Reparaturerfolge

Der chaotische Hauptfaden

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Mista X
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Mista X » Mo 21. Sep 2020, 09:14

Gestern die eigene Heizung winterfit gemacht:

9 Uhr - Heizung komplett abgestellt - gefrühstückt in Ruhe
10:30 Uhr - Warmwasserzulauf zugedreht und Warmwasser in der Küche aufgedreht um das System drucklos zu machen.
10:45 Uhr - Deckel von der Flanschverschraubung ist ab und ich suche nach einem Ablass um 200 Liter 45 Grad heißes Wasser gepflegt ohne Sauerei in einen Eimer / Gulli abzulassen. Nicht vorhanden! Leise Flüche den Vollidioten betreffend der diese Heizung geplant hat.
11 Uhr - Die Flanschverschraubung geht mit einem leisen Plopp 2mm ab und es beginnen 200 Liter Heißwasser auszulaufen. Verzweifelt lege ich eine Wanne davor und einen Haufen Wischmöpse usw.
11:30 Uhr - Ich sitze in einer Mischung aus Putzlappen, pipiwarmer Boilerplörre und meine Frau am keifen sie kann wegen ihrem Tennisarm keine 10 Liter Eimer mehr zum Waschbecken schleppen. (Sie hat 2 Arme!!! denk ich mir)
11:45 Uhr - Der Boiler ist leer, ich nass, meine Frau müde - aber ich kann ihn öffnen. Die Opferanode ist noch 4/5 vorhanden, gut verkrustet - aber gut, kommt neu um endlich mal einen Wartungsintervall rein zu bekommen.
12 Uhr - Die Kalk und sonstigen Krusten verlangen dem Nassschmirgel und Schraubendreher alles ab. Aber die Verschraubung und die Dichtflächen sind wieder glatt und sauber. Die Dichtung beacker ich mit Rostlöser und Lappen.
12:05 Uhr - Ich habe die neue Anode reingeschraubt, die Sachen sauber und glatt und die Dichtung mit Vaseline geschmeidig gemacht. Ich montiere den Quatsch wieder und ziehe ordentlich mit dem vorgeschriebenen Drehmoment fest.
12:30 Uhr - ich stehe grübelnd vor dem alten Rückschlagventil. 17er Maulschlüssel hat kraftmäßig versagt. Dezente Hammerschläge halfen auch nicht wirklich. Panzerband, 1m Stange soll helfen. Gesagt getan.
12:45 Uhr - Keller - Panzerband + Maulschlüssel + Stange. Die Verschraubung hält. Stattdessen gibt das dämliche Messing am 6 Kant nach und wird zum 5 Kant.
13 Uhr - Ich fluche lauter... und zieh mir erstmal ein DuRöhre Video mit Klempnertricks rein. Heiß machen...
13:10 Uhr - Ich stehe mit dem Einhandpolitiker am Rohr. Dieser diskutiert in einer hitzigen Debatte mit den Kegelteil bis zur Weißglut...
13:15 Uhr - Mit einem dezenten KNIRSCH löst sich die Verschraubung. Von dem Rückschlagventil ist nur noch der Stempel übrig. Die Feder und die Dichtung... wo??? Ach die haben wir zwischenzeitlich getrunken oder drin gebadet.
13:30 Uhr - Die Verschraubung weicht in Rostlöser und Bremsenreiniger ein. 5mm Kalk usw. nach 40 Jahren sind zementhart. Zewa verhindert ein frühzeitiges abdunsten von der Chemie.
13:45 Uhr - Ich löse die Verschraubung vom MAG vom Warmwasserzulauf. Es macht einen leichten Ruck nach unten - Gut... 30 Kilo sind scheiße schwer....
13:50 Uhr - Welcher $§%$%§$% hat die Wandhalterung so verbaut, dass man diese komplett abbauen muss? - Fein - 7er Maulschlüssel an der Wand und die Schraube lösen.
13:52 Uhr - Das MAG macht obwohl die andere Schraube noch nicht angerührt wurde einen 5cm Satz nach unten. Dafuq? Feststellung: Die andere Schraube hat keine Daseinsberechtigung. Warum: Spielzeugdübel!!!
13:53 Uhr - Ich auf der Leiter brüll meine Frau her - HALT MAL FEST!!
13:55 Uhr - Frau soll einfach nur unten stehen und lange Arme machen und festhalten. Ich schraube oben los und 1cm Schraube später macht es WUTSCH und das Ding kommt von der Wand runter. Ich fliege fast von der Leiter weil "Steh stabil und halt das Ding da fest hat Frau irgendwie falsch oder nicht verstanden. Also hing ich mit 30 Kilo MAG auf der Leiter...
14:10 Uhr - Das MAG liegt im Flur. 30 Kilo schwer - Das geht so wie es ist zum Schrotti.... leer machen? Haha...
14:15 Uhr - Pause
14:30 Uhr - Rostlöser und Bremsenreiniger haben einen guten Job gemacht. Die Verschraubung glänzt wieder wie neu und ich kann den neuen Kegel + Dichtring etc. vom Rückschlagventil sauber einschrauben.
14:45 Uhr - Den Deckel der Heizung aufmachen. Brennraum reinigen und aussaugen. Zündelektroden leicht abschmirgeln, Ionensensor abschmirgeln .... 2cm Ofenstein später ist der Brennraum wieder sauber.
15:20 Uhr - fluchen über eine vermurkste Schraube vom PE Anschluss Brennerkappe. Ersetzt...
15:30 Uhr - Frontelektronik ausgebaut. Hier spinnen die beiden Regler rum. Man kann einstellen was man will, der Boiler macht immer auf 80 Grad. Beide PIHER 305 Potis neu und 2 Elkos neu. Da sollte nun auch Ruhe sein.
15:50 Uhr - Elektronik und Heizung wieder zusammengebaut. Puh...
16 Uhr - 2 ordentliche Löcher in die Wand gebrüllt, 8er Duo Power Dübel reingeklopft. Die Spielzeugschrauben 6x40mm vom MAG vorher dezent in die Rundablage geschoben und durch 6x70mm ersetzt. Montage in leer geht deutlich leichter von der Hand als volle Demontage. PTFE Band nicht vergessen...
16:40 Uhr - Keller sauber, aufgeräumt, Heizung fertig. Inbetriebnahme - Keine Störungen, Wasser ist dicht und die Heizung für den Winter fit.

