Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Der chaotische Hauptfaden

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Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon Julez » Sa 18. Mai 2019, 10:46

Moin zusammen, ich hab mir mal was tolles gegönnt, einen Honda EU22i Stromerzeuger. :)
Da ich dazu tendiere, meinen Krempel übermäßig zu verhätscheln, soll es auch hier nicht anders sein. Deswegen mache ich mir nun Gedanken darum, wie ich den Motor gut einlaufen lasse.
Im Netz liest man gelegentlich die Vorgehensweise, das Ding zuerst 1h ohne Last zu betreiben, Ölwechsel, 1h leichte Last, Ölwechsel, fertig.
Genausooft liest man allerdings, dass Leerlauf zum Einlaufen lassen nicht der optimale Betriebszustand ist.
https://www.onallcylinders.com/2018/05/ ... g-get-rid/

Am überzeugensten finde ich diese Vorgehensweise von Motoman, die sich auf allen Motoren mit Kolbenringen übertragen lässt.
http://www.mototuneusa.com/break_in_secrets.htm

Zusammengefasst: Bei den geringen Fertigungstoleranzen heutzutage sind die Kolbenringe die einzigen Teile, die sich während des Einlaufvorgangs noch wirklich anpassen müssen für ein gutes Tragbild. Solange die gehonte Oberfläche der Zylinderlaufbuchse noch rauh genug ist, um nennenswerten Abrieb an den Kolbenringen zu erzeugen, sollten diese durch erhöhten Gasdruck ordentlich angepresst werden. Dazu muss man durchaus etwas Leistung und vor allem Drehmoment abfordern. Geht man mit dem Motor zu schonend um, ist die gehonte Laufbuchse irgendwann glatt, ohne dass sich die Ringe ordentlich angepasst haben, und man hat den Rest des Motorlebens lang Ölverbrauch und Blow-By.

Daher wollte ich nach dem Warmlaufen direkt einen 800W Heizlüfter betreiben, und zwar arduinogesteuert, 3min an, 2min aus, 1h lang. Dann Ölwechsel (5W-40), dann das gleiche nochmal, aber mit 1500W, 2h lang. Wieder Ölwechsel, fertig.

Da sich die Anleitung komplett ausschweigt über irgendwelche Einlaufprozeduren, nehme ich an, dass es so schädlich nicht sein kann, das Gerät direkt zu belasten.

Gegenmeinungen? Ergänzungen?

Grüße,
Julian
Zuletzt geändert von Julez am Sa 18. Mai 2019, 12:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Stromerzeugermotr einlaufen lassen

Beitragvon Robby_DG0ROB » Sa 18. Mai 2019, 11:17

Motoren, auch Industriemotoren, sind heute normalerweise prüfstandsgelaufen und erfordern keine übermäßigen Aufwände bei der Inbetriebnahme. Wer einen Stromerzeuger oder andere Maschine braucht und erwirbt, nutzt diese normalerweise vom ersten Moment im Rahmen der erzeugten Leistung. Übermäßig schonender Betrieb verhindert sogar das Einlaufen und kann beim späteren Betrieb mit Nennlast sogar den gegenteiligen Effekt haben, zuweilen etwas erhöhten Ölverbrauch usw. Es ist in der Regel auch so vorgesehen, dass direkt mit dem Betrieb bis zur Nennlast gearbeitet werden kann, denn wie will man sonst sicherstellen, dass die Maschine bei einem "DAU" ordnungsgemäß eine aufwändige Einlaufprozedur durchläuft. Einzig Kraftstoff und Öl auffüllen sollte der Anwender unfallfrei können müssen.

Aber selbst Fachleute haben hier oft gegenteilige Auffassungen und diese ändern sich auch ständig, so dass man keine Ideallösung finden wird. Je mehr man Meinungen bekommt, umso widersprüchlicher sind oft die Inhalte.
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Re: Stromerzeugermotr einlaufen lassen

Beitragvon KalleGrabowski » Sa 18. Mai 2019, 11:46

Ich sag mal so:
Einlaufen definitiv unter Last, und auch den Drehzahlbereich ausnutzen, zumindest nach einer initialen Schonphase.

