Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon xoexlepox » Fr 24. Mär 2017, 22:21

...ohne Differenz fließt kein Strom!?

Exakt richtig! Wie denn auch, denn es gibt ja keinen "Antrieb" mehr ohne Spannung zwischen den zwei betrachteten Punkten. Zu anderen Bezugspunkten kann dabei durchaus eine Spannung anstehen ;)

Edith meint: Mechanische Analogie: Auf einem waagerecht ausgerichtetem Brett rollt auch eine Kugel nicht weg, egal wie weit das Brett vom Boden weg ist. Die Kugel rollt erst, wenn es eine Differenz in der Höhe der Auflagepunkte gibt.
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon ferdimh » Sa 25. Mär 2017, 00:20

Edith meint: Mechanische Analogie: Auf einem waagerecht ausgerichtetem Brett rollt auch eine Kugel nicht weg, egal wie weit das Brett vom Boden weg ist. Die Kugel rollt erst, wenn es eine Differenz in der Höhe der Auflagepunkte gibt.

Der Vergleich ist gut! Wird abgespeichert.
Ergänzung: Das gilt auch noch, wenn eine Seite des Bretts im Regal liegt und die andere aufm Dach von nem Auto (sofern halt beide gleich hoch sind). Die Kraft, die auf die Kugel wirkt, hängt auch da nur von der Höhendifferenz ab.
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Gobi » Sa 25. Mär 2017, 00:37

Oh! Ich hab mal was verstanden, also ausser das mit dem Auto :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :roll:
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon ferdimh » Sa 25. Mär 2017, 01:05

Der Punkt ist, dass völlig egal ist, WIE das Brett festgemacht wird, bzw ein Punkt auf ein bestimmtes Potential kommt.
Wenn (wie auch imemr) das Brett auf beiden Seiten gleich hoch ist, rollt die Kugel nicht, bzw es besteht keine Spannung zwischen den Punkten.
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Gobi » Sa 25. Mär 2017, 10:51

Ok, ich hoffe das hab ich klar.
Das Ganze ist deswegen so interessant, weil es plötzlich den flachen Schaltplänen eine 3. Dimension gibt - Spannungspotenziale. :shock:

Zurück zur Schaltung: den Zweig mit dem Poti sehe ich (und der nachfolgende Verstärker) als reinen Lautstärkesteller für Ü? Ich wundere mich, daß das einfügen von Kondensatoren (Hochpass) dort so wenig gebracht hat - also entweder waren meine Werte daneben oder ich höre es nicht - eigentlich müssten die Unterschiede doch stärker werden
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Gobi » Mo 27. Mär 2017, 19:09

Ich komm an der Stelle nicht weiter. Komischerweise bewirken Kondensatoren nicht wirklich was, ich versteh nicht warum. Es lässt sich jedenfalls die seltsame Mittelstellung gar nicht mehr herstellen, dabei müsste sie doch ausserhalb des Filters noch wirken?

Kann mal jemand ausrechnen, was da etwa für ein Wert rein müsste um was zu "passen"? Ich kann mir eigentlich nur noch vorstellen, das ich mit den Werten total daneben liege, oder ich verstehe immer noch irgendwas nicht. Ist das Filter evtl. so "unsteil" das es nicht ins Gewicht fällt?
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon xoexlepox » Mo 27. Mär 2017, 19:53

Kann mal jemand ausrechnen, was da etwa für ein Wert rein müsste um was zu "passen"?

Nach meiner Rechnung ( Xc = 1 / ( 2 * Pi * f * C ) ) hat ein Kondensator von ca. 320nF bei 1kHz etwa 500 Ohm. Parallel zu R1 sollte der Effekt schon auffallen. Aber "supersteil" ist ein solches Filter natürlich nicht ;)
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Gobi » Mo 27. Mär 2017, 20:45

parallel? Ich dachte ich soll den R1 ersetzen?!
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon xoexlepox » Mo 27. Mär 2017, 21:07

parallel? Ich dachte ich soll den R1 ersetzen?!

