Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Wenn das Irrenhaus überfordert ist

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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon ferdimh » Do 8. Feb 2018, 20:43

Bin grad zu faul den Artikel rauszusuchen über Sonnenlicht und Vit. D und das durch Steckdosensonne
zu erreichen. Mein Ergebnis: Geht nicht, das muss man zu sich nehmen.
Die Sonne brutzelt mit etwa einem kW Lichtleistung pro m²...
Für Photosynthese mag Steckdosensonne reichen, Vit. D ist ne andere Synthese.

Der Artikel wäre durchaus interessant zu lesen, denn ernsthafte Aussetzung der 1kW/m² Dröhnung macht doch sehr schnell sehr viel Haut kaputt.
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon zauberkopf » Do 8. Feb 2018, 21:00

https://de.wikipedia.org/wiki/Vitamin_D ... Vitamin_D3

Also Wikipedia sagt in etwa UVB..
Damals in der Terraristik, haben wir auf spezielle UV Funzeln verzichtet und uns auf HCI verlassen.
z.B. auch statt Schutzglas Drahtgitter verwendet.
Effekt : Tiere gesund, Tiere vermehren sich ( d.H. sie fühlen sich pudelwohl) = Alles gut.
Leider habe ich keine entsprechenden Messmittel um sagen zu können, welches Spektrum genau noch die Funzel emitiert. Hatte ich mal zugriff drauf, aber die Betonung liegt auf HATTE !

Man müsste aber noch mal weitersuchen ( und dann den "Ergebnissen" ein gesundes Mißtrauen entgegenbringen)....
Es könnte ja gut möglich sein, das auch noch andere Wellenlängen wirksam sein könnten.
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon ludwig » Do 8. Feb 2018, 23:32

Ich bin meistens dauermüde, wobei ich dazu sagen muss, dass ich Probleme mit der Schilddrüse habe und zumindest nach Blutbild gut eingestellt bin. Mein Arzt hatte mir letzten Winter auch noch Vitamin D verschrieben, ob das geholfen hat, kann ich allerdings nicht sagen. Ich hab mich eigentlich wie immer gefühlt.
Ein bisschen besser ist es geworden, als ich meinen Koffeeinkonsum herunter gefahren habe.

Bei mir sieht aber meistens so aus, dass ich pennen gehen kann, wann ich möchte, meistens wache ich trotz mehrerer Wecker nicht vor früh um 10 auf und bin anschließend den gesamten Tag total platt.
Mich wundert es allerdings gerade, dass ich es schaffe, an den Tagen, an denen ich auf Arbeit muss pünktlich um 5 aufzustehen. Auch nach teilweise nur 5-6h Schlaf. Ähnlich siehts aus, wenn ich auf dem Flugplatz übernachte. Da schlafe ich trotz quietschigem alten NVA Doppelstockbett meistens recht gut und komme früh auch gut aus dem Bett, kann aber auch daran liegen, dass ich auf dem Flugplatz den ganzen Tag am rum rennen bin und abends dann total fertig ins Bett falle. An allen anderen Tagen kann ich allerdings machen, was ich will und komme nicht aus den Federn.


Ich wäre zu faul, mir Vitamin D mit ner Quecksilberdampflampe selber zu frickeln. Für den Vitamin D Haushalt wäre es wahrscheinlich eh am Besten, wenn man sich statt vor ne Quecksilberdampflambe, einfach mal bei schönem Wetter ne Stunde oder zwei an die frische Luft klemmt. Macht man nur zu selten. Kenne ich von mir.
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon ferdimh » Do 8. Feb 2018, 23:57

Die Quecksilberfunzel (oder anderes gutes Licht) macht mehr als nur Vitamin D, deswegen hat die meiner Meinung nach auf jeden Fall ihre Berechtigung.
Ja, rausgehen wäre besser, aber das gibt die Welt gerade im Winter tendenziell nicht her. Den Arbeitsplatz gescheit zu beleuchten trägt zumindest bei mir enorm zum Wohlbefinden bei. Dafür muss eben amtlich Licht her, z.B. mindestens eine 36er Röhre brauchbarer Qualität mit Reflektor direkt (1m) über dem Tisch. Bei größeren Abständen ist die Leistung entsprechend quadratisch zu eskalieren.
Indirekte Beleuchtung (mit der HMI-Funzel gegen die Decke) oder entsprechend vielen GUTEN Leuchtstoffröhren hilft für ein Gefühl von gutem Wetter und erhöhte Produktivität, die sich direkt in ein schlafförderndes "heute habe ich was geschafft" Gefühl umsetzen lässt.
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Später Gast » Fr 9. Feb 2018, 00:53

