Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Der chaotische Hauptfaden

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Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon jodurino » Mi 27. Sep 2017, 07:56

Hallo
es sind nicht die Projekte die man sich selber aussucht, sondern die von denen man heimgesucht wird welche dann das große Chaos erzeugen.

Also meine Dauerbaustelle VW T4 ist diesmal wieder besonders.
Folgender Fehler: nach ein paar km wird aus dem Überdruckbehälter etwa 1L Wasser herausgedrückt, der Kühlkreislauf baut so viel Druck auf das er am anderen Tag noch Druck hat.
Temperaturanzeige bleibt im Normalen Bereich etwa in der Mitte stehen.
Es ist dann auch egal ob ich Autobahn und wieviel km danach noch folgen es bleibt bei einem liter und die nach den ersten 10 km.

Es ist ein 1,9 TD ABL Motor
Zylinderkopf mit Dichtung usw., Turbo, Zahnriemen sind ca. 2000 km "neu" (hatte davon schon mal in Ärgernis der Woche geschrieben)
Wasserpumpe etwa 20.00 km

Der Schrauber hat geprüft ob Abgase in das Kühlwasser gedrückt werden => Ergebnis Nein
Ich habe den Deckel vom Überdruckbehälter von schwarz auf Blau getauscht und habe noch einen neuen Überdruckbehälter hier liegen.

Jetzt würde ich noch den Kühlmittelregler tauschen...
Frage den mit 87° oder den mit 84°?


cu
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon Toni » Mi 27. Sep 2017, 09:25

jodurino hat geschrieben:Hallo
Der Schrauber hat geprüft ob Abgase in das Kühlwasser gedrückt werden => Ergebnis Nein


CO2-Test? Vorsicht: der soll bei Dieseln sehr unzuverlässig sein.

Thermostat glaube ich nicht: wenn das zu spät aufmacht, müsste zuerst die Temperaturanzeige über max. gehen. Und bei max. Temperatur darf das System noch nicht abblasen (vor allem mit neuem Deckel...).

Ich würde daher auf Verbrennungsdruck in der Warmlaufphase tippen -> undichte ZKD (oder Riss im ZK), auch wenn die Dichtung noch relativ neu ist :cry:
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon jodurino » Mi 27. Sep 2017, 12:30

Toni hat geschrieben:
CO2-Test? Vorsicht: der soll bei Dieseln sehr unzuverlässig sein.

Thermostat glaube ich nicht: wenn das zu spät aufmacht, müsste zuerst die Temperaturanzeige über max. gehen. Und bei max. Temperatur darf das System noch nicht abblasen (vor allem mit neuem Deckel...).

Ich würde daher auf Verbrennungsdruck in der Warmlaufphase tippen -> undichte ZKD (oder Riss im ZK), auch wenn die Dichtung noch relativ neu ist


Hi Toni
bin gerade etwa 160km gefahren davon ca 100km Autobahn ohne nennenswerte Wasserverluste.

Der Zylinderkopf, Hydrostößel Kopfdichtung usw. ist alles recht neu wäre ja ziemlich blöd wenn da was defekt ist.

Ja ich glaube der CO2 Test, wenn es der mit der Indikatorflüssigkeit ist.
Wie soll man es denn beim Diesel testen, da kann ich mich doch nur auf den Schrauber verlassen.
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon Toddybaer » Mi 27. Sep 2017, 20:20

Naja,

Motor laufen lassen und dann die Hand auf den offenen ausgleichsbehällter legen. Bauts da schnell Druck auf, kommt da was rein.

Test bei kaltem Motor. Etwas Druck baut sich Automatisch auf wenns wärmer wird
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon Toddybaer » Mi 4. Okt 2017, 13:22

Hast du schonmal versucht mit offenem ausdehnungsgefäß zu fahren?

Aber dann die temperatur im Auge behalten.

