Telefunken Übertrager

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tsar
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Telefunken Übertrager

Beitrag von tsar » Mi 17. Feb 2021, 02:36

Hallo liebe Bastler

Ich bin auf der Suche nach einer bestimmten Art von Übertrager von Telefunken
20210217_012315.jpg
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Ich gehe davon aus, das die aus früheren Telefonleitungs-Netzen sind.
Es sollen ausdrücklich dieses Modell sein, eventuell gleiche Bauart/Serie mit anderen Widerständen.

Ich bin Ton/Licht-Techniker mit Elektrotechnik Studium Hintergrund und diese Übertrager sind der feuchte Traum eines jeden Tontechnikers wenn es um die Symmetrierung/Trennung von Tonsignalen geht. Der Frequenz- und Phasengang von 10Hz bis hoch nach 40kHz sieht aus als ob man ein Kabel durchmessen würde. Das ist der Inbegriff von "Flat". Oder falls jemand den korrekten Namen dieser Teil kennt, sodass Ich danach gezielter suchen könnte, wär auch schon klasse. Telefonübertrager scheint es jedenfalls nicht zu sein. Liefert hunderte Ergebnisse, aber nicht das richtige.

Also falls jemand......

Gruß Dennis

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uxlaxel
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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von uxlaxel » Mi 17. Feb 2021, 06:53

Moin, bist du dir denn sicher, dass andere Übertrager deutlich schlechter sind? Ich vermute, dass da kaum Unterschiede sind, denn die sind ja nach Baumuster gefertigt worden. (Anforderungen der Reichspost, später Bundespost und Deutsche Post)

sukram
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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von sukram » Mi 17. Feb 2021, 08:18

Vergleichbare gibts (für solides Entgelt) neu zu kaufen:

http://www.sedlbauer.de/de/produkte/uebertrager

ansonsten spuckt gurgel und bay mit "nflü telefunken" einiges aus, aber auch mit gewürzten Preisen.

https://www.ebay.de/itm/274546980009

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uxlaxel
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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von uxlaxel » Mi 17. Feb 2021, 09:17

Die Frage ist, ob die NFLÜ u.ä. von Siemens, RFT usw. wirklich schlechter sind oder ob das mit „Telefumpen its best“ wieder nur Einbildung ist. Denn auch dort wird es eine gewisse Streuung geben. Ich denke da nur an Saite-umwobene, sauerstoffarme Kupferlitzen vs. normalem Lautsprecherkabel.

hoffendlichS3
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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von hoffendlichS3 » Mi 17. Feb 2021, 19:59

Erinnert mich ja irgendwie an Pupinspulen...

Die liegen immer mal wieder Schubweise zu Hauf hier auf dem Schrott...

andreas6
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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von andreas6 » Mi 17. Feb 2021, 21:28

Eine Pupinspule ist was ganz anderes als ein Leitungsübertrager.

MfG. Andreas

tsar
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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von tsar » Mi 17. Feb 2021, 22:26

Also ander Trafo gehen bestimmt, hatte Ich nur noch nie in der Hand. von dene hab ich 6 Stück in einen Baugruppenträger geschraubt und mit den üblichen Buchsen und Schalter versehen. Der mechanische und elektrische "Schaltplan" dafür ist also da, getestet und für gut befunden.
Die Preise die andere Seiten für ähnlich Trafos aufrufen habe ich auch gesehen. Da werden dann iweder irgendwann Hifi-Fanatiker drauf reinfallen.
Es ist halt wie immer. Brauchen tue Ich die nicht, aber es wäre cool noch ein 6er Pack zuhaben. Es geht halt natürlich auch immer irgendwie anders, aber cooler ist es halt mit was selbst gebasteltem auf großen Bühnen aufzulaufen wo irgenwelche Studierten, markentreuen Spinner an den Knöpfen drehen die man mit uralt-technik wieder ins hier und jetzt und auf den Boden der Tatsachen zurückholen kann.
Bei den vielen aktuellen und modernen Audioübertragern von Lundahl und Co. ist auch nichts auszusetzen. Fast nichts. Die sind sehr klein, auch super linear, alles gut soweit......Aber wenn mal in der richtigen Ecke der Musik Szene unterwegs ist, wo Klänge gespielt werden, die mit Musik eigentlich nichts mehr zu tun haben und irgendwelche 10Hz "Töne" einfach mal 30min stehen bleiben und durch den Raum wabern, damit die Hose schön flattert.....merkt man eigentlich das man doch am liebsten DC durch den Trafo schicken können möchte. An dem Punkt glänzen diese Eisenschweine einfach gegenüber "echten" Audioübertragern, weil die eben nicht bei 35Hz mit 6db/okt abfallen.