Sir_Death
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Sir_Death » Mo 21. Sep 2020, 14:48

Also wenn nach 40 Jahren die Opferanode noch zu 4/5 da ist, dann brauchst du die auch nicht zu tauschen. Die hält dann doch noch 160 Jahre :lol: :twisted: - Oder?

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von sukram » Mo 21. Sep 2020, 17:35

Kann ich dich für meine Heizung buchen? Ich brauche noch jemand, der hier mal eine Wartung macht :mrgreen: Die ist aber erst 8 Jahre alt...

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Fritzler
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Fritzler » Mo 21. Sep 2020, 19:03

Mein Kollege muss morgen in der Firma duschen, weils er nen Handwerker machen lässt und der 2 Tage braucht.
da kommt aber auch ne neue Heizung rein.

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Mista X
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Mista X » Di 22. Sep 2020, 12:41

Sir_Death hat geschrieben:
Mo 21. Sep 2020, 14:48
Also wenn nach 40 Jahren die Opferanode noch zu 4/5 da ist, dann brauchst du die auch nicht zu tauschen. Die hält dann doch noch 160 Jahre :lol: :twisted: - Oder?
Schön wärs...
Die Anlage wurde 2013 errichtet - wann das letzte mal gewartet? Keine Ahnung, hab keine Wartungsbücher usw. Auch keine Beschriftungen mit Edding irgendwo die auf getauschte Teile hindeuten.
Die Zulaufbaugruppe mit 2 Absperrhähnen und Rückschlagventil ist von 1980... Geiz ist geil und so...

Öhm klar, gegen entsprechenden Einwurf von bunt bedruckten Scheinchen komm ich vorbei und mach das mal eben...

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von alexander_d » Di 22. Sep 2020, 13:50

In meinem Arbeitszimmer steht eine kleine Stereo-Anlage von Schneider (DCS025 mit Direkt-Stecksystem). Vor kurzem zeigte sich ein deutliches Brummen in den Lautsprechern. Heute habe ich im Netzteil einen Siebelko getauscht, der statt 4700 uF noch 100 nF hatte. Jetzt ist das Gerät fit für die nächsten 40 Jahre.

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Mista X
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Mista X » Di 22. Sep 2020, 16:13

Fritzler hat geschrieben:
Mo 21. Sep 2020, 19:03
Mein Kollege muss morgen in der Firma duschen, weils er nen Handwerker machen lässt und der 2 Tage braucht.
da kommt aber auch ne neue Heizung rein.
Gut... 2 Tage ist voll OK
Ersten Tag den alten Krempel rausreißen, Schäden beseitigen und alte Löcher usw. stopfen. Ggf. schon neue Teile vorbereiten und anbringen
Tag 2 dann Montage und Inbetriebnahme...

