Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Der chaotische Hauptfaden

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zauberkopf
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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von zauberkopf » Sa 15. Okt 2016, 13:53

Aber Botulismus Ist immer noch eine Gefahr wen man nicht gerade bei 120°C eingekocht hat.
Deswegen überlege ich ernsthaft mal versuche in dieser Richtung zu unternehmen : https://de.wikipedia.org/wiki/Elektroporation
Kurz : Ein gepulstes Feld zwischen 10 und 40kV/cm anlegen, und damit alles was dazwischen ist, abzutöten.
Bei Arte gabs mal ein netten bericht darüber, wie aus ganzen Äpfeln, daraus ein Smoothi gemacht wurde.
Der Apfel wurde auf zellularer Ebene zerrissen..
Die Apperatur gab einen Sound wieder, der mich an einen Marx-Generator erinnerte.

Mal sehen, ob ich den Beitrag noch finde..

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xoexlepox
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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von xoexlepox » Sa 15. Okt 2016, 15:01

zauberkopf hat geschrieben:Der Apfel wurde auf zellularer Ebene zerrissen.. Die Apperatur gab einen Sound wieder, der mich an einen Marx-Generator erinnerte.
Jau! Nun nähert sich der (durchaus interressante!) Thread dem hier so beliebten "Igor-Style"!

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Captain Einsicht
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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von Captain Einsicht » Sa 15. Okt 2016, 18:50

zauberkopf hat geschrieben:Der Apfel wurde auf zellularer Ebene zerrissen..
Auch eine Idee den Sauerbraten zart zu Kriegen :lol:

Aber ist doch was aufwändig und wen ich das Essen Elektrisch bearbeite sehe ich einen Roten WAF :roll:

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zauberkopf
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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von zauberkopf » Sa 15. Okt 2016, 19:11

Naja.. Sauerbraten Smoothi...

Ich habe den X:enius Beitrag noch nicht wieder gefunden.. aber ich werde mal weiterschauen.
Ein wenig habe ich die geschichte schon auf dem "Radar", weil ich mir selber gut einen "Elektrischen" Mixer vorstellen kann.

Eine andere Methode wäre, total Modern ( Molekularküche ) : Ultraschall.
Nur.. ich habe mal so einen Homogenisierer auf kleiner Leistungsstufe auf der Medica mal live in Aktion gesehen...
... Das teilchen hat schon ordentlich lärm gemacht ! Dagegen ist ein handelsüblicher Küchenmixer garnix.
Normalerweise werden die in extra dafür gebauten schallgedämpten Kisten betrieben...
(Kostenpunkt ab 5kEur)

Versuche mit einem ehemaligen Ultraschallkunststoff-Schweißkopf stehen aber noch auf der Todo-Liste ( sobald mein Keller das zulässt, da Katze ).

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Smily
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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von Smily » So 16. Okt 2016, 09:29

Ja, katze und ultraschall ist eine sau blöde idee...
Mein dicker hatte neben dem ultraschallreinigungsdingens gelegen als ich den mopedvergaser da rein geworfen habe.
Eingeschaltet, und er ist mkt einem kläglichen Mioooonz weggeflitzt...
Blöd!

Interessant wäre es eventuell auch für die weltherrschaft selbst Pöl herzustellen.
Damit bekäme mann zur not auch einen alten traktor zum husten, was dann doch schon ordentlich helfdn würde. Stichwort holz ausm wald und andere größere besorgungen.

Eventuell auch das wissen über Dampfmaschinen.

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reutron
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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von reutron » So 16. Okt 2016, 10:29

Es ist viel einfacher einen Holzvergaser zu bauen. ;)

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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von eJunkie » So 16. Okt 2016, 14:49

Captain Einsicht hat geschrieben:Aber ist doch was aufwändig und wen ich das Essen Elektrisch bearbeite sehe ich einen Roten WAF :roll:
Wenn du es schaffst das in ein Gerät einzubauen das diesem komischen Thermomixteil ähnelt kommst du damit garantiert durch :D

Gary
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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von Gary » So 16. Okt 2016, 15:45

Jo, hab es bis hierher geschafft - ein Laberthread

Und wir brauchen einen Sammelthread um Sammelthreads zu finden

Psychologisch finde ich das sehr interessant. Wir denken uns eine Welt aus in der Frickler höher angesehen werden als Ärtzte und Bankdirektoren.
Wir wären dann die Türsteher die dem Muskel bepackten Glatzkopf sagen "du kommst hier nicht rein".
"Und kauf deiner Freundin eine Latzhose, im Minirock löten gibt Brandblasen an den Oberschenkeln"

Oder : In einer Welt ohne Kanaldeckel, mit glatten engen kurvigen Straßen wäre mein extrem tiefer gelegter Polo 86c schneller als dein Auto.

