Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthread

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Nello » Mi 27. Feb 2019, 20:37

Die sind durchaus unterschiedlich dick. Die Dicke der Saiten entspricht (bei stehendem Instrument von links nach rechts) H G H E auf der Gitarre. Gestimmt wird das Ding auf G C E A. Die Saite ganz links ist also nicht die tiefste!

Das ist ziemlich verwirrend, aber ich muss ja nicht drauf spielen.
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Raja_Kentut » Do 28. Feb 2019, 19:07

schickes Teil wieder einmal!...also bist Du auch ein Bauerabernichtspieler :-)
Deine Brücke und Steg sehen "glatt" aus, ist das so?
Ich hab Schwierigkeiten nicht schnarrende Kerben für die Saiten hinzukriegen - sind die am Ende eh' überflüssig?
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Toddybaer » Do 28. Feb 2019, 20:50

Wieso muss ich gerade dadran denken ?

https://youtu.be/Xs4LF8QnELM
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Nello » Do 28. Feb 2019, 21:13

Toddybaer: Großartig! :-D

Brücke und Steg? Das sind doch Synonyme.

Also: Der Sattel ist ein Stückchen Messingprofil, mit der Schlüsselfeile gekerbt. Da hätte ich gern was präziseres, vielleicht mache ich das in Zukunft mit einem kleinen Sägeblatt auf der Fräsmaschine. Brücke und Saitenhalter sind aus einem Stück M 10 Gewindestange gedreht, gefräst, gebohrt und mit dem Dremel und Polierwachs auf Glanz poliert. Ja, die Brücke ist glatt, die seitliche Position der Saiten wird durch den Saitenhalter garantiert, dessen Bohrungen im Abstand der Polschuhe des Pickups liegen.
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Kuddel » Fr 8. Mär 2019, 10:41

Mal nur aus Interesse: Wie lange/oft übt Ihr?
Ich übe jeden Tag so 5-10 Minuten Klavier, habe vor knapp einem Jahr angefangen (gefühlt bin ich aber noch bei Null :D ).

Gruß
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Gobi » Fr 8. Mär 2019, 11:00

Ich habe das Spielen gerade wieder komplett eingestellt.
10 Minuten kommt mir erstaunlich kurz vor!? Wenn ich denn mal spiele gehts nicht unter 1/2 -1 Stunde ab, ausser ich bin superfrustriert. Ich kann mir eigentlich gar nicht vorstellen, das man nach 10 Minuten schon "reinkommt" ?
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Später Gast » Fr 8. Mär 2019, 15:01

Also ich versuche täglich auf über 30 Minuten zu kommen. Wenn ich viel spiele bin ich auch "sofort" da und brauche nicht ewig zum einzocken. dann gehen auch mal 5 Minuten zwischen Tür und Angel. Momentan darf ich fachfremd Musik unterrichten, da bekomm ich auf Arbeit 'kostenlos' einiges an Spielzeit zusammen, auch wenns nicht die Stücke sind, die ich gerne üben würde. Rythmus, Handling, und dass ich die Musik quasi nebenher mache, (erste Aufgabe ist Klasse ruhig stellen und halten) bringt einiges an alltäglicher Musikpräsenz oder wie auch immer man es nennen will. Auch wirklich einfache Rythmusübingen zu Viertel- und Achtelnoten bzw -pausen mit ner dritten Klasse bringen mir spürbare Trainingseffekte.
Beim Campingurlaub in den Sommerferien hab ich immer ne Gitarre dabei und übe täglich nicht unter ner Stunde. Da komme ich immer massiv voran und hab nen Haufen Ideen.