Hätte ja sein können das jemand sich freut, weil er endlich einen Abnehmer für die Gitterbox voll Übertager im Wohnzimmer gefunden hat. Macht nix.

Gruß Dennis

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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von uxlaxel » Mi 17. Feb 2021, 23:05

rechne mal damit, dass sich hier noch jemand meldet. ich habe zwar paar wenige aus ost-produktion irgendwo, aber bin mitten im umbau und die sind ganz tief irgendwo verbuddelt.

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Roehricht
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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von Roehricht » Fr 19. Feb 2021, 02:45

Hallo,
dis Übertrager heissen Niederfrequenz Leitungs Uebertrager. Steht als Abkürzung ja auch drauf. Die sind deswegen so gross weil die auch ordentlich Pegel können. Die gehen locker von 20Hz -100kHz. Hergestellt haben die Firmen Haufe, Heibl, Siemens, Neumann , Telefunken , TeKaDe (Philips) und AEG (ANT) und noch ein paar unbekannte. Die wurden nach genauen Vorgaben der Post gefertigt. d.h. einer war wie der andere egal welcher Hersteller.

Das oben im Bild gezeigt Model hat eine höhere Spannungsfestigkeit. Die kamen in Fernleitung zum Einsatz in denen auf den Sprechadern ca 1000V ac zum Versorgen der Streckenverstärker drauf waren.

Die Hohe Bandbreite erklärt sich daraus das sie in 12/24 Kanal TF Strecken verbaut waren. Die 25Hz Rufspannung mit 70V für den Dienstkanal auf NF-Ebene musste auch noch darüber gehen und ebenfalls das oberste TF Band bis 108kHz.

Die Post hat für so einen Übertrager 1970 ca. 350 Ocken abgelatzt. Damit wurden auch die Rundfunkstandleitungen geschaltet.

Die Teile hatte ich in den 80ern in meiner PA in den Leitungen zwischen Pult und Endstufen/ Monitorwegen drin. Damit lief die PA brummfrei ohne spezielle teure Multicores die zu Freudenhauspreisen angeboten wurden und doch nicht viel brachten. Mit diesen NFLUes gingen auch ungeschirmte Kabel der Sorte Telefoninstallationskabel . Diese Übertragerbox mit 12 solchen NFLUes besitze ich noch. Ein echtes Eisenschwein.

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Wolfgang

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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von tsar » Mo 22. Feb 2021, 02:30

Hallo Wolfgang

So eine ähnliche Anwendung habe ich hier auch.
Benutze meine Kiste als Monitor-Split.
Auch in der Digitalen Welt muss man manchmal auf altbewärtes zurückgreifen, spätestens wenn Monitormischer und FOH Mischer völlig verschiedene Pulte benutzen und man die Stageboxen nicht digitalseitig an beide anstöpseln kann.
Ich gehe mit den Signalen von der Bühne also in meine Trado-Split Kiste rein, einmal unverändert direkt wieder raus, Ausgang A, und einmal auf diesen Trafo und dann raus, Ausgang B. Damit sind beide Ausgänge galvanisch getrennt und nix brummt oder knackt wenn FOH Platz und Bühne auf verschidenen Potentialen liegen oder die Masse Wurst ist.