Wann bekommt man sein Hartz4 Gehalt ? Ist da wirklich ein Zusammenhang bei den Pfandflaschen?

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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von Freak » So 16. Okt 2016, 15:48

Bei Pöl und Holzgas vielleicht auch Synthesesprit mit auf die Liste.. Geht der eigentlich auch als AvGas? 30 Liter Hubraum müssen brüllen!

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Captain Einsicht
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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von Captain Einsicht » So 16. Okt 2016, 16:20

Gary hat geschrieben:Psychologisch finde ich das sehr interessant. Wir denken uns eine Welt aus in der Frickler höher angesehen werden als Ärtzte und Bankdirektoren.
Ein Passender Sonnensturm und es wird ;) Ärzte nicht gerade die sind auch sehr nützlich aber Bankster sind dann Arbeitslos.

Deswegen würde ich eher 1 Kg Saatgut Bunkern als 1 Kg Gold. Bücher mit Nötigen Infos sind auch nicht zu verachten.
eJunkie hat geschrieben:Wenn du es schaffst das in ein Gerät einzubauen das diesem komischen Thermomixteil ähnelt kommst du damit garantiert durch :D


Dann haut sie es mir erst recht vor den Kopf :lol: ich muss vernünftig Kochen ;)

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zauberkopf
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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von zauberkopf » So 16. Okt 2016, 16:56

"Und kauf deiner Freundin eine Latzhose, im Minirock löten gibt Brandblasen an den Oberschenkeln"
hmm.. trägst Du Latzhosen beim Löten ? Echt jetzt ? :lol:
Psychologisch finde ich das sehr interessant.
Ja ... ich auch ! :lol: :lol: :lol:

Edit : Übrigen.. was mir beim Stromchaos in Münster auch noch negativ hängen geblieben ist.
Mein Kollege, dem ich mit meinem Geld und Einsatz strom für seine Terrarien etc beschafft habe, weil er selber zu blöd dafür ist,
lässtert dann noch über seine Nachbarn.
Als ob wir die nicht schon genug mit unserem 2 Takt moppel und der Lautstarken Musik vom Röhrenverstärker genervt hätten.. währen die elektrischen Rollos runter waren.
Damals hatte ich das Angebot gemacht, geh rüber, und sag den leuten, das hier ein Moppel steht, und jemand, der ihn einzusetzen weis.... aber nö.. er musste sich ja daran ergötzen.
Hätte mir damals zu denken geben sollen... der Typ tat mich später viele nerven gekostet..

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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von Captain Einsicht » So 16. Okt 2016, 18:01

Gary hat geschrieben:"Und kauf deiner Freundin eine Latzhose, im Minirock löten gibt Brandblasen an den Oberschenkeln"
zauberkopf hat geschrieben:hmm.. trägst Du Latzhosen beim Löten ? Echt jetzt ? :lol:
Trägst du Minirock ? :lol: :lol:
zauberkopf hat geschrieben:aber nö.. er musste sich ja daran ergötzen.
Hätte mir damals zu denken geben sollen... der Typ tat mich später viele nerven gekostet..
Von solchen "Menschen" halte ich mich Fern wen es hier dunkel wird sorge ich immer für Warmwasser ;) Kaffeepulver und Teebeutel tauchen von alleine auf :lol: Moppel erst nach 4-6h damit es im Kühlschrank kalt bleibt.

