Schweissgerät Empfehlung

Der chaotische Hauptfaden

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Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Blueloop » Mi 30. Nov 2016, 11:44

Für einen Bekannten suche ich ein Schweißgerät für die gelegentliche Schweißnaht zwischendurch. Erfahrung ist praktisch keine Vorhanden. Materialien werden Baustahl und gelegentlich Edelstahl sein.

Ist so etwas dafür brauchbar: https://www.amazon.de/dp/B00B7DNIDU/

Ich würde dann noch einen Automatikhelm dazu empfehlen.

Gruß Alex
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon sub » Mi 30. Nov 2016, 12:33

Das Ding ist auf jedenfall nicht MAG, d.h. du kannst damit entweder grobes Zeug schweißen (Elektrode) oder sauber und ordentlich den Rest (dafür langsam, WIG).
Beides benötigt mehr Übung als MAG. Andererseits lernst du dadurch auch deutlich mehr.
Ansonsten kann man bei dem Preis nicht viel verkehrt machen. Die billigen Automatikhelme taugen für WIG nur bedingt. Beide, die ich hatte, machen nach längerem Schweißen sporadisch kurz auf, was zu kurzzeitiger Blendung führt und mit einer Zwangspause endet.
Und, wichtig: Bei WIG und Elektrode benötigst du guten UV-Schutz! Gerade WIG mit seiner langsamen Bearbeitung setzt dich einer hohen Dosis aus - daher gute Handschuhe, Pulli, Halsschutz etc...
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Nicki » Mi 30. Nov 2016, 13:00

Also bei dem Preis habe ich Bedenken, dass man damit sinnvoll arbeiten kann.
Selbst diese Kiste hat noch einen ziemlich unruhigen Lichtbogen im Vergleich zum Air Liquide das bei meinem AG steht, knapp doppelt so viel gekostet hat und nur 200A DC kann.

Für Grobbratereien (z.B. Gitterböden auf Stahlträgern provisorisch festbraten) sind aber schon eher simple Inverter deutlich komfortabler als jedes Eisenschwein.
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon sub » Mi 30. Nov 2016, 13:44

Ich habe mir vor 2 Jahren auch so einen Chinaböller geholt.
https://www.stahlwerk-schweissgeraete.d ... ttung.html

Bisher kann ich nichts Negatives berichten. Stabiles Plasma, man hört nur ganz leise ein Fauchen. Zündet, AC geht ... was will man mehr.
Daher könnte ich mir vorstellen, dass auch die kleineren Geräte nicht derart schlecht sein können. Wird vermutlich eh alles in der gleichen Bambushütte zusammengebraten.
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Blueloop » Mi 30. Nov 2016, 14:04

Hi,

dein Gerät sieht ein bischen so aus wie: "Hmmm, wir haben gar keine Ahnung welcher Parameter zum Schweißen wichtig ist, lass uns doch einfach überall Potentiometer verbauen, überhaupt sieht das wertiger aus"

Gruß Alex
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon ferdimh » Mi 30. Nov 2016, 14:07

Wenn Zeit keine Rolle spielt, solltest du eher eine Gasflasche als einen automatischen Schweißhelm beilegen.
Ob man mit so einem Billigstinverter glücklich wird, kann ich nicht abschätzen, ich finde HF-Zündung lebenswichtig.
WIG ist sicher nicht ganz trivial, hat aber den großen Vorteil, dass man es gleichmäßig besser wird.
Man kann erstmal üben, den Lichtbogen zu halten, dann, ihn an die richtige Stelle zu bringen, dann Zusatz zuzugeben.
Beim Elektrodenbraten muss man das alles gleichzeitig koordinieren, bei MIG/MAG muss man es vorher wissen, und den Eimer passend einstellen.
Die Erfahrung eines Pfuschers bezüglich Metallverbindungen (mir) ist: MIG/MAG ist super, wenns schnell gehen soll. Es sieht aber immer scheiße aus. Man kann als Anfänger schwer abschätzen, ob das jetzt gut war. WIG geht fast wie Löten. Um auf Sicherheit und Tempo zu kommen, braucht man Zeit, aber ich hatte ungefähr nach einer Stunde WIGsen ein ansehbares Ergebnis. Elektrode muss man lange üben, mit Gleichstrom und HF-Zündung geht damit aber auch einiges. Den Einstieg damit würde ich aber auf keinen Fall empfehlen wollen.
Einfach ist das Elektrodenbraten bei "Drecksauaufgaben" mit >5mm Materialstärke.
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon sub » Mi 30. Nov 2016, 14:11