Die damalige Firma in dem Haus wo ich meine Eigentumswohnung habe hat volle 4 Tage gewerkelt... War ganz toll und lief hinterher richtig beschissen.

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Toddybaer
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Toddybaer » So 27. Sep 2020, 08:18

Auch mal einen nennenswerten Erfolg zu vermelden,

Ich hatte mir eine relativ relativ neuwertig aussehende TopHandle Kettensäge gekauft. Genauer eine Dolmar 105, gut 40 Jahre alt aber schon mit Kettenbremse.
Stand vermutlich bei einem Sammler im Regal. Schwert, Farbe abgeschliffen und eingeölt, Maschine recht sauber (Innen war aber schon noch Dreck) Und die Kette auf dem Schwert mehr Deko, weil total verschliffen, sieht aus wie mit der Flex geschärft.
Zustand unbekannt.

Also erst mal anderes Schwert und Kette draif, Kettenrad sieht neuwertig aus. Dabei bemerkt, das was im Öltank klötert, Der Filter liegt lose drin, kein Schlauch in Sicht. Also genauer untersucht. Der Schlauch von der Pumpe ist angespitzt und steckt nur 2cm im Öltank. So kann die nur Öl fördern, wenn tank 3/4 voll.

Ersatzteilliste bemüht, da kommt ein kleiner Schlauch rein, der mit einem konischen Gummistopfen in der Tankdurchführung abggedichtet wird rein. Schlauch ist universal, Stutzen ist Dolmar eigen und nicht mehr lieferbar :(
Also Loch vermessen und eine Schlauch mit 4mm innen und 10 mm aussen gefunden. und den dann in das 9mm Loch gewürgt. Dichter kann das originalkonstrukt mit dem Stopfen auch nicht sein.
Dann pusten wir nochmal eben die alten Sägespähne aus dem Kettenraddeckel raus. Was ist denn das für ein Kaugummiartiger Schmodder? Hat da doch jemand die Einstellschraube der Ölpumpe verlohren und das irendwo mit abzudichten versucht.... naja, hab erstmal eine normale schraube reingedreht, sollte gehen. Muss ich nochmal was schöneres mit Feder für suchen.

Also Kettentrieb und Kettenölung fertig. Zwischendurch das Schwert für eine andere Säge gebraucht, also erstmal ein vorhandenes 40 er schwert montiert.

Betankt das Mopen und .... ja, startet irgendwann, und geht nach 2 Sek wieder aus. Vollgas, Standgas.. alles egal. Muss also was mit Vergaser nicht stimmen. und warum suppt hier überall Benzin unter dem Handgriff raus?
Dann schauen wir und mal den Vergaser an. Natürlich alles total verbaut. Schläuche total hart, und der falsche Benzinschlauch verbaut, dichtet im Loch zum Tank hin nicht an. Aha, da kam also das Benzin raus.
Also Tank leermachen. Vom Kanister in den Tank war schon beschissen. Beschissener gehts vom Tank in den Kanister.
Offizielle Anweisung zum Benzinschlauch und Filter tausch, Trennen sie das Kurbelgehäuse... Ja nee, die ganze Säge wollt ich nicht zerlegen um einen Benzinschlauch zu tauschen. Muss also auch so gehen. Filter also irgendwie aus dem Tank geangelt, der brettharte Benzinschlauch hilf hier ganz gut. Dann das Loch vermessen, ich hatte sogar von den experimenten mit deer Ölpumpe einen 3,2/7mm Schlauch. der passte gerade so eben in das 6mm Loch. Impulsleitung auch gleich mit neu.
Vergaser zerlegt, recht trocken alles. Aber Membranen scheinen neu zu sein. Also alles wieder zusammen.
Filter auf den Schlauch gewürgt. Und dann ewig lange den Filter in den Tank gebastelt, bis der einigermaßen an der tiefsten Stelle steckte. Alle 4 mal wieder zusammen, bis das alles so passte und man auch noch die Einstellschrauben bedienen konnte.
Frisch betankt, und ..... nix, noch weniger vie vorher. :evil:
Nehmen wir doch mal die Zündkerze raus. Festgestellt, das ich keinen 19er Zündkerzenschlüssel hab, der lang genug ist, um an die Zündkerze zu kommen. Aber irgendwie hab ich die dann doch rausbekommen. Zündfunke da und kräftig. da kanns also nicht dran liegen. Alles wieder zusammen.
Schnauze voll, Bremsenreiniger her, satten Stoß direkt in den offenen Vergaser.
Ja und dann kahm sie dann auch in die Gänge. Läuft auf Grundeinstellung und sprang gestern dann auch gut wieder an. Der Luftfilter, genauer dieses Kunststoffgitter oder wie man das nennen will ist natürlich nach über 40 Jahren sehr hart und in Auflösung begriffen. Da nützt das auch nix das der Filterfließ noch fast neu aussieht.