Egoismus ist in der Situation Scheiße und Wichtig ;)

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reutron
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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von reutron » So 16. Okt 2016, 18:47

Ja sollte keiner merken das man über Strom verfügt, sonst sind die netten Nachbarn die nur immer rüberrufen/schimpfen wenn du ihrer Meinung nach zu viel Lärm macht...plötzlich der Meinung du müsstest deinen Strom nun mit ihnen teilen...oder steht nicht ihnen der Strom zu und nicht dir. :shock:
Etwas zu haben was andere nicht auftreiben können weckt Begehrlichkeiten und ist bei den heutzutage gesellschaftsfähigen Egoismus sehr gefährlich. :cry:

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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von zauberkopf » So 16. Okt 2016, 19:28

Ne.. das war anders.. Der Typ, dem ich seine Terrarien gerettet habe, und wo ich dachte er wäre ein Kumpel, der macht sich lustig über die seine Nachbarn.
Die waren übrigens cool.
Okay.. im Winter ist das nix besonderes.. und ausserdem hatten die jetzt nicht so die Ahnung, wie man nen Moppel "verkehrt herum" anschließt.. aber das Fehlverhalten war eindeutig auf seiner Seite.
Egoismus ist in der Situation Scheiße und Wichtig ;)
Ne... saublöd.
Weil ich nicht egoistisch war, habe ich mir nen deppen als Kumpel angelacht.. und wäre er nicht so egoistisch, hätte er später auch weniger Probleme gehabt.. und wir hätten mit den Nachbarn ne Notstromparty feiern können...
Zu zweit und ohne Frauen, wars doch nur halb so lustig.. ;-)

Irgendwie habe ich das Gefühl.. wenns zu einer Katastrophe kommt, dann gibts anscheinend nur 2 Sorten von Menschen : Die die Teilen und trotzdem Spass haben, und die die sich die Köppe einschlagen.
Aber die letzteren sind da statistisch eher in der Unterzahl. Aber immer noch gut für Quoten !
Machen wir uns nix vor.. wir wären nicht die "dominierende" Spezies auf diesen Planeten, wenn Soziales verhalten nicht einen Vorteil bieten würde.
Das vergessen viele die im Vollrausch Idiotlogien entwickeln immer sehr gerne.. ;-)
Wenn man vergangene Katastrophen auswertet, dann merkt man diesen Fehler recht deutlich.

Mann.. was habe ich wieder lecker gegessen.. Ich war für den Reis zuständig (Reiskocher).. mein Nachbar(Mit dem Gasbackofen) für die Ente.. ;-)
Nur die leckere Süßkartoffel, fehlte.. hatte mittlerweile Schimmel..
Und nen Schnellkochtopf habe ich heute auf dem Flohmarkt auch nicht gefunden.. grmpf.

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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von Toddybaer » So 16. Okt 2016, 20:33

Alsoich wäre eher dafür ein komplett eigenes Thema auszumachen...

Lebensmittel haltbar machen ohne Froster oder so

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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von Captain Einsicht » So 16. Okt 2016, 20:52

Toddybaer hat geschrieben:Alsoich wäre eher dafür ein komplett eigenes Thema auszumachen...

Lebensmittel haltbar machen ohne Froster oder so
Ist artverwandt aber passt wirklich besser ;) weil die Lagerkapazität ist da sehr begrenzt und im Ernstfall auf andauernde Energiezufuhr angewiesen.

ich habe zur zeit circa 200 L in Einmachgläsern :roll:

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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von zauberkopf » So 16. Okt 2016, 20:57

Lagerkapazität ist da sehr begrenzt
Jepp... meine Bleiakkus, Epoxid-Harz-Bestände, Photoplatinen.. fühlen sich da nämlich auch sehr wohl ! ;-)

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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von Hausmeister » So 16. Okt 2016, 21:44

Wir bewirtschaften eine alte Biogärtnerei. Und machen auch jede Menge ein.
Tomaten,
Blaukraut,
Krautsalat,
Sauerkraut,
Essiggurken,
Bohnen/ Bohnensalat,
Rote Beete,
Blumenkohl- Salat,

Karotten, Kohl,Rotebeete,Petersilienwurzel,Kartoffeln, Zwiebeln werden auch noch eingelagert in einem feuchtkaltem frostfreiem Brunnenhaus.
Fleisch wird geräuchert.
Einiges wird auch eingefroren, dafür steht auch ein Notstromer da.

Allerdings haben wir das schon immer so gemacht. Hat nichts mit der Empfehlung der BR zu tun.

Allerdings haben wir mit Obst noch nicht so die Erfahrung,bzw. zu wenig Zugriff darauf ...

