"Vernünftige" Potis

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Raja_Kentut
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"Vernünftige" Potis

Beitrag von Raja_Kentut » So 12. Jan 2020, 17:45

für meine Röhrlinge bin ich seit langem auf der Suche nach vernünftigen Potis mit 6mm METALLachse.
Was man so bei Reichelt oder den einschlägigen Musikalienhändlern bekommt ist meist Mist. (Omeg und Konsorten :cry: )
Haptik ist beschissen, alles irgendwie labbrig, kratzen nach kurzer Zeit.
Ich habe noch keine Quelle gefunden trotz warmgelaufenem Guhgel.
Hat jemand einen Tipp oder 1Meg log Qualitätspotis für mich ?

hoffendlichS3
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Re: "Vernünftige" Potis

Beitrag von hoffendlichS3 » So 12. Jan 2020, 20:01

Sowas in der Art denke ich mal:

https://www.ebay.de/itm/Potentiometer-P ... SwYnhcoxvN

https://www.ebay.de/itm/ALPS-RK27112-Da ... qSZS_kfVpw

Wir hatten bei Reemtsma einen Hersteller, die waren zur Füllungsmessung in den speichern, aber ich weis auf Teufel komm raus den Hersteller nicht mehr.
Vom Durchmesser her bestimmt hinten 35mm, aber eins kostete damals bei ebay schon mal 20 Euro.

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Fritzler
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Re: "Vernünftige" Potis

Beitrag von Fritzler » So 12. Jan 2020, 20:07

Da häng ich mich doch gerne ran.
Was Unrat, Reichelt und co da abliefern ist wirklich nicht schön.
Dazu haben die dann auchnoch sonen übelriechenden Schnodder zum abdämpfen der Drehbewegung.

Aber mal eben bei Mouser nachgucken fördert jetzt auch nicht den Aha Effekt zutage, da gibts dann durchaus Potis für 10€, aber im Bild ist auch wieder son Plastebomber.

Daher hatte ich mir mal nach einem HInweis beim Ali Potis geholt.
Wenns schon nicht 1a Qualität ist, dann doch bitte günstig.

Da kam dann aber recht brauchbare Ware mit Metallaschse und Metallgehäuse.
Aber unten offen wegen den Kontakten.
Zur Langlebigkeit und Kratzen kann ich aber nichts sagen.

Beispiellink:
https://de.aliexpress.com/item/32828819 ... 4c4dUoluRe

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Raja_Kentut
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Re: "Vernünftige" Potis / Erstmal erledigt, Erfahrungen mit BOURNS ?

Beitrag von Raja_Kentut » So 12. Jan 2020, 23:36

danke für die Links erstmal, ich hab jetzt den Abend damit zugebracht Potis zu vergleichen.
Wenns einigermaßen günstig sein soll und kein Mist, scheint Bourns ein geeigneter Hersteller.
Die haben sogar Potis die für Gitarren und -amps angepriesen werden.
Probier ich mal aus...

Echte "Industriepotis" sind schweineteuer, da kann man gleich zum ALPS greifen...

Kennt die BOURNS jemand aus eigener Verwendung ?

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Fritzler
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Re: "Vernünftige" Potis

Beitrag von Fritzler » So 12. Jan 2020, 23:42

Dem Bild zu urteilen wär jetzt schonmal klar was die Chinesen da nachgebaut hasben.

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Spike
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Re: "Vernünftige" Potis

Beitrag von Spike » Mo 13. Jan 2020, 09:42

Ähm. Ich habe da noch alte 6mm Dinger aus Röhrenradios. Verschiedenste Werte und Bauformen (mit Einschalter/Stereo). Interesse? (Orgel kann auch dazwischen sein)

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Weisskeinen
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Re: "Vernünftige" Potis

Beitrag von Weisskeinen » Mo 13. Jan 2020, 12:01

Keine Ahnung, wie viel die kosten und ob es die mit 6mm-Achse gibt, aber wir haben hier Cermet-Potis von Draloric (gehören zu Vishay) und noch nie Probleme damit gehabt.
Hier gibt's nen Link: http://www.vishay.com/potentiometers/

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Re: "Vernünftige" Potis

Beitrag von xlr8r » Mo 13. Jan 2020, 18:47

Fragt Mal bitte bei Dinkel ekectronic Center in Bayreuth an. Am besten telefonisch. Der Willy hat so einiges an alten Zeug in super Qualität lagern. Ausserdem ist er ein Urviech von typ, da wird jedes Telefonat richtig lustig :-)

LG Jan

P.s. das ist noch so ein richtiger einmann Betrieb mit tausende so kleinen Kästchen an der Wand voll mit Bauteilen ;-) sollte Mal wer in der Nähe sein ist der Laden auf jedenfall nen Besuch wert.