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Roehricht
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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von Roehricht » Di 23. Feb 2021, 21:54

hallo,
richtige galvanische Trennung gibts nur prim. gegen sek. Wenn man die beiden Teilwicklung einer Seite separat verwendet muss man mal etwas messen. Manchmal haben die nur isolationswiderstände im zweistelligen k Ohm Bereich welches bei der Telekomanwendung nicht gestört hat. Bei NF Amps mit Op-Amps im Eingang kann das störend wirkend und merkwürdige Effekte verursachen.

Monitorsplit hab ich nicht damit gemacht. ich hatte nur die Leitungen zwischen Bühne, Pult/Effekte und Endstufen abgeriegelt,

Rock Battle 1985 in HH , Ernst-Merck-Halle.
Veranstaltungsleiter kommt an die Bühne.."Seid ihr fertig?"
Ich: "Ja".
Der Ton- Roadie der Konkurrenzanlage von der anderen Bühne: "Denn mach mal an".
Ich: "PA ist an".
Roadie: "Ich hör nix".
Ich: "Sagt ja auch keiner was ins Mikro.
Roadie: "Naja, man hört doch leichtes Brummen und Rauschen wenn die Anlage an ist.
Ich: "Bei mir brummt und rauscht nix".

Der VA geht derweil auf die Bühne und klopft auf das Mikro. Lautstarkes Klonk, klonk lässt den Boden vor der Bühne erzittern.

Roadie, nachdem er mein Equipment inspiziert hatte: "Du hast fast das gleiche Zeugs wie Wir wieso brummt und zirpt das bei uns und bei euch nicht".
Ich: "Ich hab überall Trennübertrager drin. Auch mein Soundcraft Pult hatte Übertrager eingebaut . Dafür hab ich auf das teure 28 paarige Multicore für 40,-DM/m verzichtet. Geht auch mit Telefonkabel. Kostet mich nichts."

Nachdem er dann das Telefonkabel auf meiner Gardena Schlauchhaspel gesehen hatte war er völlig fertig. Die hatten sich 50m 32 paariges Belden zu 45,DM/m zugelegt. Das 40paarige IY(st)Y gabs für lau von einem Kumpel der bei ner Fernmeldebude gearbeitet hat. Die Siemens Tuchel Messerleisten samt Gehäuse gabs zum selbstausbau beim lokalen Schrotter. Die NFLUes hat mir ein Kumpel von der Post aus dem FernVst 4 mitgebracht. Die lagen in der Schrottkiste. Das waren deutlich über 50 Stk. Seine Karre hing gut runter.

ich hatte ein 30 DA für die Mikrofonleitungen und ein 12DA für das Returnkabel zu den Endstufenracks benutzt. Das 12er Kabel liegt immer noch im Lager in einer PA-Kabelkiste. Obwohl massive Adern anstelle von Litzen gabs keine Ausfälle.
Ich hatte noch eine Box mit "Line-Drivers" gebaut. Nicht alles PA Equipment hatte niederomige Ausgänge die mehrere Volt können. Dafür war dann diese Kisten. Es gab 4 Kanäle , die konnten bis 10V eff an 50Ohm. Also normale NE5534 mit je einem BDxxx als "Nachbrenner" :mrgreen:

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Wolfgang
Zuletzt geändert von Roehricht am Mi 24. Feb 2021, 01:20, insgesamt 4-mal geändert.

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Spike
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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von Spike » Di 23. Feb 2021, 23:06

:D
Danke! Ich schüttele mich vor Lachen bei der Vorstellung des Moments vor dem "thump" am Mikro.
Coole Nummer.

