Multimeterfaden

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Fritzler
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Multimeterfaden

Beitrag von Fritzler » Sa 23. Mai 2020, 12:54

Irgendwie gibts das noch garnicht, dabei ist es doch ein grundlegendes Messmittel.

Da ich ja von dem Brymen BM235 so begeistert war.
Es misst extrem schell und das auch im Autorange und die BM231 Variante ist auch so günstig, dass UNI-T einpacken kann.
Daher hab ich mir noch ne Stromzange geholt und das BM869s, weils doch noch um einiges genauer ist.
Fürs Kalibrieren der Eigenbau Messmittel ja schonmal nicht schlecht.

Aber leider fällt das BM869s direkt durch.
Wenn nur eine Messstrippe im Netzteil steckt, dann zuckt das Display nur blöd rum anstatt 0V anzuzeigen.
Das BM235 tut dies nicht.

Beweisvideo:
https://youtu.be/HedXcUKiPSg

Achja der Beeper is so verdammt laut, dass ich mich das erste Mal erschrocken habe :lol:
Das Gerät ist nicht für den Bürobetrieb geeignet wenn man jemanden im nächsten Büro nicht auf die Palme bringen will :?

Blöderweise hab ichs diesmal nicht direkt beim polnischen Reseller gekauft, sondern in Deutschland bei Welectron.
Der Händler kommt aber nicht gut weg.
Auf dem Seiner HP stand 14 Werktage Lieferzeit, im Warenkorb auch.
(Die 14 Tage sind jetz nich das Problem)
Als ich dann bezahlt habe stand in der Bestätigungsmail 71 Werktage!
Zum BM869s hatte ich mir noch das USB Interface geklickt und das hatte das Shopsystem als Unterkategorie zum BM869s gelistet und daher die 71 Tage verschwiegen.
Da hat also wer sein Shopsystem nicht im Griff.
Hätt ich die 71 Tage direkt gesehen, dann hätt ich da nämlich garnicht erst bestellt!

Daher ne Mail aufgesetzt mit 3 Vorschlägen:
Nachliefern
Teilstorno
Gesamtstorno.
Die Antwort war "Wir erwarten Wareneingang bei allen bestellten Artikeln bis Ende nächster Woche".

Kaufdatum: 26.4.20 (So)
Antwort: 27.4.20 (Mo)
Also das "Ende der nächsten Woche" wäre der 8.5.20 (Fr) gewesen.
Versand wurde am 19.5.20. (Di)
1 Tag später unds hätt ne böse Mail mit Gesamtstorno von mir gegeben.

Was ich auch absolut nicht leiden kann ist es wenn jemand seine Werbung vorne raufdruckt:
Bild
Ein Aufkleber hinten drauf gerne, aber NICHT vorne!

Das geht also direkt schonmal zurück, die Stromzange guck ich mir aber auch erstmal an.
Wenn die gut ist geht die aber auch zurück wegen dem Werbeaufdruck und dann bestell ich doch wieder beim Polen.
(Warum hab ich das nicht gleich gemacht?!)
Zuletzt geändert von Fritzler am Sa 23. Mai 2020, 21:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Chefbastler
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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Chefbastler » Sa 23. Mai 2020, 14:18

Naja Multimeter sind immer irgendwie qual der Wahl. 8-)

Hab sowohl beruflich als auch Privat mittlerweile einige Multimeter in den Fingern gehabt.

Gossen Metrashit:

Metrahit 23S und 24S:
Atoranging langsam
Autoranging zappelt genre mal bei AC/HF
Ständig Batterie leer
Kein TRMS

Metrahit One:
Batterie hält lange.
Atoranging langsam.
Kein TRMS

Metrahit World:
TRMS Gelichrichter mittlereile an zwei Multimeter verreckt
Durchgangsprüfer langsam.

Metrahit Xtra:
Autoranging extrem Langsam,
Hängt sich häufig auf,
Autoranging zappelt gerne mal bei AC/HF
Batterie ständig leer.

Fluke:

Fluke 179:
Autoranging schnell,
Durchgangspüfer schnell,
Amisicherungen schlecht erhällich,
Baterie hält ewig

Fluke 27FM:
Groß und Schwer und gelegentlich günstig zuhaben.
Autoranging schnell,
Durchgangsprüfer schnell,
Amisicherungen schlecht erhällich,
TRMS

Flunke 25:
Groß und Schwer und gelgentlich günstig zuhaben.
Autoranging schnell,
Durchgangsprüfer schnell,
Amisicherungen schlecht erhällich
Kein TRMS

Als Heimlaborefferenz hab ich Prema 5000 und 6001.