Früher müssen die Baumpfleger kräftiger gebaut gewesen sein. Über 4 kg find ich etwas mächtig für eine Einhandsäge. Und das 40er Schwert kommt auch ncoh wieder runter, 30 oder 25 reicht da völlig.

Gestern wurde das schon dunkel und heute ist Sonntag. Werd mir nachher mal ein ruhiges Plätzchen zum Probesägen und Einstellen suchen. Der Tank muss ja auch wieder leer.

Bilder hab ich bestimmt auch noch, die füg ich hier bei Gelegenheit ein

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gafu
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von gafu » So 27. Sep 2020, 12:27

Mista X hat geschrieben:
Mo 21. Sep 2020, 09:14
14:10 Uhr - Das MAG liegt im Flur. 30 Kilo schwer - Das geht so wie es ist zum Schrotti.... leer machen? Haha...
16 Uhr -... Montage in leer geht deutlich leichter von der Hand als volle Demontage.
wenn der sowiso zum schrott soll weil bestimmt die membrane kaputt ist, hätt ich den ganz stumpf auf der unterseite angebohrt vor der demontage, um das gewicht zu reduzieren.

Asko
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Asko » Mo 28. Sep 2020, 21:37

Mista X hat geschrieben:
Mo 21. Sep 2020, 09:14
Gestern die eigene Heizung winterfit gemacht:

9 Uhr - Heizung komplett abgestellt ...
10:30 Uhr - Warmwasserzulauf zugedreht und Warmwasser in der Küche aufgedreht um das System drucklos zu machen.
10:45 Uhr - Deckel von der Flanschverschraubung ist ab und ich suche nach einem Ablass um 200 Liter 45 Grad heißes Wasser gepflegt ohne Sauerei in einen Eimer / Gulli abzulassen. Nicht vorhanden! Leise Flüche den Vollidioten betreffend der diese Heizung geplant hat ...

... 16 Uhr - 2 ordentliche Löcher in die Wand gebrüllt, 8er Duo Power Dübel reingeklopft. Die Spielzeugschrauben 6x40mm vom MAG vorher dezent in die Rundablage geschoben und durch 6x70mm ersetzt. Montage in leer geht deutlich leichter von der Hand als volle Demontage.
... PTFE Band nicht vergessen... igitt - wer nimmt denn sowas? ...
16:40 Uhr - Keller sauber, aufgeräumt, Heizung fertig. Inbetriebnahme - Keine Störungen, Wasser ist dicht und die Heizung für den Winter fit.
So ähnlich sieht ein Tag eines Service-Monteures aus, und der muss dafür für 5 Jahre Gewährleistung gerade stehen.
Zumindest sein Chef. !

7mm, Schlüssel für die MAG-Schrauben, welcher Hirni hat denn 4mm-Schrauben verbaut. (7er Kopf = 4er Schrauben)
Für Lüftungsbleche ist das ideal. :lol:
Aber ich bin auch schon mal mit nem "vollen" 30-Liter-Gefäß unsanft von der Leiter gestiegen, weil
ich das Gewicht nicht "geahnt" hatte.
Kann die Schilderung also völlig nachvollziehen.


Gruss Asko

sysconsol
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von sysconsol » Sa 3. Okt 2020, 18:27

Fortsetzung zum Dell 2007 mit LED anstelle CCFL:

Zur Stromregelung und Dimmung wurde ein Meanwell LDD1200L verbaut.
Der Eingang für die analoge Dimmfunktion passt nicht zum Monitor.
Steuerspannung Monitor:

U_klemm = 2,75V (100%)
I_kurzschluss = 278µA

Dimmeingang LDD1200L:

