Analoge Fotographie

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » Di 12. Feb 2019, 01:19

Ich hätte theoretisch auch noch die möglichkeit vorher zu vernickeln...
entweder ich gebe meinem Nachbarn was mit, oder aber, ich kriege ihn endlich überredet, mir etwas suppe und metall mitzubringen... ;-)

Leider macht der Betrieb kein Gold oder Silber..

Gibts denn schon irgendwelche erkenntnisse ?
Ich meine, ich hätte früher mal ein mit Asymetrischen Wechselstrom mal ein paar erfolge gehabt.
Allerdings war meine Jugend in der Zeit leider durch aussen so turbolent, das ich meine Versuche schon sehr bald abbrechen musste.
Ich erinnere mich aber noch, wie 10 Liter Kanister olle fixierlosung durch Regensburg geschleppt habe.

Wie prüft ihr eigentlich Eure Fixierbadsuppen ?
Im netz steht, das man eni stück unbelichteten Film mal fixieren sollte.. um die Zeit zu klären.
Werde ich mal demnächst machen müssen.
z.Z. arbeite ich mit 2 * 1L Flaschen.
Fixierbad 1 und Fixierbad 2.
d.H. erst schütte ich bei der Filmentwicklung 20m lang Fixierlösung 1 rein.. dann raus.. einmal spülen, und dann lösung 2.
Das gleiche auch bei der Papierentwicklung.
Rund 6 Filme und eine Packung Fotopapier sind jetzt schon drin.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon RMK » Di 12. Feb 2019, 02:27

20 Minuten Fixieren? zweimal? äh...

ich fixiere 7 min. - ohne Lösung wechseln. allerdings benutze ich das nicht bis es ganz
ausgereizt ist.

Bei den Kodak TMax-Filmen sieht man wenn es nicht ganz ausfixiert ist, die haben dann noch
einen rosa Schleier... kann man nachträglich nochmal ran, natürlich dann auch nochmal wässern.

a propos wässern, das nach der Ilford-Methode:

Entwicklungsdose mit Wasser füllen, 5x kippen, ausschütten
erneut füllen, 10x kippen, ausschütten
nochmal füllen, 20x kippen, ausschütten - fertig.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » Di 12. Feb 2019, 02:50

Gut... also ... irgendwie scheine ich das ja zu übertreiben ! *lach*
Danke.. ich werde das ganze auf 10min einfach mal reduzieren.. ;-)

Ich glaube das ist noch ein kleines Jugendtrauma.. denn ein paar Bilder sind später braun geworden.
wg Kippen und Spülen.. ich habe mittlerweile eine alte Polnische Dose, die ich eigentlich nur drehen kann.
Ich denke aber, ich kann drehen mit kippen gleichsetzen ?

Beim wässern mach ich das ähnlich.. nur das ich zum schluss noch mal 2 mal mit destilliertem Wasser spüle... um kalk flecken zu vermeiden.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Harry02 » Di 12. Feb 2019, 03:03

Also Fixierer testen ist klar, immer mit der selben Filmsorte. Ich würde spontan sagen, wenn der Film irgendwann doppelt so lange braucht, um zu klären, kommt die Suppe weg. Ich weiß nicht, wie weit man das ausreizen kann, irgendwann läuft man gefahr, dass alle Chemie, die reagieren könnte, restlos aufgebraucht ist wenn man nach dem Test dann einen ganzen Film drin badet.
Wenn du eine andere/neue Filmsorte entwickelst, musst du dafür die Klärzeit natürlichh extra bestimmen, ist leicht unterschiedlich. Um zu beurteilen, wie fertig die Suppe schon ist, halt wieder die ursprüngliche Filmsorte nehmen.

Für den Klärtest würde ich das Stück Film nach den ersten 30 Sekunden noch ein Stück tiefer eintauchen. So kann man gegen Ende leichter sehen, wann wirklich ausfixiert ist, bei grauem träger ist das schwer zu sehen.