Auch das ist möglich, nur dann sind die Bässe "komplett weg", und der (hochohmigere) Spannungsteiler (->Differenzspannung) "hängt auf halb acht".
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Gobi » Mo 27. Mär 2017, 22:59

Ah, ok - das hat geholfen!
Erstens hatte ich diesen Farad Bereich aus Bauteilmangel nicht richtig durchprobiert und ein großer Trimmer parallel hilft auch sehr. Und dann zeigt es sich, das man an sehr genau einzustellenden Positionen Effekte bekommt, oft recht schauerliche... der richtige Wahnsinn geht da nicht ab.

Könntest Du bitte Gleiches noch mal mit Spulen überschlagen, da ist meine Auswahl aber wohl noch viel bescheidener....
xoexlepox hat geschrieben:Nach meiner Rechnung ( Xc = 1 / ( 2 * Pi * f * C ) )


Was ist "C" in der Gleichung?
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon xoexlepox » Mo 27. Mär 2017, 23:08

Könntest Du bitte Gleiches noch mal mit Spulen überschlagen, da ist meine Auswahl aber wohl noch viel bescheidener....

Dann lautet die Grundformel "Xl = 2 * Pi * f * L" (Umstellung für diese Berechnung genauso notwendig wie beim Kondensator), und ergibt für 1kHz und 500 Ohm etwa 80mH. "L" in Henry.

Was ist "C" in der Gleichung?

Die Kapazität des Kondensators (in Farad).
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Gobi » Mo 27. Mär 2017, 23:21

Dankeschön! Ich schau mal was ich so finde - 900mH hab ich sicher, ist aber vielleicht schon etwas weit weg...
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon xoexlepox » Mo 27. Mär 2017, 23:36

Gobi hat geschrieben:900mH hab ich sicher, ist aber vielleicht schon etwas weit weg...

Damit ergäben sich 500Ohm bei etwa 88Hz -> Wohl doch etwas sehr niedrig ;)
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Bastelbruder » Di 28. Mär 2017, 07:33

Da experimentiert man mit Luftspalt im Kern, das sind dann ganz schnell bloß noch 50mH. Oder mit Gleichstrom-Vormagnetisierung, das bringt eventuell eine zusätzliche Verzerrung authentische Note.
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Gobi » Di 28. Mär 2017, 09:09

Ah, gute Idee - ich wusste doch, das die Mittel noch nicht ausgeschöpft sind. Spulen scheinen sich erstmal sehr unflätig zu bennehmen - da muss ich erst noch etwas probieren...
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Gobi » Mi 29. Mär 2017, 14:37

Gleichstrom Vormagentisierung - da weiß ich nicht so recht, wie ich das machen soll.

Inzwischen gebe ich an der Stelle auch erst mal auf - die Frequenzen stimmen, aber es kommt kaum was bei rum, was man mit dem nachfolgenden Equalizer nicht auch hinbekommen würde - sprich es ergeben sich einfach keine hörenswerten Frequenzverläufe (im Sinne von Auto-Wah) , was ja nun auch wirklich der Knaller gewesen wäre, wenn das geklappt hätte
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon ferdimh » Mi 29. Mär 2017, 14:59

Ich habe mir das gerade nochmal angeguckt...
Das Auto-Wah wird nicht gescheit funktionieren, weil die Resonanz, die viel vom Wahwaheffekt ausmacht, fehlt (siehe hier: http://www.electrosmash.com/crybaby-gcb-95).
Ein Röhrenglühlampenautowah wäre vermutlich trotzdem realisierbar, aber eher so mit noch 3 Röhren, mehreren Übertragern und viel Gedöhns...
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Gobi » Mi 29. Mär 2017, 18:51

Was mich trotzdem wundert, ist das es nicht klappt ein Hochpass gefiltertes Signal zu dem "gestörten Kompressor" dazu zu legen, dann sollten ja eigentlich im Verlauf nur die Höhen stehen bleiben - ist aber nicht so oder zumindest sehr unauffällig. Das hat aber evtl. damit zu tun, das sich die Differenz bildet und nicht addiert. Ich kanns mir ehrlich gesagt dann nicht mehr vorstellen, bzw. die Wechselwirkung der zwei "Kanäle" nicht vorstellen
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Harry02 » Mi 29. Mär 2017, 19:26

