Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Der chaotische Hauptfaden

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Harley
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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von Harley » Fr 8. Jan 2016, 19:18

Warum nicht einfach 2 DHT22 (beim Chinesen um die Ecke 3.-€).
Dann einen Arduino, eine kleine Bibliothek, und schon hat man innen wie aussen Temperatur, Luftfeuchte und Taupunkt.
Hier wird das Thema auch behandelt: http://www.arduinoforum.de/arduino-Thre ... r-Taupunkt

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Raja_Kentut
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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von Raja_Kentut » Sa 9. Jan 2016, 12:22

Celaus hat geschrieben:Wenn das feuchte Thermometer im Freien eine kältere Temperatur hat als das trockene im Innenraum, dann darf man lüften
ffupx , Celaus
...echt ? Das wäre ja des Kudels Pern wen es um Vereinfachung des An-Aus Apparatismus geht.
Also einen PT1000 nach draußen mit einer Feuchthaltemimik und einen nach drinnen in der kältesten Kellerecke. Dann einfach Widerstände vergleichen und gut ist. Da reicht
eine clevere OP Schaltung ja völlig aus....
Andererseits - das Feuchtteil darf ja keinen Zug kriegen (chillfaktor) und keine direkte Sonnnenbestrahlung, da muß also noch einiges an Grübelei reinfließen...
Also Frickelpotenzial. Müßte mal schauen wie die Meteorologen das machen in ihren weißen Kästen...

Ich hab mir jetzt jedenfalls so ein Airfort Wärmetauscherelement bestellt, ist im Endeffekt genauso teuer wie sein Bayerischer Kollege wegen 25 Euro shipping, aber größer.


@ Harley -> mir gehts wie dem Kollegen im Arduino Forum. I mog kaa brogrammierung net!

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zauberkopf
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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von zauberkopf » Sa 9. Jan 2016, 12:39


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Raja_Kentut
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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von Raja_Kentut » Sa 9. Jan 2016, 16:46

danke, Zauberkopf, hab ich also falsch gedacht: der Feuchthalter MUß Zugluft haben....WIKIPEDIA lebe hoch !
geht aber auch ohne :
https://commons.wikimedia.org/wiki/Psyc ... ometrs.jpg

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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von zauberkopf » Sa 9. Jan 2016, 16:51

Ja.. der witz ist ja gerade, das die verdunstungskälte gemessen wird.
Denn diese Variiert ja von feuchtigkeit zu feuchtigkeit..
Stell Dir mal vor.. das ganze wäre hermetisch abgeschlossen..

Übrigens.. wie ich aus dem E-Dampfen jetzt mittlerweile weis, ist Watte der ideale Docht !
Eigentlich hätte ich gute Lust mal ein genaues Hygrometer zu bauen.. ne Buddel Mezzomix + 2 temp sensoren.. und nen Arduino...

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Raja_Kentut
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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von Raja_Kentut » Sa 9. Jan 2016, 16:57

ihr immer mit euren Arduinos...irgendwann lern' ich aus purem Trotz noch C-Programmierung ;-)

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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von zauberkopf » Sa 9. Jan 2016, 17:09

Du wirst lachen.. ich programmiere nen Arduino sehr gerne in puren AVR C und wenns richtig Zeitkritisch sein muss auch in Assembler.
Ganz einfach : Die Arduinos.. gerade die ganz kleinen.. die kriegste in China für 1,80.. incl versand.
Da ist ein bootloader drauf.. die Fuses kannste getrost vergessen... und ne USB schnittstelle..
Nur zeitkritisches und Arduino IDE.. das geht leicht schief !

z.B. das Thermoter/Hygrometer, wird da ganz simple :
Arduino.. LCDShield, 2 Widerstände, und 2 alte Temperatursensoren von alten Wettersonden... etwas hirnschmalz.. fertig !
Sinn ? hmm.. also in meiner Wohnwerkstatt weis ich, wann die Katze zur ESD-Katze mutiert... eigentlich weis ich das aber auch, wenn mir die Popel aus der Nase so rausrieseln..

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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von BernhardS » So 10. Jan 2016, 16:12

Raja_Kentut hat geschrieben:
Celaus hat geschrieben: Müßte mal schauen wie die Meteorologen das machen in ihren weißen Kästen...
Die messen auch die relative Feuchte, die Temperatur und rechnen. Beim Taupunktthermometer muss man ja einen Lüfter betreiben und Wasser nachfüllen.

