Reparaturerfolge

Der chaotische Hauptfaden

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ESDKittel
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von ESDKittel » Fr 11. Okt 2019, 17:21

Nicht wirklich eine Reparatur, im Rahmen eines anderweitig notwendigen Batterietausches hab ich meiner Joule-Thief basierten (mit ASY75 germanisierten) Taschenlampe dann doch mal eine neue "leere" Batterie spendiert.
Bei ca. 250mV Restspannung der alten Batterie hat der Energiedieb noch ein halbes mA in die LED gedrückt.
Reichte um nachts aufm Weg zum Klo nirgendwo anzuecken.
Bild
Da die Lampe eh offen ist, auch gleich die angejahrte LED durch was aktuelles ersetzt.
Bild
Die ist deutlich heller, so daß die 250mV Batterie eigendlich drin bleiben könnte :? ... anschwingen tut der irgendwo bei 100mV...

sukram
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von sukram » Fr 11. Okt 2019, 17:45

Würde der mit einer Superhellen Roten LED nicht noch etwas mehr Licht bringen? Zumal rotes Licht afaik auch schonender für die Augen Nachts ist.

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Hightech
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Hightech » Fr 11. Okt 2019, 17:48

Die höchste Empfindlichkeit hat das Auge bei 550nm, also grasgrün.

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von sukram » Fr 11. Okt 2019, 17:54

Das ist mir klar - ich dachte eher daran, dass rotes Licht weniger Blauanteil hat :o - sprich die physiologische Wirkung Nachts

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ESDKittel
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von ESDKittel » Fr 11. Okt 2019, 18:12

sukram hat geschrieben:
Fr 11. Okt 2019, 17:54
Das ist mir klar - ich dachte eher daran, dass rotes Licht weniger Blauanteil hat :o - sprich die physiologische Wirkung Nachts
Da ist natürlich was dran, man würde eventuell weniger Wach werden.
Eine rote LED hätte auch den Charme niedrigerer Flußspannung, da muß der Wandler weniger hochsetzen.

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Harley » Fr 11. Okt 2019, 18:45

Purkinje-Effekt ist das Stichwort:

Aufgrund dieses Effektes verwendete man z. B. in älteren U-Booten rotes Licht zur Innenbeleuchtung, wenn Nachtbeobachtungen vorgesehen waren. Denn bei rotem Licht werden die Stäbchen wenig beansprucht und das Auge ist besser für das Sehen bei Dunkelheit angepasst (Dunkeladaption). So war es bei Nacht möglich, durch das Sehrohr des U-Bootes zu blicken, ohne dass sich die Augen lange auf die Dunkelheit außerhalb des Bootes einstellen mussten.(wiki)

Rot ist also nachts besser. :ugeek:

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Name vergessen » So 13. Okt 2019, 03:43

ESDKittel hat geschrieben:
Fr 11. Okt 2019, 17:21
Joule-Thief basierten (mit ASY75 germanisierten) Taschenlampe
Den Joule Thief kenne ich natürlich und ASY75, bzw. Germanium, ist eine Ansage, aber hast Du irgendwelche Infos zur Spule?

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ESDKittel
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von ESDKittel » So 13. Okt 2019, 11:54

Leider nicht wirklich...
Der Kern ist irgendein nicht näher bestimmter Minidonut aus der Bastelkiste aus der Kaste der Megahurts-zu-Minihurts-Converter und die Wicklungszahlen wurden empirisch ermittelt.

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von andreas6 » So 13. Okt 2019, 19:13

Letzte Woche fiel ein alter 10/100er Switch aus und das Lan einer Kita war lahmgelegt. Einen intakten Ersatz eingebaut und die Leiche des Netzteils beraubt. Ist ein klassischer Aufbau mit 3842, nichts ungewöhnliches. Aber ohne aktive Lüftung im einstöckigen 19"-Gehäuse, da werden Elkos nicht alt. Die sekundären hatten es alle überstanden, wurden ersetzt. Ein ausgeglühter Crowbar-Thyristor wurde durch einen ähnlichen aus Nos-Bestand ersetzt. Mit primärem Lampenvorwiderstand in Betrieb genommen, die vor einiger Zeit dazu umgebaute Steckdosenleiste und eine 40W-Kerze eingesetzt. Lampe bleibt dunkel, Ausgangsspannungen und Rohspannungen knapp einstellig. Der 3842 macht also Anlaufversuche, gut so. Sein Pufferelko war tot, einen 100er mit 35V spendiert. Damit kam er wieder hoch und die Ausgangsspannungen wurden mit extra angelöteten grünen Leds angezeigt. Nachgemessen, Spannungen sind tolerabel. Einbauen, Switch als Reserve einlagern. Bis der nächste ausfällt.

