Tragbare Nebelmaschinen

Der chaotische Hauptfaden

Moderatoren: Sven, Heaterman, TDI, Finger

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon duese » Mi 7. Mär 2018, 08:14

Absolut brachiale Mengen Nebel kamen in Eiterfeld aus Hightechs Espressonebler (Heizelement und Pumpe aus Kaffeeequipment). Ne Kaffeemaschine hat aber doch nicht mehr als zwei kW, oder?
Wobei auch 5-6 kW aus Akkus nicht unrealistisch sind. Das wird ind großen Modellhelis umgesetzt. Nur 2-3 Minuten aber immerhin.
duese
 
Beiträge: 3035
Registriert: So 11. Aug 2013, 17:56

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon MatthiasK » Do 8. Mär 2018, 00:29

Meine Idee war den Gasbrenner in einen Wärmespeicher heizen zu lassen, dadurch lässt sich die Temperatur besser regeln. Das sollte auch mit einer einfachen Zweipunktregelung gut funktionieren, kleine Zündflamme und den Hauptbrenner über ein Magnetventil geschaltet. Ob man jetzt einen unter Druck stehenden Kessel oder einen großen Metallblock baut, ist wahrscheinlich Geschmackssache. Beides hat Vor- und Nachteile (Fertigung vs. Energiedichte).

Nach dem Datenblatt hat der Pollin-Gasbrenner eine Leistung von 2kW, das ist war schon mal ein guter Anfang, aber wieviel Nebel gibt das?

Meine nächste Überlegung war - wenn keine so genaue Temperaturregelung nötig ist - ähnlich wie auf dem Wikipedia-Bild ein größerer Brenner und eine einfache Verdampferspirale in der Flamme (nur halt tragbar und wahrscheinlich besser horizontal, und mit einer kleinen Gas-Kartusche statt großer Flasche) - frei nach dem Prinzip Bensonkessel. Wenn man den Haupt-Brenner mit gemeinsam mit der Fluid-Pumpe regelt, könnte das sogar relativ brauchbar funktionieren. Auch eine Temperaturmessung (über den Widerstand des Rohrs) wäre möglich. Dabei frage ich mich, ob man die Abgase des Brenners gemeinsam mit dem Nebel raus hauen kann, um den Nebel noch mal richtig zu erhitzen.

Es gibt jetzt in meinem Kopf 10 verschiedene Verfahren, die alle die besten sind. Irgendwie ist das Mist... :lol:
Benutzeravatar
MatthiasK
 
Beiträge: 569
Registriert: Mo 19. Aug 2013, 22:12

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon licht_tim » Do 8. Mär 2018, 08:44

2kw haben auch einfache handelsübliche Maschinen. So als vergleich zu dem 2kw Brenner
Benutzeravatar
licht_tim
 
Beiträge: 778
Registriert: Fr 28. Jun 2013, 09:40
Wohnort: Ganderkesee

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon ferdimh » Do 8. Mär 2018, 10:42

2kW in elektrisch passen aber nicht in meinen Rucksack. In Gaaaas... locker.
Benutzeravatar
ferdimh
 
Beiträge: 5962
Registriert: Fr 16. Aug 2013, 15:19

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon duese » Do 8. Mär 2018, 11:09

Doch passen sie. Ein etwas größerer Modell-Lipo liefert das. Nur nicht so lang wie mit Gas.
duese
 
Beiträge: 3035
Registriert: So 11. Aug 2013, 17:56

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon IPv6 » Fr 9. Mär 2018, 02:20

Da stellt sich dann aber noch die Frage nach dem Wirkungsgrad.
Wärend Heizstäbe in einem Alublock, der mit Steinwolle eingepackt ist, nahezu 100 % der Leistung auch in Form von Wärme in das Alu bekommen, dürfte eine einfah gehaltene Konstruktion um einen Gasbrenner eine Menge Hitze mit den Abgasen am Alublock vorbei in die Luft pusten. Da hilft dann wohl eine aufwendigere Konstruktion, die mehr Hitze von der Flamme in den Heizblock bekommt oder eben eine größere Flamme. Zweieres klingt einfacher und Gas ist ja nicht so teuer :D

Ob man jetzt einen unter Druck stehenden Kessel oder einen großen Metallblock baut, ist wahrscheinlich Geschmackssache.