Wenn man ein Thermometer einfach abliest, dann zeigt es um den Anteil der eingestrahlten Wärme zu hoch an. Deswegen gibt es Thermometer die oben eine kleine Öse haben. Die bindet man an einen festen Faden und schleudert sie im Kreis um einen besseren Wert zu bekommen.
Wenn man sowieso schon schleudert, dann kann man das auch mit einer Halterung für ein trockenes und ein feucht umwickeltes Thermometer machen und bekommt so in kurzer Zeit die beiden Meßwerte aus denen man dann wieder die Feuchte rechnen kann.
Das war früher einfacher und robuster als ein Meßgerät für relative Feuchte rumzutragen. Die haben ja über die Längenänderung von Pferdehaar funktioniert und sind mechanisch etwas anfällig. Es gibt aber andererseits jahrzehntealte Geräte die dank schonender Behandlung immer noch richtig anzeigen.

Elektronische Fühler werden kalibriert indem man zu supertrockener Luft exakt abgewogene Wassermengen zudosiert. Ich hab einen Verwandten, der macht das beruflich.

Den Taupunkt kann man direkt messen indem man eine polierte Metallfolie per Peltierelement abkühlt und über die Änderung der Lichtreflektion auswertet wann sich die Feuchtigkeit darauf niederschlägt. Das ist genauer als die Temperatur am feuchten Thermometer zu messen.

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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von Celaus » So 10. Jan 2016, 18:39

Stimmt ! -- Das feuchte Thermometer muß in schwacher Zugluft messen. Diese wurde früher durch ein Fügelrädchen erzeugt, das von einem Federuhrwerk angetrieben wurde. Das älteste Psychrometer, das ich vor einigen Jahren sah, war aus Messing und hatte, wenn ich so sagen darf, reichlich Steampunk-Charakter.
ffupx , Celaus

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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von duese » Mo 11. Jan 2016, 07:35

BernhardS hat geschrieben: Den Taupunkt kann man direkt messen indem man eine polierte Metallfolie per Peltierelement abkühlt und über die Änderung der Lichtreflektion auswertet wann sich die Feuchtigkeit darauf niederschlägt. Das ist genauer als die Temperatur am feuchten Thermometer zu messen.
Nennt sich Taupunktspiegel (falls jemand ein Stichwort für die Suche braucht).

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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von Sir_Death » Mo 11. Jan 2016, 14:28

Harley hat geschrieben:Warum nicht einfach 2 DHT22 (beim Chinesen um die Ecke 3.-€).
Dann einen Arduino, eine kleine Bibliothek, und schon hat man innen wie aussen Temperatur, Luftfeuchte und Taupunkt.
Hier wird das Thema auch behandelt: http://www.arduinoforum.de/arduino-Thre ... r-Taupunkt
Noch Fricklermäßiger:
-) Einen alten Kühlschrankkompressor
-) 2 kleine Wärmetauscher - 1 x für kalt, 1 x für Warm
-) Miefquirl
Die drei Dinge gibt's auch zusammengebaut als defekten Entfeuchter am Wertstoffhof.

Dazu:
-) Ein DHT22
-) Ein Arduino Nano
-) 2 Relais für Kompressor und Miefquirl
-) Wenn es über 58% RLF hat, wirf den Kompressor (+ Lüfter) an
-) Wenn es unter 52% RLF hat, schalt ihn aus....
-) Wenn der kalte Wärmetauscher unter 0°C absinkt, lass 10 Minuten nur den Ventilator laufen (abtauen)

Werkelt bei mir im Keller... http://www.fingers-welt.de/phpBB/viewto ... =14&t=5006

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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von uxlaxel » Mo 11. Jan 2016, 14:47

uli12us hat geschrieben:Beim Norma hab ich gelegentlich mal solche Entfeuchtersackerl gesehen, die man nachdem die feucht sind einfach in den Ofen zum Entfeuchten stecken kann. Gehören wohl für Autos. Allerdings ist mir nicht bekannt, inwiefern die Dinger was taugen.
ich kenne nur diese version, die mit einem salzsack und einem auffanggefäß daher kommen. wenn man da nicht aufpasst, läuft die schale sehr schnell über. die erfahrung hat aber gezeigt, daß statt der normalen mitgelieferten wanne ein 5l-farbeimer genau die richtige größe hat. das salz ist verbraucht, wenn der eimer voll ist. dort ist dann gesättigte salzlösung drin. wenn man die versehentlich verkippt, muß man schön aufpassen, wo die hin läuft bzw. gleich wieder aufwischen.

ich halte damit meinen "klappfix" trocken, um ein stocken der zeltplane in der garage zu verhindern. er ist zwar 20cm aufgeklappt in der garage, aber die luftfeuchtigkeit geht im winter auf bis zu 70% hoch.

als dauerhhafte raumentfeuchtung taugt das auch nur bedingt, außer man kommt billig an salz ran. regeneriersalz oder streusalz sind aber sehr preiswert, man muß halt die auffangwanne mit einem ablauf versehen oder wirklich regelmäßig entleeren.