Will sagen, jede Beschäftigung mit Musik ist Übung, man muss nicht zwangsweise immer am Instrument sitzen um voran zu kommen. Wenn du immernoch das Gefühl hast, ganz am Anfang zu stehen, macht eine gezielte Anstrengung evtl Sinn, dass du über eine gewisse Schwelle kommst, wo es sich nicht mehr nach Stümperei anfühlt. Geht ja auch darum, dass man sich irgendwie selbst bei Laune hält; wenn man ständig nur das Gefühl hat irgendwo im Trüben rumzudümpeln machts irgendwann keinen Spaß mehr und man lässts sein. :|

Bei mir wars mim Klampfen so: Hab mit 27 (jetzt 38)angefangen, und mir von nem Kumpel zeigen lassen, wie man ne Klampfe überhaupt hält, 2-3 Akkorde und ein kleines von ihm selbst komponiertes Stück gelernt. Hab von Tag 1 an immer auch selbst komponiert und erst später angefangen bekannte Stücke nachzuspielen. Die Beschäftigung mit der eigenen Musik ist für mich der eigentlich treibende Faktor. Im Moment versuche ich meine beiden musikalischen Hobbies Gitarre und digitale Musikproduktion zusammenzubringen. Bin an beiden Fronten mit meinen Leistungen unzufrieden und muss mehr üben :roll:

Üben üben üben!
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Gobi » Fr 8. Mär 2019, 15:25

jede Beschäftigung mit Musik ist Übung

ich scheitere am Notenlesen, das will mit nicht in den Kopf. Und dann die offene Stimmung, mit der ich seit Jahren rummache - empfinde ich auch gerade als Sackgasse. "Mal eben was nachspielen" ist dann eben nicht.
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Propeller » Fr 8. Mär 2019, 15:37

Ich muß absolut den Kopf frei haben sonst kommt überhaupt nichts bei raus. Momentan ist durch mein Busprojekt und berufliche Neuorientierung ans Üben gar nicht zu denken. Meist überkommt es mich dann nach einem halben Jahr plötzlich und ich mache ganz gute Fortschritte, nur um das alles im nächsten halben Jahr so gut wie völlig zu vergessen. :(
Inzwischen versuche ich mich damit abzufinden, daß es mir liegt Instrumente zu bauen, aber als Musiker scheine ich wohl eher weniger zu taugen. Ich besitze mehr Gitarren als ich Akkorde kann...
Irgendwie ziemlich frustrierend.
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Später Gast » Fr 8. Mär 2019, 16:52

Mit Notenlesen isses bei mir auch nicht weit her. Ich brauchs halt auch einfach nicht. Gut, jetzt müsst ich Leuten erklären wie's geht, da wärs net schlecht... :D

Die Basics dafür sind schon da, also ich weiß wie's geht, aber ernsthafte Praxis kommt bei mir nie im Leben zustande, ich muss Notenlinien zählen bis ich weiß, was das für n Ton sein soll.

An der Gitarre hab ich entweder Akkorde und das sind überschaubar viele (E A G C D F, nochmal in moll, die Siebener reichen on demand zum nachschauen), oder ich spiel nach Tabs. Was das angeht hat mir "Das Ding" sehr geholfen. Die Gesangsmelodie hat man im Ohr, Akkorde kann man hinten nachkucken und dann einfach solange rumdudeln bis das läuft.

Bei meinen eigenen Sachen gibts keine Notation punkt. Kostet nur Zeit. Noten sind an der Gitarre eh begrenzt nützlich, weil nur mit der Note noch lange nicht klar ist, welche Saite und welche Technik verwendet werden soll. (Picking vs Strumming, hammer-on, pull-off, Flageolet, offen gegriffen oder Barré usw.)

Im Grunde genommen isses wie beim Frickeln. Keine Ahnung von Programmierung in C aber du brauchst jetzt n Arduino-Sketch für ne PWM für dein Beleuchtungsprojekt, Also klickt man sich ne krude Kopierpaste zusammen, die man gerade so irgendwie versteht. Wenn man dann mehr braucht, muss man eben mehr verstehen und so schafft man sich mehr Wissen an. Wenn ich also nicht notenlesen kann, hab ichs bisher auch noch nicht wirklich gebraucht, sonst hätt ichs mir schon draufgeschafft. :P

Und Akkorde vs Gitarren ist auch keine belastbare Metrik, nachdem Gitarren sone mystische schlumpfartige Vermehrungstechnik verwenden. :lol:
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Nello » Fr 8. Mär 2019, 17:03

Üben? Üben?! Echt getz?
Okay, im Ernst. Zunächst mal zu den Noten: Man muss sich entscheiden. Will man Klassik spielen? Dann geht's nicht ohne. Für alles andere gilt, es geht nicht mit. So jedenfalls durchgängig meine Erfahrung mit Notisten, die stets noch damit überfordert waren, mal ein paar Takte Solo über ein einfaches Akkordschema zu improvisieren, geschweige denn mal einfach drauflos zu spielen und auf der Gitarre nachzudenken oder schlicht die Sau rauszulassen.