Blueloop hat geschrieben:Hi,

dein Gerät sieht ein bischen so aus wie: "Hmmm, wir haben gar keine Ahnung welcher Parameter zum Schweißen wichtig ist, lass uns doch einfach überall Potentiometer verbauen, überhaupt sieht das wertiger aus"

Gruß Alex

Hat eher damit zu tun, dass jeder Parameter sinnvoll ist.

Für den Stromverlauf, Gasvor- und Nachlauf, AC-Balance etc. benötigt man Regler.
Bei einigen teuren Geräten (z.B. die Lincoln, die bei diversen Makern auf deren Youtube-Channels in Benutzung sind) hat man eine Menüführung und kann diese Optionen dann dort anpassen. Sieht aber nur aufgeräumter aus, vorhanden sind sie dennoch.
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Joschie » Mi 30. Nov 2016, 14:30

Hallo,

zum Anfangen ganz einfach Sigma Schweißen.
Ist schnell erlernbar, realtiv sicher und bringt reproduzierbare Ergebnisse.

Schau dich etwas auf dem Kleinanzeigenmarkt um. Nehmt eine Kiste irgendwo zwischen 150 und 200 Ampere. Am besten eine die so einfach wie möglich ist und nur einen Stufenschalter für die Leistung, einen Drehknopf für den Drahtvorschub und evtl. noch einen Schalter für 2 und 4 Takt. Die 200 Ampere reichen für 6-9mm Stahl zum verbraten.
OK Edelstahl geht damit nur nach kleineren Umbauten (anders Schlauchpaket, intertes Gas und andere Vorschubrollen).

Elektrodenschweißen ist dann die Steigerung. Ist leicht erlernbar jedoch hägt der Erfolg vom verwendeten Material ab (Beispiel basische Elektroden sind einfach gsagt a Schaß zum verarbeiten). Materialstärken unter 2mm werden eher kompliziert und neigen eher zur Siebbildung.
Ach und noch was, wenn Elektrodenschweißen dann schaut euch nach nem großen Trafo oder Umformer um. Das einzige was hier gilt, je schwerer und größer umso besser geht das ganze.

Und WIG ist noch ne gute Steigerung. Hier wird absolut sauberes Arbeiten und eine pennible Vorarbeit zwingend.

Grüße
Josef

p.s. ich hab auch so ein Stahlwerk Wig Inverterchen wie SUB jedoch ohne Plasma und bin bisher zufrieden damit.
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon manuel » Mi 30. Nov 2016, 15:25

Bei Elektrodentrafos (bekommt man gerne mal nachgeworfen) ist Drehstrom besser weil der Lichtbogen deutlich weniger spratzelt. Bilde mir auch ein das der Bogen leichter zündet.
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Gobi » Mi 30. Nov 2016, 15:47

ich hab mir mal so ein ähnliches Teil als Notfallkauf bei Bauhaus für ca. 200€ geholt und das Ding ist erstaunlich gut für Elektrode und tuts auch immer noch, lediglich ein Einschaltrelais hängt gelegentlich.

Ich hatte mir damals dann auch einen Wigschlauch dafür geholt, das kann man aber ziemlich vergessen, schön ist anders.

Ich sehe bei Deinem Freund eher den Punkt - erst mal richtig üben und dann entscheiden. Irgendwie wollen immer alle losbrutzeln anstatt mal ein paar Stunden unter Anleitung zu üben.
wenn Elektrodenschweißen dann schaut euch nach nem großen Trafo oder Umformer um. Das einzige was hier gilt, je schwerer und größer umso besser geht das ganze.