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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von uxlaxel » Mi 24. Feb 2021, 00:32

ich kenne ähnliches. live-übertragung ins lokale radio via ISDN-modems einer veranstaltung.
alles brummt und zwitschert. ah da müssen DI-boxen (die ei - das zauberwort) dazwischen. tontechniker des veranstalters und des radios sind sich einig und probieren. brummen ist weg, nutzsignal auch. es zwitschert nur. der eine fährt noch mal los und holt noch was. langsam werden alle panisch, weil in 10 minuten "ON AIR" geplant ist. beide total ratlos, ich bekomme zufällig wind von, weil der veranstalter sich erinnert, dass die beiden elektriker (mein kumpel und ich) ja bisher auch alles lösen konnten. ich habe einfach einen beidraht aus nem JYSTY genommen und beim ausgang der DI-box (ist ja nur ein 1:1 übertrager in metallic blau lackiert) des XLR zwischen pin2 und pin3 gelegt, stecker wieder rein - bei beiden kanälen super signal.
die haben es nicht geschnallt, dass man ein sauberes symmetrisches signal nicht in eine unsymmetrische senke pumpen kann, wo es nur + und masse gibt, aber kein -
man sollte sich mit seiner technik schon mal etwas beschäftigen und nicht blind überall super teures spezialzubehör dazwischen stecken und panisch werden.
übrigens, die drahtbrücken waren dann bei den nächsten zwei übertragungen immer noch im stecker, anstatt am modem mal die brücke - nach masse nachzurüsten.
und ja, sauber symmetrisch aufgebaut mit echten übertragern und sinn und verstand, brummt da nichts. genau wie wolfgang es beschreibt. selbst wenn eine seite asymmetrisch ist und die gesamte leitungsanlage aber symmetrisch ist und die andere seite einen übertrager hat, ist das erstaunlich ruhig, wo man sonst immer brummen und zwitschern hatte.

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Gobi
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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von Gobi » Mi 24. Feb 2021, 01:16

Die Dinger machen ja wirklich langsam neugierig :mrgreen:

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Roehricht
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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von Roehricht » Mi 24. Feb 2021, 01:36

hallo,
hier ein Teil meiner Übertrager in meiner Werkstatt.
DSCF4562.jpg
DSCF4561.jpg
Im Lager hab ich noch einmal so viel.

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Wolfgang

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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von Matze » Mi 24. Feb 2021, 02:58

Roehricht hat geschrieben:
Mi 24. Feb 2021, 01:36
hallo,
hier ein Teil meiner Übertrager in meiner Werkstatt.

DSCF4562.jpgDSCF4561.jpg

Im Lager hab ich noch einmal so viel.

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Wolfgang
WOW :shock:

Kann man da welche von dir Erwerben? :mrgreen:

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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von Robby_DG0ROB » Mi 24. Feb 2021, 14:00

uxlaxel hat geschrieben:
Mi 24. Feb 2021, 00:32
ich kenne ähnliches. live-übertragung ins lokale radio via ISDN-modems einer veranstaltung.
:lol: Ja, das war in den 2000er Jahren gängige Praxis. Für Außenübertragungen von Veranstaltungen wurde dann bei der Telekom einen Anschluß bestellt und man bekam von irgendeinem Kasten, teilweise aus Telefonzellen ein paar Meter Leitung, wo ein NTBA dran baumelte. Da wurde das Musictaxi an den S0 angeschlossen und wenn es lief, dann sehr stabil.

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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von xanakind » Mi 24. Feb 2021, 14:58

Robby_DG0ROB hat geschrieben:
Mi 24. Feb 2021, 14:00
uxlaxel hat geschrieben:
Mi 24. Feb 2021, 00:32
ich kenne ähnliches. live-übertragung ins lokale radio via ISDN-modems einer veranstaltung.
:lol: Ja, das war in den 2000er Jahren gängige Praxis. Für Außenübertragungen von Veranstaltungen wurde dann bei der Telekom einen Anschluß bestellt und man bekam von irgendeinem Kasten, teilweise aus Telefonzellen ein paar Meter Leitung, wo ein NTBA dran baumelte. Da wurde das Musictaxi an den S0 angeschlossen und wenn es lief, dann sehr stabil.
Das muss damals wohl auch ein richtiger Aufriss gewesen sein.
Ein Alteingesessener Kollege hatte mir da schon ein paar gruselige Geschichten erzählt.
So Dinge wie: Die Leitung wurde erst wenige Minuten vor der Show geschaltet, oder "mal eben" ein Telefongespräch in ein Mischpult fummeln? Nicht mit der Post!.......

