Welches mikroskop für smd lötn?

Der chaotische Hauptfaden

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Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon Trax » So 16. Sep 2018, 10:17

Moinsen Leute,

Ich würde mir gerne ein anständiges Mikroskop zum löten zulegen, das was ich momentan habe hat leider nur 20x 40x und 80x Vergrößerung fix, das ist nicht so toll, das muss stuffenlos umstellbar sein, und mehr Sichtfeld wäre auch praktisch.

Ich habe an eines von diesen hier gedacht: https://www.amazon.de/s/ref=sr_nr_p_36_ ... -price=800
Die frage ist jetzt nur welches.
Es gibt welche die haben bis 45x Vergrößerung und einen Arbeitsabstand von 10 cm, 45x sollte zum löten ja locker reichen zumindest habe ich auf meinem alten nie 80x gebraucht (wobei das könnte auch an dem dann doch arg kleinem Sichtfeld zusammenhängen)
Und es gibt welche mit bis zu 90x aber 20cm Arbeitsabstand hmm... 90x ist schon geilo aber 20cm ist das nicht etwas weit weg zum löten? Da muss ich ja gerade sitzen und so LOL

Was ist den so die Empfehlung von den hier ansässigen Experten?
45x mit 10 cm oder 90x mit 20 cm?
und welchen Standfuß? So ein Doppelarm Ausleger ist schon geilo aber auch ziemlich sperrig, und zur not kann man sich den teil selber basteln.


PS und was it den das für ne Àbzocke: http://www.isoliertechnik-nrw.de/amscop ... -8543.html
oder doch seriös und sehr preisgünstig WTF?
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon sysconsol » So 16. Sep 2018, 10:59

Die Zwangshaltung, die ich als Brillenträger* beim Löten mit Blick durch ein okularbehaftetes Mikroskop einnehmen und halten muss, hat mich veranlasst, ohne Mikroskop zu löten.
Ganz blöd ist es auch, wenn sich der Okularabstand nicht auf das eigene Gesicht einstellen lässt...
Es gibt auch okularlose Stereomikroskope, die sind wohl recht teuer, dafür lässt sich damit entspannt arbeiten.

Für geringe Vergrößerungen tut wohl auch eine Lupenbrille.
Was nutzen die Chirurgen?

Im Ernstfall würde ich versuchen, mit einer Mikroskopkamera zu arbeiten anstatt mit einem Mikroskop.
Die Bilddarstellung auf einem Monitor erlaubt mehr Freiheiten in der Körperhaltung ;)

Stereosehen habe ich auf diese Art noch nicht probiert.
Käufliche 3D-Brillen dürften ungeeignet sein, da sie das komplette Sichtfeld einnehmen.
Als brauchbar schätze ich eine Lösung ein, über die man - wie über eine schmale Lesebrille - hinwegsehen kann, indem man geradeaus oder nach oben sieht.

Stereosehen mit zwei Kamerabildern nebeneinander habe ich auf größeren Abstand noch nicht probiert.
Das dürfte auch nicht funktionieren.
Dann bräuchte man 3D-Technik ;)
Was jetzt auch nicht ganz ungeil wäre 8-)


Zum Thema Mikroskopkamera (Youtube):

TSP #33 - Dino-Lite USB Digital Microscopes Review and Experiments (2014 Edition)
TSP #114 - Dino-Lite USB Digital Microscopes Review and Experiments (2017 Edition)

Eine Kamera mit geringer Latenz und mit passendem Objektiv sollte zum Löten auch reichen.


* Ich habe im Wesentlichen Astigmatismus. Eine Dioptrienkorrektur bringt mir nichts und Kontaktlinsen vertrage ich nicht.
(Und "weggucken" kann man den sich auch mit noch so intensiven Training nicht.
Auch wenn mir das schon öfters empfohlen wurde :roll: )
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon Chemnitzsurfer » So 16. Sep 2018, 11:14

Ich würde mich da mit ran hängen.

