Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Der chaotische Hauptfaden

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Robby_DG0ROB
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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von Robby_DG0ROB » So 24. Mai 2020, 00:32

uxlaxel hat geschrieben:
Sa 23. Mai 2020, 22:55
eigenartige lichteffekte sind auch vorhanden, nicht zu vergessen, dass das licht merklich heller wird, wenn man ein anderes ausschaltet. (2x 40W)
Es kann auch vorkommen, dass das Licht heller wird, wenn andere Verbraucher zugeschaltet werden. Bei schwachbrüstiger Installation sieht man das in der Küche am Licht der Backröhre recht gut, wenn zwei Kochplatten zugeschaltet werden, dass dann das Licht u.U. heller wird (Sternpunktverschiebung).

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Chefbastler
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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von Chefbastler » So 24. Mai 2020, 01:11

Sir_Death hat geschrieben:
Sa 23. Mai 2020, 23:01
wird gerade aufgeschraubt....

EDIT.....
Mir fehlen die Worte....


Erdung?
Drahtquerschnitte?
Isolierung Netzspannung?
Isolationsabstände?
Bauteildrähte auf der Rückseite der Platine überhaupt nicht abgeschnitten
LEDs die vorne raus hüpfen können direkt an 230V (mit Vorwiderstand an der LED direkt)
nicht abgedeckte, netzspannungsführende, fliegende Lötungen direkt neben Potis mit Metallgehäuse / Metallachse

Alter Falter ich gebe es auf. Das wird ein Neuaufbau.
Ich fürchte mich schon vor dem 2. Gerät - italienisches Netzteil mit Lautsprecher-Zwillingslitze als Netzkabel...

Over and Out. Ich brauch einen Schnaps.
Bitte Fotos :mrgreen:

Haben hier im OV auch den Einen oder Anderen der genau so Zeug baut(e)...

Am schwierigsten ist es den Leuten beizubringen dass das so gefährlicher Mist ist.

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von reutron » So 24. Mai 2020, 10:46

uxlaxel hat geschrieben:
Sa 23. Mai 2020, 22:55
ich habe schon die schlüssel zu meinem künftigen haus bekommen. darf zwar noch nichts bauen, aber umherschleichen und tapeten abkratzen darf ich schon.
das licht der scheue (2x2,5 alu) ist doch tatsächlich mit 25A abgesichert.
eigenartige lichteffekte sind auch vorhanden, nicht zu vergessen, dass das licht merklich heller wird, wenn man ein anderes ausschaltet. (2x 40W)
dass die 16er "kraftdose" (4x4 alu, weiter als 5x2,5 kupfer) mit 20/25/25 abgesichert ist, ist da nur naheliegend ;)
Solange du nicht 3kW Verbrauch pro Tag ohne Verbraucher hast ist doch noch alles gut. ;)

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von uxlaxel » So 24. Mai 2020, 11:49

reutron hat geschrieben:
So 24. Mai 2020, 10:46
uxlaxel hat geschrieben:
Sa 23. Mai 2020, 22:55
ich habe schon die schlüssel zu meinem künftigen haus bekommen. darf zwar noch nichts bauen, aber umherschleichen und tapeten abkratzen darf ich schon.
das licht der scheue (2x2,5 alu) ist doch tatsächlich mit 25A abgesichert.
eigenartige lichteffekte sind auch vorhanden, nicht zu vergessen, dass das licht merklich heller wird, wenn man ein anderes ausschaltet. (2x 40W)
dass die 16er "kraftdose" (4x4 alu, weiter als 5x2,5 kupfer) mit 20/25/25 abgesichert ist, ist da nur naheliegend ;)
Solange du nicht 3kW Verbrauch pro Tag ohne Verbraucher hast ist doch noch alles gut. ;)
bei dir hatte bestimmt der nachbar noch einen heizer dran :-D

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von reutron » So 24. Mai 2020, 12:26

Die Kabel und Aussen Verteilerdosen haben sich als Heizer betätigt, mein russisches 1000V Isometer hat keinen Isowiderstand mehr angezeigt. :shock: Der Seitenschneider hat das Problem gelöst. Von 24 Stromkreise in den Nebengebäuden und Außen sind 3x Licht und die Wasserpumpe übrig geblieben.

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von Sir_Death » Mo 25. Mai 2020, 22:22

Die beiden Netzteile - man erinnere sich...
Sir_Death hat geschrieben:
Sa 23. Mai 2020, 23:01
wird gerade aufgeschraubt....

