Häuschen-PV 6,2kWp

Der chaotische Hauptfaden

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Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Arndt » So 16. Sep 2018, 20:23

Kaum die erste Anlage am Netz, zwingen mich Umstände die ich nicht vertreten und erklären kann auf unserem Haus auch noch eine Anlage zu installieren. Zieltermin ist der 1.12., als Ärmel hochgekrämpelt und los geht's.
Manmanman, terminierte Projekte... das ist ja fast wie im echten Leben :lol:

So soll das mal aussehen:
Bild
Der Versatz beider Flächen hänkt mit der Sparrenaufteilung zusammen und da kann ich eher mit leben, als mit Profilen, die seitlich einen halben Meter unter den Modulen rausschauen.

Das haben wir am gestern geschafft, ist schonmal nicht schlecht, 31 Dachhaken sind verteilt.
Bild
Nun muss erst einmal die Satschüssel weichen, damit der Kreuzverband aufgebaut werden kann.

Als Generatoren werden 18 dieser Brummer hier zum Einsatz kommen: LG NeON LG335N1C-A5
335W pro Modul und mit Glasplatte

Der Umrichter wird ein Sunny Tripower 6000TL.
Bei dem überlege ich, den auf dem Spitzboden unterzubringen, wohl ist mir aber noch nicht so recht.

Speicher ist noch nicht entschieden, der Teil bleibt auch erstmal nebulös ;)

Mal sehen, erstmal konzentrieren wir uns auf die Aussenarbeiten, bevor das Wetter noch richtig herbstlich wird, ich werde berichten.
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon ESDKittel » So 16. Sep 2018, 21:20

Oh man, Du setzt einen echt unter Zugzwang, schon die zweite Anlage in der Mache, da muß ich mit meiner Anlage dringend auf die Tube drücken.
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Virtex7 » So 16. Sep 2018, 22:07

Leg die DC Leitungen runter, so lang die Spannung hoch ist, ist der Verlust geringer als bei Drehstrom.
6qmm DC Kabel ist relativ billig und kein Problem in der Verlegung...

den WR in der Hitze montieren halte ich für keine gute Idee.
Meiner hängt zumindest im Keller...
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Roehricht » So 16. Sep 2018, 23:18

Hallo,
der Dachboden ist ein denkbar schlechter Standort für ein WR. Hitze im Sommer , Brandgefahr im Fehlerfall. Man sollte da auch ordentlich dran arbeiten können . Also Kellerwand in Arbeitshöhe.
Bei der hohen Spannung Kabel durch Schutzrohr. Je ein Rohr für plus und minus getrennt. Kabel auf dem Weg nicht flicken, durchgehende Leitung, keine Schalt-oder Abzweigstellen auf dem Dachboden. Solche hohen Gleichspannungen sind unlustig wenn irgendwas schief zieht.

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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Kuddel » Mo 17. Sep 2018, 19:42

Oh man, du willst es aber wissen. Erst Boris, denn Du. Sollte ich erstmal mit Laubsägearbeiten anfangen ? :D
Ehrlich, gefällt mir sehr gut. Bin mal gespannt, ob und wie Du dich für die Akkus entscheidest. Ich habe vor solchen Energiepaketen viel Respekt.
Gruß
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Arndt » Mo 17. Sep 2018, 22:06

Vielen Dank für die Blumen, eigentlich wollte ich mich auch zurücklehnen und meine Heizung finaliseren... wollte...
Ich hoffe, ich kann das Rätzel bald aufklären, bis dahin dürft ihr gespannt bleiben.