Mit den Schulmikroskopen hatte ich früher im Biounterricht auch immer Probleme als Brillenträger ( bin gut Kurzsichtig auf beiden Augen um die -3,x Dioptrien, welche aber mit der Brille komplett kompensiert werden) . Ich hatte mir schon mal überlegt ein Mikroskop mit Bildschirm mir anzuschaffen, da ich aber inzwischen fast nicht mehr mit SMD löte hat sich das zerschlagen. Nun habe ich in letzter Zeit immer mal wieder ein paar Patienten auf dem Tisch wo ein Mikroskop nice to have wäre.
Auf Amazon und co findet man ja einfachste Bildschirmmikroskope schon für 40-60€. Taugen solche teile für gelegentliches kleinteiliges löten? >100€ wäre hier warscheinlich bei mir Perlen vor die Säue, da ich eigentlich mehr Elektrik / Elektronik wie Mikroelektronik mache.
z.B. https://www.amazon.de/KKmoon-Elektronis ... 075ZR3R9C/
oder https://www.amazon.de/KKmoon-LCD-Displa ... B07GCK4Z77
Zuletzt geändert von Chemnitzsurfer am So 16. Sep 2018, 11:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon video6 » So 16. Sep 2018, 11:16

Ich gucke mit Kamera was ich löten muss löte aber mit Brille ab.
Bin kurzsichtig hab also im Nahbereich den vollen Durchblick wo viele verwundert sagen das kannst du noch sehen;-)
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon IPv6 » So 16. Sep 2018, 11:37

Der von dir gepostete Shop löst auch sofort einen Will haben Reflex aus, wie das nun mal so ist bei so augenscheinlich wahnsinnig guten Angeboten.

Wenn man den Bestellprozess durchspielt landet man bei den Bezahlmethoden nur bei Kreditkarte, das ist mehr als merkwürdig.

Kann man sowas irgendwo melden?
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon ferdimh » So 16. Sep 2018, 11:41

Für WIRKLICH fummelige Lötarbeiten (z.B. längere Reihen im 0,5mm Raster) nutze ich dann auch mal ein Vergrößerungsdings - das ist bei mir aber eine 08/15 Kamera mit mächtigem Zoom, die von der Decke baumelt. Wenn der Monitor das Ganze dann ohne Verzögerung darstellt (Via Direktverbindung ohne PC) lässt sich damit ganz entspannt arbeiten. Das Mikroskop auf Arbeit ist zum Kotzen.
Die "90°-Drehung" des gesehenen hatte ich sehr schnell "raus", die mögliche entspante Körperhaltung (gemütlich zurücklehnen und Fummelkram braten) ist ein zusätzlicher Bonus.
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon E_Tobi » So 16. Sep 2018, 11:43

Ich löte alles mit meiner normalen Lupenleuchte, auch 0402.
Sachen die so klein sind dass ichs mit der Lupe nicht mehr richtig sehe kontrolliere ich danach mit einer x10 Uhrmacherlupe.

Löten durchs Mikroskop finde ich sehr unangenehm, weil man fixiert ist und wenig sieht.
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon IPv6 » So 16. Sep 2018, 11:49

Zum Thema Löten unterm Mikroskop:
Man liebt es oder man hasst es.
Da gibt es wohl nur die zwei Extreme.

Ich löte liebend gerne unter einem Stereomikroskop mit 10x bis 30x Vergrößerung. Die Fixierung hilft mir eher bei der Konzentration, ebenso das entspannte Sehen. Ich nehme die Augen dann gar nicht mehr vom Mikroskop weg, den Lötkolben findet die Hand auch blind und die Bauteilhäufchen passen auch noch ins Sichtfeld.

Ohne Mikroskop geht natürlich auch (bin mit guten Augen ohne Fehler ausgestattet), allerdings finde ich es sehr angenehm, direkt zu sehen ob die Lötstelle sauber ist. Auch kleine Leiterbahnfehler sind mir da schon aufgefallen, das wäre es ohne Mikroskop nicht.