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Re: "Vernünftige" Potis

Beitrag von Konsole » Di 14. Jan 2020, 01:51

Die Vishay-Potis sind definitiv gut (und teuer). Die Spectrol- und Sfernice-Serien sind in alten Rundfunkmodulen verbaut, da habe ich auch nach 30 Jahren noch kein einziges kaputtes erlebt. Ausserdem die seltene Gelegenheit, negativ logarithmische Kennlinien zu kriegen (wenn man sie überhaupt in kleinen Stückzahlen kriegt).
Mit Cermet- oder Leitplastikpotis macht man generell schon mal nicht viel falsch.

Ausserdem gibts noch (deutlich preiswerter, nicht persönlich getestet) Alphastat: https://www.alphastat.de/

Ordentlich (=gleichstromfrei) betrieben, taugen auch diese dicken Edelpotis von ALPS für 12EUR oder so.

Der Wilfried wird sicher noch gute alte Potis haben, aber halt nicht in größeren Mengen. Außerdem möchte er sich dieses Jahr zur Ruhe setzen und sucht einen Nachfolger. Wer sich also mit einem Elektronikladen (afaik einziger im Umkreis von 60km) verwirklichen möchte...

Michael

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Re: "Vernünftige" Potis

Beitrag von xlr8r » Di 14. Jan 2020, 08:49

Kommst du wohl auch aus meiner Ecke?

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Re: "Vernünftige" Potis

Beitrag von Roehricht » Di 14. Jan 2020, 12:00

hallo,
kuck mal nach Allen Bradley, Clarostat State Electronics, und dann "Mil spec" . Da findet man ganz ordentliche Teile. Allerdings haben die ihren Preis. Da geht schon mal ein Zwanni fürn Poti übern Tisch. Wie bei vielen Herstellern sind hochohmige Potmeters für Röhrenschaltung selten geworden.
Wenn in meinem kleinem Mischpult schon ein "Penny&Giles" Fader 150 Ocken kostet......

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Re: "Vernünftige" Potis

Beitrag von Sir_Death » Di 14. Jan 2020, 23:28

Ich habe noch 4 Stück INGELEN 43 1,3MOhm 20135 mit 6mm Achse NOS herumliegen, die ich nie brauchen werde.
Gegen aufgerundeten Versand (Achtung aus Ö!) machen sich die auf die Reise.
Bei Interesse komm mal mit einer PN rum.

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Re: "Vernünftige" Potis

Beitrag von Konsole » Mi 15. Jan 2020, 00:39

@xlr8r: Ja, ursprünglich. War über Weihnachten mal wieder dort, bei der Gelegenheit hat er mir das erzählt und darum gebeten, es zu verbreiten. Was hiermit geschehen ist ;-)

@Alle.. äh... Leute, die schon in den Achtzigern gebastelt haben: Das ist der indirekte Nachfolger von Schuberth Elektronik aus Münchberg. Zumindest die Anzeigen in Elektor oder Elrad könnte man kennen.

Btt: Ein paar hochohmige Potis aus Röhrenradios habe ich auch noch, ich wühl die mal raus. Die wären wohlfeil, wenn sie so tolle Verwendung finden.

Michael

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Re: "Vernünftige" Potis

Beitrag von Fritzler » Mi 15. Jan 2020, 18:48

Raja_Kentut hat geschrieben:
So 12. Jan 2020, 17:45
Was man so bei Reichelt oder den einschlägigen Musikalienhändlern bekommt ist meist Mist. (Omeg und Konsorten :cry: )
Haptik ist beschissen, alles irgendwie labbrig, kratzen nach kurzer Zeit.
Nur um das nochmal optisch zu unterstreichen:
In meinem LaborNT Testaufbau steckt solch ein Poti, das 3 Jahre in der Bastelkiste lag.
Wenn ich am Poti drehe kratzt das so richtig fies und die Ausgangsspannung des NTs sieht so aus:
Bild

Also davon die FInger zu lassen ist eine gute Wahl!
Man stelle sich mal vor 5V wollen eingestellt werden und durchs Kratzen sind dann mal eben 20V+ Spitzen am Ausgang.

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