EDIT.....
Mir fehlen die Worte....


Erdung?
Drahtquerschnitte?
Isolierung Netzspannung?
Isolationsabstände?
Bauteildrähte auf der Rückseite der Platine überhaupt nicht abgeschnitten
LEDs die vorne raus hüpfen können direkt an 230V (mit Vorwiderstand an der LED direkt)
nicht abgedeckte, netzspannungsführende, fliegende Lötungen direkt neben Potis mit Metallgehäuse / Metallachse

Alter Falter ich gebe es auf. Das wird ein Neuaufbau.
Ich fürchte mich schon vor dem 2. Gerät - italienisches Netzteil mit Lautsprecher-Zwillingslitze als Netzkabel...

Over and Out. Ich brauch einen Schnaps.
Jetzt habe ich den Italiener auch offen...
Ich habe keine Ahnung, ob und wenn ja wie ich den modifizieren soll, damit er halbwegs sicher ist...

-) Lautsprecher-Zwillingslitze mit <0,5mm² als Netzleitung auf
-) einem Euro-Flachstecker
-) bei einem Metallgehäuse = keine Schutzerde.
-) Gehäuseteile nicht leitfähig verbunden (alles lackiert)
-) Netzschalter und Sicherungshalter Anschlüsse sind rückseitig gelötet und ungeschützt = abbrechender Draht = Gehäuse auf 230V
-) Gehäuse ist mit einer Mini-Schraube mit einem lächerlich kleinen Alu-Profil verbunden - das ist der ganze Kühlkörper für den Endtransistor der maximal 12V x 5A verbraten können soll...
-) Damit steht aber das Gehäuse in metallischem Kontakt mit dem Kühlkörper, auf den der Endtransistor im TO3 Gehäuse leitend verbunden ist.
-) dieses Potential ist gleichzeitig der vorne raus geführte "Minus" der einstellbaren Spannung = Fehler in der Zuleitung = 230V in der zu versorgenden Schaltung.
-) Das Netzteil ist durch einen Trafo galvanisch getrennt vom Stromnetz, der Trafo hat aber nur eine Wickelkammer in der Primär und Sekundärwicklung zusammen sind.
-) Der Trafo ist nicht vergossen, zwischen Primär und Sekundärwicklung scheint nur ein Papier zu sein, das gerade mal bis zum Rand der Wicklung reicht, dort sind zwischen Primär und Sekundär (Lackdraht) maximal ein knapper Millimeter Abstand..

Das Gerät, aber ohne dem Kühlkörper hinten und dem PC-Kabel raus: https://www.radiomuseum.org/r/alpha_pow ... al388.html

Was soll ich davon halten außer Abstand? :evil:

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von Chefbastler » Mo 25. Mai 2020, 23:33

Sir_Death hat geschrieben:
Mo 25. Mai 2020, 22:22
Die beiden Netzteile - man erinnere sich...
Sir_Death hat geschrieben:
Sa 23. Mai 2020, 23:01
wird gerade aufgeschraubt....

EDIT.....
Mir fehlen die Worte....


Erdung?
Drahtquerschnitte?
Isolierung Netzspannung?
Isolationsabstände?
Bauteildrähte auf der Rückseite der Platine überhaupt nicht abgeschnitten
LEDs die vorne raus hüpfen können direkt an 230V (mit Vorwiderstand an der LED direkt)
nicht abgedeckte, netzspannungsführende, fliegende Lötungen direkt neben Potis mit Metallgehäuse / Metallachse

Alter Falter ich gebe es auf. Das wird ein Neuaufbau.
Ich fürchte mich schon vor dem 2. Gerät - italienisches Netzteil mit Lautsprecher-Zwillingslitze als Netzkabel...

Over and Out. Ich brauch einen Schnaps.
Jetzt habe ich den Italiener auch offen...

Ich habe keine Ahnung, ob und wenn ja wie ich den modifizieren soll, damit er halbwegs sicher ist...