Ich könnte mir vorstellen, dass der Hochpass zu viel Dämpfung hat, also das Signal deutl. kleiner ist als das Kompressorsignal (ohne jetzt zu wissen, wo du das genau einspeist). Oder, falls du gemessen hast und die Pegel passen, hat der Hochpass vielleicht einen zu hohen Innenwiderstand (der beim Pegel messen nicht auffällt, aber sobald du das mit dem Kompressor zusammen schaltest).
Falls du das Hochpass signal auf den Kompressorausgang (geschrimtes Kabel) gelegt hast, Masseverbindungen stimmen?
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Gobi » Mi 29. Mär 2017, 19:32

wir sind immer noch bei der Schaltung:
Bild
Ist kein Kompressor in dem Sinn, ich weiß nur nicht, wie ich anders dazu sagen soll - in der Mittelstellung des Potis ergeben sich merkwürdige Auslöschungen, um die gings. Die Pegel sind dort ja eigentlich einstellbar, soweit ich es verstehe.
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Harry02 » Mi 29. Mär 2017, 19:35

Dass es um die Schaltung ging war mir klar, ich dachte nur hast da noch ein zweites (bzw das selbe) hochgepasstes Signal mit auf dem Ausgang gegeben, um den Kompressor für hohe Töne unwirksam zu machen?
Und das Poti ist nicht für den Pegel da, da bräuchtest du hintendran noch einen Lautstärkesteller. Mit dem Poti machst du die Voreinstellung, bei welchem Glühlampenwiderstand (bzw. genauer gesagt bei welchem Teilerverhältnis auf der Funzelseite der Brücke) die Brückenschaltung im Gleichgewicht sein soll, also auslöscht weil zwischen der Mitte vom rechtem und linken Teiler keine Signaldifferenz mehr anliegt.
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Gobi » Mi 29. Mär 2017, 20:55

ich hatte im Prinzip den R1 durch einen Kondensator ersetzt. Aber Du hast Recht, vielleicht sollte ich den lieber lassen und noch ein gefiltertes Signal DAZU legen - gleich mal probieren.....
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Gobi » Do 30. Mär 2017, 14:37

Das könnte in die richtige Richtung gehen, aber die Sache ist nicht entkoppelt, d.h. ich hab jetzt schon 3 Trimmer, die sich gegenseitig beeinflussen :roll: (ich gehe z.B. direkt von Ü - Trimmer-Spule - auf A)

Noch eine Frage, da ich heute Zwangs- Arbeitspause habe, habe ich mal angefangen den Equalizer zu löten:
Bild
Da fehlt ein Endlautsärkeregler - ich hatte, ohne groß nachzudenken einen weiteren 10K Schieberegler mitgekauft, evtl. gar nicht sinnvoll? Und wo und wie hänge ich den an? Einfach den R5 damit zu ersetzen ist vermutlich nicht "elegant" oder? Oder besser hinter R6 einen Spunnungsteiler?
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Bastelbruder » Do 30. Mär 2017, 18:25

R4 und R5 sollten identisch sein, sonst werden die Einstellbereiche unsymmetrisch. Da sind aber noch R2 und R3, auch dort läßt sich die Verstärkung sinnvoll beeinflussen, vor Allem wird bei der Pegeleinstellung am Anfang einer möglichen Übersteuerung der Gyratoren entgegengewirkt. Wenn R3 durch das Poti ersetzt wird, läßt sich die Verstärkung zwar bloß bis Eins reduzieren, aber Null ist wohl nicht besonders sinnvoll.
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Re: Der Gitarrenverstärker- Lern- und Frickelthread

Beitragvon Gobi » Do 30. Mär 2017, 20:34

Ah ok, danke - ich hätte gedacht, da darf ich mehr nicht einstellen wie "blos nicht übersteuern"
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