Also der Kabelweg vom Dachboden nach unten (egal, ob AC, oder DC) soll durch den rechten Schornstein führen. Da hängt zwar im einen Schacht jetzt die Brennwerttherme dran, der zweite (alter Zuluftschacht) ist aber ungenutzt. Temperaturmäßig sollte das also nicht mehr so dramatisch sein.
Da wollte ich oben und unten also eine schöne Kernbohrung setzen und die Kabel in einem zusätzlichen Schutzrohr durchführen.
Keine Sorge, die Dolen haben keine Chance mehr, da sitzt ein Gitter oben auf dem Schornstein.
'Diese "Keller", von denen Ihr immer redet gibt es nicht :D, bleibt also nur der HWR und ob der der Umrichter da abfackelt, oder auf dem Dachboden macht jetzt keinen großen Unterschied denke ich, die Bude ist dann durch.
Der Dachboden ist bereits isoliert, aber noch nicht verkleidet, das wäre also noch zu tun und da würde ich wenn dann doppelt mit Faserzment (ist halt noch da) und Rigips verkleiden.
Mal sehen, der Umrichter soll übermorgen kommen.

Solche Kabel lege ich grundsätzlich ohne Flickstellen und Kupplungen (6mm² habe ich noch genug), allerdings möchte ich DC-Sicherung und Überspannungsschutz in unmittelbarer Nähe der Zellen installieren.
Da habe ich diese Sicherungshalter gefunden, die gefallen mir schon ganz gut und da ich nur einen String (mit fast 800VDC) habe will ich da nicht mit selbstgelötetem Zeug anfangen ;)
https://www.reichelt.de/photovoltaik-fso-10-3x38-sihalter-2-polig-aso-fso-2p-p113794.html?

AC-Seitig geht's dann mit 4mm² bis zum Sicherungskasten, fertig. -> so die Theorie, wir werden sehen :geek:
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Hightech » Di 18. Sep 2018, 06:47

Die WR möglichst an Orten einfacher Zugänglichkeit und niedriger Temperatur installieren.
Die WR gehen mit der Leistung runter wenn die warm werden. Deshalb ist der Dachboden nicht so gut.
Ein Wäschetrockner hat eine 10fache höhere Brandgefahr wie ein Solar-WR. Also HWR ist schon ok.
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Roehricht » Mi 19. Sep 2018, 18:43

Hallo,
Ich sehe keinen tieferen Sinn den Gleichstromkreis der Solarpanels mit Sicherungen zu schützen. Der Kurzschlußstrom ist nur wenig höher als der Betriebstrom. Solarpanels sind lichtgesteuerte Stromquellen .
Da sind Sicherung eher Kontraproduktiv weil wegen dem beim Abschalten entstehenden Lichtbogen eine echte Brandgefahr entsteht.
Wenn der WR abkackt und der Eingangskreis niederohmig wird ist die Anlage sicherer. Da passiert nix. Gut ist wenn der WR einen Gleichstromschalter hat der bei WR Kurzschluss selbigen sicher trennen kann. Den kann man dann unter Aufsicht betätigen.

Wenn man bei einer Solaranlage die gerade Vollgas Strom liefert die Verbindung trennt kann man ein bis zu 5cm langen Lichtbogen ziehen. Meine Anlage Zuhaus hat 600V Leerlaufspannung , da geht schon was.
Es macht nur Sinn den WR ausgangsseitig passend abzusichern, die Sicherung fliegt dann raus wenn die WR Leistunsschaltung den magischen Rauch ablässt.

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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Arndt » Mi 19. Sep 2018, 21:26

Hallo Wolfgang,
bei der Anlage hier gebe ich Dir recht, weil ich nur einen String habe, bei der Garagenanlage sollten die Stringsicherungen ein zusätzlicher Hosenträger für das Versagen der Diode sein.

Den DC-Überspannungsschutz möchte ich trozdem auf dem Dachboden installieren und von dortaus mit 16mm² grobdrähtigem PE bis zum Fundament.
Ich denke, dass die Erde des Untergestells den parallelen Weg nehmen wird.

Bilder folgen, Satschüssel ist versetzt und die Unterkonstruktion nimmt langsam Gestalt an ;)
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon duese » Mi 19. Sep 2018, 21:38

Vor welchen Überspannungen (woher) soll denn der Ableiter wen schützen?
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Arndt » Mi 19. Sep 2018, 21:48

Naja im besten Fall vor Induktion, wenn der Blitz in die Satschüssel schlägt :?

