Internet in die Werkstatt bekommen

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Internet in die Werkstatt bekommen

Beitragvon TDI » Mo 25. Dez 2017, 21:40

Damit eine Yagi gut funktioniert muss sie sie schon genau gearbeitet werden, was Elementelänge und Position betrifft. Das ist mit dem Styropor schon tricky wenn es bei so hohen Frequenzen auf halbe mm ankommt. Schmalbandig sind solche Gebilde dann oft auch noch.
Ich würde da auch eher auf eine Quad oder Dosenantenne setzen. Vorausgesetzt, dass man das Antennenkabel so verarbeitet, dass es den Antennengewinn nicht gleich wieder zu Nichte macht.
Es gibt von ubiquiti oder microtik inzwischen aber günstige wlan Richtfunklösungen, die auch dauerhaft draußen betrieben werden können.
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Re: Internet in die Werkstatt bekommen

Beitragvon xoexlepox » Mo 25. Dez 2017, 21:57

Ich würde da auch eher auf eine Quad oder Dosenantenne setzen. Vorausgesetzt, dass man das Antennenkabel so verarbeitet, dass es den Antennengewinn nicht gleich wieder zu Nichte macht.

In eine Dosenantenne kann man auch einen WLAN-Stick statt des Lambda/4-Stäbchens einbauen -> USB lässt sich etwas verlustärmer verlängern als Koax ;)
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Re: Internet in die Werkstatt bekommen

Beitragvon TDI » Mo 25. Dez 2017, 22:06

Ja, oder in einer Tupperdose im Brennpunkt einer Satschüssel. Mit solchen Konstruktionen wurden schon etliche km überbrückt.
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Re: Internet in die Werkstatt bekommen

Beitragvon Propeller » Di 26. Dez 2017, 13:20

Moin,
hier nochmal eine aktuelle Skizze des Istzustandes:

Bild

Die Stecker habe ich selbst angeschlossen, wobei ich mich genau an die farbige Kennzeichnung der Anschlüsse gehalten habe, also Kabelfarbe auf Anschlußfarbe. Die Schirmung hängt auf beiden Seiten in der Luft. Sollte ich sie auf einer Seite erden?
Nachher werde ich mal mit dem Laptop rausgehen und die Fritzbox nach ihrer Geschwindigkeit befragen.

Ich habe auf dem Telefon den WIFI-Analyzer installiert und er zeigt in dem Bereich, wo der Rechner steht -95dB Signalstärke von der Fritzbox kommend (bei abgeschaltetem Repeater). Das ist recht wenig.
Mal sehen, wie die Fritzbox von innen aussieht. Vielleicht komme ich da irgendwo mit einer externen Antenne dran.
Auf jeden Fall danke erstmal!
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Re: Internet in die Werkstatt bekommen

Beitragvon Toddybaer » Di 26. Dez 2017, 13:35

Hallo,

also 90m Cat 7 sollte eigentlich laufen.

Schirm würde ich beidseitig anschließen.

Link hast du ?

Was schickst du genau in Richtung Werksatt? Ethernet oder das DSL Signal?

Ich würde da einfach das Ethernet des Router rüber schicken. Das sollte kein Problem geben.
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Re: Internet in die Werkstatt bekommen

Beitragvon Roehricht » Di 26. Dez 2017, 13:49

Hallo,

Es gibt von ubiquiti oder microtik inzwischen aber günstige wlan Richtfunklösungen, die auch dauerhaft draußen betrieben werden können.


Versuchs doch mal bei den richtigen Antennenspezies . z.B bei Wimo.

https://www.wimo.com/wlan-richtantennen-aussen_d.html


Die haben auch gleich die passenden Zubehörteile und fertig konfektionierte Kabel.

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Re: Internet in die Werkstatt bekommen

Beitragvon Toddybaer » Di 26. Dez 2017, 14:12

ach, da liegt garkein Kabel ....

Wer lesen kann ist klar im Vorteil
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Re: Internet in die Werkstatt bekommen

Beitragvon Attimus » Di 26. Dez 2017, 17:01

Zur Schirmung:

Ich nehme an die FrizBox wird über ihr Netzteil von dem anderen Haus versorgt?!
  • Unter dieser Bedingung sollte es ok sein den Schirm vom Netzwerkkabel beidseitig aufzulegen, weil die Wandwarze die Spannung Potentialfrei zur Verfügung stellt!
  • Wenn die FrizBox allerdings mit einer Gleichspannung versorgt wird die Bezug zum Erdpotential hat, dann würde ich den Schirm nur einseitig auflegen, da du dir sonst fiese Ausgleichsströme aufs Kabel holen kannst!

Edit:
Zum konkreten Problem:

An die FrizBox solltest du mitholfe solcher Pigtails auf vernünftige Stecker kommen!

Und noch eine Frage: Geht es sich aus, dass du die Funkstrecken bis zum PC auf eine reduzieren kannst? Sprich könntest du im Werkstattgebäude ein Netzwerkkabel dort hin ziehen wo jetzt der Repeater ist?
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Re: Internet in die Werkstatt bekommen

Beitragvon Marsupilami72 » Di 26. Dez 2017, 18:08

andreas6 hat geschrieben:Verlegekabel und RJ-Stecker ist Pfusch, das macht nur Ärger.

Genau das ist mir auch als Erstes aufgefallen...

Verlegekabel haben starre Adern, Patchkabel Litzen. Die Crimpkontakte im RJ45 Stecker sind für Litzenkabel ausgelegt...in einer Dose hast Du LSA-Klemmen für starre Leiter.