Hightech hat geschrieben:Das mit der Sonne hilf mir auch nicht, selbst im Hochsommer, wenn ich den ganzen Tag in der Sonne bin, habe ich starke Müdigkeit.
Mit dem Einschlafen hab in i.d.R keine Probleme, Stress eigentlich nur dadurch,
das ich zu Müde bin, mein Tagwerk anzugehen/durchzuhalten.
:( Das klingt nicht so schön.
Bei mir kommts auch vor, dass ich so ne hemmende bleierne Müdigkeit hab und auf nix Bock, so dass ich mich erstmal n Stündchen hinlegen will. Ich sortiere das dann aber unter "depressive Verstimmung" ein. Ich weiß nicht, wie gut du dein Projektmanagement im Griff hast, meins ist nicht so kontrolliert und gezielt, wie i̶c̶h̶ ̶d̶a̶s̶ ̶g̶e̶r̶n̶e̶ ̶h̶ä̶t̶t̶e̶, es gut für mich wäre, was dann zu Projektüberdruss, überlaufender Warteschlange und flüchten in andere Projekte führt.

Und den Stress genauer zu untersuchen kann sich lohnen, das ist vielschichtiger, als man im ersten Moment vielleicht so denkt. Das entsteht auch durch die eigene Erwartungshaltung an sich selbst, oder durch (angenommene oder tatsächliche) Erwartungen von anderen. Summen kleiner Alltagszwänge usw. Wenn man dann noch ein sehr pflichtbewusster Mensch ist und das n paar Jahre ohne Eingreifen vor sich hinläuft hat man beste Chancen auf nen Burnout.

Deswegen gehen Leute ja auch in Kur. Da sind sie von allem Ballast abgeschnitten, alles was man so tagtäglich mit sich rumschleppt liegt auf Eis und man kann/muss sich nur um sich selbst kümmern. Ist für manche Menschen eine schwierige Übung. Wie gesagt, meine Kur ist seit n paar Jahren das Campen am Atlantik und das funktioniert so gut, dass das Problem offensichtlich in zivilisatorischen Fehlanpassungen und Zwängen des Alltags liegen muss.

Zuviel falsch verstandener Komfort ist schlecht für Mensch. Bestes Beispiel sind unsere Toiletten, es ist erwiesen dass die Sitzhaltung auf dem Pott schlecht zum kacken ist und Hämorrhoiden begünstigt. Ich hab mir deshalb nen kleinen Kackhocker ins Bad gestellt, damit geht das Geschäft wesentlich leichter und schneller als ohne. Den Spott, den ich dafür von meiner Freundin ernte kann ich gut aushalten. Drauf geschissen :mrgreen: :-P
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Harry02 » Fr 9. Feb 2018, 02:13

Die Vitamin-D/Lampenspektrumsdiskussion könnte man fast schon auslagern.
Besitzt eigentlich jemand im Forum Messmittel die das Spektrum im UV-Bereich anzeigen? Also etwas, was genauigkeitstechnisch bisschen über einem "Spektroskop mittels Stück CD in ner Klorolle" liegt.

Ich glaube auch, dass es mit Hinblick auf Hautkrebs nicht praktikabel ist, Vitamin-D Mangel durch Kunstlicht ausgleichen zu wollen. Nicht jeder Vitamin-D Mangel ist ausschließlich auf "zu wenig Sonne" zurückzuführen (sondern z.B. auch Rauchen, oder "höherer Verbrauch").
Man müßte dazu ins Solarium gehen, aber eins wo nicht nur UV-A sondern auch UV-B verwendet wird, dann würde es wohl tatsächlich was über den Winter bringen, wenn man vorher keinen niedrigen Spiegel hatte.
Im Solarium ist die Abstrahlung wohl auf 0,3W/m² im UV-Bereich begrenzt was tropischer Mittagssonne entspricht. Also Steckdosensonne geht schon, alles was da sonst kommt bei 1kW/m² gesamt ist ja unrelevant.

Das Problem gab es früher (1904) wohl auch schon, wenn auch seltener als heute: https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hensonne
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Wurstblinker » Fr 9. Feb 2018, 06:07

Jetzt muss ich auch mal meinen Senf loswerden....
Kämpfe schon Jahre lang um morgens aussem Bett zu kommen.

Sage immer, das Bett ist kaputt , abends komm ich nicht rein und morgens nicht raus. :lol:

Hier haben ja schon einige beschrieben , das sie einen Lichtwecker benutzen.
Ich mache das jetzt seit 2 Wochen und will es nichtmehr missen !

Hab hier auch ne HCI die direkt aufs Kopfkissen gerichtet ist
(ca 2 Meter entfernt)
und via Zeitschaltuhr ne halbe stunde vorm Wecker einschaltet.
Neuerdings jetzt ne Stunde vorher.

Hammer!