Einen Kessel, indem Nebelfluid auf weit über Verdampfungstemperatur gebracht wird? Wozu soll das gut sein?
Das macht kein Hersteller so. Die spezifische Wärmekapazität (also auf die Masse bezogen) von Wasser beträgt nur rund 1/5 von der von Aluminium, außerdem ist Aluminium bei gleicher Masse kompakter als Wasser.
Ich sehe da keine Vorteile aber den Nachteil, dass die Konstruktion deutlich größer und unhandlicher wird. Mit der Gefahr, das was in die Luft fliegt.

Nichts dürfte wesentlich einfacher sein als ein Loch in einen Alublock zu bohren, eine Pumpe anzuschließen und den Alublock irgendwie auf Temperatur zu bringen. Oder eine Verdampferspirale nehmen und direkt per Flammer beheizen. Für Indoor-Einsatz oder für Einsätze, wo Personen den Nebel einatmen müssen würde ich dennoch gucken, dass die Verdampfertemperaturen halbswegs im vertretbaren Rahmen bleiben.
IPv6
 
Beiträge: 297
Registriert: Fr 17. Mär 2017, 22:05

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon Raider » Sa 10. Mär 2018, 09:28

Die Wärmekapa von Wasser liegt bei 4kJ/kgK und von Alu irgendwo knapp unter 1, also genau falschrum.

Ich würde auch einen Wassertank als Energiespeicher vorziehen, gerade dann wenns noch tragbar werden soll.
Benutzeravatar
Raider
 
Beiträge: 803
Registriert: Fr 11. Jul 2014, 16:58
Wohnort: Ellerhoop

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon IPv6 » Sa 10. Mär 2018, 14:31

Tatsächlich, Asche auf mein Haupt....

Die anderen Nachteile bleiben aber und überwiegen immernoch.
Ein Wassertank als Energiespeicher mag bei Temperaturen unter 100 °C eine gute Idee sein, aber bei 300 °C?
Um Wasser bei 300 °C flüssig zu halten sind 86 Bar auf dem Konstrukt. Dann kann man ein wenig Nebel ablassen, das Nebelfluid verdampft nach dem Austritt schlagartig und man hat Nebel, allerdings nimmt damit auch der Druck im Behälter ab und beim expandieren von 86 Bar auf 1 Bar kühlt sich das erhitze Nebelfluid stark ab, das könnte dann wieder flüssig werden und rumsauen. Das funktioniert doch nie im Leben.

Oder wir reden hier völlig aneinander vorbei.
IPv6
 
Beiträge: 297
Registriert: Fr 17. Mär 2017, 22:05

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon ferdimh » Sa 10. Mär 2018, 16:20

Der Trick dürfte sein, die Expansion unterhalb des Flüssigkeitsspiegels durchzuführen, und das Resultat dann nur noch durch ein Rohr nach außen zu leiten, wo das Zeug von dem heißen Fluid beheizt wird. Der Kram siedet höher als Wasser, damit wäre etwas weniger Druck auf dem Konstrukt. Dennoch macht mich der Gedanke, einen Dampfkessel auf knapp 100 bar mitzuführen, doch etwas nervös. Der Gas-Durchlauferhitzer (mit einem kleinen nur ca 10 bar haltenden Propantank) erscheint mir hier sicherer. Möglicherweise kann man noch auf Butan ausweichen und den Druck so weiter absenken.
Benutzeravatar
ferdimh
 
Beiträge: 5962
Registriert: Fr 16. Aug 2013, 15:19

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon Raider » Sa 10. Mär 2018, 17:29

300°C? Das wäre mir mit Wasser auch zu hart :shock: Ich hatte beim Lesen der ersten Seite nur die knapp über 100°C im Sinn gehabt.
Benutzeravatar
Raider
 
Beiträge: 803
Registriert: Fr 11. Jul 2014, 16:58
Wohnort: Ellerhoop

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon IPv6 » Sa 10. Mär 2018, 17:50