MfG. Andreas

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Mista X » Mo 28. Okt 2019, 09:37

Voltcraft Labor NT Digi 40
Fehler: 56V Dauerfeuer am Ausgang
Ursache: Endstufentransistor hatte vollen Durchzug

Kalibriert, gereinigt - läuft. Zweitnetzteil kann man immer brauchen.

Voltcraft ist geisteskrank - die haben die Transistoren ohne WLP und dergleichen sehr locker und ohne Federringe auf den KK montiert gehabt.

Dann war ÜBERALL im und am Gerät so eine widerliche braune, ölig / modrig riechende Mompe. Klebte wie nix gutes, und war stellenweise 2cm dick. Sah aus, als hätte das Gerät damit geduscht.
Was zum Geier war das?! - Ging mit Alkohol und reichlich Lappen recht gut weg.

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Toddybaer » Do 31. Okt 2019, 21:15

Hat sich jemand eigendlich schonmal Gedanken gemacht, ob sich diese Repariererei überhaupt lohnt?

Also ich meine jetzt nicht finanziel, sondern, wie viel Co2 man so schon eingespart hat, indem man etwas repariert hat und nicht weggeworfen hat, sondern neu gekauft hat.

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Chemnitzsurfer » Do 31. Okt 2019, 21:25

Mista X hat geschrieben:
Mo 28. Okt 2019, 09:37
Voltcraft Labor NT Digi 40
Fehler: 56V Dauerfeuer am Ausgang
Ursache: Endstufentransistor hatte vollen Durchzug

Kalibriert, gereinigt - läuft. Zweitnetzteil kann man immer brauchen.

Voltcraft ist geisteskrank - die haben die Transistoren ohne WLP und dergleichen sehr locker und ohne Federringe auf den KK montiert gehabt.

Dann war ÜBERALL im und am Gerät so eine widerliche braune, ölig / modrig riechende Mompe. Klebte wie nix gutes, und war stellenweise 2cm dick. Sah aus, als hätte das Gerät damit geduscht.
Was zum Geier war das?! - Ging mit Alkohol und reichlich Lappen recht gut weg.
Wie alt ist das Netzteil?
Das Diggi 40 war meines Wissens in den 80er Jahren i der DDR entwickelt wurden, kann also sein,das Federringe und Wärmeleitpaste gerade aus waren.
https://www.rft-hifigeraete.de/275785.html
etwa 1/3 runter scrollen
Das kurzschlussfeste VOLTCRAFT Labornetzgerät DIGI 40 – 0…40V/5A wurde von STATRON speziell für den CONRAD-Versand entwickelt und in den Jahren 1986 bis 1992 im brandenburgischen Fürstenwalde produziert.
...
VOLTCRAFT DIGI 40 (EMG 18143)

Spätere VOLTCRAFT DIGI 40 (nach 1992) stammen offensichtlich aus ungarischer Produktion und erhielten bei gleichen Leistungswerten ein Gehäuse passend zur restlichen TNG/DIGI-Serie.

andreas6
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von andreas6 » Do 31. Okt 2019, 21:57

Die für Conrad gefertigten Geräte waren oft bis aufs Minimum abgespeckt ob der Kosten. Es musste billig sein und das war es dann auch. Natürlich leitet Kupfer besser als ein Alu-Kühlkörper und auch jeder Federring kostet Geld. Der Rotstift schafft es, gute Produkte zu minderwertigen zu machen. Für einen Klacks mehr hätte man ein echt gutes Teil herstellen können und hat das auch getan, aber nicht für den Preisdrücker Conrad. Mir sind ab und zu solche Geräte begegnet und sie ließen sich mit nur wenigen Handgriffen auf tauglich umbauen. Kostete jeweils nur wenig Kleinmaterial, brachte aber sehr viel.

MfG. Andreas

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von rene_s39 » Do 31. Okt 2019, 23:34

Wenn die Voltcraft-Labornetzteile in meiner Gegenwart _ein_ Problem haben, dann ist es ein defektes Poti der Strombegrenzung.
Egal ob das TNG235 von Anno 1900, oder ein PS-303D oder das relativ frische VLP 1405.
Letzteres habe ich heute behandelt, nachdem mir fast eine kleine Lipo Tütensuppe hochgegangen ist, weil plötzlich die vollen 5A reingeschossen wurden.
Das PS-303D auf der Arbeit zeigt so langsam auch Auffälligkeiten, da wäre es im Gegensatz zum VLP 1405 aber tatsächlich auch vom Alter her berechtigt.

