Eure aktuellen Funde

Der chaotische Hauptfaden

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inse
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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von inse » Mi 11. Mär 2020, 06:05

Kannst ihn ja erstmal wiegen, das Sollgewicht müsste doch draufstehen

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Desinfector
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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Desinfector » Mi 11. Mär 2020, 15:30

mir fiel erst gestern wieder dieses ovale Teil vor die Füsse.
Hatte jetzt diverse Kisten voll mit Schrott, da kam zuletzt recht viel rein.

Bild

Das ganze ist (ohne Aufbauten) auf neudeutsch und lt Label ein "Food-Steamer".
kannst also z.B. Gemüse dünsten. Da ich den elektromechanischen Uhrwerk-Timer (75 Minuten) viel interessanter fand,
als mit dem Ding vielleicht doppelten Schrottwert zu verdienen, hab ich den geschlachtet.
Obwohl das Teil neu und unbenutzt aussah.

Der graue Nobbel in der Mitte ist das Heizelement, 800W.
Schön kleiner handlicher Vorwiderstand für... na, das findet sich.
Das Wasser sollte direkt in der Schale aufgeheizt werden.

Cubicany
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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Cubicany » Mi 11. Mär 2020, 21:44

Heute aus dem Resten zwei Stücke des bei vielen so verhassten "U-Stahl" gezogen.

Sind beide 10 cm plus/minus paar kaputte.
IMG_8724.JPG
Mal sehen, für was die noch gut sind.

Zur Not seitlich Bleche dran und als Kleinteileschalen bzw. einer als Handyaufsteller.

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Fritzler
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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Fritzler » Mi 11. Mär 2020, 21:47

Cubicany hat geschrieben:
Mi 11. Mär 2020, 21:44
bei vielen so verhassten
Wie kommsten darauf?

Ansonsten Gewinde rein und du hast Winkel zum Gehäuse bauen.

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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Cubicany » Mi 11. Mär 2020, 22:16

Fritzler hat geschrieben:
Mi 11. Mär 2020, 21:47

Wie kommsten darauf?
Metall Grundlagen Ausbildung.

Der erste Monat besteht da gefühlt nur aus diesem Teil.

Irgendwelche Fasen, Rundungen, Absätze rein feilen und Löcher bohren.

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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von grobschmied » Mi 11. Mär 2020, 22:18

U-Stahl war in der Grundausbildung Metall durch feilen auf alle erdenklichen Maße und Winkligkeit zu bearbeiten. Da kam Freude auf :lol:

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Fritzler
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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Fritzler » Mi 11. Mär 2020, 22:22

Achso.
Da ich Akademikerhintergrund habe kann ich da leider nicht mitfühlen.

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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Andreas_P » Do 12. Mär 2020, 07:16

Oh ja der U-Stahl, den habe ich noch in schlechter Erinnerung.
Mehrere komplette Tage durfte ich an den feilen.
Das Haarlineal und Haarwinkel brachten ernüchterndes und frustrierendes zu Tage :shock: ,
nämlich das die gefeilte Fläche alles andere als gerade ist.

@Fritzler
Soll ich ein Stück U-Stahl zum Treffen auftreiben?
Du willst bestimmt auch damit etwas Spaß haben.
Das es beim feilen nicht so arg quietscht wird die Feile geölt. :twisted:

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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Lötfahne » Do 12. Mär 2020, 07:52

Huargh, da kommen Erinnerungen von vor 34 Jahren auf. Das "U-Stück"! :shock:
Am Schluß hat dann ein Meßzeughalter draus werden sollen, erinnert sich noch wer dran? ;)

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Hightech
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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Hightech » Do 12. Mär 2020, 07:55

Das schlimmste was einen passieren kann:
Der Meister kommt mit dem Haarwinkel.
Nochmal neu, von vorne!

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Desinfector
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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Desinfector » Do 12. Mär 2020, 08:31

vorhin gabs einen Eimer auf Rollen, mit dem Staubsauger drauf ;)
und mal wieder 'ne Microwelle.