Ich glaube auch, dass es durchaus einen Hintergrund hat, dass quasi jeder Hersteller von Nebelmaschinen ein Heizelement verwendet und nicht den gesamten Fluidtank auf Temperatur bringt.
Das Heizelement ist da einfach wesentlich praktischer und unkomplizierter.
Mit Gas sehe ich da auch wenig Probleme, das dürfte sich tatsächlich um einen simplen Lötbrenner aufbauen lassen, der einen Alublock beheizt. Mehr als einen simplen Zweipunktregler haben auch viele elektrisch beheizten Nebelmaschinen nicht. Man müsste den Lötbrenner nur so modifizieren, dass er abhängig von der Temperatur auf Vollgas läuft oder nur eine Pilotflamme brennt. Oder eine elektrische Zündung einbauen und den Brenner nach dem Aufheizen ganz abschalten.

Wenn man davon ausgeht, dass man mit einem Brenner rund 2 kW Heizleistung in ein Heizelement bekommt ergibt das schon mächtig viel Nebel. Wobei man da ja auch spielen kann, die Ausstoßmenge ist ja nicht nur von der Heizleistung abhänngig. Eine größere Masse vom Heizelement braucht zwar länger zum Aufheizen, bringt dann aber mehr Nebel. Eine größere Fördermenge der Pumpe bzw. ein Heizelement, das so ausgelegt ist, dass viel Flüssigkeit durchgepumpt werden kann ergibt eine fette Nebelwolke, die aber nur für ein paar Sekunden möglich ist, weil dann die gespeicherte Hitze aufgebraucht ist. Eine gedrosselte Pumpe macht Dauernebel möglich, eben bei verringertem Ausstoß. Unterm Strich ist auf lange Zeit gesehen die Nebelmenge direkt von der Heizleistung abhängig, nur für manche Anwendungen ist es eben sinnvoll, innerhalb kurzer Zeit eine große Menge zu haben und eine anschließende erneute Aufheizphase ist kein Problem, bei anderen Anwendungen sollte der Nebel eher kontinuierlich bereitgestellt werden. Das muss man bei der Auslegung vom Heizblock und Pumpe beachten. In der Praxis gibt es beide Extreme, die hier vorgestellte Akkunebelmaschine arbeitet ohne wirkliche Heizblockmasse und kann daher zwar dauerhaft nebeln, aber nicht kurzzeitig große Mengen Nebel produzieren. Andere Maschinen haben einen mächtigen Heizblock und über 10 Minuten Aufheizzeit, bringen dann aber bis zum Nachheizen einen gewaltigen Ausstoß.

Für den Gasbetrieb müsste man wohl als erstes einen Heizblock mit den gewünschten herstellen und so entwerfen, dass man mit einer Brennerflamme möglichst viel Hitze hineinbekommt. Dann eine Regelung für die Lötlampe entwerfen, eine Stromversorgung für die Pumpe bauen und schon hat man eine Gasnebelmaschine.

Denkbar wäre auch ein vollkommen stromloser Aufbau mit einem mechanischen Regler für die Brennerflamme (irgendwas mit Bimetall?) und einem Tank, der unter Druck steht, damit zum Nebel nur ein Ventil geöffnet werden muss. Da muss dann nur zwingend noch ein Rücschlagventil zwischen Tank und Heizelement, denn der Gegendruck aus dem Heizblock ist recht enorm, der beim Verdampfen der Flüssigkeit entsteht. Zahlen habe ich dazu nicht parat aber der Druck reicht aus, um de Nebel durch eine Düse mit < 1 mm ein paar Meter weit auszustoßen.
IPv6
 
Beiträge: 297
Registriert: Fr 17. Mär 2017, 22:05

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon ferdimh » Sa 10. Mär 2018, 18:11

Man müsste den Lötbrenner nur so modifizieren, dass er abhängig von der Temperatur auf Vollgas läuft oder nur eine Pilotflamme brennt.

Sowas ähnlich findet sich in der pollinschen gasbetriebenen Heißklebepistole. Allerdings hat der da verbaute Katalytbrenner den Vorteil, auch ohne Pilotflamme einfach so wieder zu zünden. Die Temperatur sollte auch etwa passen, nur die Heizleistung dürfte zu gering sein.
Benutzeravatar
ferdimh
 
Beiträge: 5962
Registriert: Fr 16. Aug 2013, 15:19

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon IPv6 » Sa 10. Mär 2018, 21:16

Auf Pollin kann ich keine gasbetriebene Heißklebepistole finden?