Das Prema 5000 müsste ich mal kalibrieren(lassen)... Baterrie leer und in im RAM Kalibrierdaten...

Und irgendwie hab ich bock mal selbst ein ordentliches 5,5/6,5 Stelliges Multimeter zu Bauen. LM399AH und AD637 liegen schon welche da.
Bräuchte aber dann auch mal Zugang zu ordentlichen Refferenzen zum kalibrieren...

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Matt
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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Matt » Sa 23. Mai 2020, 14:32

Fluke 89IV

Schnell & gut ablesbar.
Nachteil: EIngangsbuchse Lötstelle bricht gerne (bekannte Krankheit bei ihm)
Sehr gefrässig (4x Mingon Zelle hält auf Arbeit kaum länger als 3 Monat, trotz nicht intensive Nutzung)

Also, kein Empfehlung.


Metrahit empfehle ich mittweile nicht..denn mir ist 3 mal verreckt, ohne wirkliche Grund. Glück dass ich den nicht wirklich Geld dafür ausgegeben habe.

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Fritzler » Sa 23. Mai 2020, 14:35

(Gossen) Metrahit und Fluke sind aber auch wirklich sackteuer.
Auch wenn man für das Geld durchaus was bekommt.

Aber auch da hab ich mal was gefunden.
Erst einen beliebigen Wert anzeigen und dann zum richtigen springen.
Das geht garnicht! Das sah echt erst so aus als wär der schon fertig.
Bei meinen schnellen Reaktionszeiten hätte ich schon längst wieder die Messspitzen woanders hingepiekst und mich über den Ohmwert gewundert:
https://www.youtube.com/watch?v=faayX60u_5M
Das isn 100R, erst misst er 86R und dann öhch nee sind ja doch 99R.
Äh ja :roll:

Was ich aber garnicht abkann sind die neuen Agilent äh Gammelsight mit OLED.
DIE FLIMMERN WIE SAU!!!
Wie kann man Leuten sowas für 300€+ andrehen?
Dann doch lieber LCD bitte.

Zum Brymen 869s:
Ist das jetzt ein Anwendungsfehler oder ein Multimeterfehler?
Das Ding ist ja ein AC+DC Meter.
Wenn ich jetzt von DC auf AC+DC schalte bekomme ich kein Gezappel, sondern ordentliche Werte:
5VAC und 0VDC.
Is ja klar, dass der NT Ausgang am Traforipple etwas rumzittert.
Nur das BM235 misst dann trotzdem 0VDC (was auch meine Erwartung ist).
Ich wills auch nicht bei AC+DC belassen, weil das die Messzeit verdoppelt, er muss ka 2 Werte aufnehmen.
Zur Klarmachung: es steckte nur ein Kabel im NT, das Andere lag in der Gegend rum.

Der Beeper nervt aber immernoch wie sau.
Das tut tlw schon ind en Ohren weh.
Laut Anleiung kann man den temporär abschalten, aber nicht dauerhaft.
Aber dann geht auch der Alarmbeep nicht mehr wenn man noch die Kabel für den Ampbereich stecken hat und Spannung auswählt.

Auf der Stromzange ist kein Kistenschieberlogo drauf, die darf dann wohl bleiben.
Was schonmal positiv auffält, dass die auch ohne manuelles Nullen 0A anzeigt wenn man damit in der gegend rumfuchtelt.
Das UNI-T musste ja wirklich jedesmal Nullen oder du bist mal direkt 200mA neben der Spur!

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von sukram » Sa 23. Mai 2020, 16:14

Welche Zange ist das? bzw Ist die nur als Zubehör zum Messgerät oder eigenständig? Funktionsweise? Induktiv, Hall oder Voodoo? Messbereich, DC, AC, NF/HF? Kann die Impendanz messen?

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Fritzler
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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Fritzler » Sa 23. Mai 2020, 16:36

Das BM037 habe ich gekauft, weil es auf dem Papier durch seine viele höhere Genauigkeit meine UT203 und UT210E ersetzen könnte.
Aber es hat einen festen 600A Bereich, der sich nicht runterschalten lässt auf zB 60A.
Dabei hat es an der Oberkante der Zange einen Bereich für dünne Leiter, das war auch ausgewählt beim Test.