Als Blueser oder Rocker braucht man am Anfang nur ein paar einfache Sachen. Die Moll-Pentatonik, die Dur-Pentatonik, eine Handvoll Rhytmus-Licks und das Blues-Schema. Und natürlich die zehn bis zwanzig wichtigsten Akkorde - um die zu lernen, grölt man ein paar Lieder. Diese Sachen muss man gezeigt bekommen, zum Beispiel von Marty Schwarz auf YouTube - ich halte ihn für wirklich gut.

Wenn man die Anfänge beherrscht, kommen ganz von alleine die Experimente. Was passiert, wenn ich hier so mache? Wie klingt das, wenn ich den Akkord mal verschiebe? Und anschließend mit dem hier kombiniere?

Ist das üben? Dann mache ich das etwa eine Stunde pro Woche. Ich empfinde das aber nicht so. Andererseits habe ich auch niemanden, mit dem ich zusammen spielen könnte, was mir oft sehr fehlt. Das wäre natürlich eine andere Situation, denn dann kommt schnell der Wunsch, etwas bestimmtes nachspielen zu wollen. Das kann ich gar nicht, ich habe kein Repertoire oder so was und spiele grundsätzlich nicht an Lagerfeuern.

Ein Looper ist etwas, das man als Gitarrist haben sollte. Meiner ist beim ersten Einschalten abgekokelt ...
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Nello » Fr 8. Mär 2019, 17:06

Nachtrag: Kuddel, Du solltest Dich auf Boogie verlegen. Dann musst Du nur eine Sache können: links rollen. Das aber richtig. Dafür bist Du dann normalerweise im Umkreis von 200 km der einzige, der das drauf hat.
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Kuddel » Fr 8. Mär 2019, 19:14

Hallo zusammen,
vielen Dank für Euro Einschätzung und Berichte.
Ich bin erstaunt, wie viel Spaß es macht. Klar habe ich schon Fortschritte gemacht. Bin ja bei Null angefangen. Hätte aber gedacht, dass nach einem Jahr "Amelies Welt" und Beethovens Sonate schon sitzen würde. ;) Habe so 4-6 einfache Stücke, mit denen ich zusammen mit meiner Frau rumspiele.
Es ist auch mein erstes Hobby, dass ich wirklich so durchziehe, und wirklich jeden Tag dabei bin. Schafft kein Gärtner :D
jede Beschäftigung mit Musik ist Übung

Ja, das sehe ich auch so.

Gobi hat geschrieben:ich scheitere am Notenlesen, das will mit nicht in den Kopf.
Wollte bei mir zuerst auch nicht.
Daher habe ich mir selbst ein paar Eselsbrücken gebaut, funzt ganz gut. Kann ich gerne auf dem Treffen zeigen.
Gruß
Kuddel
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon ichwersonst » Fr 8. Mär 2019, 19:23

Propeller hat geschrieben:Inzwischen versuche ich mich damit abzufinden, daß es mir liegt Instrumente zu bauen, aber als Musiker scheine ich wohl eher weniger zu taugen. Ich besitze mehr Gitarren als ich Akkorde kann...
Irgendwie ziemlich frustrierend.


Mach dir nix draus, bei mir ist das genauso.
Wenn ich eine meiner Klampfen in die Hand nehme, kommen auch meistens nur schräge töne raus.
Manchmal entsteht mal zufällig etwas Melodie-ähnliches, dann bin ich glücklich.

Tu was dir Spaß macht

Gruß
Pit
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Gobi » Fr 8. Mär 2019, 20:17

Propeller hat geschrieben:Ich besitze mehr Gitarren als ich Akkorde kann...

