Ex Lampe Adalit L2000-L

Der chaotische Hauptfaden

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Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon Gary » So 5. Nov 2017, 00:40

Ein Freund hat eine Ex Lampe (um 350€ Neupreis) vorbei gebracht, die will nicht mehr
Akku defekt

Das Anschlusskabel vom Akku kommt als Schleife aus der Vergussmasse, habe ich mit Nadeln kontaktiert und festgestellt das der Akku hochohmig geworden ist. Es sind 2 18500er Zellen mit je 2Ah, sollen für 4 Stunden Spot oder 8 Stunden mit breiter gestreutes Licht reichen. Der Unterschied zwischen den Stufen - ein Widerstand.

Ist Mega robust, aber die Handlampe von Pollin für 10€ ist mir lieber. Die Pollin Handlampe ist heller mit besserer Lichtqualität.
Dateianhänge
Lampe4.jpg
Der Akku mit etwas Kabelgewirr und Elektronik.
Lampe3.jpg
Das Kühlblech ist weder Alu noch magnetisch, dafür klein
Lampe2.jpg
Das ist der Reflektor, Acryl Glas, klein Weitwinkel, groß Spot.
Lampe1.jpg
Als Überblick, das Glas vorne ist knapp 4mm stark
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon AlexVR6 » So 5. Nov 2017, 00:49

Hab beruflich mit den Dingern zu tun. Bloß bei mir sind die halt alle NEU. Sind nicht mehr so Stand der Technik, aber so schlecht finde ich die jetzt nicht, bis auf den Preis.
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon Gary » So 5. Nov 2017, 01:52

Mit Ladegerät muss da eine Kommune 450€ hinlegen, nach rund 5 Jahren 120€ für den Ersatsakku. Das es Ex geschützt nicht bei Aldi im Wühlkorb gibt war mir klar, aber so krass hätte ich die Preise nicht eingeschätzt. Es gibt ja auch Stückzahl von den Lampen.
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon uxlaxel » So 5. Nov 2017, 02:10

ich nehme mal an, dass das meiste geld im zulassungsprozess (mehrere zig gutachten, laborproben, normbrände uvm.) verschlungen wird.
dass die dinger sehr einfach aufgebaut sind, ist für mich nicht unbedingt negativ. viel mehr ist es das KISS-prinzip (Keep it simple, stupid), dass da nicht viel kaputt gehen kann. dass ein akku "nur" 5 jahre hält, kann man sich als durchschnittskonsument kaum vorstellen, schließlich ist bei dem meisten haushaltsgedöns nach 1/2 bis 2 jahren schon ebbe.
interessant ist es auf alle fälle mal dort einzuschauen! ;)
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon Gary » So 5. Nov 2017, 02:37

fehlende Konkurrenz ist eher das Problem, die Zulassungskosten verteilen sich ja auf zig Geräte.

Mich enttäuscht die schlechte Kühlung, die LEDs sind ohne Wärmeleitpaste montiert. Dann ein Widerstand für die schwächere Stufe. Da wurde viel Potential verschenkt.
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon uxlaxel » So 5. Nov 2017, 02:57

Wie Bastelbruder so schön immer sagt: Wärmeverhinderungspaste, ganz auch meine Meinung . Mitunter ist das direkte Montiereneben besser und sinnvoller.
Eine PWM zur Reduzierung der Leuchtkraft und Steigerung der Effizienz benötigt etliche Bauteile, unter anderem einen "lebensdauer-begrenzen" Elko. Die Wahrscheinlichkeit, dass da was aussteigt, ist deutlich größer als bei dem Widerling alleine.

Toll, dunkle Stufe ist kaputt. Als sie noch funktioierte, leuchtete sie 7,3 Minuten länger. Schade, geht nicht mehr.

So in etwa?
Ich glaube, der Widerstand war nicht nur die billigere Lösung, sondern auch die bessere. Ich würde es auch immer wieder so machen.

LG Axel
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon Till » So 5. Nov 2017, 23:30

Bei den ex Lampen gibt es auch verschiedene Hersteller, mittlerweile sogar bezahlbare.

Die Preise sind aber normal in dem Bereich, ein simpler unbeleuchtetes einfach tastergehäuse von Stahl kostet 160€, eine wannenleuchte 300€.
Davon haben wir in den Anlagen hunderte verbaut.
Es gibt einfach keine Alternative.
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon Gary » Mo 6. Nov 2017, 00:59

An die Preise muss man langsam heran geführt werden...

Habe noch etwas getestet und ergoogelt.
Es sind 1W LED mit 5000-8000K 80-90 Lumen 350mA. Habe etwas getestet mit Netzteil und parallel angeschlossenen Läppi Zellen. Die LED ist nur über einen Widerstand am Akku, keine Strom Regelung. Man kann sich die Entladekurve des LiIon Akku anschauen und die nötige Spannung der LED und wird fest stellen das nur ein kleiner Teil der Akku Kapazität genutzt wird. Am Ende funzelt sie natürlich recht lange.