Hatte ich bei meinem mal gemacht als der Kühler defekt war
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon Toddybaer » Mi 4. Okt 2017, 18:38

Ist das ein wirklich neuer Kopf?
Vielleicht ist der gerissen? Oder Fehler in der Kopfdichtung.

Hast du eigentlich die kleine elektrische Pumpe im Kühlkreislauf? Die ersten T4 hatten die nicht. Wurde erst später verbaut als denen reihenweise die Zylinderköpfe gerissen sind.
Kaputt gehen die Pumpen eher selten. Entweder blockieren die Durch Dreck oder die werden undicht.
Manche schrauber bauen dann keine neue Pumpe ein, sondern nur ein Rohr. Das Pumpt dann aber nicht nach Abstellen des Motors, was zu örtlichen Überhitzuungen am Zylinderkopf führen kann.

MFG Thorsten
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon jodurino » Mi 4. Okt 2017, 19:10

Hallo Thorsten
ja der Kopf und Zubehör ist neu.
Seit dem der Turbolader neu ist lasse ich den Motor immer im Stand ca. 20 Sekunden laufen bevor ich ihn abstelle.

Ich gucke morgen bei Tageslicht mal nach der Pumpe
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon jodurino » Fr 15. Dez 2017, 12:59

Hallo
nach langer Zeit kann (muss) ich unter dem T4 liegen.

Die kleine elektrische Wasserpumpe ist vorhanden Zustand noch unbekannt.

Jetzt bin ich gerade dabei die eigentliche Wasserpumpe auszubauen brauche dazu das Werkzeug VAG 3297
Beispiel: http://www.tool-is.com/print/html/product/189144

gibt es da einen Trick ohne dieses Werkzeug?

cu
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon Roehricht » Fr 15. Dez 2017, 13:22

Hallo,
mein Autoschrauber hat sich da son Dingens selber gefrickelt um den Druck des Wassertanks im Auge zu haben. Ein modifizierten Deckel mit einem Manometer drauf.

Sone zusatz Elektrowasserpumpe hat schon was. Auffer Bahn volle Lotte fahren und dann ans Stauende kommen. Motor noch richtig heiss, dann kommt die el. Wasserpumpe zum Zuge. Ist in meinem T4 werksmässig drin. das ist ein 2,5l TDI.

Bei meiner Dose war es ein ständiger Wasserverlust. Ich musst alle naselang wasser nachfüllen. Letztendlich war es ein winziger Riss in einem Rohr. Nun denn nach 300Mm darf das mal passieren. :D
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon jodurino » Fr 15. Dez 2017, 13:47

Roehricht hat geschrieben:Hallo,
mein Autoschrauber hat sich da son Dingens selber gefrickelt um den Druck des Wassertanks im Auge zu haben. Ein modifizierten Deckel mit einem Manometer drauf.

Sone zusatz Elektrowasserpumpe hat schon was. Auffer Bahn volle Lotte fahren und dann ans Stauende kommen. Motor noch richtig heiss, dann kommt die el. Wasserpumpe zum Zuge. Ist in meinem T4 werksmässig drin. das ist ein 2,5l TDI.

Bei meiner Dose war es ein ständiger Wasserverlust. Ich musst alle naselang wasser nachfüllen. Letztendlich war es ein winziger Riss in einem Rohr. Nun denn nach 300Mm darf das mal passieren. :D


Du kennst den kleinen Bomber der ist im Sommer nach dem Treffen ganz gemütlich hinter Dir her gefahren um die Wechselrichter abzuholen.
So ein Manometer fliegt hier auch irgendwo herum, ist von Wilesco für Minidampfmaschinen, da könnte ich auch was frickeln gute Idee.

Habe jetzt alle Werkzeug und Autoteilehändler in Erfurt abtelefoniert, nix zu machen also bei der Bucht bestellen.