Keine Ahnung, ob der einen direkten Treffer aushält will ich nicht ausprobieren, angeblich können die Teile Blitzstoßströme von 12,5kA wegatmen...
https://www.elektromax24.de/dehn-kombiableiter-900061-dehncombo-ypv-bis-1000v-dc#
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon duese » Do 20. Sep 2018, 07:51

Gestern hab ich nur am Handy getippt, jetzt mit Tastatur gehts etwas ausführlicher:

Wenn in die Satschüssel ein Blitz einschlägt, bringt dann ein Überspannungsableiter noch etwas um die Module zu schützen? Die haben doch auch Leiterschleifen intern in denen etwas einduziert werden kann.

Wenn allerdings der Umrichter geschützt werden soll, dann sind die Überspannungsableiter auf dem Dach aber fehl am Platz. Dann sollten die direkt an den Umrichter. Stichwort Schutzbereich Überspannungsableiter. Blitzereignisse sind steilflankig. Deshalb darf die Spannung auf der Leitung nicht als konstant über dem Leiter angenommen werden sondern muss als Wanderwelle betrachtet werden. Deshalb kann die Spannung am Umrichter deutlich höher werden als die Schutzspannung des Ableiters wenn dieser auf dem Dach sitzt.

Das Ansprechen des Ableiters kann als Welle mit der Überspannung entgegengesetzter Polarität und doppelter Steilheit betrachtet werden die der Überspannung hinterher läuft.

Und zack sind wir auf einer DC Leitung im Voodoobereich...
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Toddybaer » Do 20. Sep 2018, 09:35

Wegen dem Blitzschutzzonen Ansatz gehört der Ableiter unter das Dach. Weil vermutlich her der Zonenübergang definiert ist.

Bei einem direkten Blitzeinschlag, schützt so ein Ableiter nur noch bedingt die Geräte, vermutlich wird irgendwas kaputt gehen.


ABER Dir brennt die Bude nicht mehr ab
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Arndt » Do 20. Sep 2018, 20:20

Das ist auch so ungefähr meine Argumentationskette.
Grundsätzlich geht es mir darum, dass man beim verlegen der PV-Kabel immer eine gewisse Luftspule bastelt, und so ein paar kA in unmittelbarer Nähe machen dann natürlich schon schön Musik.
Da die Kabel vom Dach bis zum Umrichter direkt parallel liegen, wird da nicht mehr viel passieren, daher ist der ableiter die meiner Meinung nach unterm Dach in einem Stahlkasten gut untergebracht.
Abgesehen davon habe ich dann im schlimmsten Fall 16mm² PE + 2*6mm² PV-Kabel zum ableiten eines Volltreffers :D
Ok, zugegeben, dass ist auch nur zurechtgelogen, da die PV-Kabel feindrähtig sind, die zerreißt es im Ernstfall... ;) Wenigstens haben wir es versucht, bisher war die Satschüssel nur über die Satkabel geerdet :?

AC-seitig wird der Umrichter durch Überspannungsschutz in der Hausverteilung geschützt, da ist die Gefahr sicher höher, als auf der DC-Seite.

Zwischenzeitlich haben wir die Satschüssel versetzt:
BildBild

Noch irgendwelche Löcher im Dach gestopft und die Unterkonstruktion fertig gemacht.
BildBild

Heute war denn auch Weihnachten
Bild
Umrichter und Module sind gekommen,
manmanman, wat für riesen Teile 100x168cm
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Arndt » So 23. Sep 2018, 20:26

So, dank des Wetters (und ein wenig Materialmangel) ist auch mal Zeit zum Nachdenken.

Nun habe ich hier noch ein kleines Knobelrätzel im Stringplan, vielleicht hat da noch jemand eine Idee, wie man die Dinger so verdrahtet bekommt, dass man Kabel spart.
Wichtigste Regel soll sein, KEINE Luftspule zu bauen..