U_klemm = 2,28V
I_kurzschluss = 50µA


Also muss da etwas dazwischen.
Impedanzwandler
Impedanzwandler
So die Theorie, in der Praxis:
PCB Bestückseite
PCB Bestückseite
LEDstromhelligkeitirgendwas-Pfusch
LEDstromhelligkeitirgendwas-Pfusch
Damit wird die Steuerspannung von 0,7V (0%) auf 0,5V herabgesetzt und von 2,7V (100%) auf 2,5V.
Der LDD1200 liefert am Dimmeingang eine Spannung.
Der Optokoppler schaltet die Hintergrundbeleuchtung aus, wenn die Enable-Leitung das sagt.
Die dritte Steuerleitung hat vermutlich etwas mit der Zünderrei zu tun, die geht nach ca. 1 Minute auf 3,3V (vorher 0V) und wird hier nicht benötigt.
Auf dem Foto ist sie noch fälschlicherweise als Rückleiter für den Optokoppler verwendet worden... :oops:
Der Kaltleiter ersetzt die G-Sicherung für den Pfusch.

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Hansele
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Hansele » Sa 3. Okt 2020, 19:40

Diese zwei Kabeltrommeln habe ich für knapp 50€ aus den Kleinanzeigen gefischt:

Beide hingen bös zur Seite und die Trommel schliff am Gestell:
Bild

Von hinten 10mm durchgebohrt und eine Schloßschraube zusammen mit Fett und großen Scheiben,
soviel angezogen bis die Trommel wieder "gerade" gelaufen ist:
Bild

Bild
Später (als die passenden Ringkabelschuhe geliefert wurden) habe ich noch einen PE an die Schraube gelegt,
somit sollte da nichts passieren können?

Heute noch 2 neue Kurbelteile gedreht, die haben natürlich auch gefehlt:
Bild

War zwar ein bisschen Arbeit aber jetzt können die Einsätze starten:
Bild

€dit:
Die Blechseitenteile wurden natürlich auch wieder begradigt.

Grüßle

Cubicany
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Cubicany » Sa 3. Okt 2020, 22:49

Hab gerade was hier, wo ich mal kurzen Rat gerne wollen würden täte gerne hätte.

Mir lief eine 3D Connexion Maus zu, die als kleinen Fehler eine
klebende "Soft Datsch" Oberfläche hat.

Ich würde den Knopf gerne abbauen und dann in Waschbenzin behandeln.

Aber ich befürchte, dass da irgendeine diffizile Mechanik drin steckt und wollte
mal hören, ob wer schon mal eine CAD Maus offen hatte. Gehen die leicht zu
demontieren und wieder montieren?

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Matt
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Matt » So 4. Okt 2020, 06:15

Backofenspray !! Ist sehr wirksam gegen klebrig gewordene Gummierung.

Westfalica
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Westfalica » So 4. Okt 2020, 10:15

Meine 200€ Sonicare-Zahnbürste ließ sich nicht mehr Aufladen. Kundendienst fiel aus, weil ich das Ding über einen befreundeten Zahnarzt "günstig" bekommen habe. Also erstmal die Induktive Ladestation mit einer selbstgebauten Spule getestet: Läuft. Akku ausgebaut - leer, am Labornetzteil aufgeladen, alles wunderbar. Normal laden funktionierte natürlich trotzdem nicht. Keine offensichtlichen Schäden an der Platine oder dem Lademodul, gnarf!

Also einfach den ganzen unnützen Scheiß rausgerissen, einen Adapter konstruiert, gedruckt und ein USB-Lademodul vom Chinamann implantiert, läuft wieder.

Einziger Nachteil: Wenn das Ding jetzt komplett entladen wird, weigert sich die Elektronik anzuerkennen, dass der Akku wieder aufgeladen wurde und ich muss ihn einmal abklemmen, nerv...

Bild
Bild

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RMK
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von RMK » So 4. Okt 2020, 10:39

Bastel noch einen Reedschalter mit rein, dann
kannst von aussen mit einem Magneten kurz
unterbrechen....

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Roehricht
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Roehricht » So 4. Okt 2020, 11:35

Hallo,
Diese zwei Kabeltrommeln habe ich für knapp 50€ aus den Kleinanzeigen gefischt:
Mal was ordentliche Kabeltrommeln. Die vertragen auch den Schweissmöller oder das Heizgebläse

Sowas in etwas grösser gabs bei ner befreundeten Firma. Scheffe: "hier du schraubst doch immer, kannstu mitnehmen. Ein massive Schill Kabeltrommel mit 25m 5x2,5 , 16er CEE und 2x Schuko. Kabel am Stecker hat blank gezeigt. Deswegen weg.