Dieses UT210E ist besonders, da es schön klein ist und Messbereiche bis runter zu 2A hat! (100/20/2)
Als das hier im Forum erwähnt wurde als Sonderangebot haben sich damit auch viele eingedeckt.
In dem Bereich <2A schmiert das 400/40 A UT203 nämlich ziemlich ab.

Die Kandidaten von 10mA bis 2A (ich wollt eigentlich nur die Stromzangen vergleichen bei wenigen A, bei vielen A können ja alle gut messen):
BM869s
BN235
UT61D
BM037
UT210E
UT203

Bild

Ergebnistabelle:

Code: Alles auswählen

Strom	BM869s	BM235	UT61D	BM037	UT210E	UT203	
	A	A	A	600A	2A	40A	<- Range
1000mA	1,0035	1,003	1,001	00,98	0,967	00,98	
500mA	0,5013	0,501	0,500	00,50	0,482	00,48	
400mA	0,4020	0,402	0,400	00,37	0,386	00,37	
300mA	0,3019	0,301	0,301	00,29	0,290	00,29	
200mA	0,2002	0,200	0,199	00,20	0,193	00,19	
100mA	0,1006	0,100	0,101	00,11	0,099	00,08	
50mA	0,0506	0,050	0,051	00,07	0,051	00,05	
40mA	0,0409	0,040	0,041	00,07	0,042	00,05	
30mA	0,0304	0,030	0,030	00,07	0,033	00,01	
20mA	0,0199	0,020	0,020	00,04	0,024	00,00	
10mA	0,0101	0,010	0.011	00,02	0.016	00,00	
Man merkt, dass ich mit dem UT61D meine E-Last kalibriert grob abgeglichen habe.
Das wiederhol ich dann wohl nochmal mit dem BM869s!
Genau dafür hab ichs mir ja zugelegt.

Das BM037 ist im <1A Bereich leider kaum brauchbar.
Der Ausrutscher bei 400mA ist schon recht Mies (hat das UT203 aber auch) und unter 100mA krebsen wir dann wohl in den letzten Bits Auflösung des ADC herrum.
Ein 60A Bereich würde hier Wunder bewirken, aber so wird das nix.
Das BM037 misst auch nicht schneller als die UNI-T Konkurrenz.
Schade! Das UT210E muss wohl bleiben.
Grundgenauigkeit: 1,0% + 5d (Stromzangen sind eben Schätzeisen)

Das UT210E liefert bis in 2 stellige mA Bereiche doch recht gute Werte ab, auch wenns ungenauer als das BM037 ist.
Grundgenauigkeit: 2,0% + 8d (was man in der Tabelle auch hervorragend sieht)

Das UT203 schmiert ab 100mA komplett ab, trotz 40A Bereich.
Das kann das BM037 auch leisten.
Grundgenauigkeit: 2,0% + 5d

Die beiden Brymen Multimeter sind sich recht einig, das eine nur mit ner Ziffer mehr.
Das BM235 hat 0,3%+2d Grundgenauigkait und das BM869s hat 0,02%+2d

Fazit:
UT61D wird auf dem Treffen vertickt, das UT203 auch.
Zuletzt geändert von Fritzler am Sa 23. Mai 2020, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Fritzler » Sa 23. Mai 2020, 16:40

sukram hat geschrieben:
Sa 23. Mai 2020, 16:14
Welche Zange ist das? bzw Ist die nur als Zubehör zum Messgerät oder eigenständig? Funktionsweise? Induktiv, Hall oder Voodoo? Messbereich, DC, AC, NF/HF? Kann die Impendanz messen?
Hab grade den Minitest getippt.
Das ist ne BM037, die ist Eigenständig.
Da sie AC und DC kann hat sie wohl Hall.
Impedanz kann sie wohl nicht:
https://brymen.eu/shop/bm037/

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Chefbastler » Sa 23. Mai 2020, 21:13

Fritzler hat geschrieben:
Sa 23. Mai 2020, 14:35

Aber auch da hab ich mal was gefunden.
Erst einen beliebigen Wert anzeigen und dann zum richtigen springen.
Das geht garnicht! Das sah echt erst so aus als wär der schon fertig.
Bei meinen schnellen Reaktionszeiten hätte ich schon längst wieder die Messspitzen woanders hingepiekst und mich über den Ohmwert gewundert:
https://www.youtube.com/watch?v=faayX60u_5M
Das isn 100R, erst misst er 86R und dann öhch nee sind ja doch 99R.
Äh ja :roll:
In der Arbeit gibt es nur was von Gossen...
Das hatt mich auch schon mal zur Weisglut gebracht als ich Widerstände matchen wollte und 2-3 Messzyklen länger warten muss bis sich das "Eingepegelt" hatt.
Bisher ist mir der Effekt nur an manchen Gossen aufgefallen mit zuerst falsche Werte anzeigen. Das 23S und 24S und Xtra können das sehr gut...