Ist wie ein Nickerchen am Strand aus dem man aufwacht,
will die Lampe morgens gar nicht mehr ausschalten. 8-)

Wenn der Wecker piept, bin ich meist schon von selbst aufgewacht,
meine Laune ist mindestens 300% verbessert.

Habe mich vorige Woche beim Witze machen erwischt ,
und das morgens vor 9 Uhr :)

Früher undenkbar , da bin ich morgens erst mal 2 stunden wie besoffen durch die Gegend getorkelt und
brauchte 2 Tassen Kaffee um überhaupt mit jemandem sprechen zu können.

Kann nur jedem raten ,probiers mal aus , is billiger als irgendwelche Pillen und wahrscheinlich auch gesünder.

Ich denke grade über die nächste Eskalationsstufe nach , hier steht noch
ein Baustrahler mit 2x 500 Watt :twisted:
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Hightech » Fr 9. Feb 2018, 08:24

die 1kW/m² bezieht sich auf das gesamte Spektrum des Sonnenlichts.
1. Das Fressbrett hat ja nur 0,09m²
2. Die Wellenlänge unterhalb von 750nm braucht man eh nicht, ist nur Wärme.

Die Älteren unter uns kennen sie, die Höhensonne zum aufklappen mit der ausziehbaren Messschnur für den richtigen Abstand und der beiliegdenden
Augenschutzbrille.
Bild
Die hat auch nur so viel Strom verbraucht, weil der HQI-Strahler mit Vorwiderständen betrieben wurde.

Oder gleich die Gruppentherapie.
Bild

man kann hier gut sehen, wie alt das Thema schon ist.
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Plakettenkleber » Fr 9. Feb 2018, 08:49

Bei mir ist es andersrum, in den Wintermonaten fühle ich mich richtig gut und kann wunderbar Schlafen, pünktlich aufstehen und mit guter Laune in den Tag starten. Über die Sommermonate werde ich dann wieder depressiv und meide Sonnenlicht, Jalousien sind ständig zu, am liebsten bin ich dann irgendwo da wo es kein Tageslicht sondern Kunstlicht gibt, das ich selber kontrollieren kann wann an und wann aus. Ich denke das hat aber andere Hintergründe warum das so ist. Am schlimmsten ist es wenn nachmittags die Sonne nochmal aufdreht und in die Wohnung scheint, dann bin ich total down. Sobald der Feuerball sich dann wieder verzieht geht es mir schlagartig besser.
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Hightech » Fr 9. Feb 2018, 16:55

Hab die Lösung gefunden, Wirkung bestätigt von Heilpraktiker Lothar Kappes
https://www.elektrosmoghilfe.com/
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Hightech » Fr 9. Feb 2018, 16:58

Ach, so ein Ärger aber auch:
* Wir sind aus rechtlichen Gründen verpflichtet, nachfolgende Erklärung abzugeben: Bitte beachten Sie, dass diese Erklärung sowohl für alle Aussagen auf dieser Webseite gilt, die in Textform bzw. Grafiken getätigt werden als auch für alle Aussagen in Videos, die auf dieser Webseite zu sehen sind. Bislang ist die Wirkung des Geräts noch nicht wissenschaftlich bzw. schulmedizinisch bestätigt worden. Die Erfahrungsberichte, sowohl in Text- und Bildform, als auch die in Videos gezeigten, geben die Erfahrungen einzelner Anwender des Hamoni® Harmonisierers wieder. Es kann, aber muss nicht sein, dass Sie dieselben Erfahrungen machen. Die vorgestellten Testberichte von Heilpraktikern und Baubiologen, sowohl in Text- und Bildform, als auch die in Videos gezeigten, geben die Testergebnisse wieder, die bei der Testung des Hamoni® Harmonisierers an Probanden gewonnen wurden. Es kann, aber muss nicht sein, dass diese Tests bei Ihnen vergleichbare Ergebnisse liefern. Bitte beachten Sie, dass der Hamoni® Harmonisierer kein Medizinprodukt ist, keine Heilung verspricht und einen Besuch bei Ihrem behandelnden Arzt in keinem Fall ersetzen kann!
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Später Gast » Fr 9. Feb 2018, 19:10

Wurstblinker hat geschrieben:Hier haben ja schon einige beschrieben , das sie einen Lichtwecker benutzen.
Ich mache das jetzt seit 2 Wochen und will es nichtmehr missen !

Hab hier auch ne HCI die direkt aufs Kopfkissen gerichtet ist
(ca 2 Meter entfernt)
und via Zeitschaltuhr ne halbe stunde vorm Wecker einschaltet.
Neuerdings jetzt ne Stunde vorher.

Hammer!