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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon manuel » Fr 15. Dez 2017, 14:47

Ganz klarer Fall: Kopfdichtung ist durch oder Kopf/Rumpf hat einen Riss. Oft wird bei kaputter Kopfdichtung vergessen den Kopf UND Rumpf mit Haarlineal auf Planheit zu prüfen und der Dichtungstausch ist damit fürn Ar....

Wenn am nächsten Tag noch Druck drauf ist, dann kann es nur Verbrennungsdruck sein, weil Dampfdruck würde sich ja wieder vollständig abbauen.

Ja, das ist ärgerlich, aber die Kopfmontage vor 2000km war wohl leider murks.

Viel Erfolg.
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon tschäikäi » Fr 15. Dez 2017, 15:53

Jetzt würde ich noch den Kühlmittelregler tauschen...
Frage den mit 87° oder den mit 84°?


Ich denke dass dir das die Erlösung bringen wird. Das Thermostat muss falsch eingebaut sein oder klemmt.
Es gibt keine andere sinnvolle Erklärung für massiven Überdruck nach 10km
(das ist ziemlich genau die Strecke nach der ich meinen Diesel im Winter bei 90°C hab )
UND dass nach dem ersten Schwall kein Wasser mehr austritt.
Du hast ne große schwere Karre mit kleiner Leistung (ich vergleiche mit meinem 130PS A3 8L),
heißt: deiner wird nach vermutlich 6 bis 7km bei 90°C sein und kurz danach anfangen, Wasser zu lassen.

Der Druck des Wasserkreislaufs hält das Thermostat beim Aufwärmen und Überkochen geschlossen, danach öffnest du den Deckel um den verlorenen Liter
aufzufüllen. Während des Nachfüllens ist das System drucklos. Also kann das Thermostat öffnen.
Hol dir das Thermostat bei VW, nicht im Zubehörhandel.
Ich habe mehrere Thermostate für meinen 1.9TDI hier liegen, die ich im Zubehör gekauft habe, die aber nicht die gleichen Federstärken
wie das originale und ziemlich viel Spiel auf dem beweglichen Teil haben. Hatte eins davon mal eingebaut, mal hat es bei 70°C geöffnet, mal überhaupt nicht.

Ob du 84 oder 87°C nimmst, ist eigentlich wurschd, ich denke mal bei VW wirds nur 87°C vorrätig geben. Achte darauf, dass der äußere Ring (wo auch der O-Ring sitzt)
absolut dicht gegenüber dem Motorblock ist (sauberkratzen, schleifen). [url=http://t4-wiki.de/wiki/Kühlmittelregler]Hier[/url] steht eigentlich alles wissenswerte.
Wenn das Thermostat bei deinem Motor in einem angeschraubten Alugehäuse sitzen sollte, wirds mitm Schleifen auch einfacher, ich kenne das vom 1.9TDI so,
dass es direkt im Graugussblock sitzt. Zusätzliches Silikon am O-Ring schadet auf gar keinen Fall.
Auf die richtige Position des O-Rings achten!

Wasserpumpe etwa 20.00 km


Halte mal einen Spiegel neben die Wasserpumpe. Wenn du außen am Block direkt unter der Pumpe weiße oder rosafarbene Verkrustungen siehst,
hat der Überdruck die Pumpe zur Leckage getrieben. Dann musst du die auch nochmal tauschen.
Das ist aber nicht die Ursache deines Problems, sondern nur ein weiteres Teil, was in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Für mich gibt es ein sonnenklares Indiz, dass Kopf/Kopfdichtung dicht sind: Wasserverlust nach 10km, danach nicht mehr.
Undichtigkeit an der Kopfdichtung äußert sich bei hoher Last. Und wenn der Motor 100km Autobahn am Stück ohne Wasserverluste schafft,
ist die Kopfdichtung definitiv dicht.
Ich habe den (fast) gleichen Motor und das Thema Kopfdichtung zur Genüge durchexerziert.

