Grundwasserpumpe, Saugrohr, Ablagerungen

Der chaotische Hauptfaden

Moderatoren: Sven, Heaterman, TDI, Finger

Grundwasserpumpe, Saugrohr, Ablagerungen

Beitragvon Datu » Mi 11. Jul 2018, 13:56

Hallo zusammen.
Seit einiger Zeit habe ich eine Grundwasserpumpe mit Rammspitze u. einer Saugrohrlänge von insgesamt ca. 10m in Betrieb.
Der Wasserstand ist z.Zt. bei 5,20m unter Saugrohr oberkante.
Mittlerweile hat sich das Filter in der Rammspitze zugesetzt und behindert die Fördermenge.
Wie bekommt man die Rammspitze wieder frei?
Hat jemand Erfahrungen mit Maßnahmen?

Für Hinweise vielen Dank
Datu
Datu
 
Beiträge: 7
Registriert: Do 17. Mai 2018, 17:33

Re: Grundwasserpumpe, Saugrohr, Ablagerungen

Beitragvon Blechei » Mi 11. Jul 2018, 14:43

Selbes Problem vor paar Jahren: Laß es und spül(!!!) einen neuen.
Oder Laß spülen.
Diese Rammspitzenscheiße ist Mist, der Vorteil beim Spülen ist, das du im Bereich des
Rohrfilters ein paar Eimer feinen Siebkies reinkippen kannst. Das vergrößert die Filterfläche enorm.
Blechei
 
Beiträge: 496
Registriert: Mo 12. Aug 2013, 11:18
Wohnort: Inne Hauptstadt

Re: Grundwasserpumpe, Saugrohr, Ablagerungen

Beitragvon erwin » Do 12. Jul 2018, 05:31

Wo hin den Siebkies kippen und wo zu
Benutzeravatar
erwin
 
Beiträge: 418
Registriert: Do 15. Aug 2013, 08:57
Wohnort: 68642 Bürstadt

Re: Grundwasserpumpe, Saugrohr, Ablagerungen

Beitragvon tryps » Do 12. Jul 2018, 09:22

1m Rammfilter liefert nicht mehr als ca. 600l/h dauerhaft, so der nicht gerade mitten in Grobkies steckt. Sobald man mehr nimmt zieht der sich halt zu. Danach kann man daran auch nicht viel machen. Falls das verrockert ist kann man manchmal noch was mit Zitronensäure und H2O2 lösen aber eine Fördermenge über 600l/h bekommt man damit auch nicht hin, das ist einfach abhängig von der Strömungsgeschwindigkeit am Filter -> zu schnell -> zu viel Dreck kommt mit.

Wenn du Lust hast bau einen Bohrbrunnen, das ist das dauerhafteste. Im Brunnenbauforum gibts dazu gute Infos.

Viel Erfolg und immer gut Wasser.
tryps
 
Beiträge: 280
Registriert: Do 29. Sep 2016, 19:14
Wohnort: Hude

Re: Grundwasserpumpe, Saugrohr, Ablagerungen

Beitragvon uxlaxel » Do 12. Jul 2018, 12:22

die wassermenge, die ein geschlagenes brunnenrohr in der lage ist, zu liefern, hängt wohl maßgeblich davon ab, in was für boden sie angekommen ist. trifft man eine kiesschicht, die mit grundwasser durchströmt wird, ist da sicher sehr wenig sand oder anderes, was das rohr zusetzen kann.
ist das rohr nun mitten im sand und von tonklumpen durchsetzt, wird wohl relativ schnell alles zu sein.

ich könnte mir vorstellen, dass rückwärts spülen (mit wasser aus der wasserleitung, je nach druck) bei einem kubikmeter erst einmal wieder etwas entspannung bringt. von dauer wird das aber nicht sein.

was versteht man unter "behindert die fördermenge"? wieviel konntest du zu anfang entnehmen, wieviel aktuell und wieviel bräuchtest du aktuell?
Benutzeravatar
uxlaxel
 
Beiträge: 9317
Registriert: So 11. Aug 2013, 22:05
Wohnort: Jena (Thüringen)

Re: Grundwasserpumpe, Saugrohr, Ablagerungen

Beitragvon BernhardS » Fr 13. Jul 2018, 15:40

tryps hat geschrieben: Falls das verockert ist kann man manchmal noch was mit Zitronensäure und H2O2 lösen


Keine Zitronensäure, auch wenn diese den Ocker effektiv löst. Die ist biologisch extrem gut abbaubar und nur Futter für die Mikrobiologie. An der Verockerung ist Mikrobiologie beteiligt. Am zweckmäßigsten ist Salzsäure.
Kleine Brunnen kann man gut mit CO2 reinigen. Kohlensäure ist eine recht starke Säure, nur fällt das im Alltag nicht so auf weil die schnell weg ist. Die löst die Verockerung gut und desinfiziert den Brunnen nebenbei. Und sie dringt auch ein Stück in den umliegenden Boden und reinigt ein bißchen rund um das Rohr.
BernhardS
 