Werd das jetzt auch mal testen, hab zwar leider nix wirklich Leistungsstarkes da (vor Allem kein HCI oder Quecksilber Dingens) aber wenns nichts bringt, bin ich ja auch schlauer, dann braucht Igor halt mehr Licht zum aufwachen :mrgreen:

Wir können hier ja einfach mal mit vorhandenen Mitteln ohne großen Aufwand experimentieren und schauen, ob es hilft. Placeboeffekte werden billigend in Kauf genommen. Wenn es einem besser geht, ist doch unterm Strich egal, ob es von physiologischen oder psychologischen Veränderungen kommt. Was Lothar Kappes kann können wir schon lange :P :lol:
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Maschine » Fr 9. Feb 2018, 19:15

ferdimh hat geschrieben:
Bin grad zu faul den Artikel rauszusuchen über Sonnenlicht und Vit. D und das durch Steckdosensonne
zu erreichen. Mein Ergebnis: Geht nicht, das muss man zu sich nehmen.
Die Sonne brutzelt mit etwa einem kW Lichtleistung pro m²...
Für Photosynthese mag Steckdosensonne reichen, Vit. D ist ne andere Synthese.

Der Artikel wäre durchaus interessant zu lesen, denn ernsthafte Aussetzung der 1kW/m² Dröhnung macht doch sehr schnell sehr viel Haut kaputt.


Ok, mag sein das bekommt man durch Ganzkörper-UVB-Bestrahlung hin wenn man ne Stunde drunter liegt.
Nur gesund ist das für die Haut sicher nicht, seis nur weil die irgendwann "sonnengegerbt" ist.
Für mich ist das jetzt nicht so der ideale Weg, und obs effizient ist täglich eine Stunde unter die Höhensonne zu liegen? Die Zeit habe ich nicht.
Dann lieber öfters mal einen Lachs, oder sich einmal in der Woche 10 bis 20 tausend Einheiten reinjagen.

Meine Erfahrung mit Solarium ist: Das tut allgemein gut, also die Stimmung hebt das sicher, seis nur durch die kribblige Haut danach.
Die gebesserte Stimmung kommt nicht davon weil sich Vitamin D gebildet hat...

Ich vermute den Mechanismus hinter der Tagesmüdigkeit und morgens nicht aus dem Bett kommen irgendwo ganz anders.
Also ich war schon bei vielen Docs, wie Endokrinologe, Schlaflabor, etc. und alle sagen ich sei kerngesund, jeder fragt mich
beim Pulsmessen ob ich Leistungssport mache (definitiv nicht), da kommt nix raus!
Einzig allein wenn ich im Urlaub bin mit Sonne, Sand, Strand, 30 Grad im Schatten wird das besser.

Ein Fricklerhirn funktioniert anders wie die "normalen", und das kommt mit manchen Dingen in der heutigen Welt nicht so gut
klar, wie die wofür die Frickler früher gedacht waren. Das hat mit dem Gedankenmodell des Jägers in einer Welt der Bauern zu tun.
Irgendwie ist das der andauernde Druck sich an das Bauernleben anzupassen was einem so ermüdet.
Das Verhältnis Jäger zu Bauern ist dabei 20 zu 80%, darum scheint man nie zu passen, was einen Leidensdruck ausübt,
welcher einem mit der Zeit unbemerkt auslaugt.
Das Thema Schlaf hat auch mit einem fehlenden Zeitgefühl zu tun. Der Jäger "sitzt an" bis die Beute auftaucht, und
vergisst Raum und Zeit, er Hyperfokussiert sich auf die Aufgabe. Das kennt ihr doch alle, oder? Huch, schon wieder
Nachts um drei! Shice, ich sollte doch pennen um morgen um 7 auf der Matte zu stehen. Der Tag ist dann sicher gelaufen.
Das hat auch mit dem "Wache halten" zu tun, damit alle anderen ruhig pennen können. Also ich habe Abends so ein Zeitfenster
wo ich relativ gut einschlafen kann, verpasse ich das, wird es irgendwann 3 Uhr Nachts bis mir das wieder gelingt.

Mein bisheriger persönlicher Eindruck:
Alles in Allem hat das mit AD(H)S zu tun, oder Hochsensible Persönlichkeit HSP, HighSensationSeeker HSS, Scanner,
ein wenig Authismus (spezialisierte Hochfähigkeiten, versagen in einfacheren Dingen), und nach dem MayerBriggsTest
mit den Persönlichkeitstypen z.B. INTP (ich, seufz), INTJ, INFP, und noch ein paar mehr zu tun. Das sind dabei sehr
seltene Persönlichkeiten, in Summe auch wieder die 20%. Ich sage hierbei aber nicht, dass alle Frickler dazugehören,
noch das alle damit Probleme haben. Wenn man damit gut lebt ist das eine Gabe und eine unglaubliche Bereicherung
für alle. Das sind die Superfähigkeiten. Und die haben hier im Forum sehr viele, oder? Und unter uns fühlen wir uns
wohl und alles ist Prima.