Der Ottonormal wird das Ding kaufen und sofort benutzen, und die Hondas hätten nicht diesen guten Ruf, wenn sie diese Benutzung nicht herausragend wegstecken täten.

Ich denke, wenn Du in der Anfangszeit den Motor 1 Minute warmlaufen lässt, bevor Du Last anlegst, und vielleicht in den ersten Stunden die Last schrittweise bis Vollast steigerst, UND sogar das Öl wechselst statt das ganze Motorleben nur gelegentlich nachzufüllen...

... dann ist das ja schon quasi “verhätscheln“
:-)
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Re: Stromerzeugermotr einlaufen lassen

Beitragvon Toddybaer » Sa 18. Mai 2019, 11:46

Die Kolbenringe werden doch durch ihre Federkraft an die Laufbuchse gepresst. Ergo brach ich dafür keinen Verbrennungsdruck.
Ein hoher Verbrennungsdruck würde sich ja eher noch am Kolbenring vorbei drücken, solange der noch nicht ideal dichtet
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Re: Stromerzeugermotr einlaufen lassen

Beitragvon Raider » Sa 18. Mai 2019, 12:10

Toddybaer hat geschrieben:Die Kolbenringe werden doch durch ihre Federkraft an die Laufbuchse gepresst. Ergo brach ich dafür keinen Verbrennungsdruck.
Ein hoher Verbrennungsdruck würde sich ja eher noch am Kolbenring vorbei drücken, solange der noch nicht ideal dichtet


Das ist Quatsch mit Soße. Ein Verdichtungsring wird erst mit Gasdruck richtig dicht. Die Federkraft sorgt nur für eine Vorspannung, gegen Ringflattern zB
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Re: Stromerzeugermotr einlaufen lassen

Beitragvon Julez » Sa 18. Mai 2019, 12:14

Vielen Dank für die Antworten soweit, dann gehen meine Überlegungen ja schon erstmal in die richtige Richtung.

Toddybaer, der Gasdruck spielt durchaus eine erhebliche Rolle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kolbenrin ... tungsringe
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Re: Stromerzeugermotr einlaufen lassen

Beitragvon Robby_DG0ROB » Sa 18. Mai 2019, 12:16

Wahrscheinlich waren auch thermomechanische Effekte gemeint, da ein großer Temperaturbereich zwischen Kaltstart und Vollast liegt.

Allerdings muss man zwischen einem hochgezüchteten Rennmotor und einem Industriemotor unterschieden, da die Anforderungen unterschiedlicher nicht sein können, auch wenn das generelle Funktionsprinzip der Motore halbwegs vergleichbar ist.
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Re: Stromerzeugermotr einlaufen lassen

Beitragvon MSG » Sa 18. Mai 2019, 12:17

Raider hat geschrieben:Ein Verdichtungsring wird erst mit Gasdruck richtig dicht. Die Federkraft sorgt nur für eine Vorspannung, gegen Ringflattern zB
Das würde mich jetzt mal brennend interessieren, wie das technisch geht.
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon Julez » Sa 18. Mai 2019, 12:32

Eigentlich so schwer nicht. Unten liegt der Ring in seiner Nut auf, von oben kommt der Gasdruck, also ist hier schon mal dicht. Durch den Spalt zwischen Ringoberseite und Nut kommt der Gasdruck in den Spalt zwischen Ringinnenseite und Nutaußenseite. Von hier drückt er nach aussen. Liegt der Ring an der Laufbuchse an, kommt kein Gasdruck dazwischen, also keine Gegenkraft. Liegt er mal nicht an, kann der Gasdruck sofort durch den kleinen Spalt ins Kurbelgehäuse abfließen, dadurch besteht starker Druckverlust im Spalt zwischen Ring und Laufbuchse, also nur geringe Gegenkraft. Die Kraft durch den Druck im Spalt zwischen Ring und Kolben bleibt aber immer bestehen, also wird der Ring stets nach aussen gedrückt.
Denk ich mir mal so.
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon Roehricht » Sa 18. Mai 2019, 13:42