Der Feuerwehrmann startet mit 90 Lumen und holt dann recht schnell sein Aggi und Scheinwerfer....
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon Bastelbruder » Mo 6. Nov 2017, 08:53

Den Vorwiderstand könnte man doch leicht modifizieren. Dann wird nicht mehr
nur ein kleiner Teil der Akku Kapazität genutzt
sondern etwas mehr. Und die Funzel bleibt länger hell.

Wer einen Schaltwandler mit unwesentlich mehr Aufwand und mit höherem Wirkungsgrad kennt, der darf sich gerne hier melden.
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon Joschie » Mo 6. Nov 2017, 09:20

Hallo zusammen,

die neuere Generation von den Adalit hat auch etwas mehr Elektronik drin.

Aber ehrlich gesagt, mir sind Handleuchten ohne Mikroelektronik um welten sympatischer.
Ich hab bei uns inner Bereitschaft inzwischen alle Doppel-T-Anker Leuchten (HSE 5 und HSE 7) ausgemustert da an den Lampen nicht die Akkus aufgeben sondern die Elektronik.
Da hat man ganz weit gedacht und eine Akkustandsanzeige angebaut die nicht die Spannung als Refferenz nimmt sondern die Kapazität und die Entnahmemenge gegenrechnet.
Um die Kapazität ermitteln zu können wird der Akku im "Pflegeprogramm" zigfach geladen und entladen. Das Entladen wird über einen Wiederling durchgeführt der die Leistung verheizt und damit die Platine auf kurz oder lang auslötet bzw. es dank bleifreiem Lot zu Brüchen der Lötungen kommt.
Die Platine kostet um die 200Euro, Aus- und Einbau sind Sträflingsarbeit. Bei einer habe ich das gemacht, nie wieder.

Am besten eignen sich die HSE5 und 7 zum demonstrieren der Erdanziehung da an denen so schön Teil 23 schon werksseitig montiert ist.

Von daher bin ich der Meinung, was nicht drin ist geht nicht kaputt. Und ob die Lampe 20 Minuten länger oder kürzer brennt ist doch wurscht, das ist Material fürn Erschtschlag dannach steht eh die Infrastruktur.

Grüße
Josef

p.s. wer Teil 23 nicht kennt, einem alten Deutz Werbeblatt entnommen, der Henkl zum Wegschmeißa.
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon ferdimh » Mo 6. Nov 2017, 11:12

Wer schonmal unter Einsatzbedingungen beschissene Lichttechnik benutzen musste (hier LED mit Bleiwürfel) weiß eine LED mit Vorwiderstand zu schätzen. Da kommt man nämlich bei "Warum issn das hier so dunkel" aus der misslichen Lage raus und steht nicht schlagartig im Dunkeln.
Das Einzige von unserem Einsatzbestand, auf das man sich da wirklich verlassen kann, sind die Bosch HKEB:
Bild
Wenn der Ladewart (den brauchts!) seinen Job richtig gemacht hat, hat man zuverlässige Ex-geschützte Beleuchtung. Wenn nicht, wird die Funzel langsam dunkler, und man kommt auch noch raus.
Den Lichtstrom der verbauten 4,8W-Glühbirne möchte man garnicht erst wissen, es ist aber auf jeden Fall hell genug um sich zu orientieren. Für ernsthaftes Licht gibts Glühobst vierstelliger Leistung (oder manchmal auch HQL) und nen Rengdengdeng.
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon Manu » Mo 6. Nov 2017, 15:58

Wir haben bei uns die "ACCULUX HL 10 EX" Lampen. Endlich.
Früher waren die Halogenfunzeln die wir vom AG bekommen haben so dunkel das viele ihre eigenen mitgenommen haben, die aber natürlich nicht EX waren.

Die HL10 sind voll okay. Vier Mignonzellen, genug Licht, ziemlich robust. Kosten ca. 40€.
Lediglich aus großer höher auf Beton fallen darf sie nicht, da ist bei mir die Endkappe hinten am Gehäuse weggeflogen, weil sie leider nur angeklebt ist.
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon Gary » Mo 6. Nov 2017, 16:05

Teile der Konstruktion haben mich überrascht, das soll aber nicht bedeuten das ich alles Scheiße finde. Viele Feuerwehren finden die Lampe ja gut, ich sehe halt Luft nach oben.