73
Wolfgang

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von xanakind » So 4. Okt 2020, 20:51

So langsam wird es wider kalt. Es wird also bald auch wieder Zeit das Winterdach auf das Auto zu machen.
Aber vorher die defekten Heizfäden in der Heckscheibenheizung geflickt:
2.jpg
3.jpg
Das sind etliche Lagen Leitsilber, welche ich mit UV Harz versiegelt habe, damit man auch mal drüberwischen kann.
Die Scheibe heizt nun wieder vollständig:
1.jpg
:D

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Robby_DG0ROB » So 4. Okt 2020, 23:53

Wenn man pro Heizleiter relativ viel mit Leitsilber ausbessert, überlastet man den noch vorhandenen Teil der jeweiligen Zeile, weil man nicht den gleichen Widerstand pro Länge hinbekommt und der Auftrag erfahrungsgemäß dicker ist. Ich habe das Zinnober bei der Heckscheibe beim 6N auch mal gemacht.

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von xanakind » Mo 5. Okt 2020, 00:57

Soooo präzise sind diese Heizfäden nicht.
Wenn ich Strom auf die Scheibe gebe und bei den jeweiligen Fäden die Spannung in der Mitte messe, sehe ich deutliche Schwankungen in der Spannung. Eigentlich müsste sie in der Mitte ja 6 Volt betragen.
Das ganze ist also schon von Werk aus relativ ungenau.
Zudem hat die ausgebesserte Stelle mit Leitsilber ja nicht 0Ohm. Daher musste ich ja auch mehrere Lagen auftragen, damit das Leitsilber nicht sofort wieder durchbrennt.
Die geflickten Heizfäden werden nicht heisser als die anderen. Es gibt keine auch "Hotspots", daher der Check mit der Wärmebildkamera.
Zusätzlich wird die Heckscheibenheizung mit einem Taster eingeschaltet. Nach etwa 20 Minuten schaltet as Auto die Heizung wieder ab, sie kann sich also auch nicht "kaputtheizen"

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von video6 » Mo 5. Okt 2020, 09:33

Das reparieren mit Leitsilber hab ich bei meinen Autos auch schon einige Male durch.
Vom Trabant Peugeot Fiat oder VW Ich hatte nie Probleme mit der Reparatur nur das es danach wieder ging.
Wenn man sich ein wenig Zeit dabei nimmt wird da auch gut.
Aber es mir Wärmebildkamera anzusehen geht erst seit einiger Zeit was ich aber noch nie tat.
Aber noch ein Grund das Ding immer in der Werkzeugkiste zu lassen.(bei mir ein IPhone5)

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Bastelbruder » Mo 5. Okt 2020, 12:24

Es gibt doch auch temperaturempfindliche Folien mit Farbumschlag, die man temporär auf die Scheibe applizieren könnte. Die Frage ist bloß: Wo kriegt man dieses Zaubermaterial?

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von uxlaxel » Mo 5. Okt 2020, 14:13

zur reparatur der kabeltrommeln: die blechgehäuse sind absichtlich nicht geerntet, um die schutzisolation einzuhalten. das steckdosen-einbauteil ist in sich geschlossen und schutzisoliert. eine isolation ist immer schicker als eine erdung 😜

Jannyboy
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Jannyboy » Mo 5. Okt 2020, 17:59

Bastelbruder hat geschrieben:
Mo 5. Okt 2020, 12:24
Es gibt doch auch temperaturempfindliche Folien mit Farbumschlag, die man temporär auf die Scheibe applizieren könnte. Die Frage ist bloß: Wo kriegt man dieses Zaubermaterial?
Von Duracell Batterien oder Aquarien Thermometer.

Grüße Jan

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Hansele » Mo 5. Okt 2020, 18:27

uxlaxel hat geschrieben:
Mo 5. Okt 2020, 14:13
zur reparatur der kabeltrommeln: die blechgehäuse sind absichtlich nicht geerntet, um die schutzisolation einzuhalten. das steckdosen-einbauteil ist in sich geschlossen und schutzisoliert. eine isolation ist immer schicker als eine erdung 😜
Hmm, ich sage mal so, ich hätte die Schraube nicht geerdet,
wenn die beiden Gehäusehälften nicht schon einen PN gehabt hätten?

Bild

Hat sich da in letzter Zeit etwas geändert?

Verkauft wird die leere Trommel als geerdert, wobei fast 70€ für eine leere Trommel schon teuer genug ist:
https://www.hbh24online.de/de/product-29072.html


Grüßle

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