Ich empfinde das mit dem Winter so schlimm, weil mich das im Frickeltrieb einschränkt. Werkstatt kalt, alles bäääh,
dunkel, draußen kann man nichts mehr machen außer Schneeschippen (Zeitverschwendung). Das ist wohl der Grund
warum ich im Winter den Durchhänger habe. Das ist die Änderung in seinen Aktivitäten die saisonal erzwungen ist,
das kann der Grund für die Wintermüdigkeit sein, und fühlt sich deswegen depri. Das ist nicht nur Vit. D!
Im Sommer mach ich dafür voll das Eichhörnchen. Vorräte fürn Winter sammeln, um dann abzuhängen.
Auch das ist so eine Eigenschaft: Arbeiten in Energieschüben, nicht konstant. Kann ich ja noch erklären wenn ihr wollt.

Lichtwecker, stimmt, den hatte ich mal. War gut! Und warte mal, warum hab ich den abgebaut?
Ahso, Schlafzimmer umgebaut und vergessen den wieder in Betrieb zu nehmen. Argh! Ja kein Wunder...

Soweit mal, Maik
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Chaoskreator » Fr 9. Feb 2018, 20:09

Erzähl mal weiter. Das ist sehr interessant. Dass wir Frickler eigentlich Jäger sind, die Tag und Nacht hochkonzentriert "jagen", hört sich plausibel an. Dass das nicht gesund ist, liegt auf der Hand.
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon ESDKittel » Fr 9. Feb 2018, 20:33

Was noch nicht angesprochen wurde, ist die Umgebung während des Schlafens, z.B.:
-Raumtemperatur
-Lüftung
-Umgebungshelligkeit
-Umgebungsgeräusche
Selber kann ich z.B. ohne satte Frischluft garnicht vernünftig schlafen, hab dann wirrste Träume und nach dem Aufwachen einen Helm bis Meppen -ohne vorher gesoffen zu haben-.
Auch Klimaanlagenluft (z.B. im Hotel) oder warm-miefige Heizungsluft sind für mich fatal.
->Fenster ist nachts immer auf kipp und wird nur zugemacht wenn es draußen deutlich unter Null hat, dann aber alle Innentüren auf.
Auch die beliebten roten Standbyleuchten sorgen bei mir für unruhigen Schlaf wenn die direkt Richtung Kopf leuchten.
Bei richtiger Dunkelheit sind manche dieser Standby-LED's verdammt hell, abkleben oder ganz ausschalten und das Problem ist bei mir weg.
Auch wo das Bett im Raum steht, kann den Schlaf beeinflussen; jetzt nicht Esotherisch gemeint (~Erdstrahlen, etc.) sondern in Richtung Zugluft, Lichteinfall vom Fenster, Heizungswärme,...
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Tesla » Fr 9. Feb 2018, 22:01

Jetzt in den Semesterferien, wo ich während des Tageslichtes bei Außentemperatur auf ner Hausrenovierung knechte schlafe ich nachts wie ein Stein. In der Uni-Zeit bin ich abends oft noch mit Hausarbeiten oder Protokollen beschäftigt und dementsprechend beim Schlafengehen aufgewühlt. Allgemein gönne ich mir i.d.r 8-9 Stunden Schlaf, je nach körperlicher Belastung. Bei mehr komme ich morgens nicht mit dem Arsch hoch.
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Geistesblitz » Sa 10. Feb 2018, 00:17

Interessant, wievielen es hier so geht. Ich selbst hab auch schon länger mit chronischer Müdigkeit zu tun, obwohl ich eigentlich gut schlafe (obwohl, wirklich gut? Jedenfalls lang genug, meist ca. 8 Stunden). Vielleicht sollte ich auch mal mit meinem Hausarzt darüber sprechen, ob der da mal nachgucken kann, ob mir vielleicht Vitamin D fehlt oder sowas. Ich versuche gerade auch zum wiederholten Male, die tägliche Pepsi abzuschaffen, mal sehen wie lange ich es diesmal durchhalte.

Ich hab es aber auch häufiger mal, dass ich morgens um 5 oder so aufwache, keine Luft mehr durch die Nase bekomme und einen völlig trockenen Mund hab. Dann muss ich erstmal aufstehen, die Nase ausschnauben (kommt zwar nix raus, regt sie aber meist zum Abschwellen an) und einen Schluck trinken. Wenns nach paar Minuten nicht besser ist kommen ein paar Nasentropfen rein. Ich schlaf meist auf der linken Seite, da bekomme ich irgendwie am besten Luft. Ich habe definitiv eine ziemlich krumme Nasenscheidewand, HNO-Arzt meinte aber, dass da nix gemacht werden müsse.
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Profipruckel » Sa 10. Feb 2018, 00:53

Maschine hat geschrieben:... Ich empfinde das mit dem Winter so schlimm, weil mich das im Frickeltrieb einschränkt. Werkstatt kalt, alles bäääh, dunkel, draußen kann man nichts mehr machen außer Schneeschippen
Na ja, Buzzwords hast Du jedenfalls gut drauf, ich quote mal nur den Kern: Befrage [Suchmaschine Deiner Wahl] nach "Sonnenstunden 2017" und bekomme das Ergebnis, was viele von uns derzeit fühlen: Seit August 2017 haben wir deutlich weniger Sonne als im Durchschnitt zu erwarten!