lg axel

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Lore
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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von Lore » Mo 9. Jan 2017, 19:17

ich hole das Thema wieder hoch weil ich meine Erfahrungen berichten möchte:

Als wir das este mal unseren Keller (BJ 1876 Gewölbekeller Bruchsteinfundament mit Bachsteinboden) besichtigt haben (im Spätherbst) waren die Bruchsteine schön feucht bis naß und die beiden Fenster geschlossen (bei beiden sind je 2 Fensterscheiben hintereinander im Abstand von ca. 15cm) es roch ein bissl nach Urwald odersoä. aber nicht schimmelig.

es gab im Keller vom Vorbesitzer zwei E-Heizer, einen Luftentfeuchter, einen Ventilator -----das alles brachte natürlich nicht wirklich Erfolg

Dann habe ich den Rat befolgt:
im Winter beide Fenster (für 1-2 Tage pro 14 Tage) geöffnet und Durchzug gemacht und mehrere Schüsseln mit Streusalz aufgestellt (diese kommen dann auf den Ofen wenn sie naß sind, zum trocknen)
Im Sommer beide "Doppel" Fenster schön verschlossen halten

das hat also super geklappt, Luftfeuchtigkeit im Winter bei ca. 10 Grad celsius ca. 55% - Backsteine werden trocken und sehen gräulich aus, Bruchsteine sind trocken
wenn die Fenster dann wieder zu sind sehe ich das an den Backsteinen wenn sie wieder rötlich werden dann sind es ca. 65 - 68% Luftfeuchte - Bruchsteine werden äußerlich leucht feucht

So einfach kann das sein..
super Apfel und Gemüsekeller
Die E-Heizer und anderen Geräte habe ich schon entsorgt.

Gruß
Lore

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Raja_Kentut
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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von Raja_Kentut » So 15. Jan 2017, 14:20

GENAU !
Das Lüften machts, offensichtlich kam auch bei mir die Feuchtigkeit hauptsächlich durch die Luft im Sommer rein.

Ich hab jetzt immer eine Klappe von nem unbenutzten Schornstein offen, das bringt ordentlich was. (Hat hier jemand vorgeschlagen...)
Winter = Nullproblemo
Nur wenns draußen wieder warm wird fängts von vorne an.
Ich hab schon einen Luftwärmetauscher liegen, der wird bald mal in ein Gärätt verwandelt - dann wird die Außenluft erst mit der
ausströmenden Kellerluft abgekühlt. Hoffentlich verliert sie dann die meißte Feuchtigkeit.

Um Feuchtigkeit aus der Bodenplatte zu minimieren hab ich in zwei Räumen den Boden mit Betonfarbe gestrichen - hat auch schon einiges gebracht.

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Nicki
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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von Nicki » So 15. Jan 2017, 14:58

Hat schon mal jemand mit nem Klimabrunnen experimentiert?
Wasser mit nem Kältekompressor kühlen und dann an der Luft über eine schräge Platte rinnen lassen.
Mit einem Fungizid wie z.B. einem Silberdraht sollte man der Gubbelbildung Einhalt gebieten können.

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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von Virtex7 » Mo 16. Jan 2017, 02:53

lol das Ding erzeugt das Gegenteil von dem was der OP haben wollte.
für "mal was trocknen" ist son Kältetrockner doch ideal.

Als Fungizid biete sich meiner Meinung nach Quecksilberchloid an, das geht gut, wenn man gerade kein Wasserstoffperoxid oder Hydrazin da hat oder einem das letztere zu arg nach Fisch stinkt. Außerdem ist dann auch das Quecksilber sinnvoll verwertet, was ja in einem anderen Thread so verschrieen wurde... (von wegen nicht nützlich...)
https://de.wikipedia.org/wiki/Quecksilb ... 29-chlorid

Damit bin ich mal der Algen Herr geworden, die sich in einem ausgedehnten Kühlsystem ausgebreitet haben... :twisted:
Wasserstoffperoxid hatte keine Chance.

gut, danach ist das Kühlwasser erst mal Sondermüll, aber das HgCl2 kann man ja ausfällen (und sollte man auch, wenn man das Wasser rauslässt)

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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von duese » Mo 16. Jan 2017, 07:41

Wenn das Wasser die richtige Temperatur hat, kondensiert das tatsächlich Feuchtigkeit aus der Luft aus...

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Raja_Kentut
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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von Raja_Kentut » So 19. Aug 2018, 12:09

Nach einiger Hilfe aus dem Forum und dem hiesigen FabLab (mein Arduinoprogramm läuft, ein FabLabber hat jetzt eine Röhren-Echolette) hat mein Projekt Kellerlüftung nun einen vorzeigbaren Stand erreicht.
Die Steuerung V1.1 hat einen weiteren Temperaturfühler für die kälteste Kellerbodenecke dazubekommen und wurde hübsch gemacht.