Hallo,
ein Jockel dreht ohne in mit der Nenndrehzahl ob Leerlauf oder Vollast. Die Hersteller empfehlen sogar das bei Betrieb mit Teillast den Jockel vorm Abstellen eine Weile mit Vollast laufen zu lassen.
Und Vollast von der ersten Betriebsminute schadet dem überahupt nicht. Wichtig ist immer ordentlches Öl mit dem vorgeschriebenem Ölstand und Kühlung, dann wird der Möller alt.

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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon Robby_DG0ROB » Sa 18. Mai 2019, 14:59

Was soll der Vollastbetrieb bewirken? Entfernen von Verbrennungsrückständen an Ventilen und Kolbenböden? Für einen Stromerzeuger ist es nun mal systemimmanent, dass er ständig wechselnden Lastverhältnissen, teilweise auch sprunghaft, ausgesetzt ist. Einzig der Schubetrieb ist bei solchen Anwendungen ausgeschlossen.
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon Raider » Sa 18. Mai 2019, 15:10

@MSG Eigentlich so wie Julez es schon erklärt hat. Der Druck kommt zwischen Kolben und Ring und drückt diesen gegen die Zylinderwand. http://www.amrca.com/tech/tuners.pdf Ab Seite 7 (Pdf Seite 17) findet man ein paar nette Ausführungen zu der ganzen Kolbenringproblematik.
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon TDI » Sa 18. Mai 2019, 20:02

Roehricht hat geschrieben:Hallo,
ein Jockel dreht ohnehin mit der Nenndrehzahl ob Leerlauf oder Vollast.

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Diese Honda EU Inverter meineswissens nicht. Die (EU10i und 20i) haben einen Umschalter, mit dem auf eine höhere "Lehrlaufdrehzahl" umgeschaltet werden kann, damit er besser auf starke Lastsprünge reagiert.
Ich meine, man muß auch verschiedene Belastungen differenzieren. Drehzahl und Drehmoment sind das eine, die thermische gibts aber auch. Und eine thermische Belastung läßt das Öl altern, aber auch Bestandteile wie Wasser und Kraftstoff wieder verdampfen, wenn es unter Last richtig heiß wird.
Falls sich tatsächlich Ablagerungen im teil- oder Minderlastbetrieb im Brennraum und Abgastrakt bilden, können die vielleicht auch unter Last = thermische Last wieder reduziert werden.
Testläufe unserer Dieselgeneratoren (800kW / 2,4MW) finden nach der Warmlaufphase immer unter Last über 1h statt.
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon Bastelbruder » Sa 18. Mai 2019, 20:18

Volldampf! (Nennlast) von Anfang an.
Entweder er hält - oder es ist ein Garantiefall.
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon Robby_DG0ROB » Sa 18. Mai 2019, 21:16

Genau. Er wird erst zwei Tage nach Ende der Gewährleistung ausfallen.

Einige schaffen es aber auch innerhalb der ersten Minuten: https://www.youtube.com/watch?v=gwNfhEUqfuY Wenn man die Dekompressionseinrichtung nach dem Start betätigt läßt. Die Funken sind keine Verbrennungsrückstände, sondern die Reste vom Auslassventil und dessen Sitz.
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon Durango » Sa 18. Mai 2019, 23:53

Genau deshalb wollte ich einen italienischen Stationärmotor kaputtschreiben, weil er beim manuellen durchdrehen keine Kompression erzeugt hatte.
Der hatte aber ein automatisches Dekompressionsionsventil und dazu war es noch verschmonzt. Funktionsweise bei diesem Laverda-Motor ist, ab einer gewissen Drehzahl wird das Auslassventil freigeschaltet. So kann der Motor schneller gestartet werden ohne übermäßigen Kraftaufwand.