In meinem Umfeld kam der dusselige Kommentar, ich möge mehr aus dem Haus gehen - es scheinen also nicht alle Menschen zu bemerken, dass es mehr als in den Vorjahren dunkel war.

ludwig hat geschrieben:Ähnlich siehts aus, wenn ich auf dem Flugplatz übernachte. Da schlafe ich trotz quietschigem alten NVA Doppelstockbett meistens recht gut und komme früh auch gut aus dem Bett, kann aber auch daran liegen, dass ich auf dem Flugplatz den ganzen Tag am rum rennen bin und abends dann total fertig ins Bett falle.
Das würde ich mal unterschreiben: Nach aktiver Betätigung schlafe ich sehr gut, im Tagesgeschäft als Büromensch oder am Labortisch habe ich diese nicht.

Aktive Betätigung kann für mich auch sein, in der Bastelwerkstatt eine Frontplatte zu befeilen oder am Auto die Winterräder anzuschrauben - also Hauptsache etwas, was eben anders und vom Tagesablauf abweichend ist! Nun eben hänge ich noch in diesem dusseligen Forum vor dem Bildschirm, das wird dem Schlaf ganz sicher nicht förderlich sein.
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon zauberkopf » Sa 10. Feb 2018, 01:44

Oder einfach mal was machen, wo man mal "abschalten" kann.. Sich einfach mal "Zeit" nehmen.
Wie schon mal geschrieben.. ganz intelligent kann man das z.B. machen, wenn man mit dem Rad oder zu Fuß täglich zur Arbeit geht.
Was mir auch sehr gut hilft, ist die Erkenntnis, das nach MEINEN Maßstäben ( also nicht die von anderen ) mein Leben gar nicht so unerfolgreich war, wie ich mir bisher eingeredet habe.
Und das ich, wenn ich nur lernfähig bleibe in Zukunft noch viel mehr erreichen kann. Das Fehler z.B. gar nicht schlimm sind, wenn man aus Ihnen lernt..
Und zwar die Dinge, die MIR wichtig sind. Die dazu führen, das ich vielleicht auf dem Sterbebett allein, aber mit einem breiten Grinsen abtreten kann.

*gähn* :D
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon jodurino » Sa 10. Feb 2018, 03:52

Hallo
habe ich jetzt den Wohnmobileffekt* ???

Bin gerade hellwach.
Uhr sagt 2.35 und ich bin gegen 23 Uhr ins Bett.

Manchmal hat man halt so Tage/Nächte
Beim nächsten frostfreien Tag fahre ich erst mal ein bisschen Kompost durch den Garten, da bekomme ich wieder Bewegung an der frischen Luft.
Für den nächsten Winter habe ich mir Holz in Stäbchenform bestellt, dass muss man hier ein Jahr im Vorraus wenn man gutes haben will.
2 Stunden Holz hacken mit einem Spalthammer wirken Wunder, habe aber gerade nichts hier liegen was noch in Stückchen muss.

Du Zaubekopf mach Dir da keine Gedanken bis dahin schalten wir aus dem Stenkelfelder Frickleraltenheim "alter Löter" einen livestream zu Dir.

cu
jodurino

* man nimmt solange keine Wohnmobile auf den Autobanen war bis man sich ein Prospekt angesehen hat und darüber nachgedacht hat selbst eins zu mieten/kaufen, danach ist die Bahn plötzlich voll von denen.
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Maschine » Sa 10. Feb 2018, 12:33

Buzzwords? Ein unbekannter Begriff bisher, danke! Da muss ich aber erst mal drüber nachdenken, ok?

Wohnmobileffekt? Das hat doch auch noch einen anderen Begriff, oder? Weiß den jemand? Ich muss das wissen!

Maik
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Sir_Death » Sa 10. Feb 2018, 21:30

Jungs, kleiner Tipp von mir:
Hab seit einem halben Jahr immer wieder schmerzen in den Knien und in der Hüfte & schlafe oft schlecht....