Lupenlampe finde ich furchtbar, da verzerrt das Bild immer je nach Blickwinkel und meine Augen haben immer wieder Fokusprobleme. Irgendwie tränen mir da die Augen schnell und ich bekomme Kopfschmerzen.
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon Sven » So 16. Sep 2018, 12:35

Ich hab privat ein altes russisches Stereomikroskop MBS-10 von der "Fabrik für optische Gläser Lytkarino".
Das ist jetzt optisch nicht das hochwertigste Mikroskop, hat mich dafür aber gebraucht nur 50€ gekostet. Das original Stativ ist für Lötarbeiten nur bedingt tauglich.
Es ist zwar sehr robust, die Säule ist aber bei Lötarbeiten an großen Platinen im Weg. Da habe ich mir selber ein Stativ gebaut, bei dem das Mikroskop quasi auf einer Brücke über der Arbeitsfläche montiert ist. Große Platinen kann ich einfach unter der Säule durchschieben.
Als Beleuchtung nutze ich zwei günstige Schwanenhals LED Lampen von Ikea.
Der Vorteil am MBS-10 ist die umschaltbare Vergrößerung. Da muss man nicht immer gleich die Okulare tauschen. Man dreht einfach an einem Knopf und hat intern eine andere Linsenkombination
im Strahlengang. Umschalten kann man zwischen 0,6x 1x 2x 4x und 7x
Zusammen mit zwei Okularsätzen kommt man da auf einen recht weiten Vergößerungsbereich, wobei man hinsichtlich der Bildqualität mit 2x am Besten fährt. Dann befinden sich nämlich weniger Elemente im Strahlengang.

Bei meinem ersten Arbeitgeber hatte ich ein Eschenbach Stereomikroskop mit einem schweren Säulenstativ. Optisch wirklich gut, leider ohne umschaltbare Vergrößerung. Da muss man man noch manuell Okulare und Objektivsätze tauschen. Die Objektive waren aber schnell zu tauschen, die wurden einfach seitlich rausgezogen und neue eingesetzt.
Das Mikroskopf hatte ich letztes Jahr zur Ansicht im Labor und kann es leider nicht weiter empfehlen. Das Scherenarmstativ von Eschenbach ist viel zu wackelig für Inspektions- und Lötarbeiten.
Preislich liegt das Sytem so im Bereich 300 bis 500€.

Die Stereomikroskope von Leica sind auch klasse - preislich aber Faktor 10 teurer als das Eschenbachsystem. Optisch einwandfrei, sehr gutes Beleuchtungskonzept, Zubehör für jeden denkbaren Anwendungsfall. Variable Vergrößerung gibt es auch in allen nur erdenklichen Geschmacksrichtungen.
Wer mit klassischen Stereomikroskopen zurechtkommt, wird auch daran seine Freude haben.

Ich durfte letztes Jahr mal die okularlosen Stereomikroskope von Vision Engineering ausprobieren. Die sind verdammt gut aber auch entsprechend hochpreisig.
Man guckt quasi auf eine Art Mattscheibe und sieht da ein stark vergrößertes dreidimensionales (!) Bild seines Arbeitsbereichs.
Ich habe alle Produkte ausprobiert, die günstigen Mantis Systeme und das Flagschiff Lynx Evo.
Das Zubehörprogramm ist sehr umfassend. Für viel Geld bekommt man auch sowas wie 30° Seitenblick Optiken, was für Lötstelleninspektion wirklich komfortabel ist.
Die hatten auch stufenlos verstellbare Systeme im Portfolio. Das Videosystem war ab Werk mit stufenlosem Zoom ausgestattet.

Bei Mikroskopkameras bin ich nach wie vor skeptisch. Systeme, die etwas taugen sind richtig teuer. Man muss aber auch dazu sagen, dass ich Latenzen und Bewegungsunschärfe absolut nicht dulde.
Alles was schliert oder merklich verzögert reagiert ist für Lötarbeiten völlig unbrauchbar.
Ich hatte ein Videosystem von Leica da und selbst das musste man erstmal umfassend konfigurieren, damit es für Lötarbeiten tauglich ist. Das lässt sich so einstellen, dass es besser zur
Begutachtung unbewegter Dinge geeignet ist oder halt besser für manuelle Arbeiten an Dingen unter dem Mikroskop taugt.
Das Videosystem von Visionengnineering hat mir besser gefallen, das war von vornherein besser für Lötarbeiten konfiguriert, hatte die stärkere Beleuchtung und das bessere Bedienkonzept.
Aber hier reden wir auch wieder von Systemen im mittleren bis oberen vierstelligen Bereich.