Gelegentlich greife ich auch gern mal bei sowas zu nem alten gelben Metex welches kein Autornaging besitzt.

Ein günstiges allround Multimeter was mir wirklich gefällt hab ich auch noch nicht. Aktuell benutze ich viel das Fluke 197 weil es ordenlich funktioniert, hatt aber nicht viel Auflösung. Gabs mal für nen 10er auf nem Afu-Flohmarkt mit nem großen Defekt Aufkleber darauf, sowas lasse ich nicht liegen(Waren nur Sicherungen kaputt und Baterie leer).

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Fritzler » Sa 23. Mai 2020, 21:21

Chefbastler hat geschrieben:
Sa 23. Mai 2020, 21:13
Ein günstiges allround Multimeter was mir wirklich gefällt hab ich auch noch nicht.
Das wirds wohl auch nicht geben, denn irgendwas ist immer.

Ich hab oben mal nen Querformatvideo zum Problem reingelinkt.
Das ist doch jetz wirklichn Bug und kein Feature oder?

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Chefbastler » Sa 23. Mai 2020, 22:05

Das Problem ist wahrscheinlich EMV von deinem Netzteil, welches deinem Multimeter nicht gefällt wenn du die Strippen als Antenne anschliesst.
Das andere Multimeter wird da wahscheinlich Niederohmiger sein oder hatt nen besseren Tiefpassfilter drin.

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Geoschreiner » Sa 23. Mai 2020, 23:28

Vor Jahren habe ich mal in ein Gossen Metrahit Pro (heute wohl AM Pro) investiert (Vorführgerät, direkt vom Hersteller), weil vorher nur eine ziemlich billige Ausführung mit grenzwertigem Messbereich vorhanden war.
Ich bin damit für meine sporadischen Messaufgaben sehr zufrieden - mehr Messmöglichkeiten wären natürlich immer schön; ein Zangenstromwandler steht noch auf der Wunschliste. Verarbeitung, Genauigkeit und Messbereich passen gut zu mir, das Gerät kam mit DKD-Kalibrierzertifikat und könnte jederzeit wieder geprüft/justiert werden. Für mich wohl viel genauer als nötig, aber lieber messe ich genauer und zuverlässig, als hoffen zu müssen, dass die Ergebnisse stimmen. Für Messungen unter Netzspannung ist es natürlich ohne Probleme einsetzbar, das war mir wichtig. Die Verarbeitung ist sehr sauber und einem hochwertigen Messgerät angemessen.

Allerdings: Billig war/ist es nicht - ich würde es kaum einsetzen, um z.B. dauernd zu kontrollieren, wie gut die Rostelektrolyse arbeitet und dabei riskieren, das Gerät mit der Waschsodabrühe einzusauen. Dafür tut es auch da billigste Schrott-Teil aus den KA.
Und: Ich arbeite kaum mit Elektronik, meine Ansprüche liegen daher vielleicht ganz anders, als die vieler anderer hier.

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Robby_DG0ROB » So 24. Mai 2020, 00:25

Für den Hausgebrauch habe ich Fluke 87V, Metrawatt METRAHIT 2+ und ein analoges Metraport 3A. Ein fast 20 Jahre altes Voltcraft M3860M gibt es auch noch, wird aber so gut wie nicht mehr eingesetzt.

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Virtex7 » So 24. Mai 2020, 01:48

Thema verreckende Metrahit der alten zweistelligen Serie.
Die frühen Modelle hatten ein ASIC das wooohl auf Kante genäht war und viele davon gehen ein.
Reparatur nicht möglich.

Der Defekt kündigt sich folgendermaßen an: Das Gerät frisst regelrecht Batterien, auch wenn es aus ist.
ein paar Wochen(einzelne Monate) und leer ist der Energiespeicher. Dabei misst es allerdings noch.

kurz danach ist es jedoch vorbei mit dem Ding und es kann als "geht nicht an, ich weiß nicht was das ist" auf ebay landen.