:mrgreen: hehehe, super Spruch. Ich sag mal so, die ganze Bastler-Szene, besonders bei den Effekten, ist voll von solchen Leuten wie wir, wird nur natürlich nicht so gerne zugegeben. Einigermaßen abgefunden hab ich mich inzwischen damit eher auf der Bastler Seite unterwegs zu sein. Aber ist doch auch klar, wer gut spielen kann, kommt wenig auf die Idee da noch irgendwas zu modifizieren - umgekehrt scheint das immer mal wieder die (temporäre) Lösung.

Noten bringen für Gitarre wirklich erstmal nichts - mir ging es eher darum Harmonielehre usw. besser zu verstehen und da kommt man an den blöden Dingern nicht vorbei. Gerade das Verwechseln mit Tabulatur (nein, die Linen sind nicht die Saiten :roll: ) macht es für den Gitarristen so schwer. Zudem scheine ich aber einfach Notenlegastheniker zu sein :roll:
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Gobi » Fr 8. Mär 2019, 22:45

Nachtrag: wir sollten uns darüber nicht grämen, sondern versuchen gerade das zur Kunstform zu erheben!
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Raja_Kentut » So 10. Mär 2019, 13:30

genau. Kunstform.
Ich bin immer noch dabei gezielt die einzelnen Saiten zu treffen. Das blöde Plektrum verrutscht dauernd zwischen meinen Fingern... Ich hoffe ja immer noch das beim Treffen einige Exponate zu sehen und hören sein werden. Ich bringe auf alle Fälle meine Sammlung an Fakiren und Klampfen mit. Und hoffe auf Tipps...
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Gobi » So 10. Mär 2019, 22:45

Schmeiße versuchsweise Dein Plektrum auf Seite und lass dir rechts die Nägel etwas länger wachsen und versuche es mal mit Picking, das halte ich für deutlich interessanter
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Nello » So 17. Mär 2019, 19:11

Jetzt mal ganz was anderes. Ich hab's hier irgendwo ja schon mal geschrieben: Ich habe eine Gitarre, an der ich hänge wie an keiner anderen. So ein Ding mit richtig langer Geschichte. Es ist nicht meine einzige (natürlich nicht :lol: ), aber diejenige, auf die ich immer wieder zurückkomme. Die hier:

hopf01.jpg
Hopf Allround 1964


Ob das mit dem '64er Baujahr so genau stimmt, weiß ich gar nicht mal. Dazu müsste man den Hals abnehmen, dann kommt eine Seriennummer zum Vorschein, und bei den Quellen im Internet heutzutage kenne ich wenig später wahrscheinlich auch noch die Personalnummer des Mitarbeiters, der das Ding zusammengeleimt hat.

Aber darum geht's mir jetzt gar nicht. Es gibt zwei Dinge an der Gitarre, die ich schon sehr lange mal angehen möchte, und wenn Ihr mir helfen könnt, würde ich sie dazu gerne zum Treffen mitbringen. Das ist zum einen der Halspickup. Der hier:

hopf02.jpg
Tut nicht: Halspickup.


Der ist seit langer Zeit schon stumm. Kein Durchgang. Einfach so abwickeln, bis der Draht an einer Stelle durch ist, kann man den Tonabnehmer aber nicht. Hinten ist ein Blechdeckel drauf, der rundrum zugelötet ist. Das würde ich zwar machen, aber es wäre schön, wenn ich dann auf die Erfahrung und Unterstützung von Raja beim Neuwickeln zählen könnte.

Das zweite sind die Rahmen, mit denen die Tonabnehmer montiert sind. Die waren ursprünglich aus dünnem Plastik, das natürlich schon längst zerbröselt ist. Ich habe mir mit grob in Form gebogenem Kupferblech beholfen, zu einer Zeit, als an 3D-Drucker noch nicht zu denken war. Es wäre toll, wenn mir jemand die Rähmchen drucken könnte. Vorab wäre zu klären, ob das überhaupt möglich ist, weil die Wandstärke wahrscheinlich sehr dünn bleiben muss.