Es gibt Katalytbrenner, die auch ohne Zündung zünden? Aber nur im noch heißen Zustand, oder?
Vielleicht wäre sowas hier ja eine schöne Möglichkeit
IPv6
 
Beiträge: 297
Registriert: Fr 17. Mär 2017, 22:05

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon Chemnitzsurfer » Sa 10. Mär 2018, 21:30

IPv6 hat geschrieben:Auf Pollin kann ich keine gasbetriebene Heißklebepistole finden?


Ich glaube das war noch zu Zeiten als das Forum bei webmart.de gehostet war ( So 2010...12?)
Sah glaub ich so oder so ähnlich aus
Bild
Benutzeravatar
Chemnitzsurfer
 
Beiträge: 3315
Registriert: So 11. Aug 2013, 14:10
Wohnort: Chemnitz (OT Hutholz)

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon ferdimh » Sa 10. Mär 2018, 21:33

Es gibt Katalytbrenner, die auch ohne Zündung zünden? Aber nur im noch heißen Zustand, oder?

Natürlich nur im heißen Zustand. Das hat ca 1 Minute vorgehalten... das reicht aber bei schneller Taktung des Brenners.
Benutzeravatar
ferdimh
 
Beiträge: 5962
Registriert: Fr 16. Aug 2013, 15:19

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon MatthiasK » So 11. Mär 2018, 13:19

86 bar? Das sind Drücke, die auch im Einsatz bei Dampfloks selten funktioniert haben. Ich dachte eher an Drücke bis max. 5 bar, evtl. mit zusätzlichem Überhitzer. Das wäre noch handhabbar.

Wenn ich jetzt einen Überhitzer baue - reicht der dann nicht schon als Durchlauferhitzer? Ich glaube, das muss erst mal ausprobiert werden. Als Brenner sollte erst mal der Pollin-Gaslötkolben reichen. Bei mehr Leistung muss man wohl selber bauen, die Unkraus-Gasbrenner sehen zwar größer aus, haben aber - sofern man angaben findet - nicht mal 2kW.

Meine nächste Überlegung ist jetzt, wie man so einen Durchlauferhitzer baut und welches Material sich für die Heiz-Rohre eignet. Kupferrohre habe ich bisher nur ab 8mm als Meterware gefunden, was ich schon etwas groß finde. Dünner wäre PKW-Bremsleitung, die stinkt nur am Anfang etwas, bis der Lack ab ist. :twisted:

Einfach nur eine Rohrspirale in der Flamme funktioniert sicher, aber der Wirkungsgrad und damit die erreichbare Nebelmenge ist sicher nicht so optimal. Also muss mehr Oberfläche her. Also z.B. die Flamme des Brenners durch ein Bündel Rohre leiten und das Bündel dann mit dem Verdampferrohr umwickeln. Und wenn man da etwas weiter denkt, landet man schnell wieder beim Flammrohrkessel...
Benutzeravatar
MatthiasK
 
Beiträge: 569
Registriert: Mo 19. Aug 2013, 22:12

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon MatthiasK » Do 15. Mär 2018, 23:18

Ich habe jetzt auf nem Flohmarkt so einen Garten-Brenner gekauft, ähnlich [URL=https://www.hornbach.de/shop/Bio-Gaertner-CFH-PZ-1500-inkl-1-Gasdose/6289119/artikel.html]diesem Modell[URL] aber ohne Piezo. Und natürlich gleich zerlegt. :D

Die Gas-Düse (Aufschrift 0,35) sitzt direkt auf der Reglereinheit an der Dose und bläst in ein 1m langes 12,7mm-Rohr. Der Brenner ist sehr primitiv, dort ist einfach nur ein 22mm-Rohr über das dünne Rohr geschoben, welches 22mm über steht.

Zum Glück ist alles geschraubt - aber alles wichtige mit Spitzbubengewinde (Düse wahrscheinlich M6x0,75, Rohr an Reglereinheit M14x1). Gut, wenn man weiß, wie man auf der Drehbank Gewinde macht...