-) Lautsprecher-Zwillingslitze mit <0,5mm² als Netzleitung auf
-) einem Euro-Flachstecker
-) bei einem Metallgehäuse = keine Schutzerde.
-) Gehäuseteile nicht leitfähig verbunden (alles lackiert)
-) Netzschalter und Sicherungshalter Anschlüsse sind rückseitig gelötet und ungeschützt = abbrechender Draht = Gehäuse auf 230V
-) Gehäuse ist mit einer Mini-Schraube mit einem lächerlich kleinen Alu-Profil verbunden - das ist der ganze Kühlkörper für den Endtransistor der maximal 12V x 5A verbraten können soll...
-) Damit steht aber das Gehäuse in metallischem Kontakt mit dem Kühlkörper, auf den der Endtransistor im TO3 Gehäuse leitend verbunden ist.
-) dieses Potential ist gleichzeitig der vorne raus geführte "Minus" der einstellbaren Spannung = Fehler in der Zuleitung = 230V in der zu versorgenden Schaltung.
-) Das Netzteil ist durch einen Trafo galvanisch getrennt vom Stromnetz, der Trafo hat aber nur eine Wickelkammer in der Primär und Sekundärwicklung zusammen sind.
-) Der Trafo ist nicht vergossen, zwischen Primär und Sekundärwicklung scheint nur ein Papier zu sein, das gerade mal bis zum Rand der Wicklung reicht, dort sind zwischen Primär und Sekundär (Lackdraht) maximal ein knapper Millimeter Abstand..

Das Gerät, aber ohne dem Kühlkörper hinten und dem PC-Kabel raus: https://www.radiomuseum.org/r/alpha_pow ... al388.html

Was soll ich davon halten außer Abstand? :evil:
Bitte Bilder zum Teilhaben des Gruselns :geek:

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von Chemnitzsurfer » Di 26. Mai 2020, 05:16

Erinnert mich an meinen Urgroßvater aus Oberwiesenthal (RIP). Der hatte zu DDR Zeiten (es gab ja nüscht) seine selbst gebastelten Weihnachtspyramiden mit allem was da war verdrahtet. Von Telefonkabel, Pummpenstubendraht und so weiter waren keine Seltenheit. die E10 Fassungen haben auch immer schön aus dem Holz geschaut ( zwischen 230V und 15V gegen Erde, je nachdem an welche Fassung man man berührt hat. Der Motor war war auch eher die Überreste eines Plattenspielers und im Sockel alles freifliegend verdrahtet.
Mein Vater hatte wohl nen halben Herzinfakt bekommen, als meine Mutter die zur ersten gemeinsamen Weihnachtszeit auspackte und anschließen wollte (Lautsprecherlitze an Schukostecker aus Adolfs Zeiten) und das Ding ist dann aufm Sperrmüll gewandert, meine Großeltern waren aber so mutig so ein Ding noch fast 15 Jahre später zu nutzen, ehe der Motor fest ging und funken aus der Pyramide kamen ... :shock:

Fast so gut wie die 20m Verlängerungsleitung meines Opas mit nicht mal 0,75mm² und den alten Drahtfarben von vor 1970, die sich beim rasenmähen in einen Heizwiderstand verwandelte.

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uxlaxel
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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von uxlaxel » Di 26. Mai 2020, 16:54

Chemnitzsurfer hat geschrieben:
Di 26. Mai 2020, 05:16
Fast so gut wie die 20m Verlängerungsleitung meines Opas mit nicht mal 0,75mm² und den alten Drahtfarben von vor 1970, die sich beim rasenmähen in einen Heizwiderstand verwandelte.
sowas habe ich aber auch!
23m gummileitung 2x0,75 innen schwarz / hellgrau. die ist aber gut vor meinem alten herren versteckt, er würde damit ebenfalls rasen mähen oder hecke schneiden. so kommt jetzt bei jedem treffer wenigstens der FI 😋

achja, ich habe eine originale kabeltrommel 40m gummileitung mit 3x1 vom KWO. schleifenimpedanz wird bei schmelzsicherungen völlig überbewertet. in gartenanlagen waren im hauptweg auch nur 4x10 alu und die stiche zu dwn hütten 2x2,5...2x4 meistens.

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von Sir_Death » Di 26. Mai 2020, 21:51

als erstes mal die Fotos des Grauens vom italienischen Netzteil:
(ist leider schwierig zu fotografieren, da es schwarz lackiert ist)

Blanke Anschlüsse mit 230V über Lautsprecherlitze an Schalter im Metallgehäuse ohne Schutzerde:
P1120625 (Groß).JPG
dieser kleine Alubügel soll 60W vom Transistor wegbringen können - mit einer M3 Schraube mit dem Gehäuse verbunden, Transistor, Kühlkörper, Gehäuse leitfähig verbunden, das ist der Minuspol des Netzteils - Sprich bei Drahtbruch am Schalter steht die zu versorgende Schaltung unter 230V
P1120626 (Groß).JPG
Und Schlussendlich der unvergossene Trafo mit nur einer Wickelkammer in der nur eine Lage Papier die Primär und Sekundärwicklung trennt.
P1120627 (Groß).JPG
Sieht noch jemand einen weiteren Fehler den ich übersehen habe?
Das Schlimme: Das sieht so aus, als wäre das original so verkauft worden...