Wenn ich dann auch noch zum Spielen komme, wäre es perfekt.
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Gobi » So 17. Mär 2019, 19:18

Mit viel, viel , viel Glück kann man den Toabnehmer noch mal reparieren und zwar dann, wenn wie so oft der Draht direkt am Durchgang abgerissen ist. Stell Dich aber besser mal auf neu wickeln ein. Ist auch kein Hexenwerk - ausser Du bestehst auf 100% Originalität. Ansonsten kann man sich grob an der Drahtstärke und "wie viel eben draufgewickelt ist" orientieren. Meiner Meinung nach reicht das. Je nach Bauart ist das Basteln eines Wickelkörpers die größte Arbeit.

Ich finde Dein Kupferblech eigentlich total sinnvoll - ich würde es lassen!
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Raja_Kentut » So 17. Mär 2019, 23:23

beim Wickeln helf ich bei Bedarf gerne- das Problem ist der Wickelkörper...
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Nello » Mo 18. Mär 2019, 15:52

Toll, das ist ja schon mal was. Wieso Wickelkörper? Bleibt der nach dem Abwickeln nicht übrig. Ach so, oh je ... ich weiß noch nicht, ob die Wicklung vergossen ist, Bienenwachs, Feenschmalz, das wäre natürlich eklig. Dann kann man nicht mal zählen, wie viele Windungen das sind. Also demnächst mal nach schauen.

Auf Originalität kommt es nicht an, an der Gitarre ist eh nicht mehr viel, wie es mal war. Das ist auch völlig okay: Früher hab ich nicht drüber nachgedacht, wenn ich was getauscht habe, heute sehe ich darin eine sinnvolle Entwicklung.

Die Kupferblechrähmchen mag ich nicht, weil sie in den Ecken nicht geschlossen sind. Beim unteren habe ich mich seinerzeit sogar verschnippelt, da sind die kurzen Seiten teilweise offen. Murks. Nein, das muss neu. Vielleicht doch nochmal Blech, ich werde doch wohl noch eine blöde Abwicklung hinbekommen. Normalerweise könnte ich ja einfach welche aus dem Zubehör bestellen. Die Tonabnehmer haben aber keine Standardmaße, da hilft nur selber schnitzen.

Ähm. Holz?
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Roehricht » Mo 18. Mär 2019, 16:03

hallo,
den Draht wickelst du nicht ab. Das ist 0,05mm Ø. Du bist froh wenn du das Ende findest. Beim Neuwicklen ähnlich. Ein Hauch von einem Ruck und der Draht ist ab... Also ähh passenden Draht habbich hier . Die Spule sieht aus wie ein Kupferblock, erst beim genauen Hinkucken sieht man denn doch das es Draht ist.

Ein 1kg Rolle, Drahtlänge einmal Mond und Zurück. :mrgreen:

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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Nello » Mo 18. Mär 2019, 17:03

Hallo Wolfgang,
Roehricht hat geschrieben:... den Draht wickelst du nicht ab.

das riecht nach Missverständnissen seinerseits. Bis jetzt nahm ich an, wenn von außen keine Unterbrechung sichtbar ist, muss in der Wicklung an irgendeiner Stelle der Draht durchgefault sein.

Allerdings: Warum sollte er das tun?

Wenn ich damit falsch liege und das lose Ende gleich nach Ablöten des Deckels zum Vorschein kommt, um so besser. Lust auf Kupferhaar hab ich nicht unbedingt.
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Re: Der Gitarren & Musikinstrumenten- Lern- und Frickelthrea

Beitragvon Bastelbruder » Mo 18. Mär 2019, 18:09

Der Draht fault bloß an Flickstellen. Die könnten sich aber durchaus im Inneren der Wicklung befinden.

In meiner Telefonlehre hab ich gelernt, Wicklungsanfänge und -Enden dreifach oder fünffach zu nehmen, zu verseilen und davon mindestens eine Windung aufzuwickeln bevor man das Ende mit einem Faden festbindet. Wenn man das Ende des Kupferseils abschneidet und verzinnt, ist dann aber trotzdem bloß ein Litzendrähtchen elektrisch aktiv. Und zwischen den Litzen könnte sich langzeitaktives Flußmittel angesammelt haben ...
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