Geräte späterer Serien (ich hab da einige..) haben den Fehler wooohl nicht. Leider ist mir aktuell noch nicht bekannt, wann man davon ausgehen kann, dass die Geräte sicher sind.

Ansonsten die aktuellen, ob das jetzt ein XTRA, Extra (gewaltiger Unterschied) oder das edle Energy ist, haben das nicht.
aktuell keine Fehler bekannt.


Ansonsten kann ich fürs Grobe das Fluke 28 noch empfehlen, das ist die rugged Version vom 87V

@Chefbastler: zum matchen solltest du ein Tischmultimeter nehmen. z.b. ein Keithley 2000 (Klassiker).
das Ding ist schnell und hat diesen Spinner nicht, zuerst einen falschen Wert anzuzeigen..

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Nello » So 24. Mai 2020, 06:59

Virtex7 hat geschrieben:
So 24. Mai 2020, 01:48
kurz danach ist es jedoch vorbei mit dem Ding und es kann als "geht nicht an, ich weiß nicht was das ist" auf ebay landen.
Pfui.

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Matt » So 24. Mai 2020, 08:24

Virtex7 hat geschrieben:
So 24. Mai 2020, 01:48
Thema verreckende Metrahit der alten zweistelligen Serie.
Die frühen Modelle hatten ein ASIC das wooohl auf Kante genäht war und viele davon gehen ein.
Reparatur nicht möglich.

Der Defekt kündigt sich folgendermaßen an: Das Gerät frisst regelrecht Batterien, auch wenn es aus ist.
ein paar Wochen(einzelne Monate) und leer ist der Energiespeicher. Dabei misst es allerdings noch.

kurz danach ist es jedoch vorbei mit dem Ding und es kann als "geht nicht an, ich weiß nicht was das ist" auf ebay landen.
So ist es ähnlich bei mir.
Allerdings sieht anders aus: Meldet ständig dass Batterie leer ist, ist aber nicht.
Und irgendwann hängt der öfter auf,Intervall von aufhängen wird kürzer. Bei mir ist allerdings Toshiba MCU verbaut.
Batterie-Verbrauch ist spürbar (wohl wegen Meldung) gestiegen, allerdings kann ich Batterie in meine 25j alte Metex DMM einsetzen und weiternutzen. Metex ist verdammt gutmütig (selbst leere 9V Block mit nur 6V Spannung stört ihm nicht) Dass Metrahit16s und 19s ins Tonne landet, ist schon klar. (16s ist alte ABB, 19s ist neuste mit "Adidas"-Logo)

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Fritzler » So 24. Mai 2020, 09:32

Chefbastler hat geschrieben:
Sa 23. Mai 2020, 22:05
Das Problem ist wahrscheinlich EMV von deinem Netzteil, welches deinem Multimeter nicht gefällt wenn du die Strippen als Antenne anschliesst.
Das andere Multimeter wird da wahscheinlich Niederohmiger sein oder hatt nen besseren Tiefpassfilter drin.
Meinste?
Also HF EMV wirds wohl eher nich sein, das tritt ja auch bei meinem voll Analog Eigenbau NT auf und nicht nur beim Chinesen DPS3005 am Trafo.
Am Ausgang schwebt der GND eben mit 50Hz und das erzeugt etwas Stromfluss durch den Spannungsmesseingang wegen Kabelkapazitäten.
Aber selbst wenn ich eine Messtrippe aus dem Multimeter abziehe zappelts.
Dann muss die Verbindung NT -> DMM aber in der + Buchse des DMM sein.

Das BM869s kann ja Frequenz messen und da sagts genau 50Hz, es ist also ein Problem mit der gewollten Erdfreiheit des NTs.
Aus isolierten DCDC Wandler NT DBs kennt man ja den 470p/2kV von Eingang zu Ausgang.
Daher das mal am NT probiert:
470p zwischen GND und Erde -> keine Verbesserung
47n -> das DMM zeigt nun ordentlich an, aber der Balken unten zappelt noch etwas
So wies aussieht bräucht ich dann ein 470n/2kV Bonbon zwischen NT GND und Erde.

Die Frage ist dann aber was ich mir dann für andere Schweinereien dadurch einfange.
Virtex7 hat geschrieben:
So 24. Mai 2020, 01:48
@Chefbastler: zum matchen solltest du ein Tischmultimeter nehmen. z.b. ein Keithley 2000 (Klassiker).
das Ding ist schnell und hat diesen Spinner nicht, zuerst einen falschen Wert anzuzeigen..
Oder das genannte BM235, das is auch zackschnell.
Wenns Budget nicht passt, dann 233 oder 231.