Beiträge: 470
Registriert: Fr 23. Okt 2015, 19:58

Re: Grundwasserpumpe, Saugrohr, Ablagerungen

Beitragvon BUBI-BELLA » Fr 13. Jul 2018, 15:54

Schaust du hier: https://www.holzum.de/p/holzum-brunnenregenerat/

Habe ich selber probiert und funzt. Allerdings wirst du nach ein paar Jahren das gleiche Problem wieder haben.
Ich habe daraufhin später eine neue Rammspitze ein Stück neben der Alten gesetzt. Naja, 600L/Std wird wohl auch von der Grösse der
Rammspitze abhängen. Ich nutze immer 1 1/4 oder 1 1/2 Zoll und versorge damit unser Haus und Garten.
In Verbindung mit einer Löwe WL1500 (1500L/Std) bekommt man ein Gartensprenger (ca. 1000L/Std) mit Haus locker versorgt und bei uns hält dann sonne Rammspitze 15+Jahre, bevor sie endgültig zu ist. Bei Materialkosten von 250Euro pro Rammspitze mit Zubehöhr, alle 15 Jahre, ist das allemal billiger, als nen Profibrunnen bohren zu lassen.

Grüsse
Uwe
BUBI-BELLA
 
Beiträge: 91
Registriert: Do 10. Okt 2013, 22:30
Wohnort: Rhein, Stromkilometer 830

Re: Grundwasserpumpe, Saugrohr, Ablagerungen

Beitragvon Weisskeinen » Fr 13. Jul 2018, 15:56

Und wie bekommt man das CO2 in das Rohr rein? Mineralwasser rein kippen? :mrgreen:
Benutzeravatar
Weisskeinen
 
Beiträge: 2402
Registriert: Di 27. Aug 2013, 16:19

Re: Grundwasserpumpe, Saugrohr, Ablagerungen

Beitragvon bastelbjoern » Fr 13. Jul 2018, 20:26

Nein Zuckerwasser und Hefe :lol:
bastelbjoern
 
Beiträge: 214
Registriert: So 12. Okt 2014, 22:46

Re: Grundwasserpumpe, Saugrohr, Ablagerungen

Beitragvon duese » Fr 13. Jul 2018, 22:05

War hier schon mal beschrieben. CO2 Buddel und Druckminderer ans Brunnenrohr flanschen und gib ihm.
duese
 
Beiträge: 3309
Registriert: So 11. Aug 2013, 17:56

Re: Grundwasserpumpe, Saugrohr, Ablagerungen

Beitragvon ^^artin » Fr 13. Jul 2018, 23:41

Nur so Ideen:
Einen flachen Spiralbohrer bauen, mit dem man evt. vorhandenes Sediment aus dem Rohr bergen kann.
Mehrfach kurz Druck, aus der Wasserleitung, auf das Rohr geben und zwischendurch wieder absaugen.
^^artin
 
Beiträge: 377
Registriert: Mo 9. Dez 2013, 15:00

Re: Grundwasserpumpe, Saugrohr, Ablagerungen

Beitragvon BernhardS » Sa 14. Jul 2018, 14:37

Was der Volksmund Ocker nennt ist hauptsächlich Eisen-3-hydroxid. Grundwasser ist sauerstofffrei, das Eisen im Boden ist zweiwertig. Zweiwertiges Eisen löst sich etwa um den Faktor 10 besser als dreiwertiges. Im/am Brunnen kommt Luft / Sauerstoff rein, das Eisen wird oxidiert und flockt aus.
Also:
Große und häufige Pegelunterschiede im Brunnen vermeiden. Im Zeitalter der drehzahlgeregelten Antriebe kann man da schon was machen und den Pegel niemals auf das Niveau des Siebrohrs absenken.
Beim Reinigen den Ocker auch außerhalb des Rohrs entfernen. Bei größeren Brunnen setzt man einen Stopper in die Mitte des Filterrohrs und drückt die Säure zwischen den beiden "Kammern" hin und her. Da innen ja der Stopper ist, muss dann außen rum und reinigt den Filterkies. Damit wird der Wasserzulauf besser und der Pegel fällt beim Pumpen nicht so stark ab. CO2 ist Säure und Druckgas in einem. Das drückt sich einfach überall hin, wo sich ein Weg ergibt.
Das gelöste Eisen muss aber auch raus. Dazwischen muss man mal abpumpen.
BernhardS
 
Beiträge: 470
Registriert: Fr 23. Okt 2015, 19:58


Zurück zu Allgemeine Diskussion

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot], Kevin_B, lanivada, vossie und 27 Gäste

span