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Mista X
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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Mista X » Do 12. Mär 2020, 08:54

U Stahl.... bääh
Bei uns wurde es ein kleiner Schraubstock. Der U Stahl wurde dabei die Grundplatte.
Dazu kamen dann noch 1 Block als Führungshalter, 2 Blöcke für die künftigen Backen, 3 Rundeisen - 2 als Führungsstangen - 1 als Spindel, 2 Schonbacken aus Messing... jipieee. 2 Monate Hölle!!

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Hightech
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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Hightech » Do 12. Mär 2020, 09:05

Ich musste nur einen Anschlagwinkel feilen.

sukram
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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von sukram » Do 12. Mär 2020, 09:09

Hm, ich seh schon. Das sind die lebenswichtigen Grundlagen, die damals schon nicht mehr Teil meiner Ausbildung waren (IT Systemelektroniker) :o

Manchmal vermisse ich das tatsächlich. Gerade viele Inhalte, die ein Kommunikationselektroniker oder Fernmeldehandwerker noch gelernt hat, musste ich im Selbststudium nachholen...

Meine Funde: ein Phoenix Hutschienen Switch für 24V mit 16x 100MBits. Bekommt keinen Link mit längeren Patchkabeln - wahrscheinlich Elkos fertig. Eine Logo 8, mit gerösteter Stromversorgung. Mal sehn, ob ich die wieder an den Start bekomme... Ein Tiptoistift mit Batteriesaftschaden.

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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von video6 » Do 12. Mär 2020, 09:11

das erste Lehrjahr bestand quasi nur aus feilen feilen und nochmals feilen. :D


damals bei der Deutschen Reichsbahn im Eberswalder RAW. ;)
Was ja nun auch schon Geschichte ist :(

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Desinfector
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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Desinfector » Do 12. Mär 2020, 09:29

1 Drittel der Lehrzeit für etwas, das doch damals auch schon obsolet war, weil Maschinen das schneller können?

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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von tom » Do 12. Mär 2020, 09:40

Desinfector hat geschrieben:
Do 12. Mär 2020, 09:29
1 Drittel der Lehrzeit für etwas, das doch damals auch schon obsolet war, weil Maschinen das schneller können?
Von solchen Sachen kommt aber die Erfahrung, die Heute kaum einer mehr hat, der das nicht gemacht hat.

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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Chemnitzsurfer » Do 12. Mär 2020, 09:50

Es ging halt darum, die notwendigen handwerklichen Basics (wichtige Grundlagen der Metallbearbeitung, wie zum Beispiel Gewinde gerade zum Werkstück schneiden) zu erlernen und dafür war das eine Lehrjahr gut geeignet. Bei meinem Vater bestand zum Beispiel die Aufgabe darin ein vorne plan geschliffen / gesägte Bohrer anzuschleifen, damit ein tiefes Sackloch in ein Rundmaterial zu bohren und dann ein Gewinde zu schneiden. Wenn hinterher das Gewinde Spiel hatte oder der eingedrehte Gewindestab nicht senkrecht zum Rundmaterial war und nicht genau mittig war, durfte er von vorne anfangen. Damit wurde auch automatisch genaues und gründliches Arbeiten gelehrt und verinnerlicht. Ich staune immer wieder, wenn ich ihm bei der Arbeit zusehen kann wie genau und gewissenhaft er arbeitet, ohne dass es dadurch länger dauern würde.

Leider fehlt so etwas heutzutage in der Lehre. Der Azubi ist oft genug nur ein Kostenfaktor und billigere Arbeitskraft. War bei mir vor 10 Jahren in der Lehre auch nicht anders, da habe ich in den ersten 1 ½ Jahren oft nur Hiwi Kram wie bohren und bestücken von Schaltschrankmontageplatte gemacht und kann bis heute keinen Bohrer gescheid abschleifen.