Das solltest Du auf jeden Fall noch ändern - so teuer sind wirklich Dosen nicht.
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Re: Internet in die Werkstatt bekommen

Beitragvon Propeller » Di 26. Dez 2017, 18:12

Diesen Beitrag hier schreibe ich bereits aus der Werkstatt. :)
Ich habe zunächst noch einen Softwareupdate auf der Fritzbox gemacht. (kann ja nicht schaden)
Dann habe ich den Repeater abgebaut und den WLAN- Stick mit zwei USB-Kabeln verlängert und in der Werkstatt hochgehängt, wobei ich vorher per Telefon die Stelle mit dem besten Empfang gesucht habe. Der Stick wurde mit der flachen Seite auf die Fritzbox ausgerichtet, da ich annehme, daß dessen Antenne bestimmt nur eine Leiterbahn auf der Platine ist.
Nach einigem Hin- und Herrücken mit der Fritzbox hatte ich ein stabiles Signal zusammen. Bei der Gelegenheit fiel mir dann auf, daß mein langes selbstgebasteltes USB-Kabel (siehe ein paar Seiten früher) noch im Rechner steckte. Nach dessen Entfernung wurde die Verbindung drastisch schneller (warum auch immer) :oops:
Nun kann ich Internetradio hören und ein Youtubevideo lädt parallel dazu immer noch schneller, als es abspielt. Das reicht mir an Geschwindigkeit mehr als aus.
Dieser Tage besorge ich mir noch ein ~3m langes USB-Kabel und eine wasserdichte Verteilerdose. Dann kann ich alles ordentlich verlegen und der Stick kommt draußen vor der Tür in die Verteilerdose. Eine 36er Wand weniger in der Funkstrecke kann wohl nicht schaden.

edit @marsupilami: Ich habe sogar 2 recht hochwertige Dosen von meinen vorherigen Experimenten da. Ich hatte darauf verzichtet, weil ich dachte, daß jede zusätzliche Verbindungsstelle im Signalweg bei Frequenzen weit im Voodoobereich für Probleme sorgen kann?
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Re: Internet in die Werkstatt bekommen

Beitragvon Attimus » Di 26. Dez 2017, 18:26

Schön dass es auch so funktioniert!
Ich hoffe der Sichtkontakt ist über den Bäumen? Nicht dass du im Frühling anhand der Signalstärke abschätzen kannst wie seit die Blätter schon gewachsen sind (Das hatte ich selbst schon!) :roll:

Zum Stecker:
So schlimm ist das nicht zum testen, aber dauerhaft muss es auch nicht gleich eine Dose sein:
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Re: Internet in die Werkstatt bekommen

Beitragvon Marsupilami72 » Di 26. Dez 2017, 18:47

Propeller hat geschrieben:Ich hatte darauf verzichtet, weil ich dachte, daß jede zusätzliche Verbindungsstelle im Signalweg bei Frequenzen weit im Voodoobereich für Probleme sorgen kann?

Das ist kein "Voodoo", die Verbindungselemente sind darauf ausgelegt, bei ordnungsgemäßer Montage diese Frequenzen zu übertragen.
Die "Standard"-Ethernetverbindung sieht ja so aus:

Switch - Patchkabel - Dose/Patchpanel - Verlegekabel - Dose - Patchkabel - Endgerät

Und das alles zusammen darf laut Spezifikation bis zu 100m lang sein. Wenn Du die Dosen eh noch hast, bau sie ein.
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Re: Internet in die Werkstatt bekommen

Beitragvon ferdimh » Di 26. Dez 2017, 19:18

Netzwerk ist eh kein Voodoo... Bis 31 MHz für 100MBit und 63 MHz bei GBit bei vorhandenen Equalizern, die heftige Frequenzgangverbiegung vertragen, ist das definitiv noch als Gleichstrom zu bezeichnen.
Zur Stressfestigkeit davon siehe hier: viewtopic.php?f=14&t=38&p=114361#p114361

Man kann da fast alles tüddeln und es läuft.
Crimpen von Verlegekabeln ist aber eine furchbar schlechte Idee. Das fällt je nach Murphy innerhalb von Tagen bis Jahren aus. Die Kontakte sind für Litzen ausgelegt...
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Re: Internet in die Werkstatt bekommen

Beitragvon Toddybaer » Di 26. Dez 2017, 19:35

Oder man bastelt einfach Modul JAcks auf das Verlegekabel, steckt da ein Patchkabel ein und feuert das hinter den Schrank.

Dafür find ich die Module OK. Die Dosen dafür sind aber meistens Kacke.
Wenn man aber 3 Anschlüsse in einer Dose haben muss, oft der einzige Weg
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Re: Internet in die Werkstatt bekommen

Beitragvon Später Gast » Di 26. Dez 2017, 23:27

Also ich hatte hier 10 jahre lang selbstvercrimptes verlegekabel im Einsatz, ohne dass es Probleme gemacht hätte. Als ich dann aber mal was dran ändern musste, hatte ich nur noch einen crimpstecker auf lager und hab dann mal welche nachgekauft. Mit den nachgekauften gings ums verrecken nicht. Mit meinem letzten "new old stock" auf Anhieb.

Kann natürlich Zufall gewesen sein. Werd jedenfalls nicht mehr versuchen, an den Kabeln rumzucrimpen, dann lieber die etwas teureren auflegestecker oder halt ne Dose.
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