Gruß,
Rene

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Matt
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Matt » Fr 1. Nov 2019, 18:57

Aus diese Theard :https://www.fingers-welt.de/phpBB/viewt ... 11#p290467
gibt was neues zu lesen.

eine TDS420A (4Kanal, 200Mhz) ohne Gehäuse hat eine Kanal zuviel Offset. Messung ging ohne Schaltplan relativ gut. Ergebnisse: Hybride ist kaputt, Verdacht auf Überspannung, wenn ich in eine Bereich nur noch ca 901kohm (Soll 1Mohm) Eingangswiderstand messen könnte.

Also, TDS430A ( 2Kanal 400Mhz) wird zerlegt , um an Hybride ranzukommen. Beide wurde heruntergeföhnt.
Ich habe auch an TDS420A Platine herumgeföhnt , ist keine gute Idee.
IMG_20191101_122210.jpg
IMG_20191101_122551.jpg

Denn eine Hybride ist auch vermutlich wegen Hitze verreckt ( eine Bereich maximal an Anschlag. Hybrides Herzstück ist 3fach Impedanzwandler mit "Inhibit"-Eingang).
Geflucht und Hybride knacken und rauswackeln.

Jetzt ist 2 Hybride eingebaut ( Der mit 774 Datumscode ist Ersatzteil aus TDS430A)
IMG_20191101_162042.jpg


Selbsttest ohne Fehler.
IMG_20191101_160647.jpg

Ausbeute...
IMG_20191101_173208.jpg

Abschlussbilder
IMG_20191101_172937.jpg

Diese Oszilloskop ist zum abgeben. Das wurde bereits am Anfangs angekündigt, dass ich alle "grüne" TDS loswerden möchte.

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Toddybaer
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Toddybaer » Sa 2. Nov 2019, 10:55

Zu den beiden RC Fahrzeugen von gestern.

Das von Dickie ist wirtschaftlicher Totalschaden. FB nicht dabei, Verstellhebel für den Geradeauslauf fehlt.

Das von Carrera. FB eingeschaltet, leuchtet, also da ist sogar noch Saft drin. Auto Fährt aber nicht. Akku vom Fahrzeug komplett tot, auch nicht wieder zu beleben. 7,4V LiPo. Da da wird sich doch was basteln lassen :twisted:
Also zwei 18650 Zellen aus Laptopakku, Auto fährt kurz an, geht dann aus. Test am Labornetzteil, alles OK... hmmm :?
Also Auto generell ja schonmal OK. die grünen Zellen waren mir eh irgendwie komisch, also mal zwei schmucke Rosa Zellen zusammen gehalten, geht.
Neues akkupack zusammengelötet. Geht. OK, das Batteriefach geht jetzt nicht mehr 100% ig zu, dafür aber mehr Kapazität, sprich längeren Fahrspaß.
Das Ding macht auch gewaltig Speed.

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Matt » Sa 2. Nov 2019, 13:53

Nächste Reparaturserfolge: Sony/Tektronix AWG2021

Der arbiträre Signalgenerator stammt auch von amtliche Fund.

Auf Aufkleber (Kreppband :roll: ) steht "Schaltnetzteil tot"
Ich hatte es zusammengebaut (es lag lose drinnen).
Hui, alte Schaltnetzteil hat schon aktive PFC .
An Trennstelltrafo angeschlossen und "prinzipelle Netzschalter" (Ja, es ist an hinten in englisch aufgedruckt) gedrückt. Davor wurde Sicherung erneuert (es fehlt)
Da gab nichtmal typische Stossstrom von Schaltnetzteil (auch bei aktive PFC) und ich habe auch gemesst, dass 230V wirklich an Schaltnetzteil ankommt.
Ja, es tut. mmmh... Gleichrichter, NTC oder so ist wohl zerrissen.