Mein Plan sieht im Augenblick dieses vor, bedeutet aber, dass das rückführende Kabel ca 17m bis zum Dacheintritt sein muss :?
Bild
mein längstes hat noch 14m *grrr*
@duese, das kurze Kabel ist auch einer der Gründe für den Überspannungsschutz auf dem Dachboden :lol:
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Bastelbruder » So 23. Sep 2018, 20:44

B4..6 (die unteren drei) umdrehen und überall statt zickzack einfache Mäander legen.

also d3 c3 c2 d2 d1 c1 b1 b2 b3 c4 c5 c6 b6 a6 a5 b5 b4 a4

Wenn die Einspeisung bei d1 anfängt, könnte man Punktsymmetrisch bei a6 aufhören. Spart 4 mal die Höhe eines Elements.
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon TDI » So 23. Sep 2018, 21:18

Arndt hat geschrieben:Naja im besten Fall vor Induktion, wenn der Blitz in die Satschüssel schlägt :?

Keine Ahnung, ob der einen direkten Treffer aushält will ich nicht ausprobieren, angeblich können die Teile Blitzstoßströme von 12,5kA wegatmen...
https://www.elektromax24.de/dehn-kombiableiter-900061-dehncombo-ypv-bis-1000v-dc#


Durchschnittliche Blitze sollen Amplituden von ca 20kA erreichen.
Ich haben aber auch schon einen recht neue nach Norm gebaute Blitzschutzanlage auf einem Futtermittelwerk gesehen, die von einem Blitz regelrecht zerlegt wurde.
Ursache war kein Aufbaufehler der für 100kA ausgelegten Anlage, sondern einer der mit ca 3% seltenen, positiven Blitze, der in diesem Fall ca 320kA Scheitelstromstärke erreichte.
Kann halt auch mal dumm laufen und dann den Blitzableiter wortwörtlich durchbrennen lassen...
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Arndt » Di 25. Sep 2018, 21:55

@ Bastel, die Einspeisung wird irgendwo da zwischen D1-D3 sein. Ich habe die Verkabelung mal umgebastelt, meinst Du das so?

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In Version V1.1 (oben) änder sich nicht nichts an der Länge der gelben Leitung,
In Version V1.2 (unten) hätte das gelbe Kabel die kürzeste Länge.
Ach ich hatte vergessen zu erwähnen, dass die Anschlussleitungen jedes Moduls 2x1m Länge haben, d.h. die Verdrahtung zwischen den Modulen ist nicht das Problem, es geht also quasi nur um die Rückleitung. Da ist jetzt bei V1.2 der Experte gefragt, ob sich die beiden Loops zur Linken bzw. zur Rechten vielleicht gegenseitig aufheben ;) :geek:

@TDI, man steht halt zwischen den Fronten und wie man es macht, macht man es falsch, in der VDE steht auch nicht greifbares. ;)
ERDEN; gefolgt von NICHT Erden; gefolgt, MACH WIE DU ES FÜR RICHTIG HÄLST... aber ich denke ich werde es versuchen

Endstand heute ist folgender:
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Gestern noch mit meinem Bekannten Elektromeister den HAK und den Zähler aufgemacht und mal geschaut :shock:
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Er meinte, dass er streng genommen die Anlage jetzt stilllegen müsste, weil der PEN aus dem HAK via GN/GE auf den Zähler geführt wird...
TNC-S wird es erst über dem dem Zähler bei den Schraubsicherungen.
Ich glaub die Spezialisten, die das verbrochen haben waren alle besoffen :lol: Man sollte meinen, dass 1994 die Zivilisation schon soweit war, dass ... ach lassen wir das, nu wird alle besser/hübscher
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Hightech » Mi 26. Sep 2018, 06:58

Er meinte, dass er streng genommen die Anlage jetzt stilllegen müsste, weil der PEN aus dem HAK via GN/GE auf den Zähler geführt wird...

