HQL 50W an 58W-Drossel

Der chaotische Hauptfaden

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HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon uxlaxel » Di 13. Aug 2013, 20:42

hi jungs, mir ist nen karton 50W-HQL's in die hände gefallen. anfangs dachte ich mir, "mist, kein passendes vorschaltgerät dafür zur hand...!", doch dann kam mir eine idee:
ich frage doch mal tante gockel nach den technischen daten der lampe. sie meinte was von 610mA lampenstrom.
mein gedanke fiel sofort auf leuchtstofflampen-vorschaltgeräte...
also fix nen KVG (58W) ausgegraben und den strom abgelesen: 670mA.
jetzt hab ich einfach die drossel und die lampe zusammengestrickt und siehe da, es funzt super und der strom pendelt sich bei rund 600mA ein.
kam einer von euch auch schon auf diese idee?
habt ihr darüber schon mal was gehört...?
geht das auf dauer gut? ich hab das jetzt nur ne halbe stunde probehalber laufen lassen.

vielen dank vorab für eure kommentare
axel
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Re: HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon HV_Freak » Di 13. Aug 2013, 23:12

Ich vermute, dass es die Lebensdauer minimal reduziert, aber sonst ist daran nichts auszusetzen.
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Re: HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon uxlaxel » Di 13. Aug 2013, 23:28

HV_Freak hat geschrieben:Ich vermute, dass es die Lebensdauer minimal reduziert, aber sonst ist daran nichts auszusetzen.

du meinst so 20.000h -10%? ;)
damit könnte ich problemlos leben, denn die lampen sollen den garten erleuchten. (terrasse, weg, schuppen usw.)
mit bissel glück passen die sogar in 100W-isoovalleuchten rein und das VG kommt dann in den verteiler oder ein ext. gehäuse.
ich glaube aber sowieso, daß das erst nächstes jahr spruchreif wird *g*

lg axel
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Re: HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon Lars_Original » Mi 14. Aug 2013, 07:23

Du mußt auch die Verlustleistung der Drossel beachten.
Bei meinen letzten Versuchen in die Richtung wurden die teilweise ziemlich warm.




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Re: HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon uxlaxel » Mi 14. Aug 2013, 09:01

die drossel wurde nicht wärmer, als bei ner LS-röhre auch. ich werde heute nochmal einen "langzeittest" machen und berichten. lg axel
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Re: HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon derrdaniel » Mi 14. Aug 2013, 09:05

wenn der Strom sich bei 600 mA einpendelt triffst du ja ziemlich perfekt. Da ist der Fehler ja bei einer billigen Kabeltrommel vor dem perfekten Vorschaltgerät größer. Dass sich bei Verwendung mit Leuchtstoffröhren da ein größerer Strom einstellen soll liegt wahrscheinlich an der niedrigeren Brennspannung der Leuchtstoffröhre. Bei mehr Spannung über der Drossel geht da ja dann auch mehr durch.
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Re: HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon tixiv » Mi 14. Aug 2013, 13:32

Und außerdem sind Leuchtstofflampendrosseln recht Robust: Die müssen auch den Worstcase eine lange Zeit aushalten, und der ist, dass fast die volle Netzspannung dauerhaft an der Drossel anliegt wenn der Starter kaputt geht, und dauerhaft schließt (Kontakte verschweißt). Nur die Heizkathoden der Röhre nehmen dann noch etwas Spannung auf, der Rest liegt dann über der Drossel.
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Re: HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon uxlaxel » Mi 14. Aug 2013, 20:03

so, testlauf nach 3 stunden: alles im grünen bereich.
KVG ist normal heiß, lampe ebenfalls. ;)
... gleich mal überlegen, wo ich die überall hinbaue *g*
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Re: HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon Roehricht » Mi 14. Aug 2013, 21:38

HalloAxel,

vielleicht probierst du es mal mit einem EVG für 1x58W , könnte klappen.
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Wolfgang
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Re: HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon uxlaxel » Mi 14. Aug 2013, 22:31

Roehricht hat geschrieben:HalloAxel,

vielleicht probierst du es mal mit einem EVG für 1x58W , könnte klappen.
73
Wolfgang

dem EVG müßte ich aber noch die heizwendeln vorgaukeln.
hast du ne idee, wie man das lösen kann (nen lastwiderstand?) und welche anschlüsse die richtigen sind....
ich könnte mir auch vorstellen, daß das langsame zünden dem EVG nicht gefällt und es die lampe daher als defekt erkennt.
lg axel
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Re: HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon ferdimh » Fr 16. Aug 2013, 15:48

Ich hatte das schon aufm letzten Treffen dabei. Allerdings mit ner 70W HMI an ner 58W und ner 36W Drossel parallel. Auch hier stimmte der Strom ziemlich gut, die Drosseln wurden heiß wie immer. Gestartet wurde mit nem normalen Leuchtstoffröhrenstarter parallel zur Lampe. Nen konventioneller Starter tut sich da etwas schwer, nen elektronischer Starter machts aber (oder man schießt sich bei Pollin für 5€ nen Zünderät).