Sir_Death
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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von Sir_Death » Di 26. Mai 2020, 22:01

Und nun der Selbstbau:

Sollte das eventuell mal ein Anschluss für die Schutzerde werden?
P1120628 (Groß).JPG

Telefondraht als Netzzuleitung...
P1120629 (Groß).JPG

Nicht abgezwickte Bauteilbeinchen
P1120630 (Groß).JPG
P1120632 (Groß).JPG

230V auf einer eingeclipsten LED über Telefondraht gefällig?
P1120633 (Groß).JPG

die gelben Drähte sind 230V - Abstand zum Stehbolzen ca. 3,5mm...
P1120635 (Groß).JPG

Wenigstens ist das Teil innen so groß, dass ich das eventuell ordentlich modifizieren kann...
Wobei so einfach wird das auch nicht - Endtransistor ist wieder leitfähig mit der Metall-Grundplatte verbunden. Also Schutzerde und Ausgangsspannung ohne Erdbezug beißt sich eeeeetwas.

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von xanakind » Mi 27. Mai 2020, 01:11

Ich kann hier keinen Fehler entdecken. Alles völlig normal.
Auf den Fotos sieht alles bestens aus.
Bei der Telefon Netzteitung wurden sogar 2 Adern parallel verwendet.
;) :lol:
Die Nicht abgeschnittenen Beinchen finde ich jetzt aber nicht soooo schlimm. Da ist doch Platz genug?

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von Bastelbruder » Mi 27. Mai 2020, 01:35

Abgründe tun sich auf! :twisted:
Mal was anderes: Das Gerät wurde vor etwa 45 Jahren gebaut. Hat es den heute aktuellen Isolationstest und die Berührspannungsprüfung bestanden?
Der unvergossene Trafo ist getränkt, ich kann keinen Fehler entdecken. Bloß daß die Primärwicklung außen ist, ist ungewöhnlich.

Was mir nicht gefällt sind einige Zinnspritzer und tatsächlich auch ein paar Lötstellen. Das neuartige Netzkabel ist etwas jünger und nicht ganz Stand der Technik. Aber
Wie soll die LED vorn aus dem Gehause rauskommen daß man die Anschlüsse berühren könnte?
Die 3,5 mm Kriechstrecke werden auf manchen hier im Forum veröffentlichten Konstruktionen noch unterschritten.

Und blanke Drähte in schutzisolierten Metallgehäusen gibts nicht bloß in Italien. Ich meine in einer DENON HiFi-Anlage schlimmeres gesehen zu haben. Da ist nämlich unzweifelhaft das Symbol "Doppelte Isolierung" aufgedruckt, ich hab sie bloß nicht gefunden.
Bild
Bild
Diese Kiste hatte ich offen wegen gebrochener Lötstellen.

Die "nicht abgezwickten Bauteilbeinchen" gehörten damals zum guten Ton. Die konnte man in jedem Industrieprodukt so sehen. Abzwicken nach dem Löten war damals unter Strafe verboten! Daß die gesamte Platinenlötseite auf 0,5 mm abgeschnitten oder -geschliffen war, haben erst die Japse und Koreaner mit ihrem Consumerschrott eingeführt.

Daß der Kühlkörper etwas klein ist, ist völlig normale Praxis nicht nur bei solchen Italienern. Die Leerlaufspannung am Ladekondensator bricht unter Last noch deutlich zusammen daß da nichts passiert. Zudem ist der Transistor auf eine Betriebstemperatur von 150°C spezifiziert. Damals wurde vorausgesetzt daß der Nutzer solcher Geräte mindestens Tast- und Geruchssinn sowie etwas graue Masse besitzt und im Fall ungewöhnlicher Ereignisse Gegenmaßnahmen einleiten kann.
Blau angelaufene Gehäuse von Transistoren und Spannungsreglern waren damals nicht ungewöhnlich, auch nicht bei amerikanischer Profitechnik.