Für Papier und Film nutze ich den selben Fixierer, aber unterschiedliche Flaschen, damit keine Papierfasern auf den Film kommen.

Fixierzeiten für Papier habe ich noch nie wirklich eingetestet. Ich würde es so machen: Einen langem Streifen jede Minute ein Stück weiter reinschieben, kräftig Wässern, danach in Entwickler werfen. Dann weißt du, wann alle Silbersalze ausfixiert waren.

Die Dosen zum drehen werden dabei schlechter durchmischt, als beim Kippen, da würde ich lieber noch etwas öfter Spülen und länger drehen.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » Di 12. Feb 2019, 03:07

Ach... noch was ... vielleicht wisst ihr ja mehr :
In dem Artikel hier : https://de.wikipedia.org/wiki/Daguerreotypie
wird beschrieben, das zuerst mit Meersalz fixiert wurde.

Hier das einer komplett ohne Chemie gemacht.
https://www.dagiebrundert.de/Caffenol.html

Was ich mich nur frage ist : Wie zum teufel funktioniert das ?
Also wie kann NaCl fixieren ?
Mit dem absolut minimalsten Chemiewissen das ich habe, denke ich mir nur ... ne.... warum sollte Chlor Silber lieber haben las Natrium ?
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Harry02 » Di 12. Feb 2019, 04:37

Die Antwort liegt offenbar in einer Komplexbildung: https://www.fotocommunity.de/forum/anal ... ch---39795
https://aphognext.com/forum/index.php/T ... alzpapier/

Es funktioniert wohl, dauert nur halt paar hundert mal so lange.

Mich würde mal interessieren, was passiert, wenn man so fixierte Emulsionen wieder in Entwickler wirft, anstatt sie "nur" testweise dem Sonnenlicht auszusetzen.

Dagie ist übrigens nicht "einer", sondern "eine" der wenigen, wenn nicht die einzige, sehr aktiven Frauen in der Szene, die "Schmalfilmqueen".
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Harry02 » Mi 13. Feb 2019, 07:56

Tetenal ist insolvent:
https://www.filmvorfuehrer.de/topic/293 ... schlossen/
Die Mitarbeiter wollen die Chemieproduktion erhalten:
http://new-tetenal.de/

Wer gerne das C41 Zeweibad oder das E6 Dreibadkit oder Dokumol für Papier und SW-Umkehrfilm von Tetanl nutzt, sollte sich vielleicht trotz der Mitarbeiterinitiative bevorraten. Das Zeug ist ungeöffnet ein paar Jahre haltbar.

Kodak Alaris steht zum verkauf. Wer den gerade neu wiedereingeführten E100D als Foto oder Super8 Film länger nutzen möchte, sollte sich vielleicht auch damit eindecken. Mir ist der allerdings zu teuer (günstiger wird er sicher nicht mehr).
Ich habe noch 90m Doppelacht im Kühlschrank (Avichrome und E10D aus alter Produktion).
Mal hoffen, dass die Vorräte reichen, bis Ferrania endlich in die Pötte kommt.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » Sa 16. Feb 2019, 13:58

Hilfe !
Habe letztens irgendwann nachts mal bei ebay nachgeschaut.. und 7 SLR Kamera Body's für (mit versand 15Eur) geschossen.
(Ausrede : Ich war der einzigste Bieter.. und das Angebot klang so.. als würden die sonst zum schrotter gehen... denn die Kameras wurden nur wegen den Objektiven gekauft.. )
Von den 7 waren 5 (!!) minolta dynax 500si.
Damit habe ich jetzt 6... ja ist klar.
Was mache ich jetzt damit ?
Ich habe mal an jede ein objektiv und batterie mal probeweise angespaxt.. und die scheinen alle zu rennen !
Kurz : 1-2 in reserve sind nett.. also bitte helft mir ! ;-)

Mir kam aber bei den Objektiv ne abartige Idee :
Ich könnte ja mal hingehen, das Bajonett abformen, nachgiesen, und z.B. einen Adapter basteln :
BajonetA auf HT-50 Rohr.
Weil die Kamera kann eins : Automatische Belichtungseinstellung bei Fester Blende, und Manuellen Fokus...
d.H. also Eine Minolta Dynax Lomo... wäre möglich.