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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von Celaus » So 16. Okt 2016, 22:18

Die ganze Bevorratungsdiskussion ist losgegangen, als irgendein baltischer Staat lang andauernde echte Versorgungsprobleme durch einen Computervirus bekam, der eigentlich dazu bestimmt war, UF6-Zentrifugen zu stören. Ihr könnt Euch denken, daß das exzellente Computerexperten waren, die den Virus erzeugt hatten.
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Harry02
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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von Harry02 » Fr 22. Jun 2018, 18:20

Als dieser Thread aktuell war, habe ich das ausprobieren müssen und mir mittlere Weckgläser organisiert, und dadrin Maultaschensuppe eingekocht.
Alle Gläser bis auf eins sind bald aufgegangen, wohl aufgrund der eher kurzen Einkochzeit von ca 1h (die Dichtungen kann man danach übrigens wegwerfen, die nehmen den Geruch hartnäckig an) - das eine zugebliebene Glas von 2016 werde ich auf jedenfall lange kochen vor der Verkostung...

Ich hab mich danach weiter mit dem Thema beschäftigt und wollte mal hier eine Ergebnisse zusammenfassen:

Also das bei uns übliche Einkochen im Wasserbad bei Normaldruck wird in den USA quasi nicht angewendet, dort wird nur unter Druck eingekocht. Die Warnungen aller offiziellen Stellen, bzw die Empfehlung von pressure canning waren dort wirkungsvoll.

Nun ist es so, dass unsere Omas und Uromas nie mit Druck eingekocht haben, und trotzdem ist keiner gestorben. Wenn man das Know How hat, ist das auch kein Glück. Zum einen wurden die Konserven im kühlen Keller gelagert, was das abtöten der hitzestabilen Keime "überflüssig" macht (Halb bzw Dreiviertelkonserve). Saures und gezuckert eingekochtes ist sowieso kein Problem, und alles andere muss man eben vor dem Verzehr nochmal durchkochen, um evtl. Botox zu inaktivieren (wie hier bereits erwähnt), denn nicht immer geht der Deckel auf wenn der Inhalt bereits verdirbt.
Eine weitere Möglichkeit, die (heutzutage?) eher unbekannt ist, ist das doppelt einkochen. Die Bakterien werden beim ersten Einkochen getötet (bei Fleisch werden Einkochzeiten bis 3h empfohlen), dann wird die Konserve 24h bis 3 Tage bei Raumtemperatur gelagert um die Sporen auskeimen zu lassen (was durch den Hitzestress wohl begünstigt wird), und dann nochmal eingekocht (für 30min bis 1h).

Hier gibt es eine schöne Grafik, die zeigt, was man alles "normal" einkochen kann: https://www.einkochhelden.de/wissen-run ... e%C3%9Fen/ (Bei dem Säuregehalt geht es um den natürlichen Säuregehalt, nicht um sauer einlegen)

Bei uns ist das unter Druck einkochen historisch nicht völlig unbekannt, wie diese Untersuchung aus den frühen 50ern beweist: https://www.openagrar.de/servlets/MCRFi ... 238ocr.pdf
Aber durchgesetzt hat es sich nie, wohl mangels Notwendigkeit und wegen der fehlenden Verfügbarkeit von günstigen Autoklaven, bzw Schnellkochtöpfen in den 50/60ern.

Hier weitere spannende Literatur zum Thema Mikrobiologie der Konservendose: https://books.google.de/books?id=ckJ0BA ... lkonserven (Viel Theorie, aber auch interessantes für die Praxis)

Ich finde die Idee allerdings verlockend, in einem Durchgang eine richtige Vollkonserve herzustellen, und schneller geht es auch noch. Mit 119°C muss man auch nicht auf Milch beim Einkochen verzichten, wie die Firma Weck bestätigt hat. Maultaschensuppe mit Würstchen sollte dann auch nicht mehr hochgehen. Als Bastler kaufe ich natürlich nix, sondern nehme einen alten emaillierten Sicomatic Schnellkochtopf. Die wichtigste Frage ist, erreicht das Ding 121°C bzw wenigstens 119 (manche Töpfe sind damit oder mit 1bar spezifiziert, manche nicht). Ich denke, ich werde ein Loch in den 1,2mm Edelstahldeckel bohren und so ein 120°C Thermometer mit Tauchhülse einsetzen, eine 1/2" Kontermutter müsste sich ja finden.

Wichtig ist übrigens, den Drucktopf erst zu schließen wenn das schon ordentlich kocht, damit möglichst nur Wasserdampf und keine Luft im Gerät eingeschlossen wird. Sonst bläst der Topf ab, bevor er die gewünschte Temperatur erreicht.