Stimmt heute nicht mehr!
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon jodurino » Mi 30. Nov 2016, 15:56

Hallo Gobi
ich habe hier noch ein dickes Elektroschweissgerät aber Niemand der mir zeigt wie es geht.

Bei den Stahlwerkgeräten gibt es eins mit 300A DC, für welchen Anwendungsfall braucht man AC?
Ohne viel zu kennen würde ich lieber ein 300A Gerät kaufen, aber die haben nur DC.

Aber wenn ich doch AC brauche dann das mit den 200A, was sagt ihr?

Nächste Jahr werde ich einige Dinge zu schweissen haben, aber erst mal kleine Teile zum Üben.

Ich darf gar nicht dran denken das nächste Woche Treffen bei dem Künstler ist
da wäre ich gerne auch hin gefahren.

cu
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon ferdimh » Mi 30. Nov 2016, 15:57

AC braucht man für Alu.
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon plottermeier » Mi 30. Nov 2016, 16:03

Hab seit knapp 10 Jahren einen solchen Inverter. Sieht optisch genau so aus, selbst die Zubehörtasche und das Schlauchpaket.
Bin da recht zufrieden mit. Ich musste bisher einmal das Massekabel und einmal die HF-Zündung wieder hinfrickeln, ansonsten keine Probleme.
Ich schweiße fast nur WIG damit (Fahrradrahmen) Elektrode bisher nur ein paar mal draußen.
Hab auch schon den 2. Automatikhelm. Der erste für 19 Euro ging bei WIG und Sonne nicht so besonders gut. Da dann lieber normales dunkles Glas.
Der 2. Helm hat 69 Euro gekostet und hat bisher zuverlässig verdunkelt.
Einziges Manko ist, dass AC für Alu nicht geht.

Jens
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Nicki » Mi 30. Nov 2016, 17:13

jodurino hat geschrieben:Aber wenn ich doch AC brauche dann das mit den 200A, was sagt ihr?

Solange du keine Containerschiffe bauen willst, langen 200A.
Damit habe ich selbst an einem 20mm dicken Doppel-T-Träger wunderbar eine C-Schiene angebraten bekommen.
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Gobi » Mi 30. Nov 2016, 18:12

jodurino hat geschrieben: für welchen Anwendungsfall braucht man AC?

Bie Elektrode ist es meist egal ob Gleich oder Wechselstrom - enige Elektroden gehen nur mit Gleichstrom, und der spritzt auch etwas weniger - also DC ist besser.
Aluminium geht eh nicht mit Elktrode, allerdings mit WIG - da wäre AC wieder interessant, das ist aber so schwierig, das ich an Deiner Stelle erst mal nicht drüber nachdenken würde, ich kann mir auch nicht vorstellen, daß man das mit so einem kleinen billo Gerät vernünftig hinbekommt.

Das mit dem zeigen ist tatsächlich das Problem. Die meisten Leute wissen selbst nicht, was sie da tun, geschweige denn, daß sie es erklären können. Ich hab es schon einigen Leuten begebracht, das dauert ca. 1 Stunde zum erklären und noch mal 3 Stunden üben, dann hat man das Grundlegende intus. Dann den Rest des Lebens üben :roll:
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Hausmeister » Mi 30. Nov 2016, 19:46

Ich würde empfehlen zu einem Ortsansässigen Schweißgerät Händler zu gehen. Die haben oft geprüfte Gebrauchtwahre, für nen guten Kurs.
AC für Alu ist gar nicht schlecht. Ich war erstaunt wie einfach das geht.
Allerdings kostet das Kylsberg (?) Auch ca. 6k neu. Habe es für 1,1k gebraucht bekommen. Mit Flasche und Zubehör ...
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Hansele » Mi 30. Nov 2016, 20:44

Ich habe gerade mein Stahlwerk AC/DC Wig / Plasma Gerät offen rumstehen,
bei Interesse kann ich ein paar Bilder vom Innenleben knipsen und hier hochladen.

Ansonsten bin ich zufrieden mit dem Gerät, würde aber zum anfangen eher auf MAG setzen.