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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von uxlaxel » Mi 24. Feb 2021, 15:07

gerne wurde für sowas auch einfach schaltdraht durch die bäume gespannt, weiter zur straßenbeleuchtung, mit isolierband am blitzableiter usw. mehrere hundert meter quer feld ein

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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von Robby_DG0ROB » Mi 24. Feb 2021, 15:08

Ja, das war oft ein Drama, vor allem in der letzten Zeit des ISDN, wo das ja nicht mehr vermarktet werden sollte. In der Pampa gab es ja kein DSL und oft kaum Mobilfunk, aber ISDN war ´meist möglich. Was war das auch jedes Jahr in Kastellaun Anfang August für die Nature One für ein Tamtam mit dem ISDN. Wobei dort noch das Problem der unsicheren 230V-Versorgung hinzukam und öfters mal das "Notband" im Studio anlaufen musste.

Zu den analogen Leitungen: Es gab bei den Rundfunksendern, die ihr Sendesignal über Postleitungen zum eigentlichen Sender führen einen sog. Post-Übergabeverstärker und Übertrager. Da wurde mit viel Aufwand alles auf das µ eingepegelt und impedanzmäßig perfektioniert - ich meine da kamen +6 dBu, also reichlich 1.5 V raus) . Damit konnte man aber viele Jahrzehnte ein 15 kHz-Signal für UKW über "Klingeldraht" übertragen. Da brauchte es keine digital- und HD-tauglichen Kabel oder andern Kokoloris.

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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von Roehricht » Mi 24. Feb 2021, 18:08

hallo,
ich meine da kamen +6 dBu, also reichlich 1.5 V raus)
Postübergabepunkt ist/war +9dBu. ca 4,4Veff. Irgendwo dürften solche teile bei mir noch rumoxidieren.


Kann man da welche von dir Erwerben?
Wenn die dann nicht gleich wieder bei ebay auftauchen gerne. Komm mal mit ner PM.

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Konsole
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Re: Telefunken Übertrager

Beitrag von Konsole » Mi 24. Feb 2021, 19:17

Roehricht hat geschrieben:
Mi 24. Feb 2021, 18:08
hallo,
ich meine da kamen +6 dBu, also reichlich 1.5 V raus)
Postübergabepunkt ist/war +9dBu. ca 4,4Veff. Irgendwo dürften solche teile bei mir noch rumoxidieren.
Die Postleitungsverstärker (z. B. der LAWO V970 oder der Neumann V470 (-2) hatten zwei oder drei Ausgangswicklungen, damit konnte man außer den normalen +9dB auch +6dB rauslassen oder (beide in Reihe) +15dB. Außerdem hatten die Verstärker einen größeren Verstärkungs-Einstellbereich als normale Leitungsverstärker und sie waren kurzschlußfest am Ausgang.
Der Eingang war ein normaler Leitungseingang, den man mit dem Verstärkungssteller auf Funkhauspegel hochverstärken konnte, wenn man den Verstärker an einer Empfangleitung (Tn EL) hängen hatte.

Hat eigentlich mal jemand bei Sedlbauer gefragt, was die jetzt für so einen NFLÜ haben wollen? Ein Pikatron oder Haufe geht ja auch schon kaum unter 100 her.

@Roehricht: hast Du einen ganzen Verstärker oder nur die Ausgangtrafos? Von letzteren habe ich nämlich schon welche von Dir ;-)

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