So... ich bin hier ansonsten fleissig am basteln..

Edit : Apropo Lomo...
https://www.lomography.de/magazine/3405 ... -gabrielle
Einfach nur schräg... :oops:
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon lommodore » Sa 16. Feb 2019, 20:32

Analog ist ja schön und gut. Filme gibts ja bei DM Billig, das 3er Pack om 36er Kodak ISO200 Farbfilm für 7€ oder so ... Entwickeln geht preislich eigentlich auch noch mit Abzügen vom Preis her.
Nun gibts aber zwei Dinge die ich gern anders hätte:

Ich hätte gern digitale Varianten davon. Scannen auf nem alten Flachbettscanner geht nur mäßig gut, die Farben sehen bescheiden aus und der Kontrast fehlt ... mit Abfotografieren mit ner Digitalen Kamera hab ich jetzt solala Erfahrungen gemacht, Negativ ans Fenster gepappt und abfotografiert mit nem Macro Objektiv, aber da ist eben die Belichtung nur so mäßig, und das Tageslicht ist eben kein Weißlicht, auch nicht sooo toll ... Da ist die Frage, gibts auch günstige Negativscanner, die was taugen? Wie kann ich sonst meine Methode mit dem Fotografieren noch verbessern? Macht das noch wer hier?


Weiterhin ist das Ding das entwickeln. Ich kann es entwickeln lassen, aber das kostet Geld. Ich kanns selber entwickeln, aber der PAF sagt nein, dass im Keller eine Dunkelkammer eingebaut & Chemie angeschafft wird, die Variante Wechselsack wäre noch akzeptabel aber ist weiterhin das Problem mit der Chemie. Eltern sagen nein zu Chemie. Für Schwarz Weiß Filme hab ich schon von Caffeenol gehört, und fixieren geht scheinbar mit NaCl, wusste ich auch nciht ... Die Frage ist: Geht das auch mit Farbfilmen? Gibts sowas auch für Farbe? Quasi als Ersatz für das C-41 entwickeln? Die Farbfilme sind so schön günstig, Schwarz Weiß ist irgendwie viel teurer O.o ... Geht das Trotzdem? Ich sah im Netz, dass man die Quasi zu Schwarz Weiß Negativen dann entwickeln kann ...

Fragen über Fragen ... helft dem Analoganfänger!
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » Sa 16. Feb 2019, 23:32

Da ist die Frage, gibts auch günstige Negativscanner, die was taugen? Wie kann ich sonst meine Methode mit dem Fotografieren noch verbessern? Macht das noch wer hier?

Oh.. hier liegt ein Negativscanner rum.. sobald ich ihn mal endlich in Betrieb genommen habe, kann ich was zu dem Modell sagen...

Chemie : Ich kenne mich nur mit S&W aus.... aber Fixiersalz ist nicht ungesund.
https://de.wikipedia.org/wiki/Natriumthiosulfat
Damit wäre das schon mal vom Tisch. ;-)

Achja.. früher habe ich auch mal nen Farbfilm mit SW entwickelt.. ging irgendwie.. müsste ich noch mal machen.. danke für die Idee

Verschiedene Entwickler können es sein.
Und ja.. Caffeenol geht auch für Papier.. wie ich herausgefunden habe. Stinkt nur fürchterlich.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon RMK » Sa 16. Feb 2019, 23:45

Du kannst Farbfilme auch als "Schwarzweiss" entwickeln, Du verschwendest dann die Möglichkeit mit den
Farbkupplern - egal. Größeres Problem ist aber die orangefarbene Maskierung der (Farb)Filme, die stört
beim Vergrössern - beim Scannen weniger, da kannst es wieder rausrechnen (lassen).