Grüßle
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Virtex7 » Mi 30. Nov 2016, 20:49

zum LCDVision-Gerät: sowas hab ich auch (AC/DC Gerät) und ich bin an sich zufrieden, bis auf den Lüfter der nervt schon etwas.
Wenn der Lichtbogen beim WIG komisch tut, ist meist was verstellt. z.B. Gasmenge oder Gasart. Oder der Stahl ist scheisse.
Mein Gerät kann auch ruhigen, leicht zischenden Bogen erzeugen. (Ich hab damit schon schöne Nahten in V4A gemacht.

Zum vor-vorletzten Post: (von Gobi) den meisten Elektroden ist es NICHT egal, wie man sie verschweißt, das steht dann auch deutlich auf der Packung. :?
und nass werden dürfen die Dinger auch nicht, dann ist meist Rücktrocknen angesagt (Backofen, genaue Werte stehen im Datenblatt)

mit den 200A kommt man mit 4mm Elektroden noch zu Rande, das sind dann aber ganz schöne Trümmer.
Ich hab hier nur 2,5 und 3,2er, dafür verschiedene Sorten für verschiedene Materialien.

Am allerwichtigsten beim Elektrodenschweißen ist jedoch jemand, der es einem ZEIGT. Da bringts meist genau gar nichts, nur Videos zu schauen und zu denken "hm, dann halt ich das mal so und dann gehts schon".
Nein. zuschauen, Fragen, ausprobieren, üben. So gehts.

Anders sicher auch, aber deutlich schwerer und mit höherem Risiko, Fehler zu erlernen.
mit Ruhe kann man auch 1mm Stahlblech mit der Elektrode schweißen. da gibts dann 1,5 und 2mm Elektroden für.
und vielleicht n Bier für die ruhige Hand. :)

von mir empfohlene Elektroden wären Böhler KE, EV50 und für den Bauschlosser die OHV (ohne Hirn verschweißbar)
Ansonsten noch Thyssen Phönix blau, die geht auch am Trafo.
ja. Drehstromtrafos mit Gleichrichter sind das nonplusultra der Trafotechnik. am Schrott hab ich beim Bau eines Gebäude 3" Rohre mit der 3,2mm Elektrode und einem dicken Trafo verlängert.
Die Rohre haben wir dann als Dachstuhl verschweißt und Blech draufgeschraubt... Der Trafo kam auf der Europalette mitm Linde H30 :)

Helm: der Speedglas 100V taugt.
größeres Sichtfeld haben dann die Helme mit X am Ende. je nach Geldbeutel auch mehrere XX.
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Tesla » Mi 30. Nov 2016, 21:38

@ Hausmeister: Deine Kiste Heisst Kjellberg :)

Ich habe auch ein sehr Ähnliches Gerät wie Virtex7 und bin damit bestens zufrieden. Nur das Alu-Schweissen habe ich nach ca. 2 Jahren vernachlässigung verlernt. Bei meinem Möller habe ich Schaumstoffilter vor den Lüftern nachgerüstet, da Inverter Metallstaub im Gehäuse nicht so mögen. Gute Elektroden für den Anfänger sind auch Oerlikon Fincord. Wenns allerdings um Schweissen in Zwangslagen geht sind Overcord oder Phönix Blau deutlich besser.
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Osttiroler » Mi 30. Nov 2016, 22:03

Hier braten ein CEBORA MIG 260, ein Felzen Inverter mit 160A für Elektrode und WIG und ein Eisemann Schweißaggregat.

Im Cebora fahre ich seit Jahren ESAB OK 12.51 0,8mm Draht. Tut für alles vom Auto einschweißen bis zum Stahlbau.

Mit dem Inverter verbrate ich an Elektroden: Würgh Universal blau, Böhler FOX KE und EV50 wobei die EV50 mein Favorit ist.
Am Aggregat, das Wechselstrom mit einstelligen Kilohertz macht, schweiße ich EV50A(llstrom) und die Universal blau.