Ich dürfte Schaltnetzteil ausbauen und Strompfad verfolgen. Nach Triac ist alles hochohmig.... HÄ, was macht Triac da dort.
Ich dachte: Wohl Standby-Netzteil defekt, wenn Triac nicht angesteuert wird. Schaltung genauer angucken und sah dass Triac parallel mit Widerstand geschaltet ist. Aha ! Widerstand auslöten und gemesst: Aufdruck 6,8 Ohm, Messung: unendlich.
Widerstand wurde mit irgendwelchere unter 10 Ohm ersetzt. Aha, das ist japanische Art von Stossstrombegrenzer :-D

Dann erwachtet es und begrüsst mich mit "Trigger FAIL (810)"
Signal wird nicht erzeugt, einzig was ich am Ausgang locken könnte:einstellbare Offsetspannung.
IMG_20191031_190941.jpg
Servicemanual ohne Schaltplan gibt zum herunterladen, wie ich das hasse !
Dank Servicemanual weiss ich, dass Taktverteilung& Erzeugung Problem macht.
An 7805A von JRC messe ich 180-190mV. Eingangsspannung = 12V (OK), 7805A ist kühl geblieben.

Blöd, dass ich mometan keine 7805 auf Lager habe und ersetzt es durch LM317 mit Widerstand.
Gleich ist LM317 zerisst. OK, nächste rein , mit Schutzdiode gegen Rückspeisung . Nö..grmbl.
Nächste LM317 mit 2x Diode (diesemal zusätzliche Verpolungsschutz) reingelötet.
Nix da !! Wieder gestorben ! '+§$%& !
IMG-20191031-WA0025.jpeg
Schnauze voll und ich lötete "Schaltregler-7805 " (Recom RB785.0-0.5) rein und Kisten rennt und gibt zusammengewürfelte Signal raus.
Dann hab ich von TDS430A Leiche paar Druck-Knopfe geklaut .

AWG2021 behalte ich
IMG-20191101-WA0005.jpeg

Ausbeute und zerschossene LM317(einer ist aus dem Fenster geworfen)
IMG_20191101_183716.jpg
(sorry für augustmars-Qualität)

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Mista X
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Mista X » Mo 4. Nov 2019, 11:26

Diese Form der Strombegrenzung ist auch im FUG HV Netzteil im Einsatz.
Hast du denn am Ende herausgefunden was jedes mal den 7805 gekillt hat?

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von unlock » Mo 4. Nov 2019, 21:04

Matt hat geschrieben:
Sa 2. Nov 2019, 13:53


Blöd, dass ich mometan keine 7805 auf Lager habe und ersetzt es durch LM317 mit Widerstand.
Gleich ist LM317 zerisst. OK, nächste rein , mit Schutzdiode gegen Rückspeisung . Nö..grmbl.
Nächste LM317 mit 2x Diode (diesemal zusätzliche Verpolungsschutz) reingelötet.
Nix da !! Wieder gestorben ! '+§$%& !


Schnauze voll und ich lötete "Schaltregler-7805 " (Recom RB785.0-0.5) rein und Kisten rennt
Hallo,
Du weist aber schon,das der LM317 ein anderes Pinout wie der 7805 hat? :)

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Matt
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Matt » Di 5. Nov 2019, 08:09

Arg, du hast mich!

Man sollte nich morgen früh ohne Kaffee zusammenbauen.

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Spike
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Spike » Do 7. Nov 2019, 10:46

Unbedeutend aber erfreulich: Bürokopfhörer meiner Frau läuft wieder.
"Rechts tut er nicht mehr - kannste mal gucken?"
Öhm ja. Kann er. Kabel auf einem halben Meter mit Überrollspuren bis zu Flachbandstärke :D Aber: Bis zum Schallwandler alles OK.
Die Schwingspule der rechten Seite wollte beim Messen keinen Widerstandswert annehmen. Bino an. Spule freigängig und ohne offensichtliche Schäden. Also die Vergussmasse aufgepopelt und die Anschlüsse am Lötpad freigelegt. WTF?
Ein Käbelchen war nur noch Brösel. Lötnadel und Litze haben dann bei der explorativen Sektion noch den Anfang des erodierten Leiters gefunden. Violà, 66 Ohm. Heißkleber drauf und gut.

janosch
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von janosch » Do 7. Nov 2019, 18:07

Canton Musicbox XS

Fehler: Kratzgeräusche bei der Wiedergabe.

Vor kurzem ist mir eine Bluetooth Brüllbox zugelaufen.
Offensichtlich ist das Ding mal vom Tisch gestürzt und hat eine sichtbare Delle an einer hinteren Ecke davongetragen.

Von außen sind keinerlei Schrauben zu erkennen. (Ich habs verpennt ein Bild mit den Gittern zu machen)

Wenn man aber mit einem spitzen Gegenstand, seitlich in ein Loch der Lautsprecher Abdeckung eindringt, kann man diese abziehen.
Funktioniert sowohl auf der Vorder.- wie auch auf der Rückseite.
IMG_7505.jpg
IMG_7506.jpg
Dahinter verbergen sich dann, auf der Vorderseite zwei runde, angetriebene Chassis und eine ovale Passiv-Membran.
IMG_7504.jpg
Auf der Rückseite ist nur eine ovale Passiv-Membran.
Dafür aber zusätzlich eine Lade -, eine Micro USB - und eine 3,5 mm Klinken-Buchse als AUX Eingang.

