Honda GX25, Motorabdichtung?

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Honda GX25, Motorabdichtung?

Beitragvon Hansele » Sa 15. Sep 2018, 18:47

Hallo zusammen,

neulich war ich der Meinung mir eine kaputte ggf. unvollständige Benzinheckenschere zu kaufen,
um diese wieder zu reparieren, jedenfalls ist die Baustelle nun da :-).

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Das Ding ist offenbar immer gut gelaufen und hat nur Öl verloren.

Der Motor ist dieser:

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Beim zerlegen ist mir diese falsch eingebaute Dichtung aufgefallen, diese könnte ja schon Schuld sein:

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An einer Stelle ist auch noch dieser Defekt zu finden:

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Um was geht es nun hier?
Jaa kommen wir zur Sache, diese Abdichtung hat die Werkstatt verbrochen:

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Überall ist das Zeug und überall Reste davon die munter im Öl rumgeschwommen sind:

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Wie ist die Abdichtung denn bei solchen kleinen Motoren gelöst?

Ich hätte da jetzt ganz dünn mit Hylomar gearbeitet?


Noch was anderes, wie müsste ich weitermachen um den Motor richtig zu zerlegen?
Ich würde gerne das Pleul und den Kolben ausbauen um da gründlich sauber zu machen,
aber einem solchen Motor mit Zahnriemen war ich noch nicht dran.

Das muss ja am Ender wieder alles stimmen und ggf. eingestellt werden?

Danke und Gruß
Pascal

€dit:
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Re: Honda GX25, Motorabdichtung?

Beitragvon doofi » Sa 15. Sep 2018, 19:20

Zwischen die Hälften kommt keine Dichtung. Da nimmt man Curil zum Aufpinseln oder das rote Caramba. Hylomar geht auch. Pleuel kannst Du nicht ausbauen, die Kurbelwelle ist gepresst. Also theoretisch kannst Du natürlich den Hubzapfen auspressen und dann wieder rein, aber das ist "Meisterarbeit" weil man dann alles wieder zentrieren/richten muss. Zahnriemen ist keine Raketentechnik. Stell das Ding auf Zünd-OT und dann muss an der Nockenwelle irgend eine Markierung sein. Wenn nicht dann mach Dir eine. Dann kannst Du Kurbelwelle, Pleuel und Kolben aus dem Gehäuse ziehen.
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Re: Honda GX25, Motorabdichtung?

Beitragvon Hansele » Sa 22. Sep 2018, 09:42

Hallo zusammen,

@doofi:
Danke ich für den Hinweis habe es mit Hylomar probiert.


Leider ist der Motor undicht und verliert nach wie vor Öl,
mein Hylomar kam mir aber schon etwas fest vor?
Das Zeug konnte man nichtmehr wirklich schön verstreichen.

Blöd ist das es "oben" rausläuft und sofort die Kupplung einsaut.

Sollte das Curil aushärten oder weich bleiben?

Grüßle
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Re: Honda GX25, Motorabdichtung?

Beitragvon Smily » Sa 22. Sep 2018, 09:47

Ich plädiere für Dirco HT!
Das gelumpe verträgt temperaur, bleibt gummielastisch un schafft es auch kleinere spalten zu überbrücken.
Wenns damit nicht dicht wird, dann machste was falsch!
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Re: Honda GX25, Motorabdichtung?

Beitragvon Toddybaer » Sa 22. Sep 2018, 11:12

Also ich kenn das Curil noch aus Zündappzeiten. Da war das für die horizontal teilbaren Motoren. Direkt auf Metall, ohne sonst welche Dichtung.
Und das wurde hart.

Curil auch deswegen, weil es nicht so dick aufträgt wie Hylomar, wegen Lagerspiel. Und aushärten, weil es auch unter Druck nicht zwischen den Dichtflächen raus soll
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Re: Honda GX25, Motorabdichtung?

Beitragvon doofi » So 23. Sep 2018, 13:44

Genau. Curil wird hart. Wenn das Gehäuse minimal verzogen ist (da reicht bei so einem spraddeligen Alugehäuse schon eine kurz mal falsch angezogene Schraube) dann wirds aber nicht dicht. Bei diesem horizontal geteilten Wald-und-Wiesenmotor kannst Du auch problemlos dauerelastische Dichtmasse nehmen (Dirko oder rotes Caramba), die ist ein Bisschen gutmütiger. Nach Vorschrift anwenden!! Erst zusammembauen wenn sich eine Haut gebildet hat; lieber etwas länger warten als zu kurz!
Ein absolutes Muss ist Curil eigentlich nur bei Spezialfällen wie Ventildeckel (ich weiß, Zylinderkopfhaube) mit geteilten Nockenwellen-Gleitlagern drin und anderem esoterischen Scheiß in der Art. Gibt z.B. Ölwannen mit Kurbelwellenlagerböcken (Fiat und Cosworth). Alptraum. Wird ständig undicht und dann darf man den kompletten Motor zerlegen und alles wieder ausrichten beim Zusammenbauen.
Sorry, ich schweif' ab.
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