In der Firma steht in meiner Werkstatt eine uralte ELIN Hummel. Sollte längst in den Schrott. Ich sage dazu nur: Aus meinen kalten, toten Händen.
Das Vieh taugt zum Leitungen auftauen genau so gut wie zum Schweißnähte aufbrennen mit Kohleelektroden.
Schweißen kann sie natürlich auch mit bis zu 6mm Elektroden. 300A spielen lang und viel.
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Dr.Oetker » Mi 30. Nov 2016, 22:07

Virtex7 hat geschrieben:zum LCDVision-Gerät: sowas hab ich auch (AC/DC Gerät) und ich bin an sich zufrieden, bis auf den Lüfter der nervt aber schon etwas.

Helm: der Speedglas 100V taugt.


Kann ich so unterschreiben, Kumpel von mir hat auch eine LCDVision Inverter, der tut was er soll. Dass die Lüfter immer auf volle Pulle laufen nervt echt etwas.

Bei mir hat ein billig Automatikhelm bei WIG auch mitten beim Schweissen wieder aufgemacht und ich hab volle Möhre in den Lichtbogen geglotzt. Danach hab ich mir auch den Speedglas 100V geholt. Der funzt auch bei kleinen Stromstärken und WIG wunderbar.
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Virtex7 » Mi 30. Nov 2016, 22:56

@verblitzt: ist deutlich harmloser als wenn du ohne Helm geschaut hättest.
der Helm frisst auch offen viel vom UV-Licht das recht massiv schädlich ist.


schön, dass die LCDvision-Geräte mehr Leute haben...

was anderes: hat schon jemand an dem Ding den Stecker weggebrannt (ist mir fast passiert), weil die Geräte bei höherem Strom (die guten 4er Elektroden) auch mehr Strom primärseitig aufnehmen...

Darauf wollte ich den Threadstarter eh noch hinweisen: die meisten Chinageräte ab 200A (Plasmaschneider ab 40A) ziehen gern mal mehr als 16A aus der Schukodose.
Daher sollte man aufpassen und ggf. den Stecker tauschen.

Ich hab an meinem eine Powercon Buchse hingemacht, in die ich auch mal 32A durch eine 3G4-Leitung einfüttern kann.
dem ED und damit der Übertemperaturabschaltung bin ich damit noch nicht nahegekommen. manchmal habe ich das Gefühl, dass der ED nicht der vom Gerät sondern der von einer B16-Sicherung ist :lol:


Vielleicht baue ich mal einen Trafo für zwei Stufen am Lüfter ein, das gibts dann unter Projekte.
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon jodurino » Do 1. Dez 2016, 13:29

Hallo
also Stahlwerk & LCD Vision reichen für kleinere Arbeiten aus.
Gilt das Lüfterproblem auch für die Geräte von Stahlwerk?

Ganz alleine loszutappeln und ein gebrauchtes Schweissgerät zu kaufen würde ich mich nicht trauen, dazu habe ich zu wenig Ahnung.

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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Joschie » Do 1. Dez 2016, 15:43

Ich weiß jetzt nicht was Ihr für Probleme mit den Lüftern habt.
Wenn ich mein Sigma Schweißgerät anwerfe ist das um Faktor x lauter und dann noch die jaulende Kühlwasserpumpe dazu.

Aber das stört mich nicht da ich ohne Gehörschutz eh nicht's inner Werkstatt mache.
Und wer schon mal stundenlang gepanzert hat der weiß wieso auch zum Schweißen ein Gehörschutz sehr sinnvoll ist.

Grüße
Josef
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Re: Schweissgerät Empfehlung

Beitragvon Nicki » Do 1. Dez 2016, 17:07

Dr.Oetker hat geschrieben:Dass die Lüfter immer auf volle Pulle laufen nervt echt etwas.

Es erinnert mich beim Anlaufen an Welcome To The Machine :D
Wenn die 2 Jahre um sind, wandert bei unserem die bewährte "kaum hörbarer Langsamlauf, bei Bedarf Vollgas via Klixon"-Schaltung rein ;)

Das Air Liquide hat einen noch nicht abgebrannten Schukostecker mit sehr ernsthafter Zuleitung (2,5² schätze ich mal).
Unser Möller bekommt sekundär nur um die 100A und keine Dauerbratorgien zu sehen, der Netzstecker sollte da halbwegs halten.
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