ein Flachbettscanner mit Durchlichteinheit ist nicht sooo teuer, ich hatte nen Epson 1200, der war schon recht
okay. Natürlich nicht vergleichbar mit einem echten Negativscanner, aber für die ersten Weiterverarbeitungen
brauchbar - speziell wenn die Fotos später nur auf Handydisplaygröße benötigt werden :-)


Zauberkopf: ich hatte auch mal das Dynax-System von Minolta, das war schon sehr schick. bin dann aber
irgendwann umgestiegen. Objektive sollte es günstig geben, aber was ich mit 6 gleichen Kamerabodys
anfangen würde - keine Ahnung. Vielleicht 6 50er-Objektive draufsetzen, Kameras im Kreis aufstellen,
gleichzeitig auslösen und dann "Bullet Time" für Arme damit machen? *g*

und wegen Deiner Idee mit dem Bajonett abformen - lass das. besorg Dir beim Chinamann Kameragehäusedeckel,
sozusagen das Gegenstück eines Objektiv(rückseiten)deckels und verarbeite die weiter. Lochblende, einfache Linse
einbasteln, sogar ein selbstgemachtes Lensbaby geht damit
https://de.wikipedia.org/wiki/Lensbaby (und macht riesig Spass, heisser Tip von mir ;-) )
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » So 17. Feb 2019, 00:04

*lach*
Ich wollte damit sagen : Wer will ne Dynax ?!
Auf jedenfall, werde ich jetzt hingehen, und ne Dynax einfach dauernd im Rucksack lassen.. ;-)

Lensbaby... sehr schick ! Danke für den Tip !
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Marsupilami72 » So 17. Feb 2019, 01:38

Die einfachen Negativscanner sind nichts anderes als Webcams, die das Negativ abfotografieren - die Dinger kann man sich sparen.

Ein ordentlicher Flachbettscanner mit Durchlichteinheit ist m.E. die günstigste Variante, um Negative in den Rechner zu bekommen. Ich habe für meinen Epson Perfection 3200 Photo irgendwas um die 40€ bezahlt - damit kann ich Negative bis 4x5" einscannen...
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Später Gast » So 17. Feb 2019, 12:41

ja die Epson Perfection Modelle sind wohl ne gute Idee, leider kosten die guten Modelle da auch schon in Richtung 800 Ocken. Man kommt aber auch mit Billigerem erstaunlich weit, ich scanne seit Ewigkeiten mit nem Canoscan 4200F und man kann schon bis 50x75cm vergrößern. Mit Abstrichen, aber es geht. Man steht bei großen Bildern ja auch nicht mit 5 cm Abstand vorm Bild und glotzt sich die Pixel an.

Wegen den Bajonetten und Objektivbasteleien, ich hab mir jüngst mit nem futschen Objektiv und nem 52 auf 49mm Adapterring und ner Portion Heisskleber nen Retro-Adapter gebaut. 50mm Objektiv falschrum drauf und schwupps kommt man seeehr nah ran an sein Sujet. Alles im Strahlengang schwarz anpinseln hilft ungemein. Ne Lochkamera hab ich auch schon mal gebastelt. Leider kann das an SLRs seinen Vorteil nicht so recht ausspielen, weil man dank Spiegel nicht unbegrenzt nah an die Filmebene rankommt.

Hier hab ich 4 Türspione auf nen Objektivdeckel geklebt, auf 24mm Objektiv aufgeklemmt. Garnicht so leicht, auf allen 4 Bildkreisen bildwürdiges Material einzufangen.

Bild
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » Mi 20. Feb 2019, 22:19

So... weiter gehts :
Also gestern musste ich unbedingt mal die Chemikalien zu "Ansco70" zusammen mischen.
Ausserdem habe ich gemerkt, das digitaltruth nicht immer korrekt ist.. weil ich wollte mal mit Rodinal entwickeln, und heraus kamen sehr dünne negative.
Dann habe ich einen kleinen Unfall im Kühlschrank bemerkt :
Ein Päckchen Agfa Brovira Brilliant ( BH121)... wo ich vermute, das dieses Päckchen wesentlich älter ist, als ich, lag ungünstig im Kühlschrank.. es blähte sich etwas auf...