Alles, was mir bisher so an USB Mikroskopkameras im Bereich unter 100€ untergekommen ist war Kernschrott für Lötarbeiten. Die Latenz und die Bewegungsunschärfe bremsen händische Arbeiten vollständig aus. Eine Lötstelle kann man mit Geduld inspizieren aber das war es auch. Das Geld würde ich nicht ausgeben.

Ganz allgemein, unabhängig irgendwelcher Marken und Modelle:

Ob man mit Stereomikroskopen arbeiten kann muss jeder für sich selber rausfinden. Wichtig ist, dass man sich den Augenabstand genau passend einstellen kann. Wer also mit Ferngläsern schon Probleme hat, wird auch mit Stereomikroskopen eine helle Freude haben.
Der Einblickwinkel ist auch so eine Sache. Da gibt es viele verschiedene Modelle. Leica bietet sogar Zwischenstücke an, mit denen sich der Winkel des gesamten Kopfteils verändern lässt.

Ein generelles Problem aller Stereomikroskope mit normalem Standfuß ist die kleine Arbeitsfläche. Hier würde ich beim Kauf unbedingt darauf achten, dass ich das Mikroskop problemlos auf eine andere
Säule montieren kann. Dann kann man sich nämlich seinen Sockel selber bauen - mit Durchlass für Platinen unterhalb der Säule.
Selbst wenn der normale Standfuß in sich instabil ist, ist das kein Ausschlusskriterium - baut euch den Sockel selber. Die Durchlichtfunktion braucht man zum Löten eh nicht.

Rechnet in euer Budget gleich zwei drei vernünftige Schwanenhals LED Lampen ein. Die von Ikea sind absolut ausreichend aber leider nicht ab Werk dimmbar. Ich komme sogar mit den USB Schwanenhalslampen von Ikea aus. Gute Beleuchtung ist das A und O bei Arbeiten unter dem Mikroskop. Eine Ringleuchte ums Objektiv kann auch hilfreich rein.

Es hat seine Vorteile, wenn sich für Lötarbeiten irgendwie ein Schutzfilter vor den Objektiven befestigen lässt. Ich habe das mit einem Fotografischen UV Filter etwas Klebeband gelöst.

Achtet unbedingt auf ausreichenden Objektabtand. 10cm sollten es schon mindestens sein, sonst kommt man sich schnell mit Werkzeugen und dem Mikroskop in die Quere.
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon IPv6 » So 16. Sep 2018, 13:19

Nochmal Offtopic zu dem dubiosen Shop bitte:

Es gibt noch weitere Shops mit der gleichen Masche:
http://www.1628blog.de/

Die Wayback Machine sagt, dass da noch vor ein paar Monaten ganz anderer Content drauf war.
Also Seiten gehackt und irgendeinen dubiosen Shop aufgespielt.

Was kann man da dagegen machen?
Mir fällt spontan nur ein, über die Wayback Machine das Impressum der eigentlichen Seite, die mal drauf war rauszusuchen, dort anzurufen und den Admin ein wenig beschimpfen?
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon D2O » So 16. Sep 2018, 13:27

Zum Thema Löten:
So groß muss die Verggrößerung nicht sein. 10(-20) fach ist mir eigentlich schon zu viel.
Außerdem hängen Arbeitsanstand und Vergrößerung zusammen.

Auf einem Afu-Flohmarkt habe ich an einem Stand mit Kamerasystemen mit geringer Latenz gespielt, das sah zumindest brauchbar aus. Ob das beim Löten bezüglich 3D Sicht gut geht, weiß ich aber nicht.