Wisst ihr was - nach elends langem Doktor-rennen - die Lösung ist?
Meine verdammte Matratze ist durchgelegen... - Verflucht das ding hat nur 13 Jahre gehalten :lol: :lol:

Heute eine neue gekauft, und bin echt schon gespannt.
Den Tipp hat mir gestern der 5. Arzt bei dem ich wegen dem Scheiß in Behandlung war gegeben. - Und die Verkäuferin heute hat mir das mit dem Munter werden in der Nacht auch ganz plausibel erklärt:
Wir bewegen uns relativ viel im Schlaf. Wenn die Matratze am Ende ist, kommt man nicht mehr aus dem Loch, und die Bewegung wird gebremst. Dadurch dauert die Bewegung länger - und alles was über ca. 20 Sekunden dauert, bringt unser Hirn dazu aus dem Standby aufzuwachen.

Jetzt hoffe ich auf himmlische Nächte ;)
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Maschine » Sa 10. Feb 2018, 23:21

Hi Sir Death,

Glückwunsch wenn das bei Dir funktioniert hat!

Habe ich alles durch, ich schlief schon fast in jedem Zimmer im ganzen Haus auf verschiedensten Matrazen.
Irgendwann kaufte ich mir sogar ein Wasserbett, seit dem ist es besser aber noch nicht gut.
Da dreht man sich viel seltener im Schlaf, und es drückt nicht, hat immer die gleiche Temperatur, kurz: Supi!

Die erste Nacht im Schlaflabor war grauenhaft. Am Nächsten morgen kam die Arzthelferin rein, ich bin froh
sie nicht erdrosselt zu haben mit dem ganzen Kabelwust den sie mir wieder abpflückte.
Irgendwann sagte sie kleinlaut. "Ihnen gehts wohl noch nicht so gut"
Dann sollte ich noch auf einem Tablet Fragen beantworten, das war echt schwierig mit solch einer Matschbirne.
Kaffee gabs dann erst nachher, da wurde es besser. Das mit dem Kaffee morgends hab ich schon immer,
also ohne komme ich nicht in die Gänge.
Der Arzt konnte mir die Frage auch nicht beantworten woher genau das kommt, die Messwerte waren
alle nicht so schlecht.

Wenn ich schlecht in den Tag starte ist der ganze Tag im Eimer. Da bin ich dauernd erschöpft, quäle mich
durch den Tag, abends bin ich dann so am Sack, dass ich nichts mehr hinbekomme so ala was nettes
Frickeln und sich freuen. Dann ins Bett, was lesen, oder auch mal was auf Youtube angucken, ich werde müde,
knipse das Licht aus, und ich bin: Hellwach! Ich könnte dann echt in die Werkstatt und etwas frickeln!
Macht man nicht, weil man muss ja morgen wieder zum arbeiten. Und dann schläft man ja noch besser ein
wenn man an das denkt, gelle?
Ein Thema ist halt auch meine Kleine, die weckt morgens das ganze Haus, ich kann nicht mal
am Wochenende in meinen Rythmus finden. Ein Feldversuch wäre am WE in der Werkstatt zu schlafen?

Ich denke Jäger sind halt zum jagen, wenn sie sich fit fühlten, alles beieinander hatten, dann gings los.
Auf die Lauer legen und auf den Zeitpunkt warten wann es am effektivsten in Aktion zu treten.
Ansonsten: Energie sparen! Schlafen wenn es möglich ist, ohne gefressen zu werden, oder wenn die
anderen Wache schieben. Und wenn man einfach müde ist.
Tjo, und das geht heute in normalen Firmen nicht mehr. Da hat man da zu sein, egal wie es einem geht.
Kurzzeitig macht es mir nichts aus die Nacht durchzumachen (arbeiten! nicht saufen!) und am nächsten Tag
trotzdem noch was gebacken zu kriegen. Das geht schon ein paar Tage gut, also ich bringe da Höchstleistung.
Bekomme ich aber dann nicht genug Zeit mich zu regenerieren ists passiert, ich bin total am Ar...
Und das dauert dann um so länger. Funzt das nicht weil dann noch etwas dazwischenkommt, wird es
immer schlimmer. Und das passiert mir halt einfach zu häufig seit langer Zeit.
Sagt man was, dann will das niemand verstehen. Andere machen das doch auch!
Ich bin nicht die Anderen! Ich bin ich.