Bild

Spannungsversorgung ist ein altes USB Ladeteil, Gehäuse von einem alten Netzteil.

Auch bei V2.0 ist die Spannungsversorgung aus einem USB Steckernetzteil geerntet.
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Prototyp von innen

Bild
Fertiggärätt

Unten noch einige Bilder von der Gesamtanlage. Vor dem Wärmetauscher habe ich jeweils G3 Luftfilter gesetzt um einer Innenvergubbelung vorzubeugen – Staub + Kondenswasser ist bestimmt ein guter Närboden für Allesmögliche...

Der Wärmetauscher funzt, oder sagen wir mal, er hat eine positive Energiebilanz : Im Winter hatte ich bei einer Außentemperatur von -15°C eine Zulufttemperatur von +5°C bei 15°C Innentemperatur.
Trotzdem wird’s im Keller bei den momentanen wochenlangen >30°C so um die 23°C im Keller...

Die Zu- und Abluftmimik verschwindet in einer ...ahäm... formschönen Plastikbox über dem Kellerlichtschacht. WAF grün, also alles paletti :-)

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Außenfühler für T und RH. Ist noch eine Schlagregenschutzplatte davor. Sensorplatine mit 2k Kleber umgloddert, sost gibt’s durch Spritzer Galvanik an den Pins...

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Ansaug- und Abluftbox. Trägt im Winter sogar etwas zur Luftvorwärmung bei. Wenn die Sonne drauf scheint...

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Luftfilter aus Plastikkiste. Der Deckel hat entsprechende Löcher...

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Außenluftfilter seit Oktober 2017 in Betrieb ...brrrrrrr... trotz Landluft....

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Kreuzstromwärmetauscher im Habitat

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Gesamtgärätt

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Verbauter Lüfter. Nicht nachmachen, sehr schwach auf der Brust, erste Lagergeräusche hörbar...

lufterfrischte Grüße

RK

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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von Bastel-Onkel » Di 21. Aug 2018, 19:22

Sieht gut aus. Was ist im Kreuzstrom-Wärmetauscher unter der grünen Abdeckung? Bin gespannt, wie viel Kondenswasser anfällt.

Ich hab bis jetzt auf dieses Raumluft-Entfeuchtersalz gesetzt. Die Lösung hab ich bislang aufgehoben, in der Hoffnung, die mit möglichst wenig Energieeinsatz (Sonne) wieder aufkonzentrieren oder gar eindampfen zu können. Zersetzung wäre dabei natürlich unerwünscht. Die Frage ist eher, ob es wirklich nötig ist, absolut kristallwasserfreies Magnesium- oder Calciumchlorid zurückzugewinnen oder ob eine Hydrat-Form nicht ebenfalls ausreicht. Schließlich ist es so hygroskopisch, daß es bei Kontakt mit Luftfeuchtigkeit am Ende in Lösung vorliegt. Das sollte auch mit dem Hydrat als Ausgangsstoff noch möglich sein. Das, was zu Magnesium- oder Calciumchlorid bzw. deren Hydraten bei Seilnacht steht, klingt zumindest mal ermutigend.

Fehlt noch der passende Aufbau. Ich hatte an alte Schraubdeckelgläser zur Aufbewahrung gedacht. Die halten gut 100 Grad aus und sind im geschlossenen Zustand einigermaßen dicht. Mal schauen, ob ich aus dünnem, glänzendem Blech eine Parabolrinne für einen Sonnenofen gebogen kriege...

Wäre ja zu praktisch, wenn man im Sommer "Entfeuchterkonserven" für den Winter anlegen könnte. Ausprobieren...

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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von Bastelbruder » Di 21. Aug 2018, 20:20

Das Trocknen dürfte eher im Winter funktionieren als im Sommer. Bei Außentemperatur um null Grad braucht die Salzlake keine 50°C um zu trocknen.

Bei 0°C kann die Luft 5 g Wasser aufnehmen (=100% = Nebel), meist ist die Luft viel trockener.
Dieselbe Luft (Wassermenge) hat bei 30°C allerhöchstens noch 16% Rel.Feuchte. Da trocknen die meisten Salze mit Ausnahme von Natriumhydroxid, Lithiumbromid, Zinkbromid, Kaliumhydroxid und Lithiumchlorid.
Die beiden Hydroxide (konzentrierte Laugen) möchte ich vollkommen ausschließen, Bromide auch, bleibt noch Lithiumchlorid. Und das ist vermutlich zu teuer.

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Re: Zu feucht untenrum - was macht der geneigte Chemiker?

Beitrag von Raja_Kentut » Do 23. Aug 2018, 14:38

an Bastelonkel :
Das grüne ist der Wärmetauscher (Airfort)
Kondenswasser gibt es nur im Winter, insgesamt hatte ich weniger als 5 Liter...

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