Zum testen das Teil mal eben mit dem Smartphone über Bluetooth gekoppelt und etwas Basslastige Musik wiedergegeben.
Alle Achtung, für so eine kleine Schachtel (BxHxT‎: ‎18,5 x 5,5 x 6,3 cm) mach das Ding einen wirklich ordentlichen Sound, wenn das Kratzen nicht wäre.

Nach dem entfernen der umlaufend angeordneten Schrauben war der Blick ins innere frei.
IMG_7501.jpg
IMG_7502.jpg
Durch den Aufprall hatte der Akku sich verschoben und zwei seiner Haltenasen abgebrochen.
IMG_7503.jpg
Diese lagen nun lose im Gehäuse bzw. klemmte eine im linken Lautsprecher-Chassis.
Die Haltenasen habe ich dann, mit Sekundenkleber, wieder an ihrem ursprünglich Platz verankert und als zusätzliche Akkuhalterung noch eine kleine Wurst Karosseriekit dazu gelegt.

Leider waren die zwei Haltenasen nicht der Grund für die Geräusche bei der Wiedergabe.

Ich habe mir dann die Lautsprecher und die Passiv-Membranen genauer angeschaut.
Dabei viel auf das die Sicke von der hinteren Passiv-Membran eingerissen war.
Die auf der Rückseite aufvulkanisierte Metallplatte hat beim Sturz wohl die Sicke beschädigt.

Ein Tropfen Sekundenkleber und zusätzlich noch eine dünne Haut aus Polymer-Kleber haben dann den Riss, in der Sicke, wieder verschlossen.

Nach dem Zusammenbau und einem erneuten Funktionstest waren die Kratzgeräusche verschwunden.

Das Ding genießt jetzt sein zweites Leben als "Baustellenradio"


Gruß
Jan

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xanakind
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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von xanakind » So 10. Nov 2019, 16:18

Ich habe hier gerade eine defekte alte QSC Endstufe am Wickel.
Ist eine USA1300
1.jpg
Fehler: Ein Kanal schaltet sich nicht ein und bleibt im Protect.

Die Endtransistoren sind alle ok. Zumindest Messtechnisch kann ich keinen groben Fehler finden.
Kein DC am Lautsprecherausgang (vor dem Relais)
Ich habe ja die Schutzschaltung im Verdacht:
2.jpg
Also mal im Schaltplan geschaut, super simpel:
Plan.jpg
Und diese blöde Rote LED ist nicht nur ein Indikator, sondern bestandteil der Schaltung.
Also mal ausgelötet und an den LED Tester geklemmt: Nix
neue eingelötet--> Geht! :D
Eine nur eine blöde defekte LED war an diesem Fehler schuld :roll:

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von E_Tobi » So 10. Nov 2019, 18:23

Subwoofer mit abgebrochenem Cinchstecker-Mittelpin im Input.
Vorsichtig durchgebohrt, Reste mit kleinem Schraubendreher rausgepopelt, passt wieder....BTW, seit wann gibt es Cinchstecker deren Mittelpin nur metallisierter Kunststoff ist?
Anyway, nach der Reparatur ging immer noch nix, also aufgemacht und gesehen dass irgendwer beim letzten öffnen vergessen hat das Chassis an den Amp anzustecken.
Gefreut, angesteckt, zusammengebaut, eingesteckt, brummt wie Hulle. Naja, bekannter Fehler, paar Elkos noch...

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Re: Reparaturerfolge

Beitrag von Chemnitzsurfer » So 10. Nov 2019, 18:37

Cinchkabel Imitat mit Plastepin in der Mitte um den etwas in der Art von Alufolie gestülpt wurde hatte ich auch schon öfters. Nehme dann einen Uhrmacherschraubendreher ( 10 Stk 1€ aus dem Postemarkt) , mache die Spitze mit einen Jet Feuerzeug heiß und lass sie in der Plaste einschmelzen und abkühlen. Danach kann man den abgebrochen Stift meist ganz gut herausziehen. Den Tipp hat hier jemand ausm Forum mal geschrieben.
Passiert meist, wenn die Kabel nach alten Autoreifen stinken und am Kühlschrankmagnet kleben bleiben...

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