Zum Glück gibt es Meinungsfreiheit.
Lass ihn reden, den Depp.
Bei Neuanlagen darf man das nicht mehr machen, dort wird PEN im HAK aufgeteilt in PE/N und getrennt in gemeinsamer Ummantelung zum Zähler geführt.
Sonst gilt Bestandschutz bis zur Änderung der Anlage.
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Arndt » Mi 26. Sep 2018, 19:17

Hallo Boris,

nicht böse sein, aber ich muss an dieser Stelle wiedersprechen, bzw. etwas klarstellen/ besser erklären; Besagter Bekannter, der gestern auf eine Tasse Tee vorbei kam, ist ein langjähriger Freund und genießt mein vollstes Vertrauen! Nicht zuletzt ist er noch ein Meister "der alten Schule", der weiß wovon er redet und hat in Kreis WHV schon VIEL erlebt :D
Der würde niemals wegen irgendwelcher Vorschriften spontan eine Bestandsanlage still legen, solange nicht Leib und Leben in Gefahr sind!

Wir haben uns die Installation gemeinsam angesehen, damit wir den Materialaufwand abschätzen können und schlussendlich wird er die neu erstellte Elektroinstallation auch abnehmen.
Dabei haben wir eben diese "Kuriosität" zwischen HAK und Zähler entdeckt und festgestellt, dass der PEN erst irgendwo kurz vor dem FI aufgeteilt wird, was (soweit ich weiß) per se falsch ist, weil dies auch schon 1994 bei der Erstinstallsation anders hätte gelöst werden müssen.
Grundsätzlich ist die Elektroinstallation in unserem Haus vom dem damals ausführenden Gewerk allenfalls laienhaft ausgeführt und vom Vorbesitzer verschlimmbessert worden...
Ja, man hat schon schlimmeres gesehen, aber bei einem so "jungen" Haus erwartet man halt etwas anderes ;)

Das bedauerliche ist an dieser Stelle (ein Hoch auf das arrogante deutsche Handwerk), dass man sich damals -wie auch heute bei der Garangen-PV so passiert- ein Fachunternehmen ranholt und teures Geld für "Qualität" bezahlt und dann wird so eine "sch..." abgeliefert...
Ich traue mich nicht, hier Bilder von der Schande aka "Sicherungskasten" bei meinen Schwiegereltern zu zeigen! Könnte mir in den gluteus maximus beißen, dass wir das fremdvergeben mussten.
Ergo mein Lieblingsmotto: "Wenn man will, dass etwas vernünftig gemacht wird, dann mach es selber!"
Ist auch der Grund, warum ich dieses Forum so liebe, weil hier kompetente Leute sitzen, die nicht GELDVERDIENEN auf der Stirn stehen haben, sondern innovative, solide und langlebige Lösungen suchen und gemeinsam FINDEN! :D In diesem Sinne: *Prost* :lol:
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Arndt » Mi 3. Okt 2018, 22:16

Junge, das war mal eine Aktion *schwitz* Aber es hat sich gelohnt, wir machen Strom aus Sonne! :D

Zunächst musste der Schornsteinfeger bestätigen, dass ich die Kabel durch den freien Zuluftschacht legen darf, da dieser wegen der Brennwerttherme nicht (und vorher auch nie) gebraucht wird.
Check! Also Löcher reingebrüllt und Lehrrohre gezogen. Denkste, die Dohlen hatten da eine Menge Astzeug entsorgt...

Oben auf dem Spitzboden
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Unten im HWR ließ sich nur zwischen den Heizungsrohren bohren, weil ich sonst ggf. den Aktiven Abgasschacht angebohrt hätte... passt aber prima, weil da später eine Blende vor sitzt.
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Offenbar haben die Tierchen verschiedene Etagen geplant ;)
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Der Versuch das mit einer langen Fiberglas-Zeltstange nach unten zu schieben war zum Scheitern verurteilt, ich konnte die Stange aber nach unten durchstechen.
Da habe ich dann ein langes Seil (doppelt so lang, wie der Schornstein) angebunden und mittig ein Holzklötzchen.
Schlussendlich haben wir das dann mit vereinten Kräften immer wieder hoch und runter gezogen und unten den Müll rausgeholt, bis das gröbste weg war.
Der Vorschlag vom freundlichen mit einem alten Lappen und Benzin nachzuhelfen war verlockend, hätte aber zu lange gedauert :? ;)
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Für die Dacheinführung der Kabel habe ich beide in getrennten Wellrohren geführt, zum einziehen dann das Spielchen mit dem Staubsauger (Schwiegervater auf dem Dachboden und ich draussen) Man, was für eine Sirene :lol: :lol:
Besorgniserregender Weise hat keiner der älteren Nachbarn den geflöteten "Lufschutztalarm" verstanden und die Flak aus dem Schuppen geholt :( :lol:
Egal, das übern wir zu Sylvester nochmal! Vielleicht wird das dann was mit der Karbid-Artillerie :idea: :mrgreen:

So, BTT, Aussenarbeiten weitestgehend fertig! Kabellage im Haus ist noch... äh.... sagen wir mal "Provisorisch". Netzanschluss erfolgt morgen.
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Erste Lebenszeichen:
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Arndt » Do 4. Okt 2018, 21:51

Heute kam der Sturz über der Tür der Versorgungssektion dran
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Hat auch geklappt, trotz großer Sauerei...
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Doch es gibt einen Schwerverletzten
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Trotz super Verkleidung mit Malerfolie hat es ein Stein unglücklich geschafft, dem Zähler den Schädel einzuschlagen *grrrrr* :cry:
Staubsauger oben reingehalten, zugeklebt und erstmal die Störungsstelle angerufen und gemeldet, dass ich ihr Eigentum kaputt gemacht habe.

Er läuft noch und da er in ein paar Wochen ohnehin durch einen Zweirichtungszähler getauscht werden muss, sehen wir morgen mal, was der gute Mann vom Netzbetreiber dazu sagt ;)
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Arndt » Di 16. Okt 2018, 20:53

So, wo waren wir stehen geblieben?

Die Unterverteilung musste neu, also ran an den Speck und das unausweichliche in Angriff genommen:
Erstmal einen Draht nach dem Anderen runter und geschaut, wo das Licht ausgeht, irgendwann waren dann keine weiteren Leitungen mehr da :?
Nein, natürlich nicht zwei Kabel über und nirgenwo mehr Strom..... :roll:
Egal, das kriegen wir schon noch raus....

Der Moment größter Entropie:
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Und die Rekonstruktion für eine bessere Welt, damit sich die Stromtierchen in Zukunft mit Wohlwollen durch unser Haus bewegen:
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Den Zielort eines der übrigen Kabel konnte ich dann doch noch herauskriegen, bei dem letzten handelt es sich vielleicht um die Beleuchtung des noch nicht gefundenen Kellers ;)

Nun fehlt "nur" noch die Abnahme durch die EWE und das ing geht in Betrieb. *froi*

Der Netzbetrieber hat sich noch in keinster Weise für den zermatschten Zähler interessiert..... scheint alos nicht weiter relevant :?
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Chemnitzsurfer » Di 16. Okt 2018, 21:07

Die alter schwarzen Ferais werden doch eh nicht mehr neu verbaut, wenn die Eichfrist rum ist werden die kaum noch wiederaufbereitet ( Stichwort Smartmeter ab letzten Jahr wenn mehr wie 10.000 KWh/ Jahr verbraucht werden und am 2020 muss ab 6.000 KWh/ Jahr eine "modere Messeinrichtung" verbaut werden )
https://www.eon.de/de/eonerleben/smart- ... hland.html
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Re: Häuschen-PV 6,2kWp

Beitragvon Arndt » Di 16. Okt 2018, 21:18

Ja schon, aber das Ding blieb bislang immer stehen, weil da Dreck reingefallen ist...
Bis zum Umbau in die neue Unterverteilung war der auch noch Verplombt und daher auch "nicht abnehmbar", da sollte sich der Eigentümer m.M.n im eigenen Interesse kümmern.
Vielleicht sagen die sich aber auch, dass zwei bis drei Wochen kein Verlust sind, wir sind ja schließlich keine Großverbraucher ;)
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