Gruß Julian
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon manuel » Fr 15. Dez 2017, 16:41

@tschäikäi: wie würdest du erklären das sich der Druck nicht wieder von selber abbaut ? Wenn es nur Dampfdruck ist müßte das nämlich der Fall sein. Das Abgastests für das Kühlwasser nicht taugen wäre für mich nichts neues.
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon tschäikäi » Fr 15. Dez 2017, 16:53

Das Abgastests für das Kühlwasser nicht taugen wäre für mich nichts neues.

Das glaub ich gern, vor allem wenn man im Stand misst.
Was glaubwürdig ist, sind schwarze Ablagerungen im Kühlmittelbehälter.
wie würdest du erklären das sich der Druck nicht wieder von selber abbaut ?


Wenn sich Abgas im Kühlmittelkreislauf befindet, ist das ja rein gekommen während der Motor lief.
Der Druck im Wasserkreislauf wird vom Überdruckventil im Deckel begrenzt.
Wir haben also beim Abstellen des Motors je nach ÜDV 1 bis 1,4bar und ca. 90 bis maximal 100°C.

Der Druck wird sich beim Abkühlen abbauen, ob da jetzt Abgas mit dabei ist oder nicht.
Vielleicht wird der Druck nicht wieder zu 0 abgebaut wenn Abgas mit dabei ist.
Das Zischen, das der TE beim Öffnen des Überdruckbehälters beim kalten Motor hört,
kann aber auch genauso gut daher kommen, dass sich beim Abkühlen Unterdruck "aufgebaut" hat.
Immerhin wurde ja beim betriebswarmen Motor der Deckel zum Wassernachfüllen geöffnet.

Für mich ist der Grund, die Kopfdichtung auszuschließen einfach der, dass bei längerer Autobahnfahrt kein Wasser mehr verloren geht.
Und bevor ich kein schlüssiges Argument gegen dieses habe, sehe ich das weiter so.
Gruß Julian
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon E_Tobi » Fr 15. Dez 2017, 18:16

Hi zusammen,

hab kein Gegenargument, aber zwei ähnliche Fälle beide an einem 2.4D T4.

Nummer eins - es fehlt nach einiger Fahrzeit schlagartig richtig viel Wasser....erst mal gar nichts, dann plötzlich fast alles. Kein Leck in Sicht, das Auto ist trocken, am Motorblock keine Spur von Wasser:
Der Kühler war undicht. Durch Zufall bin ich mal stehen geblieben, und konnte einen feinen Wasserstrahl beobachten, der vorne durch die Gitter sprühte...

Nummer zwei: Es fehlte immer Wasser bis genau unter die Min-Markierung. Der Stand blieb dort konstant, wenn man aber nachfüllte, sank er wieder bis genau unter die Min-Markierung:;
Ursache war ein Kunststoffflansch, rechts am Motor. Er hat eine lange Hülse angespritzt die in den Motorblock eingeführt wird. Die war gerissen. Wie das dazu führen konnte dass das Wasser immer nur genau bis zur Marke fehlte hab ich bis heute nicht verstanden...

Schöne Grüße
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon tschäikäi » Fr 15. Dez 2017, 19:51

Den Kühler würde ich auch verdächtigen, wenn nach der Warmlaufphase (=Thermostat öffnet) mehr oder weniger kontinuierlich Wasser verloren ginge.
Ebenso einen undichten Schlauch oder Flansch. Aber das passt halt nicht aufs Fehlerbild.

Ich konnte mit kaputter Kopfdichtung wochenlang über Land fahren ohne dass Wasser verloren ging. Einmal auf die Autobahn,
Vollgasbeschleunigen länger als 30 Sekunden und das "Wasser fehlt"- Symbol war im FIS. Meist in Kombination mit Temperatur >90°C.
An Motorblock, Zylinderkopffläche und ausgebauter Kopfdichtung war ganz klar ersichtlich,
dass sich die Abgase von Zylinder 2 aus Richtung Wasserkanal gedrückt hatten.
Aber das haben wir ja hier alles nicht.
GJ
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon xanakind » Fr 15. Dez 2017, 20:28

tschäikäi hat geschrieben:Kombination mit Temperatur >90°C.