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Spike
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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Spike » Do 12. Mär 2020, 10:24

Gestern beim Stöbern im Sozialkaufhaus: Eine "Knorke" Belchdose mit Dichtgummis.
Darunter auch was für den Propeller: Roburit. Sollte man also besser nicht im Bus verbauen :D
Bild

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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Mista X » Do 12. Mär 2020, 10:30

Chemnitzsurfer hat geschrieben:
Do 12. Mär 2020, 09:50
Es ging halt darum, die notwendigen handwerklichen Basics (wichtige Grundlagen der Metallbearbeitung, wie zum Beispiel Gewinde gerade zum Werkstück schneiden) zu erlernen und dafür war das eine Lehrjahr gut geeignet. Bei meinem Vater bestand zum Beispiel die Aufgabe darin ein vorne plan geschliffen / gesägte Bohrer anzuschleifen, damit ein tiefes Sackloch in ein Rundmaterial zu bohren und dann ein Gewinde zu schneiden. Wenn hinterher das Gewinde Spiel hatte oder der eingedrehte Gewindestab nicht senkrecht zum Rundmaterial war und nicht genau mittig war, durfte er von vorne anfangen. Damit wurde auch automatisch genaues und gründliches Arbeiten gelehrt und verinnerlicht. Ich staune immer wieder, wenn ich ihm bei der Arbeit zusehen kann wie genau und gewissenhaft er arbeitet, ohne dass es dadurch länger dauern würde.

Leider fehlt so etwas heutzutage in der Lehre. Der Azubi ist oft genug nur ein Kostenfaktor und billigere Arbeitskraft. War bei mir vor 10 Jahren in der Lehre auch nicht anders, da habe ich in den ersten 1 ½ Jahren oft nur Hiwi Kram wie bohren und bestücken von Schaltschrankmontageplatte gemacht und kann bis heute keinen Bohrer gescheid abschleifen.
Kann ich unterschreiben.
Habe den Fehler gemacht und einem Azubi eines der Beetle MK2 Netzteile zur Reparatur gegeben. Nach Anleitung hat er die Elkos darin erneuert und den Lüfter getauscht.
Habe ihn extra darauf hingewiesen, er muss beim löten auf Sauberkeit achten!
Was war am Ende: Asche
Warum: Lötzinnkleckser zwischen den 300V und Steuerpins vom Standbynetzteil.
Und ich frag noch: Hast du ordentlich gelötet und kontrolliert?

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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Lötfahne » Do 12. Mär 2020, 11:09

"Stahl erzieht." ;)
Man bekommt ein intuitives Gefühl für das Material, auch wenn man später nur noch maschinell drauf los geht.

Und meist wird man dann auch Mättler. :mrgreen:

andreas6
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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von andreas6 » Do 12. Mär 2020, 11:19

Eine Pfaff-Nähmaschine im Schränkchen. Mit Bedienungsanleitung und 5-Jahres-Garantieschein vom 11.02.1967. Abschmieren wird sicher mal nötig sein. Der Riemen für den Fußantrieb fehlt. Normalerweise wird die Maschine elektrisch angetrieben.

MfG. Andreas

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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von Joschie » Do 12. Mär 2020, 12:22

Kommt jetzt zwar aufs Baujahr und das Model der Pfaff an, ich tippe aber schon auf ein Model mit Schnurkette.
Diese bitte genau anschauen da die brüchig werden und tunlichst von jeglichen Schmier- und Reinigungsstoffen frei halten.
Gibts noch als Ersatzteil, der Einbau ist aber nicht ganz ohne.

Grüße
Josef

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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von andreas6 » Do 12. Mär 2020, 13:14

Danke für den Tipp! Es ist ein Modell 90m, so der handschriftliche Eintrag im Garantieschein. Den Begriff Schnurkette kannte ich nicht, ein Vorläufer des Zahnriemens?

MfG. Andreas

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Re: Eure aktuellen Funde

Beitrag von rene_s39 » Do 12. Mär 2020, 14:02

Spike hat geschrieben:
Do 12. Mär 2020, 10:24
Eine "Knorke" Belchdose mit Dichtgummis.
Darunter auch was für den Propeller: Roburit.
Davon habe ich auch noch eine Dose voll, sogar mit Verpackung und Werbeslogan.
Nur wie der jetzt genau ging, das weiß ich gerade nicht mehr :D

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