Eine Bekannte von mir hat es geschafft ihre Arbeit und den Haushalt ihrem Rythmus anzupassen, schläft
morgends wenn alle aus dem Haus sind, arbeitet mittags, schläft, und arbeitet dann noch in die Nacht hinein,
wenn alle anderen Pennen. Seit dem geht es ihr gut. Aber erst seit dem.
So ähnlich habe ich das meinem Chef auch schon vorgeschlagen, geht nicht, Kernarbeitszeit, ihm
bringt es nichts wenn ich alleine in der Firma bin, ich solle mehr Sport machen, unter Leute gehen,
und: mir einen Hund kaufen! Ja super, dann muss ich mich auch noch um den kümmern, und bekomme
nicht mal mich auf die Reihe.
Und jetzt kam noch eine Verschiebung der Kernarbeitszeit von 9 auf 8 Uhr, weil sich seine Sekretärin
von ihm scheiden lässt. Die hat sonst die Bude aufgeschlossen wenn der Chef nicht da war.
Jetzt teile ich das Leid mit meinem Kollegen, und den kotzt das noch mehr an wie mich, dem gehts
genauso wie mir. Das gab echt Zoff in der Firma. Und ich schlief noch schlechter.
Folge war: Ich bewache das Telefon, bis ich irgendwann gegen 9 anfange zu arbeiten, und arbeite
doch bis 17 oder 18 Uhr oder halt später. Also die Überstunden sind gestiegen, so wie die Unlust.
Es ist nicht die Arbeit an sich, die macht echt Spass, es sind die Rahmenbedingungen die mich
zermürben. Und den andauernden Termindruck. Nicht weil ich bis dorthin fertig sein muss,
sondern weil mir mein Chef mit seiner andauernden Nachfragerei und Hosenscheißerei auf die Nüsse geht.
Grrrrrrrrrr! Jetzt hab ich mir so Mühe gegeben kein Buzzword zu schreiben! Aber das musste jetzt sein.
Ich bekomme das schon hin, nur wenn der Chef immer von sich ausgeht kann ich das verstehen.
Also ich hab den echt schon davongejagt. Kam nicht so gut.
Ich muss mich den ganzen Tag konzentrieren, was mir eh schwerfällt, und sollte keinen Fehler machen.
Nach dem letzten Zoff war ich so entnervt und habe einen falschen Buchstaben getippt,
das kostete meinen Chef den Tausch der Stauchbuchsen an der Z-Achse, einen Tag Maschinenstillstand
einen Tag die Vorrichtung neu machen und alles neu einmessen. Z0 R0 FMAX, anstatt Y0 R0 FMAX.
Wie wenn ich nicht schon genug Arbeit hätte.
Wenn sich das nicht ändert! Dann ist mein nächster Versuch ein Jahr Urlaub, mal sehen obs dann besser wird.

Woran liegts also? Es ist nicht die Arbeit an sich, die macht wohl fast jedem von uns Spass, oder?
Am verschobenem Zeitgefühl? Am arbeiten in Energieschüben? Am gezwungen zu sein Leistung zu
erbringen zum ungünstigen Zeitpunkt? Am nicht alleingelassen werden bei der Arbeit? Dem dauernden
Generve? Sich gleichzeitig um viele Dinge kümmern zu müssen, darunter viele langweilige Routinesachen?
Zu Tode gelangweilt und gleichzeitig überfordert?

Ist es das, warum man morgens sich immer so gerädert fühlt?
Oder arbeitet Nachts das Gehirn weiter? Also ich träume seit vielen Jahren nicht mehr.

Maik
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Anse » Sa 10. Feb 2018, 23:37

Maschine hat geschrieben:Nach dem letzten Zoff war ich so entnervt und habe einen falschen Buchstaben getippt,
das kostete meinen Chef den Tausch der Stauchbuchsen an der Z-Achse, einen Tag Maschinenstillstand
einen Tag die Vorrichtung neu machen und alles neu einmessen. Z0 R0 FMAX, anstatt Y0 R0 FMAX.
Wie wenn ich nicht schon genug Arbeit hätte.
Auch wenn es etwas OT wird, I feel you. Bei mir gilt, keine Programme schreiben oder ändern wenn ich nicht 100% geistig dabei bin. Einen Fehler beim Schreiben finden spart viel Arbeit. Ist einem Kollegen schon mehrfach passiert, schnell in einen Satz rein und aus versehen ein + aus dem - vor "L A-90 FMAX" gemacht. Effekt siehe oben. Nur musste ich auch noch die Tastatureingabe aus Logfiles extrahieren um etwas nachweisen zu können.
Ist die beschriebenen Situation an einer Hermle abgelaufen?
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Re: Guter Schlaf zur Erhaltung des Frickeltriebs?

Beitragvon Gernstel » So 11. Feb 2018, 21:35

Ha, Bio-Frickel!

Und noch ein INFP! Herzlich willkommen im elitären Club der 3%! Lass uns die Welt rocken! (Die restlichen 97% ... haben andere Probleme...)

Was das Schlafen angeht: Wer sich nicht täglich eine Stunde Zeit für sich selbst, fürs zur-Ruhe-Kommen nehmen kann - wie will derjenige sich acht Stunden Zeit für einen gepflegten Schlaf nehmen? Da hat der Wahnsinn bereits Methode. Und Schlaf hat viel weitreichendere Aufgaben. Das zur-Ruhe-Kommen ist etwas, das außerhalb des Schlafes angegangen werden will.
Na dann: Gute Nacht!
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