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Virtex7 » So 24. Mai 2020, 10:13

ist das BM235 echt mit einem schnellen Tisch-DMM zu vergleichen?
wow. Das muss ich mir dann wohl mal anschauen.

haben die kleinen Metrahits echt 9V Blocks? wuut. Die größeren (ab 25 weiß ich es 100%ig) haben zwei AA-Zellen.

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Fritzler » So 24. Mai 2020, 10:21

Hmm ne, das kann nicht die Lösung sein.
47nF gibts bis 900VAC für 13€
470nF 1kVAC is schon ne Coladose für 30€

Ich nehm das Teil Morgen auf Arbeit mit und gucke wie es sich an teuren Netzteilen verhält.
Virtex7 hat geschrieben:
So 24. Mai 2020, 10:13
ist das BM235 echt mit einem schnellen Tisch-DMM zu vergleichen?
Mit nem sauschnellen Keithley sicherlich nicht.
Das Ding kost 10k€ und damit kannste lowpowerstates eines µC messen.
Das misst so schnell auf 7 stellen, dass man sich da nen schönen Graph aufs LCD zaubern kann und die lowpowerstates zu sehen sind.
Eins von beiden Messgeräten kann man sich für Daheim leisten, das Andere nicht :lol:
Selbst auf Arbeit sind 10k€ erstmal viel und gebraucht kaufen is da immer sone Sache.
Hier war ja nochn Video:
https://www.youtube.com/watch?v=DVR4PD1CeIs
Das finde ich schon schnell genug für menschliche Reaktionszeiten.
Virtex7 hat geschrieben:
So 24. Mai 2020, 10:13
9V Blocks
Gutes Stichwort!
Die BM235 haben 2xAAA und die Stromzange BM037 auch.
Das große BM869s hat dann aber wiedern 9V Block.

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Matt » So 24. Mai 2020, 10:39

Keithley 2000 Alternative ist Agilent & Schlüsselsicht 34790A mit 20kanal.Einschüb-Karte.. Der misst auch sehr schnell und das bis zu 6.5 Stelle mit bekannte Referenz LM399H

@ VT7, ja Metrahit 16S und 19S nutzt 9V Blockbatterie..

Brymen BM235 überzeugt mich schon langsam. dich wohl auch:-)

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Später Gast » So 24. Mai 2020, 12:07

Hab jetzt nicht die Zeit, alles zu lesen, aber der Link hier war glaubich noch nicht dabei: https://lygte-info.dk/info/DMMReviews.html

Der Typ testet wohl hobbymäßig Multimeter und hat allgemein viel Zeit für eigenwillige Produktforschung. :ugeek:

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Fritzler » So 24. Mai 2020, 12:19

Matt hat geschrieben:
So 24. Mai 2020, 10:39
Brymen BM235 überzeugt mich schon langsam.
Das Ding kann ich auch wärmstens Empfehlen.
Das 869s jetz nich so.
Wobei dir das laute Piepen wohl egal is :mrgreen:

Der is auch kein Beeper im Plastegehäuse wo man jetz einfach etwas Klebestreifen drüberklebt mit Ruhe is.
Das is sone Feder kontaktierte Piezoscheibe.
Vllt kann ich da abern aufwendiges Konstrukt mit Isotape und nem Widerstand hinfrickeln.

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Matt » So 24. Mai 2020, 12:36

Du bringt mich auf Idee.. Ich habe ja Martinshorn von Lötfahne..
Soll ich mal Multimeter mit ihm basteln ? :D

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Bastelbruder » So 24. Mai 2020, 12:50

Ja, aber mit Fallklappendisplay!

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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Fritzler » So 24. Mai 2020, 13:14

Der Durchgangsprüfer direkt aus der Hölle:
TRÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖT

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Chefbastler
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Re: Multimeterfaden

Beitrag von Chefbastler » So 24. Mai 2020, 13:30

Ich sehe schon ein Multimeter an Fritzler seinem Weltherschaftsdisplay angeflanscht und außenrum mit Hörnern(Irgendwie fällt mir gerde die Begrüßungsmaschiene in Eitherfeld ein :lol: ) geschmückt auf dem nächsten Treffen.
Davor sitzt dann Matt beim Tekoszi reparieren. :mrgreen:

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