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von Hightech » Mi 27. Mai 2020, 06:37

Doppelt isoliert müssen Teile sein, die direkt angepackt werden können und mit dem Leiter verbunden sind.
Das trifft nicht für blanke Teile im Gehäuse zu, die fest angebracht sind und konstruktionsbedingt nicht an das Gehäuse kommen können.
Lose Kabel mit Netzspannung welche das Gehäuse berühren müssen aber bis zum Fixpunkt doppelt isoliert sein.

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von Fritzler » Mi 27. Mai 2020, 07:02

Aber wenigstens is Schlauch um die Telefonandern am Netzstecker, etwas Resthirn war vorhanden :lol:
3mm sind aber ausreichend laut Tabellenwerken.
6mm brauchste erst wenn du wiiirklich sicher gehen willst.

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von uxlaxel » Mi 27. Mai 2020, 10:32

Hightech hat geschrieben:
Mi 27. Mai 2020, 06:37
Doppelt isoliert müssen Teile sein, die direkt angepackt werden können und mit dem Leiter verbunden sind.
Das trifft nicht für blanke Teile im Gehäuse zu, die fest angebracht sind und konstruktionsbedingt nicht an das Gehäuse kommen können.
Lose Kabel mit Netzspannung welche das Gehäuse berühren müssen aber bis zum Fixpunkt doppelt isoliert sein.
doch, blanke teile im inneren müssen eine abdeckkappe haben. bei sony und philips findet man das auch. da wäre jetzt auf beiden platinen an der unterseite eine klarsichige kunststoffkappe. bei anderen herstellern ist es meistens ähnlich gelöst. in der regel sind sogar die trafokerne gegen das gehäuse auf isolatoren montiert. ansonsten kann ein metallgehäuse (wie auch im fall von brauner ware) durchaus SK2 erreichen, wenn alles ordentlich aufgebaut ist. bei dem gezeigten ladegerät ist dies nicht der fall.

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von Sir_Death » Mi 27. Mai 2020, 21:33

geht weiter mit den Fehlern und Störungen an dem italienischen Netzteil.

Ich habe inzwischen einfach mal den Trafo abgeschlossen und direkt DC aus einem anderen Netzteil drauf gegeben. Nachdem das erste Bauteil wo der Strom hin kommt der Gleichrichter ist, geht das problemlos.
Aber: Bei - mit dem Fluke gemessenen 15V am Ausgang zeigt das Zeigerinstrument im Netzteil knapp über 13V
Bei 12V am Zeigerinstrument liegen schon etwa 14V am Ausgang an. Bäh.
BEi 5V am Zeigerinstrument sind es gut 6V am Ausgang.
Zeigerinstrument hat weder hinten noch vorne noch unter der Abdeckung eine Abgleichmöglichkeit. Ich weis nicht, wie es euch geht, aber mir ist das etwas zu ungenau.

Ich bin knapp davor den Sicherungshalter, den Schalter, den Drehknopf und die Buchsen zu ernten und den Rest in die Tonne zu treten. :evil:

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von uxlaxel » Mi 27. Mai 2020, 21:43

ist wohl das beste, nur die wirklich sinnvollen teile ernten und nicht mehr damit rumärgern.

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von berlinerbaer » Mi 27. Mai 2020, 22:21

Oder Du wirfst Messinstrument und Stromregelung raus und baust stattdessen sowas ein:

https://www.aliexpress.com/item/RD-DPH5 ... 24731.html

Da gibt es eine ganze Baureihe, der link führt zum aliexpress-Laden des Herstellers:

https://rdtech.aliexpress.com/store/gro ... 66030.html

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von Herrmann » Mi 27. Mai 2020, 22:32

Ist das ein Drehspulinstrument und ist direkt auf eine Eisenfrontplatte geschraubt? Genau das erzeugt so einen Effekt. Früher gab es mal genau für den Fall Abstandsplatten aus Isolierstoff bei nahmhaften Herstellern.
Bau das Teil doch mal aus, leg es etwas weiter weg auf Holz und messe dann noch mal

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von Bastelbruder » Mi 27. Mai 2020, 22:35

Das Netzteil ist ein historisch wertvolles Zeitdokument. Es funktioniert vollständig, ohne Reparaturbedarf. Die abgezwickte Netzleitung ist kein Defekt sondern die übereifrige Fehlreaktion eines "besser Gebildeten". :(
Das Dreheisen-Schätzmeter (auf den Bildern sind die beiden Spulen zu sehen) zeigt 20% zu wenig, der Fehler läßt sich abgleichen durch Verdrehen des keilförmigen Blechstücks im Meßwerk, welches rohrförmig gebogen und federnd ganz außen im Meßwerkgehäuse klemmt. In der Zeichnung bei Wikipedia:"festes Eisen". Um da dranzukommen ist auf der Rückseite extra ein (zugeklebtes) Loch.