Mal so ganz allgemein eingeworfen:
Diese Temperaturanzeige ist bei diesen ganzen Weltkarren (VAG) reine Dekoration und in etwa so Sinnvoll wie Fake Auspuffblenden.
Zwischen 50 und 120 grad zeigt das Ding immer exakt 90 Grad an.
Das ist eine tolle Funktion, damit der dumme Kunde nicht panisch zur Werkstatt rennt, wenn die Temperatur des hoch empfindlichen Golfmotor´s mal 100 Grad beträgt.
Diese Funktion hat auch einen bestimmten Namen, der fällt mir aber gerade nicht ein.
Ich glaube, ab dem Golf 4 haben die diesen Blödsinn angefangen.
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon basti1 » Fr 15. Dez 2017, 20:45

Du meinst die Plateau Funktion. Geht aber erst bei 70grad los.


Plateau-Funktion – T4-Wiki
http://www.t4-wiki.de/wiki/Plateau-Funktion

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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon E_Tobi » Fr 15. Dez 2017, 20:50

tschäikäi hat geschrieben:Den Kühler würde ich auch verdächtigen, wenn nach der Warmlaufphase (=Thermostat öffnet) mehr oder weniger kontinuierlich Wasser verloren ginge.
Ebenso einen undichten Schlauch oder Flansch. Aber das passt halt nicht aufs Fehlerbild.


Auch bei geschlossenem Thermostat steht der Kühler unter Druck.
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon tschäikäi » Sa 16. Dez 2017, 20:01

Auch bei geschlossenem Thermostat steht der Kühler unter Druck.


Stimmt, der hat ja auch nen Rücklauf.

Plateufunktion

Ja, schon klar. Das heißt aber nur, dass wenn die Nadel mal über 90°C geht, das Wasser auch massiv überhitzt ist.
Das Argument bleibt also das gleiche.
Ich hoffe nur, der TE probiert mal ein anderes Thermostat. Das bringt vermutlich mehr als wenn wir noch weiter hier rum raten
und uns gegenseitig die Argumente sezieren :)
GJ
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon basti1 » Sa 16. Dez 2017, 20:09

Die Frage bei der tempanzeige ist, hat er das vorfacelift Modell ,mit der grünen tachobeleuchtung, dann hat er keine Plateau Funktion. Bin ich ein paar Jahre gefahren, die zeigt reelle Werte.

Die mit der blauen Beleuchtung haben schon die Plateau Funktion. Auch schön daran zu erkennen, dass die Zeiger beim einschalten zügig auf den passenden wert hoch gehen.


MFG Sebastian
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon Nicki » So 17. Dez 2017, 19:20

Ich hatte mal so eine Plateaufunktion bei einem Passattacho eingeebnet.
Bei Interesse möge man mir einen EEPROM-Dump und die Teilenummer schicken.
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Aw: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon PowerAM » Mo 18. Dez 2017, 09:56

Über OBD sollten die Messwerte aktuell mitlesbar sein, die dem Steuergerät zur Verfügung stehen. Liegen sie im Bereich der Erwartungen, dann ist auch eine beruhigte Temperaturanzeige egal.
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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon jodurino » Mo 18. Dez 2017, 16:03

tschäikäi hat geschrieben:
Jetzt würde ich noch den Kühlmittelregler tauschen...
Frage den mit 87° oder den mit 84°?


Ich denke dass dir das die Erlösung bringen wird. Das Thermostat muss falsch eingebaut sein oder klemmt.
Es gibt keine andere sinnvolle Erklärung für massiven Überdruck nach 10km
(das ist ziemlich genau die Strecke nach der ich meinen Diesel im Winter bei 90°C hab )
UND dass nach dem ersten Schwall kein Wasser mehr austritt.
Du hast ne große schwere Karre mit kleiner Leistung (ich vergleiche mit meinem 130PS A3 8L),
heißt: deiner wird nach vermutlich 6 bis 7km bei 90°C sein und kurz danach anfangen, Wasser zu lassen.