Als erstes habe ich mal das lange Rohr gekürzt - bis zum Bogen sind es rund 10cm. Dadurch reicht das dünne Rohr weniger weit rein und die Flamme brennt mehr im dicken Rohr. Natürlich habe ich das dicke Rohr auch ganz nach vorne geschoben - die Flamme reißt dann beim Zünden schnell ab und brennt ansonsten sehr laut im dicken Rohr.

Frage an unsere Feuer-Bastler: Bringt es was, den Durchmesser des Brenners deutlich zu vergrößern? Oder gibt es sonstige sinnvolle Umbauten am Brenner?

Jetzt müsste ich nur noch wissen, welche Bauform des Kessels ich will. Großwasserraum-, Naturumlauf- oder doch lieber Zwangsdurchlaufkessel? Wahrscheinlich wird es zuerst ein Versuch mit Zwangsdurchlauf, der wäre am einfachsten.
Benutzeravatar
MatthiasK
 
Beiträge: 569
Registriert: Mo 19. Aug 2013, 22:12

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon IPv6 » Do 15. Mär 2018, 23:29

Klingt gut, ich finde es super, dass du an der Geschichte dranbeleibst!

Beim Brenner kann ich dir nicht weiterhelfen, ich hätte aber zu dem Konstrukt zwei Fragen:
Was nutzt du als Speisepumpe (um bei den Kraftwerksbegriffen zu bleiben)?
Wie willst du den Kessel an sich gestalten?

Ich bin schon sehr gespannt auf die Versuche, du machst doch Bilder, ja? :D
IPv6
 
Beiträge: 297
Registriert: Fr 17. Mär 2017, 22:05

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon ferdimh » Fr 16. Mär 2018, 00:34

Ich würde erwarten, dass das "Rohr auf Rohr"-Konstrukt noch irgnedwo weitere Luft reinlässt, was du möglicherweise verändert hast.
Den Brenner zu vergrößern muss mit einer entsprechenden Erhöhung der Brennstoffmenge einhergehen, sonst brennt das Ding unruhig oder gar nicht.
Benutzeravatar
ferdimh
 
Beiträge: 5962
Registriert: Fr 16. Aug 2013, 15:19

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon MatthiasK » Sa 17. Mär 2018, 17:46

Mir ist jetzt so ein Ding in einer älteren Version die Hände gefallen: https://www.conrad.de/de/revell-druckluftdose-750-ml-39661-226715.html

Das Ding passt auch auf die normalen Gas-Dosen aus dem Baumarkt. Der Hauptunterschied zwischen den Revell-Airbrush-Druckluft- und den Brenngas-Dosen ist, dass das Brenngas aromatisiert ist. Bei Tamiya bekommt man dagegen Dimethylether in der Dose.

Natürlich ist da wieder ein bescheuertes Gewinde dran: M5x0,45. Es gibt aber zum Glück Adapter auf normales Rohrgewinde. Da dran noch eine Schnellkupplung und die Gasversorgung wäre einfach abtrennbar.

Jetzt muss ich erst mal überlegen, wie ich sinnvoll weiter mache.
Benutzeravatar
MatthiasK
 
Beiträge: 569
Registriert: Mo 19. Aug 2013, 22:12

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon MatthiasK » So 18. Mär 2018, 01:53

Ich habe jetzt mal angefangen, ein bisschen zu zeichnen. Am einfachsten erscheint es mir, wenn ich als ersten Versuch eine recht direkte Kopie der normalen Nebelmaschinen-Verdampfer baue. er Brenner einfach in einen großen Alu-Block mit dickem Loch brüllt. In dem Block sind mehrere dünne Bohrungen für das Nebelfluid und über einen Temperaturschalter könnte man den Brenner ein- und ausschalten.

Die Leistung muss irgendwie geregelt werden. Am Anfang reicht manuell, später mit Zweipunktregelung. Dazu muss aber irgendwie die Flamme gezündet werden - gut gefallen würde mir ein kleiner Zündbrenner, aber der braucht Platz und eine getrennte Gasversorgung. Den Hauptbrenner einfach runter regeln ist von der Gasversorgung auch nicht so viel einfacher. Am einfachsten scheint mir gerade eine elektrische Zündung - am Anfang wahrscheinlich als Piezo-Zündung.