So ein Dekomperssionsventil ist eigentlich Luxus oder zwingend erforderlich. Manche Motorräder mit z.Bsp. 500ccm als Eintopf-Viertakter haben schon einige Schienbeine lädiert.
Dein modener Hondamotor wird aber auch nach langer Standzeit mit einem sonoren Geräusch anspringen, und nach kurzer Zeit belastbar sein. So kennt man es.
Was sich da sonst auf dem Markt tut, ist Nachbau von Nachbau, mit degradierender Qualität. Vergleiche die Erlebnisberichte von anderen Usern, wie Beispielsweise den Rasenmähern usw. Bei den extrapolierten angenommen Betriebsstunden werden bei guter Pflege erst deine Enkel das Gerät entsorgen aus anderen Gründen.

73 Manfred
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon Joschie » So 19. Mai 2019, 01:04

Hallo Julian,

wenn es dich beruhigt, lass das Aggregat die ersten 20 Minuten mit 30-40% Last laufen (wären dann 500-800 Watt - Halogenstrahler ist da erste Wahl) und dann gib ihm. Lass ihn ruhig mal eineinhalb zwei Stunden mit 100% Last laufen.
Ich würde den Motor gleich rannehmen und ihm zeigen wofür er gemacht wurde.

So und nun das entscheidende, nach diesem Lauf so schnell wie möglich einen Ölwechsel machen damit sich der Abrieb nicht absetzen kann.

Nebenbei, hast du mit deiner Aussage:
Julez hat geschrieben:...Bei den geringen Fertigungstoleranzen heutzutage sind die Kolbenringe die einzigen Teile, die sich während des Einlaufvorgangs noch wirklich anpassen müssen...

m.M.n. nur teilweise recht. Während der ersten Betriebsstunden arbeiten sich die Ventilsitze (das Einschleifen erzeugt ja eine "rauhe" Oberfläche welche glatt gedengelt wird) ein und werden durch das zusammenklopfen härter.
Die Dichtungen werden das erste mal mit Öl umspült und quellen auf.
Etc., etc.

Ach ja, und wenn du das Motörchen mal auf machst wirst du feststellen das ist alles andre als Raktentechnik und wurde die letzten Jahrzehnte auf das Nötigste "optimiert" (Zahnriemen, Kunststoffnockenwelle, Spritzschmierer, Verzicht auf Dichtungen,...).

Grüße
Josef
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon flo » So 19. Mai 2019, 09:25

Habt ihr längere Erfahrungen mit den Honda-Invertermoppeln? Die haben einen guten Ruf, lohnt sich der Aufpreis ggü. den billigeren Konkurrenzprodukten?

Ich liebäugle schon länger mit einem EU22i oder gar EU30i für die Krisenvorsorge. Dann sollt er halt auch zuverlässig sein und laufen...
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon Fred » So 19. Mai 2019, 09:47

Moin,
Auch Interesse anmeld! Wo hast Du den Inverter her? Wie teuer?

Fred
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon Chemnitzsurfer » So 19. Mai 2019, 09:52

Muss man eigentlich was bei den Hondas beachten, wenn man die mit Aspen betreiben will?
Der Sprit Sondermüll an der Tanke scheint mir die Lagerfähigkeit immer weiter zu sinken ( erst letztens wieder im Bekanntenkreis einen 4 Takt Rasenmäher gehabt, der im Oktober noch einmal gelaufen ist und vor 14 Tagen mit dem alten Sprit nicht anspringen wollte => Tank war zu 1/3 gefüllt, Rest mit Super Plus aufgefüllt, Rasenmäher mit zwei Mann geschüttelt, etwas gewartet , nach dem dritten Versuch sprang der dann stotternd an, lief dann aber wieder.
Überlege mir auch für den Fall der Fälle ( oder für spontane Ausflüge und Wochenendbaustellen) einen Honda EU22i zu kaufen und mir einen 25l Kanister Aspen im Hornbach zu holen . Ist natürlich mit fast 4€/l ein teurer Spaß, stinkt aber wenigstens nicht so und sollte lagerfähiger sein? Oder reicht da im Zweifelsfall statt Super von der Supermarkttankstelle, das Ultimate von der Aral zu tanken? ( ist dann immerhin 2,20€ billiger pro Liter wie der Aspensprit)
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon Jannyboy » So 19. Mai 2019, 10:01