Allgemein:
Es gab auf dem letzten CCC einen guten Vortrag zum Thema Mikroskopie: Wie fängt man an und mit was?
http://scienceblogs.de/diekleinendinge/ ... was/?all=1

Das bezieht sich nicht direkt auf das Löten, ist aber in den Grundlagen und bezüglich Kaufempfehlung relevant.
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon Chemnitzsurfer » So 16. Sep 2018, 13:35

IPv6 hat geschrieben:Nochmal Offtopic zu dem dubiosen Shop bitte:

Es gibt noch weitere Shops mit der gleichen Masche:
http://www.1628blog.de/

Die Wayback Machine sagt, dass da noch vor ein paar Monaten ganz anderer Content drauf war.
Also Seiten gehackt und irgendeinen dubiosen Shop aufgespielt.

Was kann man da dagegen machen?
Mir fällt spontan nur ein, über die Wayback Machine das Impressum der eigentlichen Seite, die mal drauf war rauszusuchen, dort anzurufen und den Admin ein wenig beschimpfen?


Im März war die Domain zu verkaufen, die werden dann teilweise von Bots recht schnell wieder registriert und da läuft dann seltsames Zeug drauf. Von Werbetafeln für Potenzmittel bis fake Shops kann das alles sein. deshalb würde ich wenn ich weiß, das ich ein Webprojekt einstelle, die Domain noch ein Jahr weiterlaufen lassen und nur noch eine Abschiedsnachricht anzeigen lassen, sodass Leute die die Seite absichtlich aufrufen, um zu schauen ob es was neues gibt informiert sind.
blog.PNG

Der entsprechende Blog wurde übrigens 2014 geschlossen und war wohl bis mitte 2017 online
https://web.archive.org/web/20170914083 ... 28blog.de/
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon IPv6 » So 16. Sep 2018, 13:44

So sah mir das in Webarchiev auch aus.
Sprich da ist nichts mehr zu machen, da die Domain verkauft wurde und der ursprüngliche Besitzer keinen Zugriff mehr hat.
Das würde aber bedeuten, dass die Leute hinter den Fakeshops Gebühren für die Domain bezahlen :D

Anders sieht es wohl bei isoliertechnik-nrw.de aus. Da war im März noch eine Website von einem Betrieb online.
Die haben allerdings keinen Anrufbeantworter. Vielleicht versuche ich da morgen nochmal anzurufen.
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon Chemnitzsurfer » So 16. Sep 2018, 13:55

Laut denic ist die Seite auf
ns5.resellerclub.com oder so gehostet, sprich irgendwo in Mubai. Da wird sich die Firma eine neue Domain besorgt haben ( http://www.pohl-isolierungen.de/ ) und die andere ist ausgelaufen / wurde vergessen zu verlängern. Dann geht das recht schnell. Ist mir selbst mal passiert, Domaine ausgelaufen, weil vergessen zu verlängern und nach 5min war ein Dildoshop aus Usbekistan darauf :roll: :lol:
Das wird jetzt aber zu oftopic. Hören wir lieber auf, ehe es dem Meister die Fußnägel aufwickelt. Wenn du fragen dazu hast gerne per pn
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon xoexlepox » So 16. Sep 2018, 14:41

Lupenlampe finde ich furchtbar, da verzerrt das Bild immer je nach Blickwinkel und meine Augen haben immer wieder Fokusprobleme.

Hast du schon mal einer Kopflupe (mit möglichst großen Gläsern, z.B. die von ELV) versucht?
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon IPv6 » So 16. Sep 2018, 14:44

Nein, ich kann mir aber gut vorstellen, dass es mit sowas deutlich besser wäre.
Ich hatte nur Lupenlampen an diversen Lötplätzen (nicht bei mir daheim) und kam damit überhaupt nicht klar.
Für mich privat lohnt sich ein Mikroskop nicht wirklich und ist auch viel zu teuer für einmal im Monat benutzen. Abgesehen von dem Platz, was das Ding braucht.
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon sysconsol » So 16. Sep 2018, 16:01

Beleuchtung: Ein Ringlicht kann man selber bauen.
PWM-gedimmtes LED-Licht kann bei hoher Vergrößerung schnell nerven.
Ein Polarisationsfilter ist fast Pflicht.
In den verlinkten Videos sieht man auch, warum.