Noch nicht ganz klar ist mir, wie ich den Schlauchanschluss mache. Der sollte etwas thermisch isolieren, damit der Schlauch nicht zu heiß wird. Reicht da ein 3cm langes Drehteil, auf das ein Silikonschlauch geschoben wird? Welche Pumpe ich verwenden will, weiß ich noch nicht genau, evtl. eine Zahnradpumpe. Für die ersten Tests reicht aber hoffentlich eine große Spritze.
Benutzeravatar
MatthiasK
 
Beiträge: 569
Registriert: Mo 19. Aug 2013, 22:12

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon IPv6 » So 18. Mär 2018, 11:45

Klingt gut!

Wie meinst du mehrere dünne Bohrungen für das Fluid?
Vielleicht kann man für eine Zündflamme einen Brenner aus einem Sturmfeuerzeug extrahieren? Gerade bei Sturmfeuerzeugen in Stabform hat man innen ja ein Röhrchen, an das man die Haupgasversorgung anschließen müsste. Das könnte noch halbwegs machbar sein. Die Zündflamme alleine dürfte nicht ausreichen um den Block nennenswert zu erhitzen, außer er ist extrem gut isoliert.

Bei normalen Nebelmaschinen ist der Schlauch ein wenig anders ausgeführt, da wird ja meist ein dünnes Röhrchen in einen Alublock eingegossen, durch das dann das Fluid gepumpt wird. Dieses Röhrchen lässt man Eingangsseitig ein wenig länger und dann gibt es mehrere Varianten. Ich habe schon Maschinen gesehen, bei denen das dünne Röhrchen 10 cm aus dem Block raisschaut und dann dort einfach ein Silikonschlauch zur Pumpe draufgeschoben und festgemacht war.
Manche Maschinen haben das Röhrchen auch bis zur Pumpe liegen und dann eine passende Bördelung mit Schraubverbinder für die Pumpe drauf.
Ein Stück Silikonschlauch ist wohl am einfachsten.

Traditionell werden Schwingankerpumpen verwender (Ulka ER5 wie man sie auch in Kaffeemaschinen findet), die gibt es auch für 24 V, müsste aber mit Pulsen angesteuert werden. Über die Pulsweite ließe sich schön die Nebelmenge einstellen.

Spritze ist vielleicht keine gute Idee, wenn das Fluid verdampft will es ja zu beiden Seiten aus dem Verdampfer raus, und das mit ganz ordentlich Druck. Könnte eine schöne Sauerei geben wenn es den Kolben hinten aus der Spritze wirft. Auf jeden Fall gut festhalten beim Nebeln.
IPv6
 
Beiträge: 297
Registriert: Fr 17. Mär 2017, 22:05

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon MatthiasK » Mo 19. Mär 2018, 00:10

ich habe heute mit einem Chemiker geredet. Sein Vorschlag zum Zünden des Brenners war eine heiße Platinspirale. Solche Dinger bekommt man sogar noch relativ einfach zu kaufen: Glühkerzen für Methanolmotoren. Natürlich ist da wieder ein beklopptes Gewinde dran: 1/4-32 UNEF, mal schauen, wo man da einen Gewindebohrer her bekommt.
Benutzeravatar
MatthiasK
 
Beiträge: 569
Registriert: Mo 19. Aug 2013, 22:12

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon Bastelbruder » Mo 19. Mär 2018, 00:27

Den Glühkerzengewindebohrer gibts im Modellbau-Fachgeschäft.
Noch vor 15 Jahren zählte auch der blaue Zeh dazu.
Bastelbruder
 
Beiträge: 4607
Registriert: Mi 14. Aug 2013, 18:28
Wohnort: drunt' am Neckar - km142,7

Re: Tragbare Nebelmaschinen

Beitragvon MatthiasK » Mi 21. Mär 2018, 00:38

Früher gab es diese Gewindebohrer überall. Aber seit die Elektromotoren von der Leistungsdichte die Verbrenner überholt haben, findet man sowas immer seltener.
Benutzeravatar
MatthiasK
 
Beiträge: 569
Registriert: Mo 19. Aug 2013, 22:12

VorherigeNächste

Zurück zu Allgemeine Diskussion

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 14 Gäste

span