Hallo,
ich habe seit Jahren den Honda Nachbau von Güde (IGS2000) am laufen.
Nach den ersten 10h gab es ein Ölwechsel. Da kam viel Abrieb aus.
Beim 2. Öl-Wechsel kam nichts mehr.
Ansonsten vor Gebrauch 1-2 min im ECO Modus Warmlaufen lassen und das gleiche vor dem Abstellen. Volldampf bei kalten Motoren tut keine Motor auf Dauer gut. Laufen tut die Kiste mit SAE 30 ÖL.
Ansonsten tut er was er soll.

Grüße
Jan
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon OnOff » So 19. Mai 2019, 10:32

Ich habe einen P2000i von Pramac.
Da steckt ein Yamaha Motor drin.
Läuft tadellos.
Steht auch gerne mal 6 Monate rum, und springt immer tadellos an.
Ich lasse, wenn ich weiss das er länger stehen wird, immer den Vergaser leerlaufen.
Also Sprithahn zu, und laufen lassen bis er ausgeht.
Davor hatte ich einen 3600er ? von FME.
Das Ding hat keine 10h gehalten...
Totaler Dreck das Zeugs, genau wie Zipper,Denqbar, Kipor,... und wie diese Billigen Kopien alle heißen.

Gruß Sebastian
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon ferdimh » So 19. Mai 2019, 11:16

Das Konzept hinter der Konstruktion "Inverterstromerzeuger" ist mir äußerst suspekt. Den Motor zu verkleinern und höher zu drehen, damit das ganze leiser wird, und dann einen Berg schnell schaltende Elektronik hintendran gehängt...
Aber offensichtlich ist das ja in, und ähnlich leise Kisten in etwas größer aber mit sinnvollem Generator scheints nicht zu geben.

Der 2017er Eu20i, den wir im THW haben, läuft im Ecomodus auch noch scheiße (zu mager). Daran ist auch nichts zu ändern, weil die Leerlaufgemischschraube "due to emission regulations" verklebt und mit einer Sollbruchstelle versehen ist. So hat man die Wahl, auf den Ecomodus zu verzichten, oder mit dem Gestotter zu leben.
Könnte also sein, dass die Nachbauten der Konstruktion, die nicht ganz so zu Tode optimiert sind, eher besser laufen.
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon ch_ris » So 19. Mai 2019, 11:47

Hab nen eu10i, schon was älter.
Bis auf die geringe leistung ein supergerät. Letztens hätte ich ihn schnell gebraucht wegen stromausfall, da wollte er nicht. Jetzt kommt aspen rein wenn er steht. Wenn er länger laufen soll, tanke-sprit. Wird dann halt wieder abgetankt.
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Re: Stromerzeugermotor einlaufen lassen

Beitragvon Virtex7 » So 19. Mai 2019, 11:52

Ich verwende Aral ultimate 102-Benzin für solche Zwecke, weil ich Aspen nicht einsehe (Kosten) und sich dieser Sprit als lagerfest erwiesen hat.
Ansonsten das Benzin in Salzkotten-Gefäßen oder anderen DICHT! schließenden Metallgefäßen aufbewahren.
Einfache Faustregel: wenn der Kanister außen sauber im Wohnzimmer stehen kann, ohne dass man das riecht, ist er dicht.

"emission" ist die neue Religion ferdi.. kann man komplett vergessen :(
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