Der Druck des Wasserkreislaufs hält das Thermostat beim Aufwärmen und Überkochen geschlossen, danach öffnest du den Deckel um den verlorenen Liter
aufzufüllen. Während des Nachfüllens ist das System drucklos. Also kann das Thermostat öffnen.
Hol dir das Thermostat bei VW, nicht im Zubehörhandel.
Ich habe mehrere Thermostate für meinen 1.9TDI hier liegen, die ich im Zubehör gekauft habe, die aber nicht die gleichen Federstärken
wie das originale und ziemlich viel Spiel auf dem beweglichen Teil haben. Hatte eins davon mal eingebaut, mal hat es bei 70°C geöffnet, mal überhaupt nicht.

Ob du 84 oder 87°C nimmst, ist eigentlich wurschd, ich denke mal bei VW wirds nur 87°C vorrätig geben. Achte darauf, dass der äußere Ring (wo auch der O-Ring sitzt)
absolut dicht gegenüber dem Motorblock ist (sauberkratzen, schleifen). [url=http://t4-wiki.de/wiki/Kühlmittelregler]Hier[/url] steht eigentlich alles wissenswerte.
Wenn das Thermostat bei deinem Motor in einem angeschraubten Alugehäuse sitzen sollte, wirds mitm Schleifen auch einfacher, ich kenne das vom 1.9TDI so,
dass es direkt im Graugussblock sitzt. Zusätzliches Silikon am O-Ring schadet auf gar keinen Fall.
Auf die richtige Position des O-Rings achten!

Wasserpumpe etwa 20.00 km


Halte mal einen Spiegel neben die Wasserpumpe. Wenn du außen am Block direkt unter der Pumpe weiße oder rosafarbene Verkrustungen siehst,
hat der Überdruck die Pumpe zur Leckage getrieben. Dann musst du die auch nochmal tauschen.
Das ist aber nicht die Ursache deines Problems, sondern nur ein weiteres Teil, was in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Für mich gibt es ein sonnenklares Indiz, dass Kopf/Kopfdichtung dicht sind: Wasserverlust nach 10km, danach nicht mehr.
Undichtigkeit an der Kopfdichtung äußert sich bei hoher Last. Und wenn der Motor 100km Autobahn am Stück ohne Wasserverluste schafft,
ist die Kopfdichtung definitiv dicht.
Ich habe den (fast) gleichen Motor und das Thema Kopfdichtung zur Genüge durchexerziert.

Gruß Julian


Hallo Julian
bin Deinem Rat bis zum VAG Händler gefolgt und habe den Kühlmittelregler dort bestellt, da nix am Lager ist.

Wasserpumpe, Kühler, Lüfterthermostatgeber, Schlauch habe ich dann mal online geordert.
Denke gerade darüber nach noch den Treibriemen (Lichtmaschine/Wasserpumpe) zu bestellen, der sieht zwar noch sehr gut aus und es ist auch eine Laufrichtungsmarkierung dran, aber das Wasserpumpenrad rutscht mir zu leicht durch, da bin ich mir unsicher.

ODB hat der Wagen so gar nicht, es gibt eine Wegfahrsperre mit einem 2 poligen Anschluß da habe ich einen Adapter fürODB möchte mich da aber nicht so richtig befassen.
Haber letzes mal zugesehen und es war etwas umständlich und wenig aussagefähig was der Otto da so von sich gibt.

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Re: Die Dauerbaustelle VW T4 1,9 TD

Beitragvon Toddybaer » Mo 18. Dez 2017, 19:57

Wird die WaPu nicht über den ZR angetrieben?
bei dem 1,9 er bin ich mir gerade nicht sicher. Bei den 2,4 und 2,5 ist das jedenfalls so
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