[Abgeschlossen] Dieselmotor instand setzen

Der chaotische Hauptfaden

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Matt
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Re: Dieselmotor instand setzen

Beitrag von Matt » So 5. Apr 2020, 19:35

Kupferring ?

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MatthiasK
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Re: Dieselmotor instand setzen

Beitrag von MatthiasK » So 5. Apr 2020, 21:59

Die Verbindung zwischen Leitung und Düse sieht aus wie ein Bremsleitungs-Bördel. Vielleicht ist es auch einfach ein F-Bördel, die auftretenden Drücke sind ja vergleichbar. Eine Kupferdichtung passt da nicht.

unlock
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Re: Dieselmotor instand setzen

Beitrag von unlock » Mo 6. Apr 2020, 14:50

Leitung sollte beim anziehen spannungsfrei bzw gerade gegenüber dem Nippel sein, wenn angezogen kann wieder Spannung anstehen.

basti1
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Re: Dieselmotor instand setzen

Beitrag von basti1 » Mo 6. Apr 2020, 21:09

Vor dem Problem steh ich auch. Hab nun schon 2mal das einspritzgeweih gewechselt und immer wieder erster Zylinder direkt an der Einspritzdüse. Will nun nochmal die Düsen wechseln und schauen was dann passiert.


MFG sebastian

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MatthiasK
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Re: Dieselmotor instand setzen

Beitrag von MatthiasK » Fr 17. Apr 2020, 22:57

Nachdem ich nach dem letzten Probelauf vor 2 Wochen alle Verschraubungen für Druckdiesel nachgezogen hatte, habe ich heute noch mal eine 12km-Runde gedreht. Die Verschraubungen hatte ich mit etwas Papier umwickelt, damit ich erkennen kann, welche wirklich undicht ist und nicht der Diesel einfach vom Fahrtwind woanders hin geblasen wird. Ergebnis: Alles trocken und keine Dieselspuren.

Was mich ein bisschen wundert: Vor 2 Wochen haben sich richtige kleine Pfützen gebildet. Die waren jetzt weg, obwohl ich beim letzten mal die nicht weg gewischt hatte (war mir einfach zu spät abends). Hat Diesel einen so hohen Dampfdruck oder hat der Hallen-Marder das Zeug aufgeleckt?

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Re: Dieselmotor instand setzen

Beitrag von MatthiasK » Di 21. Apr 2020, 23:31

Um die Bremsen jetzt noch gleichmäßig frei zu bekommen, habe ich gestern eine kleine Tour durch den Odenwald gemacht. Waren am Ende 60km bei ca. 1:30 reiner Fahrzeit. Google meint man fährt die Strecke in 1:17, da war ich überraschend flott unterwegs, obwohl ich selten die erlaubte Geschwindigkeit gefahren bin. Am Berg hat man schnell gemerkt, dass der die gleiche Leistung bringt, wie der 1l-Benziner in meinem kleinen roten, aber das doppelte Gewicht bewegen muss. Und bergab hat sich schnell die Aerodynamik eines Wohnzimmerschranks bemerkbar gemacht: Ich musste kaum bremsen.

Auf dem Rückweg bin ich dann noch in eine Polizeikontrolle geraten. Aber die Polizisten waren zum Glück nur neugierig, was für ein Fahrzeug das ist. Sie wollten nicht mal den Führerschein sehen und haben zum Glück auch nicht gemerkt, dass die HU schon seit fast zwei Monaten abgelaufen ist. :mrgreen:

Das einzige Problem, das auf der ganzen Fahrt auftrat, war nur ein gelegentlich quietschender Keilriemen bei starken Drehzahländerungen. Wahrscheinlich war es der von der Lichtmaschine, der kam mir anschließend auch etwas locker vor. Alles scheint dicht zu sein, dann kann ich wohl endlich mal zum Kesselprüfer.

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Finger
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Re: Dieselmotor instand setzen

Beitrag von Finger » Mi 22. Apr 2020, 10:25

Was isses denn überhaupt für ein Auto?

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Re: Dieselmotor instand setzen

Beitrag von Matt » Mi 22. Apr 2020, 10:50

Peugeot P4,

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Re: Dieselmotor instand setzen

Beitrag von MatthiasK » So 24. Mai 2020, 17:36

Endlich habe ich den orangen Bepper hinten.
DSC_0002km.JPG
Es hat erst im zweiten Anlauf geklappt, u.a. war während der langen Standzeit ein paar mal bei Starkregen Wasser neben das linke Hinterrad getropft. Dass mochte der Bremszylinder nicht (Betriebsbremse 50%, Handbremse 10% von der Bremswirkung rechts). Außerdem wurde bemängelt, dass beim Bremsen zu viel Licht zu den Tarnleuchten raus scheint. Die Franzosen haben diesen Teil der Rücklichter bis auf die Fassungen komplett leer geräumt - jetzt fehlen die Trennwände. Da das bei der Abnahme kein Problem war und der nächste Prüfer das evtl. wieder ganz anders sieht, habe ich einfach Trennwände aus Pappe geschnitten, die halten bis zur Nachprüfung. :mrgreen:

Rückblickend weiß ich jetzt, was das Problem war: Ein Ventil hing bei höheren Drehzahlen. Das wurde leider nicht erkannt und erst auf die verschlissenen Pleul-Lager geschoben. Die Lager sahen auch wirklich böse aus (kein Wunder, bei bis zu 0,2mm zu flachen Pleulaugen). Vielleicht hätte ich das aber nie erfahren, wenn gleich die Ventile als Ursache erkannt worden wären.

Da der P4 eines der am wenigsten bekannten Modelle von Peugeot ist (durfte nur in Frankreich und ein paar ex-Kolonien verkauft werden), hier mal ein Foto vom Arbeitsplatz des Motors:
P4.JPG
Für mich ist das Projekt jetzt abgeschlossen, es sind nur noch einige der üblichen Restarbeiten (v.a. Werkzeug putzen) zu erledigen. :D

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