Plötzlich im Dunkeln zu stehen darf nicht passieren, hier lässt die Leuchtkraft aber ab der ersten Minute kontinuierlich nach. Zu nah ist die Akku und LED Spannung. Der Strom wird nur durch Ladezustand und Widerstand beeinflußt, dazwischen ist aber schon Elektronik. Setzt man die Lampe eingeschaltet ins Ladegerät blitzt sie bei Stromausfall immer kurz auf. Beim laden selbst, was bis 8 Stunden dauert, ist sie auch aus.

Ich habe schon einige Handscheinwerfer für den Einsatz bei meinem Freund in der Werkstatt umgebaut. Statt der NiCd Akkus verwende ich da 2x 6V 4Ah Bleiklötze von Pollin. Dann eine Konstantstromquelle von Meanwell und LED auf Alu ohne Optik. Damit lande ich bei 500 Lumen. Theoretisch lässt die Leuchtkraft am Schluß auch langsam nach, praktisch kommt das aber nicht vor.
Ich habe schon oft nachgedacht alte LiIon Akku aus Laptop Akkus zu verwursteln, aber "Widerstand only" war mir nicht gut genug.

Ich will das mal so sagen, wer sich privat eine schöne Lampe leisten will wäre von der Leuchtkraft und Brenndauer enttäuscht. Klar muss man bei dem Vergleich auch die Anforderungen sehen.

Im Akku Unterteil hätten 4 18650 Zellen Platz statt der 2 18500. Mit verbesserter Kühlung könnte man 3W LED nutzen. Das Kabelgewirr hinterlässt auch keinen sauberen Eindruck. Wären so die ersten Ansätze die Lampe mit geringen Aufwand zu verbessern.

Ein Gesichtspunkt kommt mir auch noch, durch Zulassungsverfahren und konservativen Herangehensweise (es soll ja nur bewährtes verbaut werden) ist man automatisch ein paar Jahre der Entwicklung hinterher. Zudem ist die Lampe schon 5 Jahre alt.

Seht es als Einblick in die Ex Welt, so war es gedacht.
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon uxlaxel » Mo 6. Nov 2017, 18:27

In Zeiten, wo ich noch NiMH- und NiCd-Akkus in Taschenschlampen verwurstet habe, habe ich bei LED statt 3 grundsätzlich 4 Zellen genommen und das ganze mit einem Widerling begrenzt. So war das Nachlassen der Leuchtkraft eben deutlich schwächer ausgeprägt, als bei nur 3 Zellen (die rein rechnerisch gereicht hätten)
In Zeiten von Li-Ion bzw. dem Anhäufen von 18650-zellen, würde ich ebenfalls dazu tendieren, meinetwegen 4 Zellen in Reihe zu schalten, aber nur 3 LED und einen Widerling ebenfalls in Reihe.
Ja klar ist der Akku 1/3 schwerer, aber zum Wandern nehme ich solche Flag-Schweinewerfer eh nicht mit, sondern was richtig kleines ;)
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon Gary » Mo 6. Nov 2017, 19:26

uxlaxel hat geschrieben:In Zeiten, wo ich noch NiMH- und NiCd-Akkus in Taschenschlampen verwurstet habe, habe ich bei LED statt 3 grundsätzlich 4 Zellen genommen und das ganze mit einem Widerling begrenzt. So war das Nachlassen der Leuchtkraft eben deutlich schwächer ausgeprägt, als bei nur 3 Zellen (die rein rechnerisch gereicht hätten)
In Zeiten von Li-Ion bzw. dem Anhäufen von 18650-zellen, würde ich ebenfalls dazu tendieren, meinetwegen 4 Zellen in Reihe zu schalten, aber nur 3 LED und einen Widerling ebenfalls in Reihe.
Ja klar ist der Akku 1/3 schwerer, aber zum Wandern nehme ich solche Flag-Schweinewerfer eh nicht mit, sondern was richtig kleines ;)
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Ja, so ticke ich auch. Aber vielleicht mach in Zukunft doch mal LiIon -> R -> LED. In einer Handlampe haben genug Zellen Platz, zum sicheren Stand braucht man eh Gewicht. Unterspannungsschutz wird nicht benötigt und zum laden einfach die Elektronik aus einer ausgedienten PowerBank.
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon Maxi P. » Mo 6. Nov 2017, 21:15

Wir haben bei uns seit geraumer Zeit LED Handscheinwerfer von Eisemann:

Bild

https://www.conrad.de/de/eisemann-akku- ... 95313.html

Würde mich ja Mal interessieren was da drin stecken tut..
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Re: Ex Lampe Adalit L2000-L

Beitragvon StrippenLümmel » Di 7. Nov 2017, 22:15

Ich habe bei meiner Wehr auch son scheißding bekommen.
Nach kurzen schrauben... Scheiße alles eingemompt! Hilft nix Handflex!
Alles murks... Alles wech außer die LED Linsen... rest tonne!
... Brauch noch wer son LED leucht Moped?
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