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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von Bastelbruder » Fr 22. Jun 2018, 18:39

Den Druck sollte man mit dem eingebauten Manometerstift-Überdruckventil mit brauchbarer Genauigkeit messen können. Man braucht bloß eine Schieblehre für Kolbendurchmesser (Fläche) sowie Zeigerlänge und eine Waage für die entsprechende Federkraft.

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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von berlinerbaer » Fr 22. Jun 2018, 20:45

Wenn es geschmacklich passt, kannst Du auch einfach den pH-Wert unter 4,5 senken (leicht sauer).

Damit kommen die fiesen Botulismus-Bakterien nicht klar.
Dann kannst Du ohne das ganze Botulismus-Theater einkochen.

Aber vielen Dank für den Beitrag, sehr schön und vollständig zusammengefasst.

Vielleicht reicht es auch, den Sattdampf gegen eine Prallplatte strömen zu lassen und da mit einem IR-Thermometer zu messen.
Oder, wie von Bastelbruder vorgeschlagen, den Druck überwachen, das ist wahrscheinlich auch verlässlicher zu messen, als die Dampftemperatur.

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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von Harry02 » So 24. Jun 2018, 04:40

Bastelbruder hat geschrieben:[...] Man braucht bloß eine Schieblehre für Kolbendurchmesser (Fläche) sowie Zeigerlänge und eine Waage für die entsprechende Federkraft.
Vielen Dank für den Hinweis! Das ist tastsächlich eine gute Idee. Ich bin sogar ohne Schiebelehre ausgekommen (hab sie vorhin eh nicht gefunden). Der Kolbendurchmesser ist freundlicherweise ziemlich genau 1cm, und die Zeigerlänge ist unrelevant wenn man nicht die Ferderkonstante ausrechnet.

1. Ring: 370 g Gewichtskraft pro 0,785 cm² ergeben 0,462 bar oder 110°C

2. Ring: 750...800g pro 0,785cm² ergeben 0,936 bis 1,0003 bar oder 119 bis 120°C

Zeiger kurz vor Anschlag: ca 1000g ergeben 1,25 bar oder 124°C

Das Sicherheitsventil hebt ab bei ca 1800g entsprechend 2,25 bar oder 136°C

Das sind gute Vorraussetzungen, man muss dem Ding nur ordentlich einheizen, damit der Stift auf Anschlag kommt. Scheint ein zulässiger Betriebszustand zu sein, bei dem Spielraum bis das Ventil abbläst (habe wie gesagt keine Anleitung mehr dazu... aber ist ja eigentlich iodiotensicher). Etwas mulmig war es mir trotzdem beim Testlauf, da daneben zu stehen.
Vielleicht mach ich noch einen Testlauf, mit Wasser möglichst voll und dann im Garten mal das Sicherheitsventil zum ansprechen bringen.

Edit: Bilder ein gefügt
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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von Bastelbruder » So 24. Jun 2018, 05:04

Harry02 hat geschrieben:... mit Wasser möglichst voll und dann im Garten mal das Sicherheitsventil zum ansprechen bringen.
Das halte ich für die schlechteste Idee, es ist hier nicht wie beim kalten Abdrücken eines Kessels. Dann ist für den Fehlerfall die höchstmögliche Energie im Flüssigwasser gespeichert. Die normale Wassermenge - ein Viertel Liter - reicht völlig aus.

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Re: Vorbereitet für den Tag vor der Weltherrschaft....

Beitrag von Sir_Death » So 24. Jun 2018, 18:39

Nachdem dein Ventil schön sauber aussieht, sehe ich überhaupt kein Problem, den zu be-/überlasten, bis das Sicherheitsventil anspricht.
Der Hersteller hat irgendwann mal das Ding so konstruiert (mit Reserven), dass ihm das Produkthaftungsgesetz nicht um die Ohren fliegt. - Somit sollte dir das Ding (wenn die Verriegelung des Deckels sauber funktioniert) auch nicht um die Ohren fliegen.
Ich habe einmal so einen Deckel eines Druckkochtopfs davonfliegen sehen, da waren aber die Verriegelungslaschen so abgenudelt, dass eine nicht mehr gehalten hat. Ansonsten ist es aber auch keine besonders gute Idee ganz knapp daneben zu stehen, wenn der Wasserdampf mit 136° austritt...

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