Also... angeblich, soll man ja mit Lith, so einiges verwurschteln können...
okay.. probieren wir es mal.
https://www.fotografie-in-schwarz-weiss ... ein12.html

Und so einiges was da drin steht ... stimmt wirklich.
Der erste Versuch mit Ilford Speed.. konnte man direkt in die Tonne kloppen..
Man belichtet über... man wartet.. man zweifelt ...
also... hier rund 80sec.
Und irgendwann tut sich wirklich mal was.
so... nach 10-15 min.
Und man denkt sich wow ! Bei den dünnen negativen... bei dem ollen papier..

Bild

gleich gehts weiter... scanner scannt.. Katze hat Hunger.. und ich habe gerade mit erschrecken festgestellt, das ich zu viel Katzenfutter aber nix für mich habe...
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » Mi 20. Feb 2019, 22:56

Beim nächsten versuch, bemerkte ich : Oh... man kann die Blende ja noch weiter aufdrehen.
3 klicks später, bei absolut offener blende 80sec :
Bild

Also die "Farbigkeit" nimmt beim 2. Versuch zu !

Das mit der Farbigkeit.. habe ich aber erst bemerkt, als ich merkte : Oh.. shit.. es ist verdammt spät... ich müsste mal pennen.. und habe dann mal das grosse licht eingeschaltet.
das war ein netter OHA-Effekt !

Eigentlich könnte ich noch nen 3. Versuch posten :
Also .. da habe ich belichtungszeit noch mal 3 mal verlängert ( ernsthaft ! 3*80sec.. was der timer halt so hergibt).
Aber ich habe den Print zu früh rausgenommen.. Spot und Ada sind nicht so schwarz, wie vorhin...
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon RMK » Mi 20. Feb 2019, 23:05

ich hab mal einen Ausschnitt eines KB-Negativs auf 60x80 hochvergrössert und musste 8 min belichten :)
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » Mi 20. Feb 2019, 23:18

Erst mal noch mal Danke für das Papier !

Sag mal.. weist Du zufällig wie alt das ist ? Ich vermute ja stark, älter als ich.. ;-)
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon RMK » Mi 20. Feb 2019, 23:45

ehrlicherweise weiss ich das nicht.. (allerdings auch nicht wie alt Du bist ;-) )

auch altes Papier funktioniert meistens noch, wie man ja sieht, aber mit Einschränkungen in der
Empfindlichkeit und auch in der Qualität - Schleier, Schwärzung usw... für Lithentwicklung ist
es aber sehr oft noch gut zu gebrauchen.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » Do 21. Feb 2019, 10:37

Oder anders gefragt : Wann hat Agfa angefangen von Made in Germany auf Made in West Germany zu wechseln ?
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Schneewittchen » Fr 22. Feb 2019, 16:13

Grade gesehen, einiges zu verschenken, ich könnte im Bedarfsfall was sicherstellen.

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 8-245-6415
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » Sa 9. Mär 2019, 11:15

Agfa Box vs Cyanotypie.
Bild

powered by Platinenbelichter... ;-)
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » So 17. Mär 2019, 17:26

So ... neues von der Cyanotypie Front :
Die folgenden Prints entstanden auf 160g Papier und ordentlich gelantine in der suppe...
Der Print da oben, der war "nur" auf normalen Büro Papier....

Bild
Bild
Bild

Real sieht das alles noch dramatischer aus... vor allem, funkeln die blauen stellen, leicht metallisch... Es macht Spass !