Und sowas schmeißt man nicht weg, da gibt es sogar Leute die auf sowas scharf sind!
BTW: zur Zeit sind sporadic-E-Öffnungen, auf 27,465 AM hört man die möglichen Käufer. Die stört es auch nicht wenn da "etwas mehr rauskommt". :lol:
Zuletzt geändert von Bastelbruder am Mi 27. Mai 2020, 22:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von xanakind » Mi 27. Mai 2020, 22:35

Von denen habe ich die 50V5A Version in 6-Facher ausführung in ein Gehäuse verbaut.
Die habe ich teilweise schon ordentlich misshandelt (z.B. alle in reihe oder parallel) und bisher habe ich noch keins kaputt bekommen! :lol:

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von sysconsol » Do 28. Mai 2020, 07:29

uxlaxel hat geschrieben:
Mi 27. Mai 2020, 10:32
Hightech hat geschrieben:
Mi 27. Mai 2020, 06:37
Doppelt isoliert müssen Teile sein, die direkt angepackt werden können und mit dem Leiter verbunden sind.
Das trifft nicht für blanke Teile im Gehäuse zu, die fest angebracht sind und konstruktionsbedingt nicht an das Gehäuse kommen können.
Lose Kabel mit Netzspannung welche das Gehäuse berühren müssen aber bis zum Fixpunkt doppelt isoliert sein.
doch, blanke teile im inneren müssen eine abdeckkappe haben. [...]
Sag uns bitte, wo das steht.

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von uxlaxel » Do 28. Mai 2020, 12:30

sysconsol hat geschrieben:
Do 28. Mai 2020, 07:29
uxlaxel hat geschrieben:
Mi 27. Mai 2020, 10:32
Hightech hat geschrieben:
Mi 27. Mai 2020, 06:37
Doppelt isoliert müssen Teile sein, die direkt angepackt werden können und mit dem Leiter verbunden sind.
Das trifft nicht für blanke Teile im Gehäuse zu, die fest angebracht sind und konstruktionsbedingt nicht an das Gehäuse kommen können.
Lose Kabel mit Netzspannung welche das Gehäuse berühren müssen aber bis zum Fixpunkt doppelt isoliert sein.
doch, blanke teile im inneren müssen eine abdeckkappe haben. [...]
Sag uns bitte, wo das steht.
die definition von schutzisolation ist der VDE zu entnehmen (habe sie nicht zur hand) und wenn du besagte markenware öffnest, findest du auch derarige abdeckkappen.

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Re: Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Beitrag von Roehricht » Fr 29. Mai 2020, 04:31

Hallo,
Doppelt isoliert müssen Teile sein, die direkt angepackt werden können und mit dem Leiter verbunden sind.
Das trifft nicht für blanke Teile im Gehäuse zu, die fest angebracht sind und konstruktionsbedingt nicht an das Gehäuse kommen können.
Lose Kabel mit Netzspannung welche das Gehäuse berühren müssen aber bis zum Fixpunkt doppelt isoliert sein.
Stimmt , man darf im geöfnetem Gerät nicht auf Netzspannung grapschen können. Das geht ja schon so weit dass man selbst mit Meßspitzen nirgends mehr rankommt. Aber vor 40 Jahren sah das noch anders aus. Und denn gabs noch Unterschiede ob gewerblich genutzter Kram oder Hobbybastler Zeug.

Also so schlimm sehe ich das mit dem 1. Netzteil nicht. Telefonkabel als Netzleitung ist grenzwertig. Das Leitungsmaterial ist für bis 250V ac spezifiziert. 0,6 Adern können 1A Dauerhaft. Der Knackpunkt ist der das im Kurzschlussfall die Strippe überlastet wird , bzw spielt Sicherung wenn der Kurzschluss vor der Geräteinternen Sicherung stattfindet.
Da fallen mir denn wieder die Britenstecker ein. Ne 1A Sicherung rein und schon wäre es ok.
Schukostecker mit Sicherung sind teuer, dann also doch lieber ein Stück 3x0,815 ähh 0,75.

73
Wolfgang

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