so anschaue, dann stelle ich fest, dass der Mischer ja doch vollständig in der Schaltung drin stecken muss. Das ist auch gar nicht verwunderlich, weil das auch gar nicht anders geht, wenn ich das integrierte Kackteil nehme.
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon ferdimh » Fr 15. Jul 2016, 11:41

Meine Aussage war im Wesentliche so gemeint:
"Du hast den halben Mischer durch einen ganzen ersetzt. Damit hast du u.A. das symmetrierpoti ausgehebelt und die Schaltung funktional verändert. Lass mal drüber nachdenken, was das für Folgen hat"
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon ludwig » Fr 15. Jul 2016, 12:33

Hm ja. Also grübele ich da nochmal drüber. Das Symmetrierpoti sollte ich mit dem integrierten Ding ja nicht wirklich brauchen, weil das Ding ja von Werk aus schon recht symmetrisch sein sollte. Das ist ja nur da, um eventuell verkackte Wicklungen auf dem Ringkern, sowie die Streuung von den Diodenparametern auszugleichen. Inwiefern das Ganze jetzt die Schaltung in ihrer Funktion beeinträchtigt muss ich noch mal sehn. Ich kann mir nicht so richtig erklären, woher eine parasitäre Amplitudenmodulation kommen soll. Der Mischer haut ja in der Theorie ein DSB Signal raus, also sollte da auch kein Träger da sein. Aus dem Mischer kann nur dann ein Träger mit raus kommen, wenn da irgendwo ein DC Offset am Eingang wäre. Das müsste ich noch mal untersuchen. Wenn dieser eventuell vorhandene DC Offset nun mit dem NF Signal überlagert würde hätte ich ja meine Amplitudenmodulation, oder?

Edit: Da genau am Eingang vom Mischer ist doch der Elko, der verkehrt herum drin war. Wenn der nun irgendwie leitend geworden ist, dann hätte ich ja schon meine Quelle für das DC offset gefunden? Andererseits dürfte an dieser Stelle beim Sendebetrieb gar keine Spannung anliegen... Ich mess die Tage noch mal nach.
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon zauberkopf » Fr 15. Jul 2016, 15:29

Und denk an die Drossel !
Ich weis nicht, was Du da genau drin hast, aber die kleinen bei Reichelt haben Eigenresonanzen von 5 oder 13MHZ.
Und oberhalb, der Eigenresonanz ist eine Drossel keine Drossel mehr...
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Re: [Funk] Der BITX20 Faden

Beitragvon ferdimh » Fr 15. Jul 2016, 16:08

Was meinste, warum ich genau nach diesem Elko geguckt habe?
Das war aufn ersten Blick die logischste Quelle für diesen Fehler.
Wenn ich mir das Oszillogramm aber mal genauer angucke, sind sehr viele sehr traurige Dinge zu sehen.
a) Der Modulationsverstärker verzerrt. Das ist der Sprachqualität sicher nicht zuträglich und wird die Ursache der verschieden hohen Peaks nach dem Ringmischer sein.
b) Das Signal am Ringmischerausgang geht nie durch Null. Damit ist das kein DC offset, sondern anderer Scheiß: Entweder phasenverschobener Träger oder Oberwellen.
c) der Ripple nachm Quarzfilter ist vermutlich die Differenz aus Fmod und Fmod*2 ausm Modulationsverstärker. Du hast letzten Endes Zweiton aussteuerung.
d) ist das Signal aus der Endstufe mit deutlich mehr Ripple versehen. Das heißt die Endstufe intermoduliert wie Sau.
e) Das von dir oszillographierte "Fehler"bild entspricht nicht dem aufm Treffen gemessenen. Da ist wohl irgendeine Randbedingung anders.
f) Wieso haben die noch eine Mikrofonverstärkerstufe eingezogen?! Der Eingang dürfte vorher schon bei 10mV am Anschlag gewesen sein, gesünder wäre weniger Gas. Wie soll man damit was anderes als Contestrechtecke produzieren?
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