Am EVG sollte das auch funzen, wenn man die Heizwendelanschlüsse kurzschließt. Und ne lange Zündzeit sehe ich eher nicht, weil der Lichtbogen in der Lampe ja quasi sofort brennt, nur eben mangels Druck auf "Sparflamme".
Ausprobieren.
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Re: HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon IQON » Fr 16. Aug 2013, 16:41

uxlaxel hat geschrieben:
Roehricht hat geschrieben:HalloAxel,

vielleicht probierst du es mal mit einem EVG für 1x58W , könnte klappen.
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Wolfgang

dem EVG müßte ich aber noch die heizwendeln vorgaukeln.
hast du ne idee, wie man das lösen kann (nen lastwiderstand?) und welche anschlüsse die richtigen sind....
ich könnte mir auch vorstellen, daß das langsame zünden dem EVG nicht gefällt und es die lampe daher als defekt erkennt.
lg axel


Was tut das EVG denn als heizstrom raus?
Wenn es auch was hochfrequentes ist geht vieleicht schon en Kondi...

Viele Grüße IQON
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Re: HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon Roehricht » Fr 16. Aug 2013, 17:38

uxlaxel hat geschrieben:
Roehricht hat geschrieben:HalloAxel,

vielleicht probierst du es mal mit einem EVG für 1x58W , könnte klappen.
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Wolfgang

dem EVG müßte ich aber noch die heizwendeln vorgaukeln.
hast du ne idee, wie man das lösen kann (nen lastwiderstand?) und welche anschlüsse die richtigen sind....
ich könnte mir auch vorstellen, daß das langsame zünden dem EVG nicht gefällt und es die lampe daher als defekt erkennt.
lg axel


Hallo Axel,
die Heizwicklung ist auf demselben Kern wie die Arbeitswicklung gewickelt. Die brauchst du nicht extra belasten. Je nach Hersteller des EVGs kann es sein das es gleich wieder abschaltet. Versuch macht Kluch. Kaputt gehen tun die nicht , sie schalten nur einfach ab.
Die neueren EVGs haben eine Abschaltverzögerung, damit auch kalte zündunwillige Lampen Zeit haben auf Betriebstemperatur zu kommen ohne das das EVG auf "verbrauchte Lampe" abschaltet.
Bei einigen EVGs wird die Strombegrenzung ebenfalls mit einer Drossel gemacht, die aber wegen der hohen Arbeitsfrequenz nur ein Stück Ferrit ist.

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Re: HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon Luftwatz » Fr 16. Aug 2013, 19:24

Hallo,
das Problem ist nur, das die Quecksilberhochdruckentladung keinen betrieb an HF mag. Wenn Hochdrucklampe am EVG, dann muss das ein dafür ausgelegtes EVG sein. Die arbeiten mit niedrigen Frequenzen und Rechteckspannung.
Gruß Luftwatz
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Re: HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon tixiv » Fr 16. Aug 2013, 21:15

Also in bezug auf die Heizanschlüsse bei EVGs gibt es zwei verschiedene Schaltungsprinzipe: Serienheizung und Parallelheizung.

Bei der Serienheizung gibt es im EVG eigentlich nur einen (Induktiven) Ausgang, der die Hochfrequenz liefert, und die Heizung der Wendeln geschieht dann durch einen Kondensator, der Parallel zu den beiden Anderen Anschlüssen der Röhre liegt (wo beim KVG der Starter ist). Bei dem Prinzip sind die zusammengehörenden Heizanschlüsse am EVG Hochohmig, und man muss sie jeweils kurzschließen, damit das Ganze funktionieren kann.

Bei der Parallelheizung sind auf der Ausgangsdrossel oder dem Ausgangstransformator des EVGs zwei Heizwicklungen für die beiden Röhrenenden. Hier sind also die Heizanschlüsse zueinander niederohmig, und man muss sie offen lassen, damit das Ganze funktioniert.
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Re: HQL 50W an 58W-Drossel

Beitragvon uxlaxel » Fr 16. Aug 2013, 21:19

angenommen das ginge wirklich mit nem EVG, gibt es aber etliche gründe für nen KVG / VVG

* robuste, bewährte technik / kein elkotot
* liegt mehrfach in der wühlkiste rum (und auf arbeit sowieso, die gehen ja nie kaputt und somit sind alle ersatzteile sogar nach 18 jahren noch jungfräulich)
* kein basteln, sofort erfolg
* deutlich einfachere verdrahtung und ggf. viel einfachere fehlersuche
* und wie eike neulich beim treffen so treffend formulierte: "halbleiter werden völlig überbewertet!" ;)

lg axel
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