Vorallem, konnte ich die belichtungszeiten reduzieren. Brauchte mein Platinenbelichter rund 30-45min für nen Abzug...
schafft das die 100Watt UV LED in 3min.... HAR HAR HAR !
(also rund 10-15cm abstand... )

Dann kam noch ein Grokus Belichter für 10Eur zu mir.....
Und ich dachte das Teilchen ist wunderbar zum experimentieren und umbauen geeignet :

Bild

Problem : Belichtungszeit rund 3 Stunden.
d.H. also IGOOORRRR MEHR LICHT !
Bei dem ersten versucht ist natürlich viel Licht noch herumgestreut.
Da muss ich was unternehmen : Die Funzel hängt jetzt ca 20cm über den Kondenser... d.h. extrem viel Licht, wird bei einem Abstrahlwinkel von 120° verschwendet.
Schätze ich brauch ne 2. Linse....
https://www.ebay.de/itm/3-St%C3%BCck-LE ... 1438.l2649
Würde das klappen ?

Idee 2 : Diaprojektor.
Normalerweise Kernschrott.. aber kurioser weise auf beiden Flohmärkten heute und gestern nicht vorhanden gewesen.
Wie nah bekommt man einen Dia-Projektor fokusiert ?
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon sparky » So 17. Mär 2019, 19:41

@Zauberkopf!

Toll! Das gefällt mir wirklich sehr! Das will ich in jedem Fall auch noch probieren. Hab sogar noch ein paar 6x6 Negative mit denen das noch mehr Spaß machen dürfte.

Wo hattest du dir die nötige Chemie besorgt? Zeichenpapier hätte ich sogar noch hier. Geeignete Belichtungsquelle müsste ich allerdings auch erst besorgen. Sonne ist ja grad nicht so gegeben.

Statt Diaprojektor einfach einen alten Vergrößerer auf UV-LED umbauen? Die bekommt man doch auch oft hinterher geschmissen
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » So 17. Mär 2019, 20:03

Chemie = Ebay.
Hab sogar noch ein paar 6x6 Negative mit denen das noch mehr Spaß machen dürfte.

Also... die anderen Abzüge waren sogar 6*9 Negative.. Agfa Synchro Box.
Also Wir reden hier über Abzüge im A6 Format.

Geeignete Belichtungsquelle müsste ich allerdings auch erst besorgen. Sonne ist ja grad nicht so gegeben.

Also : Angeblich gehen sogar Kaltweisse LED's.. ich habe mal eine in der 100Watt Klasse bestellt, aber die kam noch nicht an.
Auf den Versuch bin ich wirklich sehr gespannt !

Ansonsten ist UV sowas von Ekelhaft !
Zum Vergleich : 100Watt COB LED, ist schon wirklich Augenkrebs pur.
Nur 390nm UV... ist Augenkrebs aber, Du merkst das nicht. Die Pupille reagiert nicht...
Vorsicht also.
Ich habe glück das ich ein Halb defektes Labornetzteil habe, das zwar nur noch Müll anzeigt, aber 36V bei 3,2A macht.
Da regel ich einfach mal auf 100mA runter, justiere, und schon da wirds unangenehm.

Statt Diaprojektor einfach einen alten Vergrößerer auf UV-LED umbauen? Die bekommt man doch auch oft hinterher geschmissen

Genau das habe ich ja vor.
Und genau hier habe die Schwierigkeit die 100Watt LED durch das System zu jagen.
Was ich vorhabe, ist ja was anderes, als für das der Vergrösserer gebaut wurde :
Dank der Photochemie, bzw des Entwicklers, braucht man ja nur ein paar Lichtquanten, um das Silberpapier zu belichten.
d.H. Wirkungsgrad = Scheissegal.
Was ich vorhabe ist eigentlich aus einem Vergrösserer einen Diaprojektor zu bauen.....

Eigentlich auch ganz geil :
Datenschutz-Portrait.
Leider versehentlich den Verschluss zu lange offen gelassen (Bulb).
(hmm.... es müsste doch eigentlich klack machen... oh... scheisse... )
Negativ war da ziemlich gut schwarz.
Statt rund 3min 60min belichtet.
Man sieht.. vom Negativ ist nix mehr zu sehen.. alles blau.
Bild
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