Dienstlich habe ich mit okularlosen Mantis-Stereomikroskopen gearbeitet.

Muss ich doch mal mit Vergrößerung arbeiten, klemme ich mir eine "Uhrmacherlupe" vor das Auge (=Scanneroptik im Konstuffdeckel).
Ohne Brille.

Bild


So richtig gut ist das aber nicht.
Eine Lupenbrille, wie sie Chirurgen nutzen, wäre mir lieber.
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon reutron » So 16. Sep 2018, 16:43

Welches Video :?
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon sysconsol » So 16. Sep 2018, 18:19

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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon Trax » So 16. Sep 2018, 18:34

Also ihr meint 20cm Arbeitsabstand ist besser als 10? oki das hilft schon mal.
Cammea und kein 3d finde ich Käse, mit dem kleinem billig Mikroskop (immer hin Stereo) komme ich ganz ok zurecht und das 3d Erlebniss empfinde ich auch als sehr hilfreich.

Also was ist jetzt unterm strich?
bis 90x stufenlos verstellbare Vergrößerung mit 20 cm Arbeitsabstand,
und welchen Standfuß?

Wie wäre ed mit diesem hier: https://www.amazon.de/dp/B004U3MMMC/ref ... 16025&sr=3

oder doch lieber so einen: https://www.amazon.de/AmScope-Trinokula ... A419123031

LG
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon Dr. Snuggles » Mo 17. Sep 2018, 09:33

Hallo,
ich nutze beruflich für die Endkontrolle und Reparatur ein Steromikroskop von Olympus,VMZ Serie.
Es hat einen Vergrößerungsbereich von 1 bis 4fach und ein 10fach Okular.
Zum arbeiten mit Finepitch, 0402 usw. verlasse ich seltenst den Bereich von 10fach.

Zum Handbestücken bis 0402 nutzen wir Lupenbrillen je nach Gusto von 2-4 fach.

Gruß
Doc
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon alexander_d » Mo 17. Sep 2018, 09:48

zum Löten benutze ich das folgende Stereo-Mikroskop, welches preislich sehr interessant ist:
https://www.zujeddeloh.de/produkte/werk ... _4470.html

Ich habe den Fuß abgeschraubt und durch eine dicke Aluplatte ersetzt, so dass ich Leiterplatten plan auflegen kann. Ansonsten ist zur näheren Untersuchung von Lötstellen das Objektiv aus einem Diaprojektor sehr hilfreich als Vergrößerungsglas.

Gruß
Alexander
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon Bastelbruder » Mo 17. Sep 2018, 09:57

Bei Lupen und anderen optischen Geräten wird gern die Dioptrien-Angabe als Vergrößerungszahl mißbraucht Mit der verlinkten Brille arbeite ich lieber als mit einer entsprechenden Lupenlampe, die immer wieder dem Lötkolben im Weg ist.

Ohne 3D ist speziell irgendwelche Frickelei mit Fädeldraht ziemlich kacke, Mäuseköddel auf Platinen braten geht auch einäugig.

Und zum genaueren Beurteilen venezianischen Backwerks nutze ich gern eine Lupe mit schätzungsweise 20 Dioptrien.
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon reutron » Mo 17. Sep 2018, 13:27

Vergrößerung=(Dioptrien/4)+1
also benutzt du ein Lupe mit 6facher Vergrößerung...
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Re: Welches mikroskop für smd lötn?

Beitragvon Trax » Mo 17. Sep 2018, 19:18

alexander_d hat geschrieben:zum Löten benutze ich das folgende Stereo-Mikroskop, welches preislich sehr interessant ist:
https://www.zujeddeloh.de/produkte/werk ... _4470.html

So ein ganz ähnliches habe ich momentan aber das ich die Vergrößerung nicht stufen los verstellen kann stört mich massiv.
@uni habe ich so ein Leika teil bei dem man 5-45 verstellen kann und das ist echt genial.
Daher das verlangen nach was neuem.

LG
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